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Israelitische Wochenschrift · 1891-12-24 · 52 (24.12.1891) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
22 (1891)
Issue
52 (24.12.1891)
Date
1891-12-24
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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verstorben«» k. b. Hofbantier« und Konsuls v. Hirßh, und Schwester des durch seines, keil berühmten Gründer« der türksche« Vifem Herrn Moritz v. Hirsch in Pari«, sonn« der Theodor und Jame« v. Hirsch welche sämmKch abwechselnd in Pari« und in München (bezw. aus dem Familiensitz Planegg) leben. Die Beerdigung, ut der auch Herr Baron Moritz v. Hirsch au« London herbeigeeilt, war, fand am 17. Dez. unter zahlreicher Betheiligung von Vertteteru der Art׳ stokratie und der hohen Beamtenwelt statt. Herr Rabbiner vr Perle« hielt die Grabrede Zu» Kchkfleu, im Dqember. Bezüglich der bisher noch unentschiedenen Frage fmx die Versichern ngspflicht der jüdische» Koltusbeamten hat die JnvaliditÜts- und Alter« Versicherungsanstalt für Schlesien folgende Entscheidung .«IrclUu. 17. Xoobx. lt»l. «nf Mt «»frage 00« «. Septbr. k. A, betreff»«» Ihre Berfichmmgspfiicht, gereicht Ihne» ««»«ehr tu» Aefcheib«, »ab »ir fw »icht »« dm versichrnmgGflichtige« Per. lenen rechnen NM»«». — Ihr» Houptbeschäsiltzuug. »eich« Ihm» ken det «eite« größten «heil Ihre« Ctnfomnmi• «t»bri»gt, begeht im Sortaca bet kn» j«ktn Freitag-«be«d unk Sonnabend. sowie an ,kern Feiertage t« ker dertige» Synagoge ftattfi»ke«den Gotieskienst unk t» de« «eiigions Unterricht. weichen Sie t» wöchentlich 8—10 2 tunke» ke« dortige» Linker« mosickschr» Glaube«» rrtheile» — Dies» rhSljgtrit erscheint i« Gegenfatz gu de« bl04 «echa»tscheu Dirngverrichtnnge» eine» «»tere« Ltnhenbektenfiete« alb eine hshere. mehr getstig« («tffenfchastltche, ThötigNit, welche Sie über de» Lrrt« derjenigen Person»«, welche 00« Standpunkte winhfchckstllchrr «us» fafftneg ,«» z» dem «rbeitrr» und nieder»» BrtrlebsbraoNrnstaNk» zu req««» sink, erhebt, u»b somit ker Berficherunglpfilcht »icht unterliegt. Xr. VI ker Anleitnng ke« Neichl-PrrficherunglanUi« betreffend ken Lrets ker versicherte» Personen 00« «1. Ottobrr Illstv) Uber euch Ihr» veschsstignng al» Schichter kan» unseres Dafürhaltens die Her-!!cherougspsllch« für St« »ich« begründe« des» in derselbe« ver»bgen «tr nicht» «uderes al« de» Betrieb «ine» selbstständige», weu» auch »» rituell« Porschrtftr» geknüpfte« Gewerbe» zu erblicke», bet dessen «»»Übung Sie nicht al« Loftwrbettrr ober Gehilfe einer fremde» Person in» Sin»« de» Gesetz««, sonder» al» selbstständiger, für eigene «echuung arbeitender Unternehmer auftreten." — vestervokchellNchur«. ZvemKer. (Or^Eor.) AufAnregung des Hrn Rabbiner» Dr. Fraukl versammelten sich am verfloffeueu Samstag Abend» dir Mitglieder unserer Gemeinde behufs Bildung einer Gesellschaft zur Pflege der jüdischeil Geschichte anserer Gemeind«. Ausgehend vom Ansspruche: ,Frage die Borzeit, bcincn Vater, deine Alten und sie werden dich belehren", entwarf der erste Redner an der Hand alter Urkunden, Privilegien- Zn. und Grabschristen, ein Bild der bis ins ILJadrh-reichenden Geschichte der Gemeind«, bezeichnet» di« einzelnen Perioden ihrer Latwickeluux, ihren Aufschwung und Niedergang. Schon IH33 bewirkte ein hiesiger Rabbiner mit Namen .Jiczmau" einen Schutzbrief von, Könige Ferdinand für die bedrängten Glaubensbrüder in Oberschlesten, 1636 beim Kaiser Ferdinand Hl für die Burgund« Joden. Seit dem Einfalle der Schwede« 1618 hat sie nie wieder die ehemalige Größe erreicht. Die GesHchst Kremsiers bekundet nicht bloß eine starke sittliche Kraft der Juden, jondern sie ist auch ein« Ehreuhalle für bedralende Familien unserer Zeit. Lu« einem hiesigen Patriziergcschlrchte ent» stammt« auch die Mutter (Debora Schapna Frankl) von den Gebrüdern Gutünaun uno die von Profsrfsor Kaufmann. Hier siad auch Emanuel Baomgarten, Josef Weiß und anden bedeutende Männer geboren; dir hiesige« durch Humanität und Toleranz der Prosefforr» ausgezeichneten Uralten gaben die Anfänge des Wissens Frankl-Baliu, Gebrüdern Brüll, Grünseld, Beer. Pollak, Proseffor Stiaßny, &1Mßj ^nnd^pWeH. jKt'iMii. baß die alten ^rof^or :,',״*:״• ־ ׳‘י־•*־• E'"- Unsere Priviligien ging« bis uns vier verlöre» 24—28). Em Privilegium Maria Therisia'» hat noch giouslchrrr Werner, einen Brief des Rabbiner« Ss«P' Beer, der frühere hiesige Rabbiner Pollcuk ft» Budapest ge• Uta. Ä ist unsere heilige Pflicht, di; mündlichen »utz schriftlichen Denkwürbigkeitt» aus unserer Vergangenheit als. Erinnerung für künftige Geschlechter auftubewahren- Es war ein hrrzerhebenber Anblick, al» «in noch rüstloee SSjlchriger Greis den Einfall der Franzose« als AugeuZümu schilderst, ei» 80jähriger <Batrr des Dr. Max GrünM») den Besuch des Kaiser» Ferdinand im jüdischen TempA a« ■;1 Versühnumgstag« (1818), ein Anderer das 48er Jahr, aif§/■ 10 Rabbiner Mannheim, Steifet», Hirsche Weisse u. alftn- Tempel neben einander standen, ein Anderer wieder dasl- Wese» der Familien in vormärzucher Zrit^useinandersttz»,? da man eurem Mitglied« wegen mangelnder Keuntuiß ster Religion den HeirathSconsen« 14 Jahre oder mtt Bewilltgmtg - des Lardiual« den zur Hochseft gewöhnlich vertheilstnLbü«»» titrl verweigerte. Mit de« Bewußtsein, Zeuge, eines geschahtlichen Momente» in der EntVickluna de» Lebe»« uustoer: Gemeinde zu fein, schieden alle mit dem Verspreche». Sabbath Ehanula mit inzwischen , gesammelten Materialen, Vrs£ knndeu, Familienpapieren und Biographien sich einfinde« zu wollen. Der k. l. Laadesschulrath Emanarl Baumga«» sor Kaufmann-Pest, Raddiuer Joses Weihe und Grünfttd, welche »ach dem Beschluss« de^B sammlung zur Mitarbeit an nur« geschichtlichen fBfft a! fordert wurden, beglückwünschten die Gnnefttde zu st»' de« erwachenden Geisteslebens und gefchichlti itereffes. — ־> WraßHritanuüs». r «Laust»». Wir erfahren, daß »», den für den ruffischen Unterstütz» agssond« baeit« aufgebrachten t'/,!ML» lionen Mark 190,000 Mk. in den Provinze» «zeichnet^ wurden. Zu den Beitragenden gehöre«: Die Paria ments-^l Mitglieder Graf von D«rbL A. I. Balfour, Sir Houldsworth und Jacob Brights ferner der Deea und der Mayor von Lanstrbury. ׳ I« Belfast forderte der sehr beliebte Presbyteriums« Seistl'che Rev. W. Hanna in einer Predigt zu auf und wurde demzufolge eine Sammlung , In Dundee wurde eine Volksversammlung unter Boksttz^ des Lord Profoß abgehaltrn Biele Organe der "״׳־’—י' haben sHr sympachrsche Artikel veröffentlicht. Die relegraMenckSesellfthaft hat anf Beranlajsuug des Alfred Mosely die freie Bmutzung ihrer Stam zur dernng von Depeschen nach «nd von der Lap^totoust Verfügung grsstüt. Das Unterstützung». Lomiwe, trlegraph sch die Sympathie «nd Mcthülse des Go« Sir Henny Loch angerufea hatte, echtest von ,dem diner der Lolonie die Nachricht daß der Gouvertkeur der Bischof der Lolonie, sowie auch der Gouverneur Lapstadt nicht nur ihre Sympathie, sondern auch eine» beittaa zugesag t hätte«. Diese Nachricht wurde «ft" schnelle allen jüdischen Gemeinden der Lolonie «i _ Bon dem Bischof von Bach uns Wells sirf"f> Schreiben «in: Dl» Leiden ker rnsfifchen Ink« verdteue» tu »er LH« I »atzW» ihrer «weamechchr» unk kefsndeM Derjrutgr», welche ÄL-L--' 1׳ .... _ von ke» Voreltern kies« erhalten Hoden und st« »n llede» verpflichtet fink, »m tym willen, sowie »« willen de» Gnu» Udcahmuch Istett weichen auch »tr anketen unk >u«hrr». Ich kt«« Sie. beilolgenke» Lhot »brr l« «t ^Mgß B^imwnutz », überwnfe». Ihr ergebenster »rthur, Hath unk Wells. Tßtu», Das .Jewich Ghro»icle" schreibt; €9 Mk CUIC gBKnfiw f(M||

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