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Israelitische Wochenschrift · 1891-11-19 · 47 (19.11.1891) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
22 (1891)
Issue
47 (19.11.1891)
Date
1891-11-19
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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■jtK fotüt* . ,mH ÄÖ« Borsstztz, DchflasterlAn» »nzaßlichm Maßnahmen ist nicht» geworden: Mt" Mo«. Dagegen bat Herr Poni sehr bald lt wahrgtuommen und seine wahren Intentionen, ^wär ohne die bisber üblich gewesene Umkreisung de» Breie», in krassester Form zu zeigen. Noch vom ,ihr her, war beim Abtretru de» damaligen Ministeriums Mt ein von demselben prosektirt gewesenes Schulgesetz ׳geblieben» welche» un» insofern wohlwollend war, al» unter gehörigen Distinktionen, Berrlausulirungen und )reibungrn im Artikel 4S, Absatz l d ein Borzug in - Aufnahme israelitischer Schüler nach den ״Rumänen", ,^»r den Kinder« anderer Nationalitäten" (nämlich Ansländer) eingeräumt wurde, welche letztere auch 1' Frc monatliches Schulgeld zahlen sollten, während ־ »rarliteu davon frei blieben. I» Wahrh:it war auch _ Briefen Modus viel einzuwenden, da der Unterricht iffungSmäßig doch obligatorisch und unentgeltlich sein "skr alle Kinder de» Laude», daher ein ,Borzug" oder I ״Hintansetzung", gleichgültig wessen, nicht Platz hat: in«- dere aber, well da» ״Borziehen" wissentlich falschen «ntrrpretationeu und — Geldschneidereien seiten» der ^nehmenden Schulleiter Thür und Thor öffnet und die eliteu dadurch außergesetzlich noch ärger zu stehen kommen tru, »l« di« Kategorie o der moderen Nationalitäten", war indeß durch oeu Absatz b mit den Worten ״Söhne Individuen", die der Rrtruliruug unterworfen sind, hl sie die Eigenschaft al» Rumäne» nicht haben" (!) aner- , daß e» israelitische Rumänen, oder wenigsten» rumäche Israeliten girbt und die Rothwendigkeit rumänischer hülung ihnen zugestanden. Jetzt aber kommt Poni und ßt tnit setnem Projekt Alles um, indem er sich einen Artl 1 konstruirt. der da lautet: ״Der Elemmtar-Primarerricht ist oblLrtorisch und unentgeltlich für alle Kinder rumänischen Bürgern". Letzteresind bekanntlich di« «Üten nicht: somit werden chncn in brntaler Weise trotz!rfassung und ihrer Steuern di« öffentlichen Schulen, jede» Hiüstrchürchrn, verschlossen. Daß es allein sittliche Pflicht, sowie StaatSnothwrndigkett und -Borist. Allem was da in einem Land« kreucht und fleucht primitivste Wiffen in Lesen, Schreibru und Rechnen zubringen, davo« weiß der ^Oberste Landes-Gelkhrtr" (?) Umversttättproseftor und ״Unterricht» - Minister" P o ni^ Der Herr verschanzt sich dahinter, daß er die Kindes Lreatden" —unter »elchru d« JSroelittn nun wieder Iwtchtig zählen — doch nicht ״zwingen" könne, den Primärrichl zu nehmen, den er ihnen ja durch den § 1 direkt!: und der 8 ist ihm denn auch du»ch den obersten »th mit allen gegen zwei Stimmen bewilligt worden, sonst macht sich der Einfluß de» Herr« Poni geltend, er i« Artikel 54 besttmmt: ״In den Normal-Lehrerwerden nur angenommen Söhne von rumänischen (tUntcR^.(!), womit de» Israeliten die Möglichkeit ge- » wird, wenigsten» svktematische Lehrer zu werden. I höheren israttniiche« Kreisen Bukarest» ist man über Ine unfel es ״Bildung»"-Minister» ganz au»..dem ge«übrn uud «üwrseit» das sogen. ״Gemischte zkritsokomitre" der Tempel«Betaenofsenschaft, andie Sektion ״Eeatru" d« (israel.) Militär-Kesereine Hatz« beschlossen, Deputationen an de« Mini- »stdenten, General Floresc», za schicken, um ihm de» die Israeliten schädigenden Projekte», welche» ן noch bk Kammern paffsten mich, Borstrlluitaen zu ». Ov und welchen Erfolg sie hobst werden, lä^ sich 'Zeit nicht Vorhersagen: vielleicht kommt uns, wir in FrühliqA wkdn «ine politisch« Parthei -Intrigne z« Bych UtlHe der famose Gedanke de» Herrn Poni '!gt wird. Er selbst aber hat vorerst ednaal dennruhigt und m» armigt . _m L n- »I- WnsiMtl WnUC• «rt Kachrichte». WiiaDtsnr«. Aach de« endgütige» Ergckniß der letzten Volkszählung t» Prenßen setzt Pchdft Oftsammtbevölkrruna zusammen an» »SM»70 »vangettschen, 10»1807 Katholiken. SO SSI anbcrat Bekrantniffe«, 878006 Jabtn und 4690 unbekannten Bekenntnisse«; gegenüber den Ergebnisse» der 1880er Zählung haben dte Katholiken und di« anderen Christen «in« Verstärkung, die Evangelischen«nddie Juden ein« Berminderinm ihre« Eathetl» an der!oesannntbevölkrrung erfahren. Berti«, 17. Nvvbr. Heute, in seiner ersten Sitzung, kam es S- - - - - Aba Ricke rt führ« dies« bekannten Ehrenmänner uud Vertrrier der »anschen Moral" treffend ab, indem er da« ganz« Eft bahren derselbe» scharf al» unehrenhaft geißelte. (Sir kommen auf die «nschuldigung de» Talmuds zurück.) Brett«, 17. November. Heute früh starb plötzlich in Folg« eine« Schlagansall« Herr Pc Jacob Eger«, Lehrer an der jüdischen ' LehrrrbUdungSanstalt Und, au der Briftl-Heine-Ephraim'schen Stiftung. Er erreich« leider nur ei« Alter von 08 Jahren. Er war »in gründlicher Kenner der hebr. Littrrawr «nd bewies einen seinen kristschen Pakt bei Herausgabe der neuhebräisch«» Poesien de» Mos« und Abra- Ham ibn Esr». Ob der Reinheit seine* llharak«r< und seiner Herzen«» güte war er bei seinen Freunden und College« ganz besonder« beliebt. Ehre seinem Andenken! HUdostzet«. Zum Concurse Emil H. Meyer wird »u« de» richtet : Per Inhaber der Firma genoß da« aeößie Vertrauen. Er gehör»« zu den Führern der konservativen Partei Zein Freund ' Sftbermaan von Sonnenberg pflegte bei ihm zu wohnen, so oft er »ach HildeSheim kam. So sollt« e« auch am vorigen Sonntag der Fall sein Nachdem sich aber Herr Meyer, wie behauptet wird, er» schoffeu hatte, wurde Herr v. L. durch ein Telegramln von der Reise -zurückgehalten. Di« Passion vdn Meyer betragen über 2 Millionen. Grcktz (Posen). >« 10. d Mt« wurde - da» von Herrn Rudolf Masse zmn Andenken an seinen Vater, der «0 Jahre hier al« Arzt gewirkt hatte, gestiftete IkrankeahauS «ingrwriht. An dem Festessen nahmen anch die städtischen Behörde» theil. Herr Rabbiner Dr. Friedmann brachte den Toast aus den anwesenden Stifter au«, der Pietät«- voll den iO. November, den Todestag feine« Vater«, zur Einweihung u>,d Eröffnung de« Kraalen Hause» angrsetz« Hane. chetttarnftapk In der Personalchroalk de« Oberlande«gerichi4 Naumburg «. S lieft.»an: Der Referendar Lchnetderwtrth ist au« dem Jnstizdienste «atlassen. Man wird nicht fehlgehen, so bemerkt dazu die hiesige .EtchSseldia", lvenn man dies« Maßregel mit dem Duell Schneiderwlrrh - Z t e g «l in Verbindung bringt. Die Justizbehörden find mir Recht der Ansichl gewesen, daß ein 'Rann, der um einer Lappall: willen ein Duell herbetsührt und sich de« Tod«« eine» Rebenmeaschen und jnd AmtSgenoffen schuldig mach«, nicht geeignet ist, i« Dienst« der Gerechrtgteit verwendet zu werden Ubar», j7. November. Ueber 900 russisch« Auswanderer, davon 700 Juden, palsirten gestern den hies Bahnhof, um über Hambarg «ach Chicago und Baltimore zu reift» , ffcdu, 14 Novbr Dem .Sylt’ wird au« Lüdrußland beeichtel. daß »«»llch in Balta eine Judeahetz« stattgefunde» habe. Eine »ift^enftn »lid HackeE bewaffnete Menge habe die Jude« übersallen, »ttle verwunde» und Häuftr zerstört. Schließlich Hab« Militär »ft Tumulte »ntrrbrückt, ohne jedoch Beiyastungen vorzunehmen. Veüfsel. Di« .Archive«׳ machen daraus aufmerksam, »aß bei der hiestge» Rabbtner-Sahl eia« auffallend« Gleichgültigkeit herrfthft. Obwohl außer Brüssel, da« 0—600 Sahlberechtigte Hai, noch Aut- «erpen, Naautr» Lüttich, und Arlon vertreten waren, waren doch nur 7:* Wähler »nwrftild. Davon erhielten Bloch au« Toni «9. Da» Ge» halt de« betatsche» Großrabbiner« beträgt 8900 Franc«, nebsl freier Wohnung. Die Aasteüang ist staatlich und definitiv. Eue»antra». Herr Consta«» Minister de» Inner», legt« t» jüngster Zeit de» Grundstein zu einem neuen Raihhvus« in «rfiaer Stadt. In der Ansprüche, welche der Bürgermeister an den Minister richtet«, «rmätznn er auch de« interrffantra Umstande«, daß an de« Ort«, w« da» »cur Eeb»»d« »« stehe», kommt, sich früher da« jüdische Ghetto befand Ferner bwnettte derselbe, »aß einer der letzte» Arie dar RepräftiitaaNu-Bttfammlung darin bestand, dft nntencheidend« Kletdnng. »eich« dft Inden tragen mußten, abzuschasse» «ad da» verbot, «chweichetndftftibenntchtznVserd« dft Stabt betrete» durften,a»ft»hrbrn. »«Per»««. Wahrend sei in« Auftnihalir« tu unserer Stadt besuchte der Prinz *on Neapel, Kronprinz von Italien, anch »ft «hrwürdig« portugiesische Synagoge, in welcher tr Über (tat Stunde zudrachie. In der Unterredung mit de« Vorsitzende» de« Vorstand«» Hebräische» ist Nachdem »er KronpNnz »ft verschirdenrn Kunstwerke in der Synagoge in Angenschetn genommen hatte, beehrt« er nach dft partngftfische Lehranfwlt Ez Lhasim mit seine« vesnche, »oftlbst.er bkreichhaltlg« »ad berühmte BidliotheDwelche dft Herr«» Mo» ieztno» der Ansiaft mschmift tont, gtMi bafichetgt« und eU große» Juftresft an »er Gammkieg italftnlsch» »ftrft, nulch« ans dft königliche Familft vchNg habe». « den Ta, ft^a.

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