Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1891)
- Issue
- 46 (12.11.1891)
- Date
- 1891-11-12
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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irr allgemeine Dettnng des Audenthnms. taiua tt Mat Ra» 1■ •n itartti*(*; M «ftaiiu■• “־*»» M es« •aatatrn. .•mU VT■rt MtmttUti. Timt t |Wn)a1|: fHrtt» U •Sri. ■M Maiaaklaakt: » י»(. heranSgegebea oaa Rabbiner R. M. $tafmer in Magdeburg.!•tat jkn ittatatWii »,» wa»a M Mf. 1 MM M ktt flr PM1I1II, Recht ■■I fiitlt«1!■kalt: >afaaata *nt »t.3tut 111•«** ■•Mralatltt* au lar kt»,3t»H4f*lnftt1«f®l1t1* Mt MtrvWtnu tatt Mit *«am rn 9t. *>» «antbn tu«* Mt *aaaatra. t&ttWnn *Mr—Mt ata Mftt aatMaMI UaUtach ■4 — kltttl HaaMaki« ta: Sri ■>t>wk»'aa>ra UakaN. Scrtfel: Der Sotifeartttlmu« Ha» > H. aaad. mad. — Dt« Berliner Deleairten-Verfa»mlual *tt «rrachnu, bet $UfMKtio* für Mt rnffischea Juden. (Fortf^ 1e «u» Uorrotvosvaukea 1 Deutschland: Berlin. Hombura Laute». Cleve. Gchatdt. Stettin. Vom Rhein. NarlSruhe. Veßerreich-Unaarn: Wien. Param. trankreich: Paris, ußlanb: Siarodub. vdeffa. «I» •amfl» Mattkeichte», Berit». Berlin. Berlin. Berubnrg. WornrS. BrÜL. Londan. Ktea. Zöschen- See M ke». «üee^naa. 1881. > «öS. ^alentzer. vaSRündi« oneaeuaugab» unterlagt. 19 11 Freita, . . . 19 19 1a 18 «ouuta, . . . 14 14 Mautag . . . 1» 16 Dleusta, . . . 16 16 Mittwoch. . . 17 17 Dannrrita, . . 18 18 (4J0) לך יך A«tiie»ttt»«»» «uferet stadentische« S«-e«d. Ban A, H. aaad. mad > Oft und viel ist über den Antisemitismus unter den Studenten schon gesprochen, hinreichend daS Für und Wider schon erörtert worden, doch kaum hat sobald jemand eS so wie ich erfahre», wie diese Anhänger Stöcker'scher Lehren -Hnen selbst unverständliche, von andern blindlings überene Ansichten vertreten; wie sie, wenn nach der Haltihrer Meinungen befragt, nichts erwidern können und :M» den Häufet« d«S allgemeinen Unsinns noch vermehren; sie — und hieraus bastrt mein haupsächlichster Bonvurf in ihrer Verschlagenheit soweit gehen, daß sie einen schirr zwischen dem Juden und dem Menschen ע״י: In Nachfolgendem berichte ich über Erlebnisse und Er-?Ehrungen, die ich kürzlich selbst im Lager unserer civea ioi gemacht. Erfahrungen, die dar Wesen und den; Charakter der Antisemiten »n beredtester Weise beleuchten. Als ich bereits n»ehrere Semester in Berlin studirt nud daselbst mit LommUitonen verschiedener Glaubensbeteuntniffe im freundschaftlichen Verkehr gestanden hatte, ich um so unlieber de« entschiedenen Willen «eine» Garer«, eines israelitischen Predigers» fortan an der Uni- .«rfität H. «neine Studien weiter zu obliegen, als mir der £ Ruf der Studenten als Barkämpserschaar der schmachvollsten ׳^Schmach Deutschlands׳ nicht «nbekavnt war. Doch gerade Grund dieser Lhatsache drang «ein Vater auf. die Ausiftim» WwchcheSk dmnit 4 «kn sagte, i» ver mit Mtlfif 1■ 1 ■ר■ lila_ _l>. •t>. diese», vorerst noch unerkannt, den Beweis liefern soll«, daß der Jude nicht minder anständig und achtungSwerth sei, wie jeder ehrenwrrthe Mensch unserer modernen Gesellschaft und . daß ich zugleich hierdurch darthu«, daß schlechte Menschen, > welche die Antisemiten nur unter den Juden suchen und! finden wollen, unter Bekennern aller Eonfesstonen Vorkommen. 1 Diese Gelegenheit sollte sich mir in der vollkommensten Weise bieten. Etwa l4 Tage nach meiner im April d. IS. erfolgten Ankunft in H. wurde ich in einem Lokale, in welche« ich häufiger verkehrt«, von einem mir unbekannten Herrn mit Namen angeredet. Ob meines Erstaunen« hierüber bemerfte er mir, daß er zugleich mit mir immatrikulirt worden und mich daher kenne. Er erzählte mir dann» daß ich auf ihn und feine Freunde einen günstigen Eindruck gemacht, und forderte mich auf, in chren geschloffenen Gesellschaftskreis rinzutrrten. Die Namen der Mitglieder dieser studentischen Bereinigung verschweige ich, da ich auf die zwischen «uS bestanden« Freundschaft Rücksicht nehme, und eS mir auch «ehr auf di« Thatfache selbst, als auf die Namen ankommt. Bon jeher etwas abgeschlosseu und nicht für jeden zugänglich brachte ich auch dem mich anrrdenden Herrn״ der einen durchaus günstigen Eindruck auf mich machte, etwa» Mißtrauen entgegen und schloß mich erst nach einigen Wochen und zwar nach in dieser Zeit mehrfach wiederholten Bitten der Ge» sellschast an. Bon Niemandem nach »einer Eonsesfion befragh glaubte ich, hier einen günstigen Boden für die Saat d«S väterliche« Willen» gefunden zu haben, und sah ich «ich nicht veranlaßt, mein« Abstammung zu offenbaren. Durch den täglichen Verkehr, in den wir bald traten, schloffen wir »US enger und immer enger au einander an, lebten in der und jeder, freute sich über txn Zufall, auM,