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Israelitische Wochenschrift · 1891-11-05 · 45 (5.11.1891) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
22 (1891)
Issue
45 (5.11.1891)
Date
1891-11-05
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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BeMlkmmg zu kämpft« hatte, so winde er doch io Persien zu» Begründer einer «edicinischen Schule und bildete mchlreiche Aerzte von den Eingeborenen heran. Er schrieb Lehrbücher in persischer, arabischer, französischer und lateinischer Sprache und durchforschte auch das Land nach allen Nichtungen. so daß sein umfangreiches Werk: .Ueber Persien, daS Land und seine Bewohner eine schätzbar« Fundgrube für alle Persien Bereisenden und für die Kulturgeschichte d«S Orients ist. In den sechzwerJahren kehrte er nochWienzurückundgaltin der «edicinischen Welt als Autorität besonders auf dem Gebiete der Seuchen. Die österreichische Regierung hat chn auch wiederholt mit diesbezüglichen Missionen betraut, und zur Zeit der internationalen Weltausstellung in Wien waren ihm die Anordnungen des. orientalischen Lutheils der Exposition übertragen Beim letzten orientalischen Eongreß in Wien spielte er eine hervorragende Rolle und inden letzten Jahren lehrte er an der Wiener Universität die persische Sprache. Wer immer merkantiler oder wiffenschastluher Interessen wegen nach Persien ging, holte sich bei ihm werthvolle Rathschläge und Empfehlungen, und bei den wiederholten Besuchen des Schah m Wien war er auf dessen ausdrücklichen Wunsch immer in dessen Umgebung. Seine eigenen Sammlungen und Expositionen fanden stets großen Anklang, und als er dauernd in Wien bleiben mußte. — krankheitshalber selber , nicht mehr reisen konnte —, entsendete er auf eigeue Kosten jüngere Botaniker und Geologen nach Persien, um in seinem Sinne die begonnenen Untersuchungen an Ort und Stelle fortzusetzen. Obwohl er durch zahlreiche Orden ausgezeichnet war, so trug er diestlben doch nicht. Seine Vermächtnisse an verschiedene UniversitätS. Anstalten, gemeinnützige Vereine und anderweitig Bedürftige ohne Unterschied der Lonsession sind ein offennmdiger Ausdruck seiner menschenfreundlichen . Gesinnung und seines edlen Charakters. Bf qniesckt in pac«! Lsrstie» Petgrad In Folge heftiger Angriffe eines hiesigen »bscvren Antisrmitenblättchens auf die Juden ergriff Herr RisticS, der erste Regent, die Gelegenheit, in Gegenwart unseres Glaubensgenossen, des Staatssekretärs im auswärtigen Ministerium, Herrn Davitcho, zu erklären, daß er sowohl al« Staatsbeamter als auch als Mann des Fortschritts den Bersuch, unter den Bürgern verschiedener Religio.,sbekenntnisse Zwietracht zu säen, entschieden verurtheile, daß er die ontriorische und durchaus tadellose Haltung der Juden voll« ftäudig anerkenne und Alles aufbieten würde, daß nicht der AntistmitiSmuS in Serbien Fuß fasse. ' Einige Tage hierauf wurde der Oberrabbiner Dr. Berenfeld von dem zweiten Regenten, General ProtieS, in Audienz empfangen. Dieser sprach sich ebenfalls in den kräftigsten Ausdrücken gegen den Anlijemitismu« aus. .Ich kann bezeugen," sagte Seine Exrellenz, .daß die Juden in jeder Beziehung die besten Serben sind und im Patriotismus Keinem nachstehen. Die Juden Serbien'» haben rbewiesen, daß sie wahre Patrioten sind, DaS Einzige, wa» uns von denselben trennt, ist die Religion; ich würde sie aber nicht so hoch achten, ol« ich «S jetzt tboe, wenn sie der Religion ihrer Väter nicht treu bleiben würden." ttunifa. Mew-Bork, 86. September. Im Staate Illinois hat sich umlängst ein« »Russisch« Kolonisations-Gesellschaft von Illinoisgevildet, 0» deren Spitz« der «undeSsenator Palmtchjpt» Präsident »nd der Kherr «omnrneur von Illinois, Mr. oMeSbu, al» «iceprllsident «n. Di« geschäftlich« Leitung liegt in de» Händen de« Rabbiner« SJsoae Rnben stein. Der Gestllschasi sind von hervorragenden Grundeigenthümern in Illinois und Mtffoutt zu KoloaisnltonSzwecke» ge- «et« Ländereien zu de« günstigsten Bedingungen augebostu worden. m einer besonderen politischen Partei oder reitgiäse» Lette dienen ja «volle», «iS die Gesellschaft unparteiisch arm« und ihrer Hilst würdige ru-sisch.Mische Aoauiten in jeder Seist unterstütz«» — Zu stder Kolonie «erde» »1»besten» 10 Familien gehäre«; eure stchverständig« BertranenSperstn »trd dst Leitung »er Ansiebttnng^ in di« Hand nehme« an» et» Agent mit Hilst votz'eeipettadte» Kommisst, a«- gefchäften dst londmirthschestlichen ProdnMstmf den »artt dringe». Rnbenstrin gUntrt schon vor tM א»" יו" M Ne» Portz Ti» Verein enssischer nnb itngitemmr Aude» HM für bst »tr «nqNfche» Spaache nnknndigenVtnmandknc an« dem VW» - Europa'« et« nntzbriagMe« Serk geschasst». Er ,irliistnnitdo »tmlich in «Mer Broschüre znm Preist von M Gent dst Uirbhäntzlqstitl Er- Närnngs-Akt« »nd dst Vonststutioa »er Vereinigten Viaeten in tag» «scher un» hebräischer Sprache, so mir imbentschr» Jingo» jene, Länder mit lehrreichen un» ettläeenbr« hebräische», Anmetkungen. Der Uedersetzee, Herr I. D Eisenstein,Hnt sich seiner Ansgab« in aüeekenne» »me et her Seist «atkdigt Dctech birst Broschüre ist säst asten Eintvanderrr» Gestgenhel« geboten, sich mit be» »rnndgesetzr» unsere» Staate», melche ihnen al« eine neue Offeabarung erscheinen müsst«, bekannt za machen. :i Vermischt» «r> »r»eßr DUtzchrichte«. L Vtzagdestnr». Dst allgemein« Verficherun^AttienGststllschaft .Victoria-, der jüd. SulwSbeannen durch den Vertrag, den dieselbe« mit dem D, I. G. v. zu «uustea der.Lemral-PmtsiouSkchft für jüd. llstnteiudrbeamtea-geschloffen.wo-lbelannt.verdst»« schon au« bststmGrunb« dstvollste» Sympathien aller jüdischen «emelude» und deren Mitglieder; hat sie doch während de« neanjäHelgen Bestände« diese» Vertrage» über ein« achtel Million Mart dem genannten Pe»fion«sond« zugesintt und diestn dadurch in den Stand gesetzt, etwa 500 jüd Beamte mit ü Mist. Mart zu versichern. Diese Zahlen sprechen für sich selbst, so daß wst aus die besonder» Bottbeist, die diese Gesellschaft. welch« all« andern deutsche LrbenSversicherungSgeftllschafstn — selbst-di« wochaer — »der» flügelt bat, den bei ihr Versicherst» gemährt, hier nicht erst binznmetse» brauche» Dst .Victoriazeichnet sich durch Solidarität kn ihrer VeschäftSgebahrung und Eoulanz gegen ihr« Versicherten au», darin liegt da« Geheimnis, de« mächtigen Aufschwung««, den sie in de» letzten Jahren genommen, de» dst Abschlußzisseru de» sttzu» Geschäftt» jobre« mstder aus glänzendste bezeuge,,, — Reben der .LebenSvrr» sicherungbildet dst ,Uusallverfichernng- «inen bedeutenden Zweig ihre« Geschäftsbetriebe«. «an kann sich bei derselbe» jetzt ge,,׳« ei», verhältnißmäßig gcrinze einmalig« Zahlung auf die ganz« Lebensdauer gegen Unfälle versichern Bei einer Einzahlung z. B. va.t M 6'» ist man für dst ganze Lebensdauer derart versichert, daß «an t« Aast de« lode« durch einen Unfall M. 10 «UV, i« Fall der stbrn»l»ngltch«« Invalidität M 30000, Im Fall der zeitweiligen Invalidität pro Lag «, 16 auSgezahlt erhält Hervvrzuheben Ist »och, daß dst .«Irkoetadst Invalidität .durch Krankheit mit in dst Versicherung ring«, schloffen hat. nnd da diest «i, Rückgewähr der Prämst geschieht, so bildet dieser Berfichernug«modu« gewissermaßen ein« Sparkasse. Räherr «u«tu»sr über jede» Speziaifall «tthellt »er Chef der «Mel» schasi. Herr S I. Le«zy»«ky tBerlin W., Martginstnstraße 4SI) in lstbentwürdigster Weise, Sarita. Dst preußischen Freimaurer-Loge», uameatlich »st Töchstrlogen von .Royal Sott', nehme» mit Genehmiauna ihre» Protektor«, Kaiser «Uhelm» l seit 187« auch Zudem aus Seit der Stöcter'sche» Bewegung bildete sich eine Clique, weich« all« Jude« durchsollen läßt. (Wegen der Lage de» Logenhause« a» kt Spree heißt H »ach einer solchen Kugelung: .E» ist ein Iud' in» Soffer gesoll'u.-) Um diesem Zustand« ei» End« zu machen, will »st große Log« von al« Vereinunter Polizeinnfstch« wttstr zu arbttstn un» dt« Lo^n- Geheimnisse öffentlich prei«z»geben »ottäufi, ha» man den RetutSweg . an de» Minister de« Inner» beschttnen. der ober t» Logensacheu vastftäadig Last ist. Dst Hamburger «roßlage kennt seit 750 Jahre» keine Belenntnißfrag«. «attta, 87. Ott ober, «m 16 Rovemder «tr» hier dst erst« streng tttnelst jüdische volttwche (Klosteestr «)«rlsfntt Der durch dst Veranftaiinng de« «otzlthätigkichcoiteett» für dst russischen Inden in «Mstw» Kreisen betanat geworden« philanthropisch gesinnst Herr H Abraham ist e», der sich der Mühen »nd Opfer unterzieht, Me ent .t»rn«lt- »tsch« Voltr-Spetsennstalt" in'«Lehe» »» rnstn. DstEinrichtn», der Lotolichst» toste» nahezu 10000 Matt. Für «ünner nnd Frnnea sind besondere Speisteäume, für FamUstn oesouderer Eingang und aparst Räume eingerichstr. Dst Speise» »nd Luppen llinnen auch an« de« Haus« aogeholt «erden. Der Vettnns der Matte» findtt nur i« Lokale st,n Dst Lpeisezeit ist Mittag von '/,IS-8 Uhr, Abend« von '/,7 - S Uhr M« MitchgSportio» (Gemüse. Flttsch und Kurioffrlnl tosttt 86 Psg (die halb« Pattto» >6 Pf,.), an Abend Supp« und Vrob, bst Ponton 10 Psg, Nähere AuStuuft »brr dies« S-hlchätigleitSanstal« etthetlt Herr «brüh»« selbst (Alstgswtsir. »7/6» >- Beett». Dst Dlrettio» unserer Hofoper ettlärl, daß stt« Mit» glstd der tgl. Bühne »st Erlaub,iß zur MtUvittung in der von Anrise- «Ist« aagekündtgsta Matinee erhalttn Hab«. Beeatn». Herr Dr vran» begann dstst Soche seine Vorlosungen am jüd, «beol. Seminar. , Dres. Herr il a rl Rose »beim, M» mehrere» Inbrrn Sttretär btt deutsche« Rationastrhensttt hstrstibst, wurde m« der Käntpst Regenti» von Spanst» zu« Ritter de« OarnS LattS III. erhoben. Sen«. Vn dv» Vesuchr der hstflgen AnssstÜm, vermetlst »er Kntser bei»»der« länger» Zest u> den AtchnUi " stttlrr und DÜrdigst einig« derselbeneiner ' -7, y! i 4 1 .1 3

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