Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1891)
- Issue
- 44 (29.10.1891)
- Date
- 1891-10-29
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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eine allgemeine Zeitung des Irrdenthnrus. »»»,,Nt« triarinjt Hm •taa tt *n 1»lli»liwl«ltfnMI»lrre ׳f* «trak »I-tM MtrtritÜrL rittiki ...... : *kmiMtL la klrrttti HMU» 14 •Mit. mtH I aaiUakt: » »«. _ . , . MaMMUlWMn *lat .•ittitatatklain Mit: M kn Pa»; *••*» M Mf*. MnMMItUa. Sb Wa!« I» MaS»f. $tnw»ygebm van Rabbiner Ir. M. Hlaymer in Magdeburg. fit Ptitlilt, B.cht ■1k ftiikti! larirati M« klt.3 *tat 11 tHSt •» ta Ibttlf■ «t Nr »««,SkkNikiSIttiratar.Blaif Mt Mttftbailiar Sctuirtb aatr anta Raa« M Vf. stak fanatkn kam! Mt *1 __..... .. kat4 Mt .. •tarMttaata •kn—MI• aaa bkk» aaitkakatt «alktach mach« — kl tttt tlaMbakta aa: P>» •MaabtNaa »aa Jarultt. >>»><■ ׳*Hff tat Sri SltknkauaNta «akatt!«kalt: MM»k> Vrtifal: Zur Erinnerung ob Braetz. Red« bet der Seelenstier de» Schlutzfeste«. — Menschliche» Wirken. Ein« Festbetracht»»». (Schluß.) Ban Bernhard Ldntgdberger. — taMrtt »u» <karuas»a»ken,t», Deutschland: Magdeburg. Au» Schlesien. Pleß. Unten. Leobschütz. Posen. Lahr. Hechiugen. Rordhaulen. vefttrreich.Ungarn: Wien. . CmrifAti nn» aetufl( Maikrtchten: Magdeburg. Maadeburg. , Magdeburg. Berlin, veuthen. Katiawitz. Posen. Dresden. Elsaß-Lothringen. Brüssel. Druten. Pari». Pettrdtmrg. Peter«- bürg. Ronstantinopel. Ottawa. 3afMatt. — Briefkasten ItaAkral ebne «atlitinbige Q»rllenan«ade nnteria,!. 1 Wochensetab». Ibcftrl. lßnlendsr. 1891 MOS. 1 Daxnrrtta« . . 89 87! -retta, . . . > 90 88 Sannebenk. . 81 1 89 (3.11) ■בסושית | Sannt»» . - . «M.l! -0 Btaatoakrtatitaaai, 1 Roach Chodaach. | Ma nta» . . . 8 1 1 Harekaaekwaa. i Dtenfta, . . .! 3 2 MIttnoch. . . i 4 יי•! , | Daanrrsta» . . i 3 1 * Forderungen der Zeit, zum Theil auch durch übergroße Nachgiebigkeit gegen Jrtthümer und Borurtheile aus der alten Tora sich das Judenthum unserer Tage entfaltet hat. A«r (fritMtniNfl a« ttr«c|. Rebe bei der Seele»feier de» Schlußfestes. M. A.I Moseh hat in einer der Sieden, die er kurz vor seinem Tode an sein Volk richtete» den Israeliten zugerufen: 121 זכור• ימות עולם .Gedenket der Tage der Vorzeit» so verstehst ihr die Jahre jeglichen Geschlechts.' Die Geschichte ist die große Lehrmeisterin; wer in der Vergangenheit Bescheid weiß, wird sich auch in der Gegenwart zurecht finden. Moseh selbst hat uns hierfür ein schönes Zeugnis! gegeben, indem er seine eigene Zeit aus der Vorzeit erklärt. Di« heilige Schrift beginnt mit der Schöpfung, obgleich eS doch, um den Inhalt des sinoitischen Gesetzes kund zu thun, ansgerricht hätte» wenn der Bericht mit der Offenbarung begonnen hätte; aber Moseh will das Werden und Wachsen des religiösen Geistes schildern, er will uns erzählen, wie die Israeliten durch einen geschichtlichen Prozeß von Jahrhunderten für den Gottrsbund am Sinai vorbereitet worden sind, wie es MIR זכות .das Verdienst der Väter" gewesen ist, daß Israel das Flammeuwort der Erkenntniß und des Gesetzes empfangen hat. So wird uns auch das Judenthum der Gegenwart erst verständliche wenn wir di« Geschichte unftres Glaubens kennen. Gesetzt, es hätte Jemand, ohne daß er sonst vom Jndenchum etwas weiße nur die heiligt Schrift gelesen und käme in unsere Häuser, in unser« Gotteshäuser, er würde sich kaum zurrtht finden, er träfe Lerrmonien und religiöse Einrichtungen Menge an, die i» Grundbuch unserer Religion nicht ver- Ützuo find; die Geschichte allein bietet ihm den Schlüssel, Berstänhmß der GegeWWt^u öffnen, sie zeigt .Pr toi Ader die Geschichte des Judenthum» ist in unserer Mitten seitdem Flavi us JosephuS vor säst achtzehn Jahrhunderten die Feder aus der Hand gelegt hat, lange Zeit nur wenig gepflegt worden. Dabei fthlt es nicht einmal an geschicht- . lichem Sinn; die größeren Gemeinden hatten ihre Chroniken, in denen jede» irgendwie wichtigere Ereigniß, da» die Gemrinde berührte, verzeichnet wurde; aber da» bot noch keine Geschichte in dem höheren Sinne, in welchem sie als Lehrerin der Menschheit den erhabensten Wissenschaften sich zugesellen darf. So lange die Juden in strenger Gläubigkeit verharrten, und aus den .vier Ellen der Halacha'. aus dem engen Bezirk des Ceremonialgesetze« sich nicht herauswagten, wurde diese Unkunde der jüdischen Geschichte nicht störend empfunden. Aber ein« neue Zeit kam herauf; die religiöse Ueberliefrrnng wurde angefochten; hier standen die Alten, die sich ihr völlig unterwarfen, hier die Neuen, die sie völlig verwarfen; es fthlten die Meister, die, indem sie die Entwicklung des Judenthums durch all die Jahrtausenden schilderten, den Radikalen, di« für das Alte nur Spott und Hohn hatte«, die Wege wiesen, und de« Strengen, die ein altmosaisches Gesetz nnd dir Anordnung irgend eines polnischen Talmudistea nahezu als gleichwerthig betrachteten, die Augen öffneren. Ueberhaupt, wo giebt e» eine Gemeinschaft; die sich selbst achtet, die sich um ihre Vergangenheit nicht kümmert? Einige ausgezeichnete Männer, besonders Zunz und Rapoport, begannen nun eine gelehrte Thätigkeit i« n Geschichte^ sie holten da» Gsoerz.