Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1891)
- Issue
- 42/43 (17.10.1891)
- Date
- 1891-10-17
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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jßU mm nrt |tt mIol Habe» . 8W g*kfek, W| im 8.Jahrhundert ei» genfer finnischer Er»«« ytrn SakaittUBi bekehr« hat? Der Jtedai•«»• ist timt Meligtea, Resse, er ist eiae *vr erhaiensst, Religionen. welche die Wett gesehen Hai. Ich stell, de« Shrtfienthu«'natürlich über de» Jede», de» sage ich Euch!1■ Schluß: ,Wen» Ihr »ich« Christen sei» Reet, s» lest« Sech von «ir reihe», Jede» ,» werde».- Der ,GauloiS" schreibt, eS geh« da» Gerücht um, baß einige reich« Israeliten beabsichtigten, de« Jahrestag ihrer Emancipation in Frankreich durch Gründung eine» Hospital» für Personen jeder Nationalität und jeden Glauben» »ir Vergessenheit zu entziehen. Der Kostenaufwand hierfür betrügt 3—4 Millionen Franc». Es wird zu diesem Zwecke unter den Juden ein« Subscription mit einem Maximalbeitrag eröffnet werden. Um jedoch die Realifiruog de» Projekte» zu beschleunigen, wird e» den reichen Juden geftattct werden, jeden beliebigen Beitrag zu zeichnen, damit da« Gebäude schon recht bald seiner Bestimmung übergeben werden könne. Hkart» Hier erscheint ein neue» Blatt .LeOatholiqaa iran9(i*e*, welche» sich über die Judenfrage wie folgt äußert: ,Ist e» nicht eine Schande, zu sehen, daß man da» Jude'athum al» eine öffentliche Gefahr erklärt? Giebt e» nicht unter den Juden eine große Zahl Förderer und Ber- «hier der Künste und Wissenschaften, mit einem Worte: der Humanität. Die Welt verdantt den Juden große Fortschritte zunächst auf religiösem Gebiete, welche aber zu politischen und socialen Fortschritten führten. Nicht nur verdankt die Philosophie dem Judcnthum den reinen Monotheismus, sondern wir haben ja auch da- Christenthum von ihnen empfangen. Schande komme auf die kleinen Rückschritt-geister, welche heute noch eine Judensrage diskutiren. Wa» wäre «nsereaanze Eultur und Eivilisatton ohne die Juden?" (Wahrlich, manch protestantischer Hofffediger in Deutschland könnte vom katholischen Blatte lernen, welche Stellung er zur sogen. Judevsrage eiuzunehmen habe.) AwKerda«, 8. Oktober. (Or.-Corr.) Gestern feierte hier der katholische Pfarrer Burgmeyer an der Pfarrkirche deS h. Antoniu« v. Padua sein VOjährigeS Priesterjubiläum. -Uese schöne Kirche wird gewöhnlich die Mosa»- und Aron»- Oirche genannt, weil dieselbe im Innern und an der Außenseite «it Bildsäulen dieser Führer de» israelitischen Volke» geschmückt ist. Die Kirche steht ganz inmitten de» jüdischen Viertels und haben die Juden zur Zeit, al» selbige erbaut wurde, reichlich ihre Gaben dazu gespendet. Wie nun bekgnnt wurde, daß der würdige Pfarrer sein Jubiläum feiern Würde, bildet« sich unter den J»rarliten ein Tomitre, um sich «» der Feier zu betheiliaeu. Gelder und Adreffen wurden gesammelt, und gestern Morgen brachte eine Deputatton dem Würdigen Gleise Namen» btr Israeliten den Glückwunsch ««Hst einem prachtvoll gearbeiteten Fauteuil dar- Auch da» Hochamt, welche» an dem Tage celebrirt wurde, war stark von Israeliten besucht, die sich alle geziemeno l'enahmen. Abend» fand sogar tin von den Juden veranstaltete» großaxtige» vokal- und Jnstrumental-Toncert vor der Kirche lott, ip Anerkennung de» grcneinuützigen Wirkens debe bten Pfarrer» in der langen Reihe von Jahren.. D»r«ijcht» »ttfc aeacft* Machrichte». «tagte»«™. Der Verfasser der ,«rüste» «eianken-, Oders«- 1te»tr>»a»t vo» Egidy, hat Ineben et»« neue Schrift, ,Ernste» Waste»", de« Druck übergebe»- «eelin. Da» ,versöhnung-stst" wurde gestern Abend auch van den «taupe» Jude« t» der keinen HeUtgrn Geistkrche gestiert. In Berncksichtigung der Thatsache, last auch dst getaufte» Inden dir Bräuche Wme Wllie noch Hachhalstn, Hane die hiesig« JudenmlPon für ihr« m dies«• »Bersöhnungilfeft" veranstalt«, da» weit über ll»-) in der keine» Kapell« vereinigte. Der Jüdenmtssionar 1 spvach M« da» Zm! tu» da» gatte»« «al». Dst Predigt •?׳ י'■',:j . t <?1• *5*■־- *s Ä.-P wurde zwar »ugehSr«, «ber dar de» Kestr» verlstß, »st da» .Volt" bericht, »er grdgte LhrU der Prostlvstu da» GatteShauS. Want«, st. OVaber. Am gestrige» Tage wnrde de» SS Jahre alte» Re»1ter Herr» W S. Jacob, feiten• de» Repräsentanten. Collegium• der jüdische» Gemeiude anläßlich seine• kV jährigen Jubtlü»«• al• Mitglied diese• Collegium• eine Adresse überreicht. «erlt». Da• ,Fl. I." fchretbt: Die ״Linstder Stadtver- »rdnestn-versommlung. beubfichtigt, de» Verleger de» ״Verltner Tage» blatt-, Herr» Masse, der eine werthvoll« Caaualwtg va«.arabische» Altert hü »er» de« Museum?zum «eschenst «achte, für etnru »er erledigte» Stadtrath.Pasten i» Vorschlag zu bringe». Alzah. Für dst yiesste Rabbinerstell«, um welche 18 Verver» bungen eüigegangen waren, ist Herr Dr. Levt, Härer de• vreMauer RaddinerseminarS. der a« Rasch haschaua die Probepredtg» hstlt, »ach de» Fest« gewählt ward««. I« Fürsteuthu« Wirkens«ld find nach der neuestr» Val«•- zähluna 81.VV8 Einwohner evangelisch, 8044 katholisch, 5 <8 israelitisch. töten» 18. Oftober. Der antisemitische Abgeordnete Schneider nahm mit de» Sahlzettrl» bet einer Autschußwahl im Abgeordnetenbaust zu Künsten de• aatistneitische» Abgeordneten Präs. Muth ein« Fälschung vor, welche va» de« Präsidenten Ritter v. Chlnmetzky entdeckt wurde. Mt Stimmzettel wurde» al• gefälscht anerkannt Schneider leugnest Anfang•, gab aber schlstßlich dst Fälschung theilweis« zu. (Er kan»'• «be» nicht lasse»!, Löte». (Or -Corr.) Der al• Fach»»»»»» -llgemetu bekannte und berühmst Ober-Kantorder türk. Gemeinde in Men, Herr Iakab Bauer, welcher auch da• Verdienst hat, ein« össtrr.-ungar Cantoreazeitnng, Io- «st de» Canrorenverein gegründet zu habe», hat von der hahe» kk. R. Oe. Statthalterei dieConeessioa zur Errichtung einer Cant »re n« Schul« erhallen. Dst 88-ädrige öffentlich« segensreiche Wirksamkeit al• Cautor, smost dst viele» Schaler, welch« Herr Bauer zu geschulte» und tüchtigen Eantore» bereit• heraaaebUdet hat, bieten genug Zeuguiß um dst Elter», welche ihre SSHne diesem Beruf« zu widmen wünsche», aus diese• neu« Institut aufmerksam zu machen. E• werden in dieser Anstalt die Eandidate» sowohl im sephardischo» al• aschenasis«em Ritu• (d. h für deutsch« und türkische Gemeinden) herangebildet- Dst Schul» localttästn befind«» fich Wien v. Rovaragaffe 47 Der llnstrricht beginnt am 1. Raoember. Dt. GaAamvergangenen Samstag und Sonntag feierst Herr Dr Engelbert unter freudiger Betheiligung der hiesigen israelitische« Religion«ge»ossenschast sei» «jährige• Rabbinattjubiläum. Zahlreich« Gratulationözuschristen und Ansprachen, sowie namentiich ein kostbar«• Ehreugrfchenk, da• die Borfteherjchasl ihm bei diest« Anlaß überreichte, legten ein sprechend«• Zeuaniß ab sür dst Achtung und Lieb«, dst sich der sei« Gründung der Gemeind« in dieser lezwren, sowie in »er» in gleicher Kraft und Rüftigstit zu wirten! — אבי״ר Dank». Der Kaiser von Brasilien hat der öffentlichen Blblto» thek von Sanne• eia instrrffante• Werk zum Geschenk gemach». Der Titel des Buche• ist: ״Poooiao Labrnioo-peovensulaa cku ritual iorablita 6-untackia, tracknitaa ot trnoaortla, p»r 3. 14. vom Pedro II“ E• enthält hebräische und provenyalische Poesien, welche von dem Geiste der höchsten Frömmigkeit erfüllt sind Dst Hymnen «erden heut« noch bei verschl-denen Gelegenheiten in der Provenee 16- oder 17. Jahrhundert stammen- Loudow» 10- Oftober. Rach einer Depesche de• ,Rew-Vorker ald" au• Valparaiso verkaufte die argentinisch« Regierung an Baron irsch llXX) Quadratmeilen Land in der Provinz llhac» zu 1000!so• für dst Mell«. Du• Terrain wird zur Gründung einer!üdischen Colonie verwandt «erden. stkstlervM«. Am 1. Ocrober wurde hstr «ine Synagoge eiugeweiht. Sst Wurde erbaut, um da• aus den Boompje• (Qual) ssthende alte ltstbäud« zu ersetzen. Dies« Synagoge steht stlt nahezu 300 Jahren, doch mit dem WachSthum Rotterdam» zag sich die jüdisch« Bevölkerung nach anderen Theist» der Stadt. Herr Overrabbiner Dr. Ritter predigst am vorletzte« Sabbath zum letzten Male in dieser Synagoge und nahm im Ramen der Gemeinde A'׳schied von derselben. OHlfm, 10 Otloter. (W. T. B) Am Donnerstag fand die stierlich« Eröffnung der landwirtyschaftlichen Farm bei« hiesigen jüdische» Watstnhause statt. Bet dieser Gelegenheit gab der Smdthauptman» dem Wunsche Autdruck, «• möchten solche Farmen tu Rußland weistre - . ~ s, aus ihre . m -it »«•wandern sollen. Diese Red« veränlaßte den Stadtverordneten Perlmana dst Summ« von MOO Rubel al• Stipendium sür Ackerbauschüler zu schenken (Etwa• sonderbar Ntngt ja diese Rede jedensallö, denn sollte «• einem so hohen Reglerungtbeamstu unbekannt sein, daß Joden In Rußland weder Land erwerdrn noch aus Dörfer» «ohne» dürfen?!) — Uustr anderen Gratulalionö-Depesche» au• dststm Anlaß «ras auch eine vom Minisstr de• Inner» ein. — Jüngst ist hstr auch ein« zweiklasstae Handw.-rkrschul« für ... . Bürger mos. Aonsession, deren Kinder dst Schust besuchen würden. vem rvunicye nuoorua, «o mocyren >o»ye sarmen rn vrutzlan« Verbreitung finden, und sordene dst jüdisch« Intelligenz aus, Glaudendgenoffen einzuwirten, daß sie in Rußland bleibe«, Landwlnhsibasl beschäftigen nnd nicht aus'• Ungewiss« hin au•