Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1891)
- Issue
- 38 (17.9.1891)
- Date
- 1891-09-17
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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timfc »it MrbiM hkchste« 10 Wtglfckni 1« tagen, »♦< R tkt M*tN<fl4 gegen | 1 Abs. 4 lVstege W* prrsdnliche» k|rl) »tftpfrt» atrbc — ober ble Bcrfamnlnng aus dm« (patm Ad» |u verschiebe», m• ihm leich« ixu 8*mt1rf dmer ftto in pmru• ,Mzftbe« kömmt«. I« Bewußtsein!«doch, nur da» »ul« «nd Rrchft wollen, hat sich ber Vorstand entlchftbe», d«m geilußerien Wünschen .»« Verschftbnng Rechnung zu trugen und dl« Versammlung tm den mMethnachtlftrftn abznhnlten. Der Vorsitzende: Herb st. > Sie*», 1». September Der jüdisch« Metzger Salmon Venne- I »am« au< Le« »warben, welcher ln der llnlersnchungdsache de« I ^knntener Knabenmorde« verhaft«», freigelaffen und dann sich »er hiesigen Vtaatdanwali srdwllltg gestellt hat, lft vorläufig wie der non Xanten mach hier in Haft o« brauch» ward««. Lenke». Var den, Schöffengericht hierselbst wurden am 4. d M. tz P«rso««n, »eist Handwerter, und Tagelöhner, wegen groben Unfug» 'mmd ruhestb«enden Arm», Eiawerftnö van Fensterschdven, Schlagen» , gegen die Hau«1hür. veschimpsungen u. f w., verübt an jüdischen chinwohaern dd Ausläufen gdeaimtttch de» Knabenmord«» zu 1—& Mart Veld- «vent entsprechenden Haftstrasen verurrhetll. Görlitz, In Sachen der hier verbreiteten antisemitischen Flug. Glätter wurden dt« beiden in der ersten Verhandlung vernrihdllen ״Verbreiter in der nach erfalgrrtch eingelegter Revision nochmallgen Verhandlung srdgrsprochen. EUem, IS September (Or-Lor.) Die htesige »eimelnde wird ^a« Ri. mnd >1. d M, nachdem schon Manate vorher von sdten eine« Frstnnaschnffe« dt« u«fassr»dst«a Vorberelrung«« getroffen, da» bOjährlg« 'Umtäsubiläum de» Herrn Vimmenfeld begehen. Di« beabsichtigte Feier »trd am S Tagen stattfinden, und zwar am Ardlag, Üb, er. nachmittag» ' -6 Uhr mit elnem Aestgottrbdftnst in der schön geschmücktem Svnagog« »it Festpredigt de» Herrn Rabbiner« Dr. Kramt au« <öln mnd Vamötng. dem ÜS er, nachmittag« S Ubr, durch rin Festeffen im Gtmbtaartem. dem sich abend« S Uhr rin Vante« anrelhen wird. Für chem Empfang der Giückwunschdep»r»»tiomen ist di« Zdt nach dem . Mortzem-»tt««»lenst. zwtschem 11•/.—1 Uhr festgesetzt. Den «nlwärtsgen 'Lehrern wird nach vorheriger Anmeldung bei Herrn I Hlrschland < (Sdederstr, 4) gern Frdquartier gewählt. Mwdtzonln- (Urv, Posen). >« S. Sept, sand unter zahlreicher ' iliaung die iderlich« Einweihung unserer nemerbauten Stznngege Diese sowohl, al« auch dt« Strahen, waren prächtig aeschmüm. brr Vohmnng de» Herrn Kirsch da um setzte sichder imposante, im Vetvegmng. De« Zuge voran wurden die Thorarollen gem, al«dan» sosgten dt« Ehremjmmafranem, Stadtverordneten, ndemltgiieder und »Lft«, Vel der Shnagogr amgelangi, svrach )irschverg de» Prolog, »»rauf Herr ««rpormionö-Vorsteher ן dem Herrn Vürgermetster dem Schlüssel überreicht«. Mt« für dietzterndnd« öffnet« HerrVürgermdster VaAmgarten . »nen de» Gonethause«. — Unter «dfterlicher Ldtung de« mtor» ttohn-Rogalen und unter schätzbarer Mttwlriung de« Lehrer« K' Grmger-Somotschtm wurden di« Gesänge mit Jmstrmmeatul-Vegleltuag ' »utzgisührr Di« treffiichuSdhred« vielt der Herr Rabbiner Vranm- ^' «Mühl Rachdem dieser da« Gebet für da» Herrscherhattö «n, hielt Herr Rabbiner Dr. Rosenthal-Rogasen mach dm« _che Mehrere Gesänge deschlosiea di« Feier. — Abend« fand in »rwitz'ö Hotel dn Festeffen statt. Rabbiner Vraan toastet« auf den miser, Dr Roftnthal auf den Vorstand, Lehrer Spiewtowätt auf die «men, Rosenthal-Iamtendorf ans dem Vaumelstrr, Lehrer Seng er nmd Vaumeifter. Ammelunk aus dt« Gemeinde, Usch heim aus di« -auswärtigen Förderer, Rabbiner vrann schloß die Reih« der Toasde mit »n «Luschen für Mt Gemdnde. — Rach de« Festeffen hielt da icher Tanz di« Jugend in froher Stimmung bi» 4 Uhr "י Morgen« bdsammen. Die ganze Feier war ein« wohlgelungen« Nit», IS Setz«. (Pr -Vor,) Holt c-r. 8 Wochen hat di« hiesige ^SchneäposN, bitzher dm uationaitiberaier Organ und früher von dem MMdschiarholtschem Pfarrer Aldrecht rrbtgtr», sich völlig dem Antisrmirtiämu» in di« Arm« grworftn, weti ihr dn voll»parteiliche« Organ, ^dft Ulmer Jkitung*. zu deren Vegründer» ein hiesiger jüdischer Rechtsanwalt, Dr. U. Mayer, gehör«, sehr unbequem wurde. Di« antise- ,mittschen Artikel, di« sdtber täglich e«scheinen, lfdertrrffen an Roheft und jVerleumdung all« Mitiheiluagen dr» Rrichöhrroldö» und seiner Gendsen, Vori« Woche war Rabbiner Dr. Fried hier de«halb bd den Vorstände» , de« Magistrat» umd de» 'Vürgerauöschuffel, um diesdben tm Intereffe -'der Erhaltung de« konfessionellen Frieden« in hiesiger Stadt um ihren ^Beistand zu bitten, und haben deld« Kollegien ihr Bedauern über bi« « der .Schneäpoft" inseenirt« antisemitisch« Vewegung auögesprochen, aber trotzdem »och sortwuchen. Oolgoez (Ungarn), 10 September. Kaiser Franz Iosevh Ising in hiesiger «tad» die von de« Lberrabbtner Roseaselo ge« ,.te Deputation der t«r. Reliatontgemeind« Uns dt« Unsprache de« erradbiner« erwiederw der König: »Ihre von gute» Wünschen be-!itete Huldigung, empfang« Ich gern, «nd aus Ihre treuen umd lltvoken Gefühle venrautnd, verflchere Ich Ti« Meine« ferneren und meiner Gua»«,' 'An» Ungern Da« zur Untrrstützumg der russischen Juden ltdew.orthodozrHülstztomi!»' wird nächst« Woche im vudapeft »treten, um über dt« Verwendung de« gesammdteu Gelbe« zu bmnthem. Wft ich ans bester unterrichteter Ouelle erfahren, wirb da» Komitb. gtelch dem Amsterdamer, nur am soiche Au»wamder«r Unterstätzungen verabreichen, welche mach PLlästina zurKolonifirung sich begeben. Da» Komik« glaubt hierdurch den Kolomistrn Gdegenhdt zu bi«»,«, religiöse Jude» bleiben zu könne«. «emborg, ll. September In voloczyäk wurde fünfzig jüdischen Emigranten von de» östrdchischen Gremzbehördeu der Eintritt verwehrt. Da dft russische» Gendarmen ihn«» di«Rückkehr nach Ruffland nickt gestatten wollten, wurde dt« Lag« der Aulwunderer rin« bedenkliche. Endlich zur Nachgiebigkeit gezwungen, drohte« di« russischen Gendarmen, di« Zurückgekehrten mit elmeyr der nächsten Züge wieder mach Oesterreich zu spediren. Anläßlich de« Tobe« ihre« Manne« hat die W». Ealmann Levy'« dem Vorsitzende» de« Konsistorium« S000 Krc«, kür die Hüls«- kaffe der Rabbiner- und Sanlorrn-Wittwe«, sowie 1100 Frr«. dem Wohlthätigkeirlverein übergeben. Außerdem stiftet« dieselbe bet der sranzösischen Akademie «inen dreijährigen Prei« von 800 Frr». für et» vedeutende«!literarische« Werk oder für Me Prämitrung der Werte eine« beriihmten Schriftsteller«, Die Akademie nahm besten« dankemd di« Schenkung an. GUrt*« Dft Academft der moralischen umd politischen Wiffenschäften hat zweftn Israeliten Prdft von je tstOO Frc«. zuertannt und zwar dem Schüler der Rormalschule V r un o wl tz und Ren« vorm«, dem Sohne de» bekannten Professor« Worm» au» Nimm». «Sari«. Die Vertrdbung der Juden au« Rußland ha» dt« Aabl der jüdischen Studirende« an unserer Universität bedeutend »er- «ehr». Jüngst «heilten «>r mit, daß S russisch« Jüdinnen in unserer Hauptstadt al» Aerztinnen praktizire«. Dies« Zahl dürft« sich bald vermehr««!, denn in diesem Jahr« studiren an der medizinischen Fakultät nicht weniger al« ÜOO russisch« Juden bdder Geschiechter. •»»tmta«*. Der hftr weilend« Ezar ha« den abgesehen«« Vürger Samuel Lobe« hftrselbst zum russische» Vieeeonsul ernannt. (E. war vor SO Jahren au« Rußland hftr etngewandert.) kkeMfVue«torpal. Der Sulmn hat der Tochftr de« uordamerikanische« Gesandten Hirsch den Sthefakatorde» ll. Klaffe verifthem. Gttidem. iS. September, Dft Reaftrung von Kanada hat den DamtpfschifffahrGdüeftllschafteu angezetg», sie werd« sie für den Unterhalt htlfioser russscher Juden, welch« durch ihr« Fahrzeug« in Kanada gelandet wüiden, verantwonlich machen; dne Anzahl der in dftftr Woche angenommenen Juden sd absolut ohne alle Geldmittel. -rKtis-ArigLöt: IMrirtes «dtgirt von RmbSf Elch«. täglich Mimal, Morste,», »»r XkUI. AS«UNd>«»täpr1t< bd allen Poftanstalten Ruf 4 Mari VO Pf^ tz^ dä^Rftwllichü! pr° vuartd. v d. .Volkö-Zeitnim» dnrch treffend« Ve» leuchtuag aller Taaeö» fragen so«, zntzrrltssttze und schnelle Berichte». ,Unna au«. Sft enthält t, rdchhalttgrn Hantzd«- thdl mit anöführltche« ranrgzettel und nnterrichtd eingehend über Theater. Mn stk, Knast «nd «ffienschaft. Da» Feuilleton bring« Romane »nb Noneften, sowie »ntertzaitenb« and V belehrend« Artitel au» »er Feder F beliebter Autoren. Dm »nm 1. Oktober ne» datrdeode» Abonnenten erhalte« gegen Einsenduna der Ado»««men1»^lait»n*a »ft Zeitung fcho» von fetzt atz nnenVrkiltch; o»herbem wsi» ihnen der im HL OKrtml zu« Abdruck gebrachte im, EFpodltlo« Rer ״D»lrt«Ae1t«»g", Berlin IT.» Lützotmstraß« IH. lAom«»