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Israelitische Wochenschrift · 1891-09-10 · 37 (10.9.1891) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
22 (1891)
Issue
37 (10.9.1891)
Date
1891-09-10
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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tue allgemeine Zeitung des Iudenlhums " _ K MM BOI CT T M Jcailll 1«< •i« l«t «B»>»rfilMil h>t2nMlam ־BMtaw inlUuk HctwMUrt. Hwlii Mmm: 1UMB U «irt, •.״UlcW »?■*’S' v4״״jfiSSos] (xtolyytm dm Rabbiner Ir. W. HUtstMer in Magdeburg. |lr POiiiil, stecht >,» ftirlr■! 1*rct«1• Bf W*.?Ir«cII 1"Bf •#*«»•*tltr mm In i««,31tlf*>tlttctat»t.bUrt' Mc Hnyiijln» «ctlt*«b m •m» Boa M 9t. ju» firatcr ״eck Mr «aacc»• •mMtttani Br-U1 in WH HlMHaM ■1*0* mmtt — »ticci daptfatai «as f ab«l*t r»b* VntM: Professor Graetz — tobt! — Sie Würde der Vtferil t» der Beünchtnng vnserrr heilige» Schriften. »lebt» «b 9nbb»H1|c111 Deutschland: Natzdedarg. Magdednrg. Berlin. Breslau. Düsieldors. Cleve. Da»,ig Bromberg. Bedenftld« Veßerretch-Ungarn: Au» vvhme». >114 Ungar». Graßbritanien: London. Bnlaarlen: Sofia. Sofia. rachsebe» MNd mmIN flbribtw t Berlin Berlin, Breslau. Breslau. Pleß. Lauenburg Cpdtkntzae». Leipzig. Sachse». KÜNlemberg Baden vir». Brussel. London. Bukarest. Odeffa. Aleppo. CiMbuwti. Ballarat. Boston. — BdotofkaGoW. Quellenangabe Unterlast. Wochen- Dienstag. ««Nach. Donnerst^ 1891. IW. 6661. -ate»st«. 10 7 11 8 19 9 ני1 כי וטנא f l «. n. 18 10 1» 11 16 19 16 18 17 14 Prsfrssur Grartz — tot! Diese Lrnnerbotschast wird weit über Deutschland hinaus, Wird überall, wo Theilnahme vorhanden ist für die Schick« sale der Juden und de« Judenthum», die Gemüther erregen. E« giestf unter den Gelehrten, welche der jüdischen Wissenschaft « diesem Jahrhundert sich gewidmet haben, Leinen, beste» Rachen weiter gedrungen, der populärer Geworden ist, als der de« jüdisch« Geschichtsschreiber« par .»«allen«, als der Heinrich Graetz'S. LS ist ein stltene« Glück, wen» r« einem Gelehrten gelingt, au« seiner engen Etudirstude nicht nur der Wistenschaft zu dienen, sondern ^weithin die Gemüther zu erwecken. Der Mann der Wistenschuft muß sich zumeist mit dem Beifall seiner Geuoffen begnügen, traetz ist es vergönnt gewesen, zur ganzen jüdischen Geschast zu reden; er hat di« meisten seiner Arbeiten deutsch!geschrieben, aber sein Einfluß reicht über di« deutschen Grenzen hinaus; sein Ruhm leuchtete sogar in Frankreich, in England, in Rußland fast noch Heller, als in den deutschest Gauen. Ja, eS ist un» einmal eine im Jargon abgefaßte, in Odeffa gedruckte Geschichte Israel« .vun «ach "dem Mobbul bis heutigen Tog* vor Augen gekommen, die sich gleichfalls aus dem Titelblatte als eine Bearbeitung des Wraetz'schen GeschichtSwerftS giebt. Man kann ohne Uebertreibung behaupten, daß viele .gebildete Israeliten erst durch Lektüre de« Graetz'schen Ge« rke« dem Judenthum, dem sie nur dem Namen nach in Wirklichkeit zurückgewonnen worden sind; au« ebenso lehrreichen als erbaulichen Werke lernten sie Gemeinschaft zu gehören, daß Israel mit jedem anderen׳ Stamme aus Erden in Wettbewerb treten könne um de« höchsten Preis für der Menschheit geleistete Dienste. Graetz hat nun in feinen jungen Jahren da« altjüdische Leben in seiner schlichten Ehrwürdigkeit kennen gelernt, I er hat sodann in seinen Studienjahren zu einer Zeit, wo es Mode war, über da- Altjüdische zu spotten, un« auf den Aus» sterbe«tat zu setze», zu den Füßen Hirsch'S geseffen, der beim Beginn seiner rabbinischen und schriftstellerischen Thätigkeit mit seinem Feuereifer sich einen begeisterten Anhang warb und noch nicht die Herb« und Härte und den Fanatismus zeigte, durch den er sein spätere« Wirken entstellte. Hirschhat mit seiner Wärme auch 00S Herz de« jungen Graetz durchglüht, und mit schwärmerischer Verehrung war Graetz diesem Bannerträger der Orthodoxie ergeben. Nächst diesem Manne, dessen Bedeutung darin besteht, daß er ein Gegengewicht gegen den flachen Rationalismus bildet« — der in'» Judenthum einbrach, nachdem er unter den Protestanteu längst abgewirthschastet hatte — hat Michael Sach«' große Persönlichkeit Graetz gewaltig angeregt, aber da« Beste verdankte Graetz seiner eigenen Arbeit. Seine freie Anschauung vom Jndenthum, die dennoch von dem kühlen BerstandeSglauben der Reformpartei weit entfernt war, hat er sich erworben in selbstständiger ernster Arbeft, er ist durch die Schule« der Alt/rommen und der nruorthodoxen Romantiker durchgegangea, aber er hat sich ihnen nicht unterworfen, sein GeschichtSwerk gehört, trotzdem es von Hirsch, der die Gefahr witterte, mit mächtigem Lärm in den Bann gethan worden ist, der gesammten, auch der konservativen Judenheil, und die Größe dies« herrlichen Arbeft zeigt sich darin, daß der Nach- HG Ganze»

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