Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1891)
- Issue
- 31 (30.7.1891)
- Date
- 1891-07-30
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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auf Me avftceteaWt ciiMkibn י ־» » *י ־ d - ». W w י - *־ 'wirb daher »ach m* «a»che« mü Jatneffe jäiefea Werbe», der dm aknmUat (ButdemuM M Märchen» mm ft»te1»wM 1» rittiiättt Qmeäen vielleicht für üherfiüfsig häl». Sehr deochte»»«edh für Mr tz-ntige» Verbreiter M Märchen» ist der Rachwd» Strock'», dost Me Christen de» zweide» «ad dritte» Jahrhnndert» «»trr der» seihe» Beschuldigung schm er gelitten habe». (Wir kam»»«» auf dies« Schrift im »LiNeraturdl.- denotschst ausführlicher zurück. Sied.) Ma^ad»rg. Bor einiger Zeit berichtet« ei» Manuheimer ׳ KNatt, daßgege» denAntisemiteuapostel Professor De. Sevi», srüher t» Ladeuburg, jetzt i» Ueberliuge« am Bodenfte, gerichtliche kknlersuchung «ege» qualifizirte» Wucher» «tngeleitet fti. Die Lorrespondenz ging auch i» andere Blatter über und Dr. Sevia ha« bstch t» einer öffentliche» Erklärung rduzuwoscheu gesucht. Die» ist hm »ich« gelungen, vielmehr dargetau, daß er nicht nur der Staat»- *nwaltschast und der» Untersuchungsrichter, soudern auch einem Richter, kvlleadrm ,hinreichend verdächtig" erschein« E« murde »amitch gegen , de» »»geschuldigte» «dttlerwdie da» Ha utzt»ersahreu eröffnet und e» Ande« dtt verhandln»- am 80. d. M. statt üi»>l>»>|. Die Begründung de» Unheil« de» Gericht»Hofe« iwn Saint Dt», naa welcher eu jüdischer Heirathdveemittier mit der Horde» uug feiner Provision abgewiesen wird, ist geeignet. Me Be- - tenner der jüdischen Religion vor »er Oeffentlichkeit herabzusetzeu und .-du Ehillul hasche« zu mache«. E» wäre am Platze, wen» die Eon- Astorie» und Rabbiner ihre Glaube»«genossen namentlich in jetziger 'Lest vor der» Ni gen Skandale» zurückbalten würde» und die« um so -mehr, al» in Elsaß und Frankreich jüdische -ultu«beamte In hohen u. ^Mt^iotkte» Stelle» da» zweiftlhafte Geschäft de» Hdra»h»vermittler» Bartl». Da» hier bestehende Deutsche Sentrol-Eomitee für di« ״ che« Inden macht bekannt, daß -e» an der ostpreußische» Grenze -tn Memel, Tilsit, Insterburg Eydtkuhne», Lyck und Königsberg sechs, m» der »berschlensche» Menze fünf Sremlomitee« in Ratibor, Myslowttz, ^Sottowitz, Lubiknitz und Laura hü Ne errichte« hat. Aufgabe dieser Grenz-!* ist e», diejenigen S»»Wanderer, welche zur »»«Wanderung gt und hllftbedürftig find, an» der Zahl der dt« Grenze über- »den auszu wählen, sie mit Fahrkarten bi» zum Hafenorte und, weit erfordenich, mtt Hchifftkarte» bi» an ihr «idztel, sodann aber ׳«ich mtt «int«» Reisemittel» und Muudvorrath dt» zum Hafenorte au versehen. Hierdurch wird erm»glicht, daß dt« Audwanderrr unr knrze Zeit in Deutschland zu verwette» brauche». Doch ist auch dafür -gesorgt morden, daß Me Audmoudeier untermA an denjenigen Orte«, -4t» welchen sie sich einige Zett aufhalten müssen, mit Erfrischungen : versthen werden. Gleichzeitig ist da» deutsche Lentral-Lomitee eifrig bemüht gewesen, de» >»»Wanderern eine neu« Heimach zu bereiten. Molütlstb ist die Frage, in welchem Laude die Flüchtlinge unterzubringen werden, eine so schwierige, daß »»»gedehnte Erkundigungen und langwierige Verhandlungen vorangehen mitssen, bevor die entscheidenden Wnlsthiiifie gefaßt werde» kdnne». Bet der Beförderung der Au». Mo»derer war di« Lhütigidt der in den deutschen Hafenstädten er» richtete» Httsdkomitee« von großer und wesentticher Bedeutung; e» ist .ßontzestlchltch der dfriaen Arbeit der in Hamburg, Stettin und -Breme» thttige» Männer zu danke», daß die Au»wand«ru«g glatt und ohne Sidnötg verttiuft. Au» Wankt» und dem poenßischen Staate auOgewirsen wurde jüngst der Trödler E. Zakabsoh», der sett IS Jahren in Berit« «ansässig ist und fett 12 Jahren hier sat» Geschäft betreibt. Der «rund .seiner Auöwetsung soll sei», daß I. russischer Unlerthan ist. Borlt». Krau Barout» von kkorff, du« Tochter Metzerbeer«, '.bat dem hiesige» Jnstruntentalmusenm verschiedene Werthgegenstlnde Ihre» Vater» geschenkt, darunter du Piano, welche» Meherbeer auf der -Rdft mltführte und dasOelbUd desselben, den Komponisten im 7. Jahr« -MW Klavier fitzend, darstellend. Der lOO jährig« Geburtdtog Meyerbeed» wird am 2. Sepiwnber d. I. gefedert. An» HOB dedchtet die. ,Poftner Zeitung" vom 17. Juli. ־ ־! Auswanderer aus Rußland treffe!! hier täglich dn. Sie »«erd«» jetzt nicht weiter befördert, da Me Unterftützung»komi>e«» i» > und Eharlotienbur, es abgelehnt habe», die fernere Sorge für . die Auswanderer zu übernehmen und diese selbst mittellos sind. Die genannten Emnitee» verlange», daß M« Glaubensgenosse» in den Grenzorten sich der Auswanderer annehme» und sie unterstütze». Das geschieht auch, tubeß genügt das nicht, vorgestern mußte daher et« Trupp mittelloser jüMscher Auswanderer seitens der Krdsbe Hörde im Oretsgefäugniß untrraebracht werde» Sobald sich Me rusfische» Be- Hürde« zur Wieder» umahme der mdst mtt ungenügenden Ausweismutieren versehene» Auswanderer berdt erklärt haben, erfolgt deren ,.Mücktrauüport. Wahrscheinlich werden die rusfische» Behörde« in Anbdracht dieser Sachlage Me jüdische Auswanderung in Zukunft ebenso verhindern, wie Me der polnischen Arbrirrr. Heule Nachmittag trafen ' mtt dem russischen Paffagier da mpfer wieder SO jSMsche Auswanderer ,ein, die »ach Brasilien wolle» «m «,»»WchM,. 31. Juli. lOr.»Eorr.) «ach einer von “ a. U. verbreiteten Rotlicht sei da» Etzdiknhner HUfseomtw« 0» Me Auswandere: veradedchen Ich tonn oder td G» gemtchw» Speise» strengsten»! Speise» «nf KOschrnch gesehen -wird und mtt »er verthdlnng derselben ei» orchedeger Map» betraut ist. GGsag PwttzMwgo». Bei der Ermueruug der Gemeinderäche wurde» viele Jseoelite» mit dem Vertraue» ihrer Mitbürger geehrt. Mn« Odhrnd». Officierdnell«, dtt auf autiftmitischc Hetzereien zurückznfiihre» sind, habe» in der österreichischen Armee, tu der letzten Zett mehrfach stattgefunden. So mnrd« im Mai d. I«. der Referveittuteuaut de» st. Ssterrdchtfchen Infanterie-Regiment» Eugen Frey dadurch predodd, daß ihm ei» aktiver Aeutenant de» st. Iw» santerie-Regiment» im eigene» und i« Namen von drd Kollege» er, klSdr, mtt ihm (Frey) nur dienstlich Verkehre» zu «olle». (Nebenbd bemrdr ist Lieutenant Frey Israelit uud befindet sich i« S. Infanterie- Regiment« kein aktiver Lffider israrlittscher Religion.) I» Folge Meser ErÜärung fanden schon Anfang» Mai zwd Duell« Frey'», und »war mit Lieuteuant Victor Heinz und Lieutenant Heinrich v. Silber statt. Ersterer wu.de am Gesicht verwundet. Mittwoch wurden, nachdem die Angelegenheit au» verschiedenen Gründen verschoben worden war. Me Duelle wieder ausgenommen, und zwar mit Liwittnaul Johann Ritte» v. Weiß, der mehrere Wunde» davontrug, und Donnerftag mtt Lieutenant Viktor Zaczek, der feinen Gegner Frey am Kopf« leicht »erwundete. (Vgl. den ersten Ldtartikel in Meser Nr.) Basal. I« der hiesige« Synagoge fand eine Gedächtnißftier für Me Opfer de« Eiftubahuunsallt bei Mönchestein statt. Zwd I«- raeliten wurden bet dieser Katastrophe ldcht verwunde». Gant«. Gelegentlich de» Nationalseste» würden viele Israeliten, in allen Graden der Ehrenlegion ausgezdchnet. Gettdnam. Durch königliche« Dekret Ist der Gouverneur, Herr de Savvrntn Lohma»» aus eigenen Wunsch von sdne« Posten entlasten undJoukheer Ban Asch van Wijck, Mitglied derzmeiten Kammer und Bürgermeister von Amsterdam an sein« Stelle berufen worden. Man wtro sich erinnern, daß unter dem Regtme de» Erster» der Anttsemitismu» in Sudna« seine Pflege fand. Diese» Spiele» mit Feuer hat aber zu Gehässigkeiten und Feindseligkeiten zwischen den Neichen uud Armen veranlaffung gegeben und eine allgemein« Pantt hervor gerufeu. Gßteag». vor einige» Wochen sdede hierseldst Frau Sarah Rothschild, geboren in Grebenau (Heffeu-DarmftaM) ihren 103. Geburtstag. Dtt alte Dam« unterhielt sich recht lebhaft und erzählte verschiedene Erlebnisse au« der Zeit de» ersten Napottan. Al« dessen Heer auf sdnem Sttgeazuge durch Heffen-Darmstadt kam, war sie noch im elterlichen Häuft und hatte dort mit den Soldaten de» Kaiser» manche» unerfkeulich« Begegaiß Sk mußte auch, «tt all« weiblichen Personen ihre» Orte», für Me ftanzöfischen Truppe« kochen. Frau Rothschild hat mtt Au»nabme von 3 Tagen im Lauft der letzte» Wochen, an welchen sie an der Grippe litt, noch nie wegen Unwohlsein» da« Bett gehütet und gttbt an, ihre Gesundheit nur ihrer mäßige» L«ben«wdje zu verdanken. Stt steigt ohne Anstrengung dtt Treppe» auf und ab und vertreibt sich die Zeit dur» Spielen mit ihre» Urenkelkinde rn. M«»-tzoek. .Ich Mn stolz daraus tu sehen", sprach ei» her» vorragender hiesiger Glaubensgenosse, welch' echter, patriotischen Sin» Me amerilanische» Glaubensgenossen bekunden. Es zeigt sich derftlde sottwährend in unser« Dottethüu>ern und auf unser« Versammlungen nicht nur hi:r, sondern überall in den verdnigtea Staate,. Wtt frohlocke» über dtt Fr-ihdt, welche wir in Meser Republik genttße» und ich bin überzeugt, daß wir stt auch besser anzuerkenne» wiffe», als ttgeud ei« andere» Volk. Wir preisen besonder« jene erhabene» Worte der UnabhSngtakettserNLrung, »ach welchen alle Menschen gleich gebaren find und Anspruch aus gleich« Rechte haben. Diese Erklärung erscheint uns, wenn wir hier aukommen, wtt eine göttliche Offenbarung. Alle Inden liebe» Amerika und bestreb«» sich daher, den amerikanische» Stoattgefttzen, wtt stt von Jesferson proelamirt wurde», und voa allen Rationen der Erd« praktisch in Ausführung gebrach« zu werde» »erMene», willigen Gehorsam leisten." XrcstoK (New - Jersey), 81. Juli. Gestern wurde hier der Anfang zur Grüuduag dner wdterrn jüdischen Kolonie im iüdlichett New-Zftrfty gemacht. Namen» einer Mischen Geftllschast schloß Herr Leon Latt, ein russischer Bankier in New-Kork, httr einen Ankaufsvertrag über 3000 Acre» Holzland in de« in der Grafschaft Lumber» land gelegenen und unr 30 englische Mette» von de« jüdischen Kolonie« Alliance und Roftahayn entfernten Hulberton ab Zu der van Heirn Latt vertretene» Gesellschaft gehören zahlrdche der einflußreichsten Israeliten von Neu-Aork. Dem Plan de» Baron» Hirsch gänzlich ftrnstehend, haben Meftlben au» eigene« Sntrttd dtt .Eumbedaud Land- Gesellschaft" «tt einem Lavttal voa 220000 Dollar in» Leben gerufen. Dtt Gesellschaft will da» Land i» kldne Farme» thdttn und Häuser auf denfelbe» rrrichttn, in welche« einige der besten russisch-jüdischen Kamtlttn, dtt in Rew-Bork anlangm, Platz finden sollen Jede Aar« wird 10-30 Acre« -umfaffen und schon sind 17 Häuser «rrühttt. Mau >-ird tm Großen und Sanzcn dem von der benachbarlen jüdischen Kotontt Alliance gegebene» Beispiel folgt», in welchem viel« Fluchtlinge »an 1883 ifth jetzt tu vorzügliche» BerhäUniffen befinde«. Es solle» ferner mehrere Fabriken in Hulberton errichtet werde», um «ög» lichst viele» Personen Beschäftig»», z» gewähren.