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Israelitische Wochenschrift · 1891-07-02 · 27 (2.7.1891) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
22 (1891)
Issue
27 (2.7.1891)
Date
1891-07-02
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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>11 ־"Tb■ ■in (•fort ei« «u* fMen, litte •nratmetm Mitgliedern bestehn»« Coamtffio« zu mtd Ne »lt der K«fgaW ן■ betraue», kn gefrfrrbnbfn tftn 6U vm Herbste eia Gesetzegprosekt »u uaterirtttn, .. die Kaatralle der Püffe « ka •natn ■itflaatct regelt mtk fr Bermehruag kc* Kontrölltzersoaale« sagt, feraer rin Gesetzekprojekt. M Monopol der spirttuäsn Getränte einsühn unk ela«», den fremden Juden unterlagt, Otter In Pacht zu halten. ־ •“ -tkicl ־ ־ Die Kommission (»0 ftketkiei beauftragt werdn, gesetzatäßi^ «ststelluagen oorzuuehmen unk alle Aaaadn zu!«naeela, »eiche ge- Ittkt Wären, ka» fatttaunt unk da» Sank über kn wahrend «tank x Sachen mit Ben, auf kl« Leben »weise, kl« Beschäftigung and kl« ihre Zahl der Juden In Rumänien aufzuNLrrn.' Ker«ijchtr «»d «exffr Kschrichte». Stakt uualll ■ ans! ruf» Katt, ittntffc sicherlich ansehnliche 6a1 lerliaer Seatraleaante« gesandt : Summe 00a wurde. Ge egeatiich der Gawähraa, Hain bl« beikn Oaauaen 1*0-600 Mark stk *rata■« 97. Juni. Zahlreiche rassisch« J> gekoma^u, muhten au»«ankern, ohne ihre Geschäste «bwickeln zu dürft■, da General Gurto ihre Gesuch« um Fristverlängerung nicht annahm. Altttwa. Kaiser Kranz Joses I. empfing huldvoll die Itratll• tische Deputation unk beaatmortet« ihr« Ansprache wie folgt: «Kit besonderer Befriedigung nahm Ich kn Autdraü der treuen Ix Gesetze, so G»N will, immer «ehr blühen werken.» Kam. Der Vatikan wie« den katholischen Kleru» an, kn au« Rußland »»«getriebenen Juden thunlichft beizustehen. *Mto«, 11. Juni (Or.-Lor.) Der neunte international« Longreß aon Orientalisten wird demnächst vom 1.—10. September L I hier abgehaltn werden Unter dea Kitgliedern und Gästen, die in der semitischn Abtheilung (Lemttte Sektion) Essay» über passend« r«. . . gkabbkl?? Dr. Rothschil d am 1. Juli Amt und Ort verläßt and sich in« Privatleben nach Aachen, de« Ort seiner früheren rabblaischen Wirksamkeit, zurückzieht. Sr steht im 76 Lebenäjahre und war IS Jahr in Aachen und SS Jahre in Alzey thätig. Ein genauerer fofl fotflcn. □ Ctälii, 20. Juni, (vr -Eorr.) Am Sonnabend Abend hier der freisinnige Arbeiterverein ein« Sffntlich« Versammlung rufen, in der der Schriftführer de« Abmehrverein», Herr Lic UmoI ^raebner, reden sollte. Die .Staatebürgerzeitung' hatte sprachen, daß eine Anzahl antisemitischer Redner zu Worte zu kommen suchen wollt«, (tt ist nun bekonnt, — man erinnere sich nur an ■stakt — daß nach den ruhigen und sachlichen llu»sührungen de« 1 Graebner e» den Antisemiten unmöglich ist, auch nur da» gfte vorzubringen. Wa« thaten sie nun? Kau« hatte Pfarrer «r auch nur!6 Wort« gesprochen, so erhoben die Herren Antieinen solchen Lärm, baß der Vorsitzende, Herr Weidemann, sich sigt sah, di« Versammlung aufzalösen. Run! hat doch der Kandidat ekelsten Partei in Kassel selbst seine Gefinnungägenossen mit Ehrennamen «Rakauantisemite»' bezeichnet, und da« noch dazu » Bochuater Antisemitenkongreffe. IwtdWrUzlwW» 24 Juni. Wie leicht schwer« Anschulhigunae» in Rußland gegen Israeliten voraebracht werken ■ad diese gefährden, da» beweist folgender Vorgang: vor einem Jahr« r hei rach« te sich eine jüdische Dame D. von hier nach Wloelawek sin aßland) mit eine« Herrn R. Am erstn jüdischen Pfiugstiaae bediente 1 di« Ehefrau eine» christliche■ Knaben zum Feuerwachen. Der ab« erhielt, wie die «Pos. Z.׳ mitcheilt, von der Kran Kaffee und 1. Zu Hauke äuge langt, erzählte er noch den Seinen, wie gut von der Familie bewirthet worden sei, erkrankte aber bald darauf starb unter gräßlichen Schmerzen. Da di« Krankheitäerscheinungen ztftang verntuthen ließen, wurde die Sach« der Polizei «!gezeigt beide Eheleute wurden in Hast genommen. Bet der aerichtltchen ehmuag bestanden sie jedoch, indem sie ihr« Unschuld detheuertrn, s, daß der Knabe sezirt werden sollte. Die» geschah, und e« sich herau«, daß der Magen de» verstorbenn Knaben mit!isn Smchelbeeren überladen war, unk dl« Aerzte stellten fest, daß Dok nur durch dea Genuß der uareifn Krüchte herbeigefühn sei. Irlich wurden beide Eheleute sofort in Freiheit gesetzt. Die Sach« .jedoch leicht «inen tragischen Aulgang nehmen könnn, da sich ka« Geriitbt verbreitete: «Die Juden haben rinn Ehristenkaabn I!' Di« so rasch erwiesene Unschuld de« Ehepaare» beschwichtigt« . bald die erhitzten Gemüther. GAtttagea. Bon de« hiesigen Schwurgerichte amrd« der ndor Schnetderwtrt wegen de» Duell«,, in welch-« er den Asseffor Ziegel tödteie. zu zwei Jahren Keftung verurtheUt. allträger Regierung»referendar v. Stark amrd« sretgesprochen. Weiwlttgaa, 26. Juni. Die Regierung erließ heute ein« frorduaaa über da» Verfahren beim Schlachten, dankt jede Qual de» Schlachtvieh« vermieden wird. Da» Schächten nur durch dl« vom Herzog!. Lankrabbiner geprüften Schächter Ihn werden. (Wir-werden da» Landrabbktatä-Gutachten in! Rr. bringen.) V. Machen Infolge der Thättgkeit de« hies. tmter der Leitung l Rabbiner Dr.Jaulu« stehenden Hilfteoutitt» und iaäbesandere von demselben erlaffenen öffentUchnAufruf«an dl«Mitbürger find bereit« annähernd 17,000 Mark für die russischen len eingegangen. E« kennzeichnet den Geist der hies. Be» daß sich au diese« Hilfätoerk sowohl wa» di« Zahl der eu al» die Höhe der Beiträg« betrifft unsere christlichen in hervorragender Weis« betheiligt haben. . Obwohl di« hiesig« Gemeinde 16 beitragende Mitglieder zählt, so enzab koch eine Sammlung Juden innerhalb zweier Sage Mt mit ־ '־ sicherlich . tifcfa8 Dheraata lesen werden, lft'auch Ihr Mitarbeiter, Herr Dr. Ehotzner. " ".. t Alfred (־' Abtheilung werden, ist a Der Sohn desselben, der jugendlich« Student Ehotzner, der sich schon in früheren Jahren am Harro» College-au»gej«icha«t hat, vergrößerte auch in diesem Jahr« die List« seiner daselbst erhalte neu Au»^i«nungea. EI wurden ihm nämlich jüngst vom gesammtn Lehrerrolegium fünf brr bedeutendsten Preis« de» Jahre» zuerkanut, worunter sich auch «ine werthvoll« goldene Medaille befindet. Dies« erhielt er für sein Essay über Shakespeare, während di« andern vier Preis» ihm für sein« al» di« besten «rklärtn Origtnalarbeitn in grietyischer, lateiaisi.~ erwähandwenh Prri»-Gedicht in enal, ... kommenden zweiten Juli, dem sogenannten Speech-Day, im Beisein mehrerer Rotadeln England», öffentlich überreicht werden. »»« Mttttaufe. Sir verlautet, soll die russische Regierung grobe Züge russisch-jüdischer Au«wan»erer mit Gewalt und unter Milttärbedeckung in da» innere de» Lande« von der Grenze wieder znrücktranlportiren, besonder» solche Aulwanderer von denen man ver- »uthen kann, daß sie irgendwie noch etwa» Geld besitzen. Watarchbwag. Der Stadthauptmann Gresser hat angeordnet, di« jüdischen Handwerker bet« Verlassen von Peier«burg sofort au» betreffende» Zunftlisten zu streichen — Dir Censnr untersagte den Druck eine» di« Judenfrage de» handelnden Werte» de» Historiker» Bloch, welche» einen vergleich zwischen den moralischen Eigenschaften der Juden und der Russen ziehet. Dieser vergleich soll zu Gunsten der erster«» au»gesalleu sein. OkmGlaaV. Wegen de» llebertritt» russischer Juden zur orthadozn Kirche ist zwischen der russischen Regierung und der heiligen Synode eia Zwiespalt entstanden. Die neueste Verfügung der Synode verbot einen solchen Uebertrttt, weil der Glaubenllwechftl für materielle Zwecke im höchsten Grade unsittlich sei. Der Justizminifter erließ daraus aber eia Rundschreiben an die Prokuratorn, welche» dieselbn anwelft, den betehrten Juden dir üblichen Rechte und Privilegien eine« ortho» n Bürger« zu gewähren, da di« THatsache, daß sie den christliche» üben aagenommen, ihre Sittlichkeit unzweifelhaft (?) darthue. Meter «barg- Der russische Juftizminister hat dem Reich» rate einen Vorschlag unterbreitet zur Verschärfung der Straftn wegn aftlichen Beziehungen entspringen. Die Dtrafen sollen di« Brr- . ickuag nach Sibirien oder die Einstellung in Strafbatalllon« für iaht Jahr« umfassen. Der Grund für dt« neue Maßregel sei ln dem )Wochen eine schlimm« Juden hetz« ' i Jekaterinotlaw stattgefuadn hat. vre eigenen Maßnahaten gegen bi« «rsprechen, für keine Hetze halten?)' NX MatüEktM. In den Küstenstädten Palästina'«, Gyrin» und Kleinasin» ist auch in dtesemJahre da» Dengue-Fieber mit Smyrna treffn Stadtviertel von hatte sich diese» Fieber über dieselbn Länder verbreitet und alddaun seinen Weg nach de« Boäporu» und de« Schwarzen Meere genommen, um daraus Rußland die Gestalt der Influenza anzunehmen. Di« etwa 1( andauernde Krankheit besteht in Schüttelftost, Schn geleaken, Schlaf- und Kraftlosigkeit. und anderer Aatisemtten, daß di« Aulwetsung der barmherzigen Schwester» aus da» Betreibe» der Juden stattgefunden, diene folgend« Thatsache. Bet der Gründung eine» hiesigen städtischen Hospital» wurde aus die Begutachtung »er Rabbiner und der Ulema'», welche der Pascha befragt, di« Leitung und Pflege übertragen. Rach Schmerzen in den Kn ick in Dag« sinkden barmherzigen Schwestern dem Berichl de» .Journal de» Debat»' fragt« bei 'der Einweihung de»- hu selben der Pascha dir anwesenden Behörden^ ob noch ettva» fehle, und ob alle» nach Wunsch eingerichtet sei. Daraus erwidert« der Oberraboiner: »Da» Schönste, wa» ich in diese« städtischen Hospimle finde, da» find die Schwestern der Wohltyättgkeit: fest den fünf Jahren, wo u»tr sie in Wirksamkeit sehen, Höhen sie -» an Nicht» in Bezug aus Aufopferung und Hingebung sehlea laffen: sie sind Mutter und Schwester für All«, es auch tmater stU'^Hoch lebe» di« Schweller ul — erscholl e» mit Rührung von »»«■

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