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Israelitische Wochenschrift · 1891-06-11 · 24 (11.6.1891) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
22 (1891)
Issue
24 (11.6.1891)
Date
1891-06-11
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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eine allgemeine Drttrmg des Kadenthnms. »».».. ■ ■—» H--————i m*mm m mm M■ m ter . , M Jtalll I« PMtllttUtt•11. nwMdSntMian« ,IbriiMnIllll _״: tUcfM U «ir«. »AU», »*«. _MBiU«aM«H* ltX(r«<atlI«t?) MKt: kei kn HeranHgegeben Mn Rabbiner •r. M. Htay«er in Magdeburg. fit »etzttzelt, »echt AN» jrl,»»n! -Ms,»«»» «Ar am «Ar »«, ,S»»t>at»ttt«ra1ar.»lat f kk MnrtMttnt »etülHU Mn •n>n *«aut » Vf. «»k aasdn tan* kk «mwb■ •kn—MB an* srlkA **f «afkia* aMt» — kittet achatflta •rt |lt»1a>l VltiM: «int rtligUft Zeitbetrachtung. Am S«lbbath vor »t» Wochen sesk. — Wa» tdul dt« dtutschtn Reiche noch? von Dr. Otto Henne am Nhyn. — vühinische Dörfer. II. — Vmit^ft «,» Lodrelbo»p«nk«k, Deutschla,»: «agdtkmrg. Berlin. Berlin Danzig. Danzig. Bromberg. An» Baden. Estwnngen. Leipzig. {ronkreich: Pari». BtwiWti Ml» »«teste Mnsdrichtenr Berlin. Berlin. Breslau. Borten (Westfalen.» Rordhauftn. Wien. Pest. Amsterdam. Amsterdam. Antwerpen. Pari». Pari». London. London. Duvlin. No». Nizza Peter-bur« Baku. Riga. Odeffa. Llscheuew. lkozienste. storfu. — jnftartt._. Nachdr»« «k »nM»M»t Quelle»«!»«»» nnterfngl. Wochen- JuL 1891. 1 Ihn■. 6661. > ASikUstkV. SmurrfUt - . 11 -> «4 mt• ע״ת Kreita, . . . IS 6 stedonWnn» 1. CmnMlrat . . 13 7 » *• (»,18) CNItll . . . ' 14 a . . . »•)«•ו» 16 9 Staft•• . 16 10 «ttwach. . . 17 11 Donnerst»! . . 18 12 Niae rellgiAse Aettvetrachtrmg. >« SaUath st«r »em W»che»frste. Lin« Lag« hat den Wochen zwischen Passah und Schabuoth einen ernsten Charakter verliehen. Tausend« von Schülern de» 8. Akiba sollen in diesen Wochen gestorben sein, darum ist <* Herkommen, daß in dieser Zeit keine größern Familienfeste in Israel gefeiert werden. Der Volks- ^Oerglaud« betrachtet diese Wochen überhaupt als «in« Zeit der Gefahr und den Fluthen sich in diesen Tagen anzuvertrcwen, galt vielen unserer Vorfahren als «in vermeffene» Wagniß. Seltsamerweise hat di« Geschichte unserer Glaubensschaft gerade für diese Zeit zwischen paffah und wth schwere Verfolgungen zu veneichnen; es ist als da» jüdisch« volksgemüth es geahnt, daß gerade an diesen Tagen sich besonder» harte Schicksale an I«ael vollziehen werden, als er jene Sage vom Tod der Jünger Akiba'» gestaltete und um ihretwillen diesen Frühlingswochen «in in religiöser Beziehnng trübere» Gepräge gab. Und nun haben auch wir Jetztläxnden in diesem Jahre . dttterr» Leid erfahren und unser Sehnen aber nicht unser hoffen geht dahin, daß da» Fest ein Ende bringen möge .der argen Noch. Unser Herz ist tief bekümmert, wo findet ' sich für unfern gequälten, gchetzten Stamm Rast- und Ruhe-; statt? Lim furj« Weil hatte e» den Anschein, al» ginge tausendjähriger Nacht da» Morgenroch einer bessern für Juda auf; aber die Sonn« ist noch kaum aufda droht schon wieder die Nacht mit ihrem dunkeln üster ist die Gegenwart, düsterer noch ist der Au»- tu die nächste Zukunft. Vor ungefähr dreizehn Zähren hat sich, nachdem finstere jThaten tu der Hauptstadt diese» großen Reiche» sich »ollhatten, in arger erregter Jett der Judenhaß zu erneuter erhob«!!, seitdem lesen wir in jüdische» Blätter» all« »fc oder jene Kundgebung chm der Todesstoß versetzt worden Di« wackern Leut« sind Herolde ihrer Wünsch«, nicht der Wahrheit, denn in Wahrheit hat sich der Judenhaß so au»gebrettet, daß diese» Feuer jetzt allerorten lodert und die au» ihrer heimach vertriebenen Glaubensgenossen finden fast überall in civtlisierten Landen die Thore verschlossen, sie müssen di« Wtldniß, die Stätten der Unkultur, aufsuchen, um wieder sich ein heim zu gründen. L» lohnt auch nicht, di« Gastlichkett de» Westen» unsere» Lrdthett» gegen un» Juden allzu laut zu preisen. Dort kommen gegenwärtig auf da» Tausend der Bevölkerung kaum Mvei Juden und doch vernimmt man deutlich «in sehr ungastliche» Murren, wenn jetzt von ihrer heimach schuldlos Verstoßen« dort um Aufnahme bitten. Auch in unserm deutschen Vaterland« ist die Stimmung mächtiger Ureis« gegen die Juden eine unfreundlich«, ja «im geradezu feindselige. Al» jüngst die Blutfabel wieder ihr Unwesen briet», gcü» e» in der Hauptstadt diese» Lande» einflußreiche Drgan« der öffentlichen Metnvng, welch« sich anstellten, al» hielten sie dies« Anklage für auf» beste begründet, offenbar geschah die» nur um die deutschen Juden zu kränken. Al» irgend Jemand Sffeittlich erzählt«, ein« Gesellschaft vornehmer nichtjüdffcher Männer Hab« ein jüdische» durchau» achtbare» Speffehau» besucht, so fühlt« sich dies« Gesellschaft dadurch beleidigt, verlangt« eine Sühne durch die Gerichte und der Gerichtshof erkannte an, daß ein« Beleidigung vorliege, daß die Forderung nach Sühn« berechtigt sei und vervrtheilte den, der dies« falsche, aber doch wie man glauben sollte, durchau» karmloseNachricht gebracht hatte, zu einer beträchtlichen Straft. Der Gerichtshof war gewiß in seinem Recht«, denn er ahndet«, «a» er für «in« Beleidigung hielt, aber ist «» nicht «in Zeichen, wie sehr in maßgebende» Kreisen jüdische» Wesen geringgeschätzt wird, wenn solch« Anschauungen Geltung habe«. So ist der Horizont auf allen Seiten umwölkt». O» ist di« . bittecheyofaamm ftet a* fwt jgff»0 fteb.

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