Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1891)
- Issue
- 20 (14.5.1891)
- Date
- 1891-05-14
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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ine allgemeine Zeitung des Iudenthnrns. tmMlit «NH»«« K OM ■ui ct Wt ״*■Milt•■. iftiltlnrimrMibiMlanc 1t*wlhn1'>1 inl Muk Mm« MM. Hriete « Ache»»»»»: tU1*M U Moe!. »Ick »OM ■»«<«»»»: It *f. *»»• Jt lt»r»t*1H«t?) Met: M »er 1»M ■»■»* w •«0. *•hmmkm. «e •ויו■»»■ Mit M fttwMyflfbt■ 00■ Rabbiner Dr. H». Mah«« in Magdeburg. Fir »strßei«. Zecht Feie»!,! 1*111•!• Ntr»te.S«r,»tI1tIcheW0che»sO1ttt» tut «r k*l.8**tf*1tltt1T«t«t.»Utt* Ml MraorMUCM VttUptll NR Mt>■ ■NM M Ol. ttak nuocUr Ml» Mi AMMNR». CtMMtllwii Ncr — (•It Ml» Mt# t»|«»J*tt U»s»r»ch M»ch1 — »iteet et»§*teU»e1t n: **״* ״^M>g ***-a»f**ut• יי Bet SMRtotnw« *•ML »MhE״r ' Vvtltcl: Zur Lösung der Judenfrage. — Civi» germum» — Gründliche Widerlegung M .Annsemiten-Katechi-mud". <Sorts«»unA) MMll ■■» ff»(tlfN1tt11r»: Deutschland: «agdeturg. -Berlin. Bonn-, Krankfun a.M. München, vom Me«. Dresden. Frankreich: Pari«. Rußland: Moskau. Petersburg Petersburg. Amerika: Ltneoln. 1B«nri(<k!t nutz neueste VtaAritüt«■: Magdeburg. Berlin. '■T Berlin. Frankfurt a M. Esten. Bad Soden ». I. Pari«. '[* Pari« London. London. Amsterdam. Madrid. Rom. Rom. Odessa. Rußland. Korfu. Adelaide. stnstsenK OchBE ■OchstüuRche OlttesteWOBgabe untersagt. Zar LAfnRU »er Jst»e»fr«ge ar- —w Machenlai. Ijtr. jUtfmter. 1891. 6651. DONnerstag. . 1« 6 #MI «1 Frrttes . . . 16 י 9» rORMtW■» . . lt> 8 8,87) אטור) rtnkiu. » Po■■»,, . . . 17 9 1 M flUata! . . . 18 10 96 Dtrnsta,. . 19 11 9s Mt tt»och. . . so 12 97 Donnerst«, . 91 13 1 9S gt dag Stöckcrblatt ,Volk" in der letzten Sonnabendimmer einen Leitartikel mit der Ueberschrift: ,Wo liegt U Rettung'?", aus! welchem wir als Zeichen der Zeit und um dem Wunsche vieler unserer Leser entsprechend — zu zeigen, im Lager der Antisemiten gegen uns geplant wird, den folgenden zweiten Theil — der erste handelt von der iolen Frage — hier wiedergebe». Es heißt daselbst: fl' ,DieLösung der Zudenfrage ist die dringendste Aus» Labe der Reuzeits Sic ist um so dringender, . als ihre Lösung von Tag Tag schwieriger wird, da das Judenthum mit Riesenritten der Weltherrschaft sich nähert. Und was geschieht, um dieser Judenübermacht^u steuern, immer mehr und mehr eine Gefahr sür Staat und "Volt wird? ' Bon oben herab — nichts. Im (Pxgentheil. Haben wir dock erst in dieftn Tagen gesehen, daß der preußische .Justiwnunster jenen Oberlandesäericht». Präsidenten, der die •tsellsthastlich« Freiheit seiner Referendare einem Juden zu .׳Lieb« vernichtet hatte, mit warmen Worten vertheidiate, ^Während er den Oberlandesgericht«»Präsidenten in Breslau, die Juden wegen imer erwiesenen Unfähigkeit nur '"beschränktem Maße als Schöffen und Beschworene einzuwrsen angeordnrt hatte, durch seinen Kommissar im Abgex'Wdtütenhaus« einfach desavoniren ließ. Nein, von oben her haben wir aus kei.1e Abhülse der schreienden Mißstände zu hoffen. Ebenfowmig aber auch; Ms der Initiative der Parlamente. Fast alle unser« sage» * amten Volksvertreter, di« Sozialdemokraten und Liberalen Ausnahme, bis weit i« di« Reihe« der Konservativen find dem Judenthum gegenüber ' Astlls zu enffchmdenden Darüber müssen wir uns ganz klar werden, daß seitens der älteren Generation eine Lösung der Judenftag« nicht zu erwarten steht. Aber auf der Jugend ruht unsere Hoffnung. Seit 1880 hat kaum ein Student die Universität bezogen» der nicht rin wenig von antisemitischem Geist benetzt worden wäre. Freilich, das genügt nicht. Bewußte und konsequente Antisemiten nur können uns retten, nicht solche, die dem Antisemitisinu« nur aus persönlicher, gesellschaftlicher Ab- Neigung gegen die Juden huldigen, oder die ihn als Sport betreiben. Ihr Theologen — seht ihr nicht, welchen Schade« getaufte Juden 'wie Lasso« (Lazarusson) und Paulus (Selig) Cassel der Kirche zugesügt haben? Was haktet Ihr von .Herrn Schwalb, Prediger semitischen Geblütes zu Bremen, welcher die Ehristusverehrung als Götzendienst bezeichnet und auf den als Gewährsmann sich wegen Gotteslästerung angeklagte atheistische — freireligiöse — Sprecher berufen? Ihr Philologen — empfindet Ihr es nicht als Schmach^ daß jüdisch» Lehrer an deutschen Schulen christlich-deutschen Schülern in deren Muttersprache und Geschichte Unterricht rrtheilen? Können wirklich Juden die jungen Gemüther m die Hoheit deutschen Geistes und die Herrlichkeit deutscher Bergaugenkrit einführen? Ihr Juristen — glaubt Ihr, daß es Eure« Stande und der Rechtspflege zu« Nutzen dient, wem! die Inden, mit ihre» eigenem«» B«riffrn von Recht und Moral, immer massenhafter Euer Studium überstuthe«? Habt Ihr bedacht, was es heißt, daß 7» der Rechtsanwälte in Berlin, Breslau, Frankfurt a. Main Juden sind, daß viele jüdische Eiuzelrichtrr Christen Eide obnehmen, daß da» Reichsgericht schon stark von Juden durchsetzt ift, daß in de« letzte» Monaten zum ersten Mal« zwei Juden zu Oberlandesgerichts» räche« «tnannt worden sind? Ihr' Mediziner — wollt Ihr nicht Front machen t «r tzknrwjätze, nnlche Eure ,«ÜbtLger jüdischer " hrfEEnch^rinzusühren vrrsnchei:, ,das ärztliche sei