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Israelitische Wochenschrift · 1891-05-07 · 19 (7.5.1891) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
22 (1891)
Issue
19 (7.5.1891)
Date
1891-05-07
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Mosiehlo NB» <FamfrBB»«a|cat Deutschland: Magdeburg. » . Magdeburg. Berlin. Stzniasberg. Tchtversenz. H vefterreich-llngarn: Wien. Wien Rußland: Petersburg. fttanaffdttc UW» ■earflr Naebrichten r Magdeburg. Magdeburg. Berlin. Berlin. Berlin. Breslau. Staraard i. P. Groß g. Dresden. Baden. Kien. Paris. Kopenhagen. Moskau, tloriu. Smnrna. Athen. Rew---ork. Weinender, Londvn. Jmfttmtt. — Rochbrns »tzae vollsttndige Quelle»״,»de ״teesa,t. Wochen- Ili. 1891 lj»r. 3651. Hakender. Donnerstag . . 7 39 taer 14 Freitag . . . 8 30 | Rosch Chodeach 1& Sonnabend. . » 1 j 23,»!) קדושים) rer* u. 16 Sonntag. . . 10 ז1 Montag . . . 11 3 18 Dienstag. . . 12 4 19 Mit,»»». . . 13 5 SO Donnerstag. . 14 6 31 Lee Uaterricht im Hebräische«. Bom Seminardirektor Dr. Krön er-Hannover. ,Die Jugend mutz entlastet werden von dem Joch allzuvirler Lernarbeit, damit sie körperlich erstarke und ungc- '׳ zwungen in freiem, muthigem Spiel die schönste Lebenszeit genieße. Die Jugend darf nicht mit den Dingen so viel be- . schästigt werden, die einer vergangenen längst überwundenen Blldnngsreit angehören, damit sie um so mehr den Auf- 1 gaben sich zuwende, die das frisch pulsirende Leben der \ Gegenwart für sich in Anspruch nimmt.' So lauteil die kchlagworte unserer Zeit. f* Man wendet darum der Volksschule größere Aufmerkt samkeit zu, verlangt von ihr mehr Berücksichtigung der ■jJ. Lolls- und Landesgeschichte, der Naturkunde, sogar der Sa- BoMwirthschastslehre und Gesetzeskenntniß. In den höheren SV. Schulen müssen die alten klassischen Sprachen sowohl int Um- 7' sang als in der Art ihrer Behandlung der Bevorzugung ^Weichen» welche die neueren Sprachen, besonders aber die gF■; nationale Geschichte, geniesten. jj^., Welchen Standpunkt hat die jüdische Religionsschule ►״ diesen Forderungen der Zeit gegenüber? Kann sie auch eine ^.Kürzung ihre- Arbeitszieles eintreten lassen? Hat auch sie ^-UnterrichtSgegenstände, die für das Lebe» wichtiger sind und solche, die ihm ferner stehen? Wie ist eS insbesondere mit ^dem Hebräischen? Man könnte doch meinen, daß gleich L^dem Lateinischen auf de» höheren Schulen das Hebräische ,. in den Religionsschulen zurücktreten müßte und als eine dem ״ Leben nicht mehr angehörige Sprache auf rin ganz kleines Mi»i»um zu beschränken sei. Oder sollte sie ganz übermit dem Unterricht in der Ge» Pslichteulrhr« begnügt, wie es I thatsächlich eine große Zahl von Eltern macht? Hier unser«! Antwort: 1. Man kann die hebräische Sprache mit den alten klassischen Sprackien, der lateinischen und griechischen, nicht vergleichen. ' Diese werden tatsächlich von keinem Volke, keiner Ge- ׳ meinschaft, als lebende Sprache gesprochen. Wenn Gelehrte ' in lateinischer Sprache gelehrte Bücher schreiben, so ist sie doch nur eine Schriftsprache, welche Gelehrte gebrauchen, aber nicht Volks-, auch nicht Gemeindesprache. Wenn der (Geistliche einige Theile der Gebete in lateinischer Sprache vorträgt, so ist sie Altarsprache, aber nickit die der betenden Gemeinde.' Ganz anders ist es mit der hebräischen Sprache. Sie wird thatsächlich von vielen Juden im Moigenlande als Umgangssprache, als Volkssprache gesprochen. Sie ist nicht nur Gelehrtensprache, in welcher viele Gelehrte werthvolle Bücher abfassen, sie ist nicht nur Sprache d«S Gottes- Hauses, welche der Vorbeter spricht, sie ist die Sprache der betenden Gemeinde. - Das Sch'ma, die Keduscha w. sind hebräische Stücke, die jeder Beter betet und in den meisten Fällen nicht nur versteht, sondern mit ganzer Jnnigleit bewahrt, bis er sie in seinem letzten Athemzuge zum letzten Male spricht. Aber außer diesen Hauptgebetstücken sind es das tägliche Hauptgebei, daS Tischgebet, die thatsächlich in der Ursprache von Jedem, der betet, gebetet werden. Die öffentliche Gebetsprache ist selbst in den Gemeinden, in welchen Gebete in der Landessprache dem Gottesdienste beigefügt sind, die hebräische*). Sie ist aber in noch eingehenderer •) Wenn i» jüngster Zeit von reformistischer Seite (in der Allg. Zeit, d. Jndench.) tu bei ««schlag gemocht »«de, da» Hebräische au» der «eligiontschuie »mr,p verbannen, tat Gotte« heu.Ie aber aas da» Riveau des sein, indem «an sich Juden und

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