Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1891)
- Issue
- 17/18 (22.4.1891)
- Date
- 1891-04-22
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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eine allgemeine Zeitung des Iudenthnms. (Tat«•" » kelJI*»»»« VnH h!t •ur »ret Statte* t ■ «NlkkeeklMM-e■ om! Ad iMenitUk etf4<t»1 ) e et« *raitt »er ״f««tlte■. ■•klatt•". ־_ _ tetelfnWtatctr. Muk •icttetjlktl. fett ktrectei ß«t»»k«»»: l«kr(U6 14 ■tut, ■ 14 km ■ «•Itake: 1( WL »t, jp*ärnf+nn- ,«.#■■«1—wm- »k■( .8t 11,«* 1■ זHetr) tollet: ket ket ,»,: R k'avh ttS «f«. *׳nrtltktlKfi. TW Wagt »» fettet ■ft «f. Herao»gegeb«n von Rabbiner Dr. M. Hlaymer in Magdeburg. Für «,tzrtzeit. JZctbt 11k Iflrkti! Infeeete <8t Mc11 3״ a e 111• 6 e S <k e» f ■ t lt t* am ♦kr k«e,׳j«kl(4c(tucctl«c>8Ut 1* Me Merqeteettcw Uttütetle »•et oet ■ *»■» M pr. Rn» »Uwedu kat« M» יחי»«»■• ■tukttieaen oket—fal» ■an fet&R •afÄakett Anletuch na4t — kitcct eintnfe»kea •»: Ute aneikttt— ■er »iMMltt. v«0>»m» Mietft“ t» ■*•»(»«ן Bei QteketRoltnte■ Shtkatt. WHtff Artikel: Frühling und Freiheit. Religiöse Betrachtilng zum Petffasesie. — Tine orthodox« Predigt contra Maybaum. — ttzründliche Widerlegung de« .Antisemiten.KatechirmuS-. II. Bericht« und <korreiPO«t»«o,en: Deutschland: Magdeburg. Magdeburg. Berlin. Berlin. Au« Rheinhefien Au« Württeinberg. Stuttgart. Darntstadt. ' Lefterretch-Ungarn: Lemberg. Frankreich: Pari». Part«. g»s«r«te. ^Fortsetzung in der Beilage.) ■T Die Nächste Rr. diele» Blatte» erscheint de» Hbaffahfeste» wegen erst an» 7. Mai. MT Rechdrn« »hne ■ollsttndige Quellenengedr untersagt. *V! Wochen- Itztil. 1891. Kim«. 5651. Aalender. Donnerst«, . . 23 15 P«M«ck 1. Tag «MT. Krett», . . . 24 16 ■ 2• . 1 LonnMtend. . 25 17 ״ 3 ־ 11 2 Sonnt«,. . . 26 18 '׳ n .* ״ 1! S »•ata« . . . 27 19 ״ ׳5 ״ 3! 4 Dienste, . . . 2» 20 1- , »- ■ 5 «it>»och. . . 29 21 . .ז ח 8 Donnerst«, . . 30. 22 (7,«) ״ .8 " 7 Freit,, . . . I«1 1 28 8 Sonnabend . . 2 24 8.10) אחדי בזות) rmki. 9 Sonnt«, . . . 8 25 ftrumenkeeittlnklgung 1• M,n«a, . . . 4 26 11 Dienst«, . . . 5 27 12 «ittntoch. . . 6 28 18 Donnerst«, . . 7 29 14 Frntzling ntth Freiheit. Religiöse Betrachtung zum Pafsahfeste nnvn ׳NW2 - סמכמי כאשישות f . ,Sie haben mich gestärkt mit doppeltem Feuer." ,Hohe« Lied.) M. A.! Frühling und Freiheit, ist die Verwandte schast des Klanges der Anlaß, daß diese Worte so oft zusammengenannt werden, oder waltet hier eine Verwandtschaft d«S Begriffes und des Wesens? Was können diese beiden Begriffe Gemeinsames haben, da doch der Frühling auf Borgänge in der Natur Bezug hat, in welcher die strenge Nothwrndigkeit herrscht, während die Freiheit einzig LaS Erbe der Menschen ist, de» einzigen Wesen-, das im Gegensatz zur übrigen Natur sittlich und bewußt und sonach frei zu handeln vermag. ES ist wahr, dir Natur trotz alles ihres Glanze- und Reichthums, sie fft wie eine Maschine, die ihr Werk verrichtet, unbekümmert, ob sie zerstört, ob sie erzeugt, ob sie ausbaut, ob sie vernichtet. ES geht den Baum nichts an, ob er blüht oder welkt, ob er mit Laub und Frucht sich deckt, oder kahl und erstorben dasteht. Empfindet der Fluß eS schmerz-!ich, wenn er in Eis erstarrt, oder fft er etwa erfreut, wenn dir wärmere Sonne ihm die harte Decke abstreist, daß er jr. -frei zum Meere strömt? Nimmermehr, denn empfindungslos ist dieseunendliche Werk der GotteSschüpfung für seiue eigene Größe und Schöne. Der Mensch allein empfindet, für ihn allein wirkt mannigfach anregend der Wechsel der Erscheinungen, für ihn allein ist die Natur schön. Einstmals htlben diedie Menschen so au-gedrückt, daß sie jeden Baum, jeden Bach von einer Gottheit beherrscht sich dachten; damals in diesen! KindeSzeitalter gestaltete« sie ihre Empfindung, und das was sie beim Anblick de» Baumes fühlten, nannten sie den Gott, gleichsam die Seele d«S Baumes; so bevölkerte ihre Einbildung die Natur mit einer unzähligen Schaar von Geisten!, und wenn der Bach austrat und der Sterblichen Hütte und Aussaat vernichtete; so hieß es, der Flußgott sei erzürnt, und wenn er auf seiner spiegelklaren Fläche den Nachen sanft dahinttug, so priese« sie die Freundlichkeit des SttomgotteS; heute wffsen wir es deutlicher, daß die Natur nur im Menschen zum Bewußffein ihrer selbst kommt, daß all die Herrlichkeit so zu sagen eia Schauspie' ist, dessen einzige Zuschauer die Menschen sindes ist kein Stolz, keine Ueberhrbung, sondern die einfache Wahrheit, wenn wir sagen, daß nur für u«S die Welt existirt. TS wird viel geredet von der Schwäche und Kleinhest des Sterblichen gegenüber der Dauer und der Gewalt vieler anderer Naturerscheinungen; da» Meer ist unstreitig gewaltiger als der armselige Fischer, der ei« Spielball der Wellen, mit