Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1891)
- Issue
- 12 (19.3.1891)
- Date
- 1891-03-19
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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eine allgemeine Zeitung des Iudenthums. »»>. »»ach eichet» u da* * mwm er 9« rÄ»Mt■‘, 9f« ״,saHli•». Ciatt»** a. bH^CIttaaataaklatt•**. Urd» Hk tau knllHSM•• tft 1I*a NsSivairrr ». BMktnMm•*«* dr«l luTark Mrttrf181rl. «tt »tTtctct «akakaa*: UW« U Wtnt. .■MtailMlitli U »(. HeranSgegeben von Rabbiner Dr. Hg. Aah«er in Magdeburg. tu» atl Jttrnmtrn* totf kat«e11tct«tarH*1t") Mtt: M kn »a» * *־•»* « *tf*. atmrittkitta. Dk «RaHHk. Mkt SB 9T. > lir D.tzrtzert. »echt ■11 frirku! tfurivtt« Mrdte.I«rae1tt«kche»»che»sckr»»r* me für da« .Iü»tsch«llltr»rar»r-Blat He fleiKqrMtm HMrzette Htt •rrm *asai M ttf. fln& ntmeHr durch He **•Menu teebütonen m O. Za. D«ub• AffOo RudolfMow.H>Mtn»Hiaj Voglmt Oder dtreeteiug» e»de« am: Mi» HfHtttw »SV HifmiflH• Mache» fch»Min M«Ma»«»,. de «rtiftl: »«*alt: ״Einträglicher NSthselhandel." Eine rtlkiö*־! HbgHtNlin. 141r IL 5651 Aalender. Der moderne Lamaa. Eine Pur im-Betrachtung von Ludwig! HanneS-Berliu Berichte ««tz Uorrespondeuzen: Deutschland: Magdeburg. Cassel Au» Württemberg. Hamburg. Dresden. München. ׳Donnerstag. . »reito, . . .! 1» SO S 10 6,53) ויקרא.) P. S 0 ch aas. Kaiserslautern. Sonnabend. . 21 11 Schweden: Etockhol«. — Rußland: Petersburg. vermischte »«» «cacft« Nachrichten: Magdeburg. Magdeburg. Sonntag. . . 22 12 , Fasttag Esther■. Berti». Breslau. Duisburg. Hilde»heim. Nürnberg. Wien. «»ata, . . . 23 13 Wien. Pari». Bart». Rom. Ferara. London. Duiri». San KranciSko. Eineinnatt. Dienste, . . . 2» 14 Paria. J»ferate. Mittwoch. . . 25 1b . Sohaaohan Purina. MT* Nachdrnck ohne doüständige Q»elle»a»ga»r »»»rrfagt. "MW Donnerstag . . 26 16 UM" Dir bringen die rechtzeitige Ornrnernng des Ada»»r«e«1» auf das §»ette chnartal in freundliche Erinnerung. Pie Krpedttio«. ,.Sintriigttcher Ntthfelhandel." Ei«« religisSapildagogtfche «etracht»»g. Bon Loui» Abrnham-Sohrau O.-S. " Wer sich auf dem Gebiete der Lesebuch-Litteratur um» gesehen, weiß, daß die Zahl der Lesebücher eine sehr bebeutende ist. Ein solcher dürfte beim Prüfen derselben aber wohl auch gleich vielen anderen in den Ruf einstimmen: Es giebt hier des Guten noch verhältnißmäßig wenig, dafür aber des Mittelmäßigen um so viel mehr. ״Die Lesebuch. Frage, wenigstenfür die Volksschule, ist im allgemeinen »och nicht befriedigend gelüst, und Ähnlichst harrt die Lehrer- Welt auf das Erscheinen des Zukunftslesebuches.' - Zu den befferrn Arbeiten in diesem Theile der Pädagogik gehürt nach unserer Ansicht das weit verbreitete ,Deutsche BolkSschul-Lesebuch' von Rudolf und Woldemar Diet» lein (Ausgabe A für evangelische, Ausgabe V für paritätische Schulen; beide in einem Bande, im Verlage von Theodor Hosiuann, Gera.) Leider enthält daffelbe eine Erzählung. welche vielen Lesern ,ein Stein des Anstoßes und d«S ArrgernisseS' ist. Für einen solchen gilt, wie uns scheint, mit einigem Recht die Nummer 404, die dem ,Schatzkäftlein des rheinischen Hausfreundes« von I. P. Hebel «»tnommene Geschichte ,Einträglicher Räthselhandel—) Da dieselbe sich in keinem anderen Lesebuche, soweit uns dieselben bekannt sind, befindet, auch nicht jedem Hebel'» Werke zur Hand sein dürsten, so geben wir den Inhalt de» .einträglichen RäthselhandelS« mit wörtlicher Anführung einzelner Stellen an. Ein Jude bittet um die Erlaubnis, in einem Rheinschiffe ström» abwärts mitfahren zu dürfen. Diese »vird ihm gewährt, »wenn er sich gut aufführen' und dem Schiffer da» nöthige Fahrgeld i» Betrage von 18 Kreuzer entrichten würde. Trotzdem er das letzter« nicht besaß, stieg er ein, denn er dachte: .Aus dem Schiffe wird sich auch noch etwas erirerben lassen." Er setzte sich still in eine Ecke, aber er .mußte viel leiden.—) Da den Mitfahrrnden die Zeit zu lang wurde, so fing einer an: .Mansche, weißt Du nicht», daß un» die Zeit vergeht? Deine Bäte» müssen doch aus allerlei gedacht haben.' .Jetzt', dachte der Jude, »ist *3 Hebel» Werke und besonder» da« »Schatztästletn" — da» der bekannte« .Universal -MdlimhR' gtaa geringe» Preis« von 0,«0 Mk. erschienen — sind lange nicht genug vom 800t gekannt und gewürdigi. Leider trifft dies auch zum Thetl bet dr» Lehrern de» Bolke» zu. Unter den begeisterten Verehren von Hebel befindet sich auch der rühmlichst bekannt« Schulmann und Schriftsteller Friedrich Polack, wie aus seinen vortrefflichen .Brosame»' hervorgeht. *) Hier folgen die nicht zur eigentlichen Erzählung gehörende» Worte: ,Wie man'» manchmal diesen Leuten macht und versündigt sich daran.' Au» dieser Stelle dürfte ersichtlich sein, daß der wacker» Hebel mit dem Stanzen durchaus keine feindselig« Absicht hatte. Er wollte sein« Leser unterhalten und belehren, ohne Jemandem wehe « lhun. In seinen Schriften sindet sich eine Reih« von Aeugerungen, di« gerade für un» Israeliten recht angenehm zu lesen sind. Hier möge «ine statt vieler angeführt sein. Im Schatzktstlein de» rheinische» Hausfreunde» von 1788 heißt u. a.: »Wenn man von den Jude» spricht, so muß man wohl mit de» Wölfen heulen? Heißt da» etwa: Wen» man zu feindlichen Lhristen kommt, so muß man auch feindlich thun wie sie? Rein! Du sollst Dich nicht unter di« Wölfe mischen, sonder» ihnen au» dem Wege gehen. Tagimmer: Ich bin ein Mensch, der Indo ist auch ein Mensch!"