Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 22 (1891)
- Issue
- 7 (12.2.1891)
- Date
- 1891-02-12
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 81% known words query
- IRI
…/6492344-5935076-5959646--0518-5374302- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Emden 1× ep/1044505
- Gråsten 1× ep/1044646
OCR text
eine allgemeine Zeitung des Andenthnms. MHUI4 tiAran ft fiat (n tt H echaat lüttliK t w üaalll•■• יי»*• a. MJIIliratirtlatt•* 1'. I f>t tar knIVIIMnr tr* elnWaim 1tttaMaa*ta drei Maik *ttttttHkrt. Ilradti fta*taka»a: llkkta U •tatf, nnl ktaaa»(aakt: 1• ML ^;1. •*» 4>a4raHrtW- ■H ^iwHIteatlaH• l(»»a« Jtlllctaiattlair) Mm: M kn;3&-. J »•»:י Mkoek •* lata. WnMtaWü*. .די: «k Ctafat-pa. ftBrt •S Pf. Heraa»gageb«n Den Rabbiner ftr. M. Lahmer in Magdeburg. fit «itzrtzelt, stecht ■ ■) /titln! 1• rttali fit kft.Jatatfftffcht W 0 ch t a 11> t tt t* mt fit kat.3lklf4tlltttta1at.0Ia( t* Mt nttttqtfktUtat «ttUiritt tan attia atatn MS Pf. in» tittiatkn »at4 »tt knnancta. (MMtnu 00a Gt. I». Daubt SaCo., Rudolf Moaoa, Haa.oa totndi Vofltra. a atn »Itttt «ata rattaaa |la ItiMktttaa Dar ״leaatUf. Wach OMschaff' kt «iaakafea*• m Iskillt ^WAMsUd» Artikel: Die jüdische Zeitung und ihre Ausgabe in der ׳Molch- W«d ffam!tankfa|(n: Deutschland: Magdeburg Aerlin. Berlin. Deffau. Emden. Dresden. Franksun a. M Oesterreich-Ungarn: Prag. Au» Ungarn. «rlßien: Brüffel. Amerika: Rew-Nork. Reia-Vorf. .WWtmkVcht» «Utz «e»eO« Nachricht»»: Magdeburg. Bielefeld. Mtrth. Nürnberg. Bremen Lemberg. Rem. Amsterdam. Paris. . PchriS. Pari». London London. London. Rew-York. . de» v «. B. B. Berlin. > «ochdrnck echne dOllstiinlige Qne0ennn,sbr Untersagt. 1 Uochen- ־ 1 Ptknsr. 18dl ו *"’*י Kalender. 5651. , Donnerst(«, . . 12 4 | 1 -Nits, . . . 18 6 1 | Snnnsbend. . 11 (.5,10) תרומה 6 Cnnnta,. . . 15 י 7 j «nnts, . . . 16 8 Ltensts, . . . 17 9 , 1 «»ttmnch. . . 18 10 1 Dnanersto, . . 19 11 1 Die jüdische Seit««« ihre A«s«ebe i» der Ge«e«wart.*) .1׳ Wenn wir txn Antisemiten Glauben schenken dürfen, ,wird die Welt von dem .jüdischen Kapital" und von ^Jndenpresse" regiert. An die Macht der letzteren sogar auch diejenigen, welche kein« Antisemiten Nur die Juden haben allen Grund, diesen Glauben zu theilen. Die verhältnißmäßig große Betheiligung!Inden an der Publicistik kann allerdings nicht in Ab- :Gestellt «erden. Sie ist auch begreiflich, wenn man daß eunter den Juden die meisten ״Hunger- »ten" giebt, welche, da ihnen viele Berufszweige versind, sich auf die Publicistik werfen. Ob aber die ung der Juden eine so starke ist, daß deswegen ' liberale Presie, auf deren Seite sie aus guten Gründen Pvneist befinden, als .Judenpresie" bezeichnet werden dürste zu bezweifeln sein. Wie dem jedoch sein «nag,!Macht der .Judenpresse" ist eine Fabel. Wäre sie , so hätte wohl der Antisemitismus nicht so »m sich greifen können, und Judenverfolgungen, sie in Rußland Vorkommen, wären unmöglich. Wenn *) flHr -eben ktn obigen Artikel «int» für dal Judenfhum bt- «dtlsttn Feuereifer für. di« Ehr« und Würde bcfFdbcn 1, »Nd mit allen lttterarischen und sozialen BerhlUtnifseu wohl- Manne» hier ungeschmälert «nieder, obtoohl sei« Monita »a auch unser Blatt treffen. I» Grasten und Ganzen müssen mir de» h ech gtsch Vrrfsßrrs betstim men: nur an «Wenigen Hain» s>» un, dechetn^ani, »der laliZlalhinm^nsGa st«.(«»^) eS also eine .Judenpresse" in dem Sinne einer von Juden geleiteten Presie giebt, so giebt eS doch keine für di« Juden. Die jüdischen Publicisten, welche an den großen Politischen und belletristischen Zeitungen arbeiten, denken an da» Los ihrer Glaubensgenossen zuletzt. Sie wollen sich nicht zu erkennen geben, und suchen dem Verdachte, daß ihre Zeitungen Judenzeitungen sind, dadurch zu begegegnen, daß sie in denselben von jüdischen Dingen so «venig wie müglich sprechen und sie .judenrein" halten. ES hat bei manchen Politischen Zeitungen, deren Mitarbeiternotorisch zumeist"Juden sind, lange gedauert, bis sie von der antsiemitischen Strömung überhaupt Notiz nahmen, und «oenn den Juden die publicistische Carriere so unzugänzlich wäre, wir die OffizierScarriere, so wäre dies für uns im Allgemeinen eher vortheilhast, als nachtheilig. Unsere Abgeordneten, die sich für oder gegen die Kolonial« Politik u. dgl. in- Zeug gelegt haben, sind dem Schicksal« der Juden gegenüber immer lau, wenn nicht kühl geblieben. Mit den jüdischen Publicisten ist eS nicht bester. Wir haben nur durch sie das Odium der .Judenpresie" auf unS geladen, ohne daß wir einen Bortheil davon hätten, und wenn eS angiugc, im Sinne einebeneiloilim abstinandi sich von der Erbschaft der ״Judenprefse" los« znsagen, dann hätten gerade die Jude« alle Veranlassung, es zu thun. Zu dieser Erkenntniß ist wohl ein Jeder -ekommen, welcher di« Stellung dieser ,Judenpresie" seid den letzten zwanzig Jahren beobachtet hat. Schneidig in andern Dingen war sie in jüdischen immer zaghaft, unsicher, oder ,RT^attpsindlich. Rühtneaswerthe' Ausnahmen solle« nicht in Adrede gestellt wcüea, über, sie stesiüstM» die Regel. ,■*ifiSäLkiJ