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Israelitische Wochenschrift · 1891-01-08 · 2 (8.1.1891) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
22 (1891)
Issue
2 (8.1.1891)
Date
1891-01-08
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Dezember 1890. fgirWr am» (I1mfMal(R1n! Deutschland: Magdeburg. Berlin. Au« der Provinz Posen. Posen. Au» Rhrmheffen. - Kriedeberg R.-M. ׳. Oesterreich-Unga rn: Wien. Wien. Preßburg. Rußland: Lltsabethgrad." k»ifchte und Nachrichten: Magdeburg. Berlin Berlin. Berlin. Straßburg lElsaß). Seuchen lPosei». Priesen. Neustadt d. Pinne. Wie«. Wien. Gaaz. KönigSwarth Raudnitz Pari«. Pari». Bukarest. Providenre. Petersburg. rate. UachgrnN otzne vollständige Queilrnangadk «»«rrsngtT^VN Hflacheu- ' Jtaair. 1891 T»wet. 6661 Aalender. Donnerstag. . 8 28 i Freitag . . . r> 29 1 Sonnabend. . 10 1 וארא, Ketek CMnd M’mL Sonntag. . . 11 2 (4.58.) «ontag . . . 12 3 Dienstag. . . 13 4 Mittwoch. . . 14 & Donnerstag. . 16 6 DaS neue voltSschalgejietz. ' /Heßrrat dr« Erwinardirrttor« Dr. Itroner-kmnnover, in drr Sitzung de« lentralanSichnssr« de« deutsche» Nabd.-Verbandr«, A׳ Berlin, de» »». Dezemder 1890. Es fragt sich nun: WaS haben die jüdischen G« meinden von dem neuen BolkSschulgesetze zu er«! warten? Da daS neue Volksschulgesetz nach 8 200 alle ihm ent- >ege»stehenden Bestimmungen außer Kraft setzt, mögen diefetten in allgemeinen Gesetzen, in Provinzialrechten, Bezirks- »»d OrtSverfassungen, Herkommen, GewohnkeitSrecht oder in leinen auf Grund der Gesetze getroffenen Anordnungen hen, so tritt an die jüdischen Gemeinden die dringende icht heran, diesen Gesetzentwurf genau zu prüfen und le Bedeutung für daS jüdische Schulwesen in'S Auge zu Denn auf bisherige Rechte wird sich keine mehr ^?Herusen können, selbst nicht die.hannoverschen Gemeinden, denen bijetzt dahannoversche Schulgesetz von 1854 M^u Recht besieht. ■ DaS jüdische Schulwesen, soweit eS das volksschul- EK pflichtige Schulalter betrifft, hat zur Bildung von folgenden M Schulformen geführt. Entweder besteht im Orte eine Simul- K lauschule, au welcher auch jüdische Lehrer unterrichten, oder die jüdische Gemeinde hat eine eigene Volksschule, die ent« h «der öffentlichen oder privaten Charakter trügt, oder sie besitzt I *« eine Religionsschule oder, e-ist endlich ein Religion-- Hrterricht für jüdische Kinder an der öffentlichen OrtSschule Hingerichtet. ES mag unenffchieden bleiben, ob die Simultan- oder die öffentliche jüdische Volksschule di« bessere lsorm sei. Jedenfalls stehen sich Gemeinde, Lehrer und Schüler, sowie der Unterricht selbst, am besten bei einer beiden Gchulformen. Biel« Nackstheile habe«, wie bekannt ist, die andern Farnen de» jüdischen c schule sMftr In dem zweiten Abschnitte des VolkSschulgesetzentwurs», welcher von den Trägern der RechtSverhältniffe der üffentlichen Volksschule handelt, wird in 8 26 wie folgt bestimmt .Träger der RechtSverhältniffe der öffentlichen Bolktschnlen find dt« bürgerlichen Gemeinden, die selbstständigen ttutSbezirke und dieLk, Ichulverbände." Demgemäß soll in Zukunft (nach 88 27 und 28) jebe Stadtbezw. jede Landgemeinde ihren eigenen Schulbezir oder bezw. mit einem andern zu einem gemeinsamen Schul-׳ bezirke vereinigt werde». Die jüdische Gemeinde wirk» also in Zukunft einen eigenen Schulbezir nicht mehr bilden können. Sie wird, in Be» ziehung auf ihr Volksschulwesen, ihre Gelbstständigkrit ganz und gar einbüßen. WaS geschieht nun mit der öffentlichen Volksschule, die, sie bis jetzt hatte? Darauf giebt 8 45 Antwort. Er lautet: ״Xai gesammt«, BolkSschulzweeken gewidmete Bermvgen der Schalgemeind«, Schulsocteiäten, Schulverbände, welch« bisher al« selbst ständige korporattre Volksschulen bestanden haben, sowt« di« Volk«- schulen, welche seither al« selbstständig« juristische Personen bestanden haben, einschließlich de» für BolkSschulzwecke bestimmten Stiftung«- vermögen«, geht mit allen daran haftende» Rechten und Pflichten kraft diese« Gesetze» auf diejenigen bürgerlichen Gemeinden, GutSbrzirka Schulverbände über, für deren Einwohner di« betreffend« Schul« bisher bestimmt war. Da« Gleich« gilt von de« lediglich für Volksschulen bestimmten Vermögen der Ltrche» und Ktrchengrmetnden in denjenigen Fällen, in denen die betreffend« Schul« ein« »fsentlich« ist und der Grssüllung der allgemeine« Schulpflicht dient."

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