Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1890
- Issue
- 52 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 204 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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foevrfefk. Mch» fronte auf ttngcrt Zeit ihr. AufnHntkett rege erhalten. Oft bat sie ihn auH ihr etwa« ^rzusingen, aber bald hielt sie ibm mit der Hand den Lunb zu: sie fand e« langweilig und mochte lieber .ftauf« iuuw" spielen. Du bist .SOfeier der Händler' und ich i omine zu Dir. Mehl, Grütze und Hering kaufen. So spielten ' o weiter. Unwillkürlich erinnert sich Moischele dieser Spiele seiner Vergangenheit. Wie verändert nun Alle« um ihn ist. Feim rie dem Herzen «heueren Bilder, weit entfernt von ihm, und och lebt er und athmet nur in ihnen. Könnte ich sie nur : iederfthen. in der Rühe der Guten, Lieben weilen. Doch auch hier erlebt er schöne, entzückende, unschätzbare Minuten, wo er die nagende Sehnsucht vergißt, wo feine 2cefe auSruht und sein Herz heilt. Die« sind die Stunden im Eonservatorium. Wie schön läßt es sich in dieftn riesen-; oßen Sälen bei Elavier- und Geigenbegleitung oder manchmal nach den Klängen de«, Orchester« singen. Da« . an..«« v— :eL ">sang. Moischele machte riesige den Ferien kam er nach Hause und ftappirte Reb i->ßt Musik, da« ist Ges F »rtschritte. Zu den Fer t’uram und Marmorbein durch seine Stimme. Die Schule hatte da« Ihrige gethan. E« war eine gewisse Regelmäßigkeit, rdnung, Harmonie in seinem Gesang, der einen grühern, mächtiger«! Eindruck hinterließ. Moischele selbst kam ernster, nachdenklicher zurück, in seinem Charakter drückte sich eine s-rSgere Sicherheit, mehr Selbstbewußtsein au«. Im Herbst ftl,rte er wieder in« Conservatorium zurück. (Forts, folgt) Allerlei für de« A»«ilie«tisch. Per Wegweiser. Ein armer polnischer Jude, der bei dem Vorsteher einer l neu jüdische» Gemeinde seine Aufwartung machte, wurde i ii dieiem unbarmherzig und ohne die erhoffte Gabe erhalten ui;abot, mit dcm barschen Ruft .weg!" abgewiesen. Aus ic nrr Wanderung nach der Nachbargemeinde sah er an einem .iwege cuuu Wegweiser, dessen Bedeutung ihm zwar o 'cmnt war, dessen deutsche Benennung er aber nicht wußte. A-.r dft an einen zufällig Borübergeheuden gerichtete Frage Lr -e heißt denn da«'? erhielt er die Antwort: .Ein Weg. w-ser.'—Frisck-er Muth beseelte den Wanderer, denn er .üaubte ein Mittel gesunde» zu haben, dem haitherzigen 'Vorsteher einen Streich spielen und zugleich den beim ersten Besuche verfehlten Zweck vtelleicht jetzt doppelt erreiehen zu (i;:iscn. Ftugo machte er sich auf den Rückweg und trat ■' < irgend welche Umstände in da« Wohnzimmer seine« C. jct«. ^Parnedleben, seid mir mochel (d. h Herr Borsteh», - zeihen Sie), daß ich noch einmal zuräckkomme'. rief er!iy„t beim Eintreten; .aus dem Weg nach H. bin ich eurem ,-uoer begegnet, der steht da am Weg wie Lot'« Weib und kann sich ,ba waune«' (leider) nicht rühren oder bewegen.' — ciiiet? was? mein Bruder?" lief der vor Schreck fast erstarrte Vorsteher. .Begleitet mich sofort dahin, ich will'« euch reichlich lohnen." Inzwischen hatte der Gefoppte auch schon nn dft Tasche gegriffen und dem Uuglück«boteu ein Geld» pichen! gereicht, mit welchem dftftr alle Ursache hatte, zafrieden sein zu können. Beide verließen nun da» Hau« und machten sich aus den Weg nach H. „Run sagt mir tzbrr doch, lieber Manu, wie wißt ihr denn, daß der Uuztückliche mein Bruder ist? hat er e« euch selber gesagt?" — „das nicht, denn er konnft ba'waunr-sticht sprechen," erwiederte Gefragte; „aber ein Mann, der de« W.'ge» kam und ich «ach dem Namen de« Betreffenden fragte, sagte mir: ^der heißt Wegweiser." („weg" mit kurzem „e", ein Jicßtocifen' gebildete« Substantiv.) ^Zhr habt «ich -ch auch weggewiesen, da Hab' ich geglaubt, der muß euer 5i?s?ber fein." — Tableau. L. Eoheu-Ree«. Zei»«As «E Seheer^u, ln t«*i 2. JH* «-c.ß»te Väfklßätigleit. 3* MidrMok Jalkat «Mt« 4,1t, KÜ? lese» wir solaeud, Ein ftommrr Monn, der etue «ackere religiöse Frau armt; uud mußte deshalb Doglöhurr werde«. Ai« er ein tUde pflügte, erschien ihm der Prophet «a in der «e»aU robrr» und sprach zu ihm: »Du sollst sechs;Pl«ckthheI»dre willst Du solche jetzt schon genießen »der gegeif «»*£**»« tage? Der Mrbrittt erwiderte de« Unbekamneu: »Du bist ein Zo . ich taun Dir Nichts gebe«, geh' und kaffe «ich in Srieden!" «a «ta deei«,k «<t denselben «ntrtgen wieder Endlich sagte»« redete: .Ich will «eine Krau fragen.' Sr berichtete.seiner >**» Vorfall, und diese meinte, er solle diese guten Jahre gleich^ e>«r kaffen Der sro««e Wann gab de« Propheten '-fort R de« Rothe de« «eibes. Dieser versetzte daraus, .«eh' und wenn Du tan« an Deine tzausitzüee gelangt sein wir. Du schau den «egen sehen.' Die Sinder »iiUlen nämlich «», Erdboden, fanden daselbst vieles Weid, womit fie reichlich sechs leben konnten, und zeigten es »er «utter. Sau« aeiangte »er 1 an da» Dhor, da tam ihm die Krau mit der frohen votsM ens Sie dankten «an für diesen unerwarteten Schatz und fühlten ff friedigt. Die fromme Frau sag« nun: »Da nn« Wo« diese Stande erwiesen, so »ollen wir «Shrend der sechs Jahre Gohlihö üben- Jede «Ude <»abe, die fie nunmehr vertheilte, ließ sie von ihrem Sotate in ein Buch schreiben. — Noch vertanl der Jahre erschien Elia wieder, und verlangie von de« «uue zu. «a» er zur Zeit durch Beronstaltung des Propheten erhalten halte, entgegnen ihm der fieißige, redliche Arbeiter: »Auch jetzt muß zuerst meine Jean um ihre «einung fragen'. Sr ging nach 6? und erzählte seiner Krau: »Sben ist der wrris aogetommen untz > langt das uns Periiehene Mieder zurück.' Die Frau erwiederte: »I he« Wanne, wenn er treuere Verwalter des nn vertrauten sünde, wir find, so möge er ihnen daffelbe übergeben.' «ott sah als» Werte und ihre «ildthötigkett die sie übten, und vermehrte ihr De« Propheten Wort (Jes «.17) ging an den «dein tu ist» Da» Wert der Mildlhäiigteii ist «liscksetigtelt nnd Friede!" 4«i4<tL .Haben Sie schon gehsrt, daß mau eine i» Neubau M Synagoge am heiligen sabbath gerichtet Hot? Wo» sagen Sie .Was soll ich dazu sagen? so etwa« richte« sich doch st I. Zke»1fche» Logogripy. Bon C. in B. Pom Böglrin, dem betannten. Stell' da» Herz voran Und für den Sonsonanten Setz einen Selbstlaut daun; Was nun entsteh», Ist ein Prophet. II. KeSräilche» von A. K. in Land»». Seht koppo« Ihr da« Städtchen an, Sin großer Strom erscheint Such dann. Prrie-Rittlfsrl. III. Ke«1fil^ «eim «uufmauu flu» f«, »st »u st»h«» 3i Owititltt« irtf »«» mta, D»ch f»H btroise» <« » » Eüubeu — •Ut »» me taeuig. wrou «Uei«. ft tzut « Me Gcheist nnttuUt Rn such«», »«» 3#f« st»«-. «er Me ticitige Slsnug mit der «bonuemenlsqnittu, e Quartal iwl M» ,m» ». Januar »u Me vxpeb. ei,. t alsPret«: «iittgensteta'« .Die vedeutung »er jüb.. " ' sraueo zngesaude. i: Sltagenstai»'« für Bildung uu» Lebe»' KusiU»», drr AjUtzstt i» .... L A«M (eine Stadt i« Stamute Ascher und «alil Uuff- " . “ eint» n- STJtt v »TJ1K tu Palästtuo), Nedoewur: De. V. »ahmee, Mugheburg. Druck: D. L. Golfs,