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Jüdisches Familienblatt · 1890-01-01 · 52 (1890) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1890
Issue
52 (1890)
Date
1890-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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ri-F/ •••••■*•»* (nanlgtgcbcn box Dr. «. Nohmrr in Magdeburg. In litn|illu| n) -cktzrn» fir dir imtlifift -milie. _ t r. Dir Jahrrtzeitra unb ihre Feiertage, (Eine Lylvestrr-Eufführuag) Lebend« «Uder mit verbiudendem Text- Bo» F Herford. — Künstlerlieb«. «ine Erzählung au» de« jüdische» Lebe». Frei nach dem Russischen von Sophie »ordon. ' lei für de» Familientisch. — Der Segwrikr. — «u» der talmudische« Sagenkund«. H. Bon Lehrer Una in Hanau " "" ^WnhlthSttgkeil — Gerichtet. — Räthsel-Uufgabe». — Prrtsräthsel — SiLthsel-Aufldsungen. nlndetntztrr »nchsrnS ul diesem Biottr ist »»trrsagt.) «. Die beloh«. .>T Die J«hre»zeite« »»d Ihre Feiertage. (Eine Sylvester-Aafführuag) Lebende Bilder mit der»i»de»dem Text. Bon F. Spanjer-Hersord. t Schon wieder naht ein Jahr sich seinem Ende; Dahin geschwunden sind mit Windeseile Der Frühling, Sommer. Herbst und bald der Winter. Da bl» in dieser Nacht ich hcrgekommcn. Wo Jabr und Jahr die Hand einander reichen. Zu schildern Euch in Worten und in Bildern De« Jahres Lauf in vierfach aaderm Kleide, Den Blick zu lenken Euch auf all' dir Schönheit, Die uns Natur in jedem Jahr enthüllt. Was auch an guten oder schlechten Loosen In ihm das Schicksal uns verborgen hält. — Ein Sproß, wie Ihr, von Judas altein Stamme, Ein Sohn, wie Ihr, des glaubensstarken Bolkes, ' Das in den Gaben, die da» Leben spendet, Geschenke nur des güt'gen Schöpfer» sieht, , Muß ich, den Kreislauf der Natur betrachtend, .Gedenken auch der Feste meiner Väter, /Die Weihe jeder Jahreszeit verleih'«; Uod Ihr auch sollt au« Wort und Bild erkennen» Wie der Gedanke Jahr und Fest verbindet. ■f... So lasset mit dem Frühling mich beginnen. Wohl kann ich nicht den blauen Himmel malen, Nicht schauet Ihr, wie sprengend seine Hülle Hervorbricht au» der angeschwelltrn Knospe Das zarte Grün im neudelebten Walde; Der heimgekrhrten Böglein muntres Zwitschern, Die Luft so würzig auf den blum'gen Auen, Sie ruft herbei kein menschlich Zauberwort; Doch auch un Bild, das ich vor Luch entfalte, Erscheinen wird deS Lenzes schöne Zeit. (Der Borhang geht auf.) I.*) »Ul dort die Maid, gleich einer Blumeufee ft mit des Lenzes Kindern sie geschmückt, jene seht, die Blumenkränze flicht, , Knaben auch, der froh den Kreist treibt! — lnb wie durch seiner milden Lüfte Wehen Frühling bricht des Winters Fesseln Mieder, aus der lange«, eisigen Umarmung Lenz zum Leben die Natur erweckt, bracht auch uasrra^Bätera er die Freiheit, von Egypten« Sclavenjoch. et» In ihren Herzen war's auch Lenz gew irden, Zu neuem Leben blühte auf mein Volk. nimmer von dem Erdenrund zu schwinden. lm Da« ist des PassahfesteS Sinn und Deutung, Ein Fest deS Frühlings und rin Fest der Freiheit. (Hinter der Scene ertlingt nach Fallen de» Borhange» ein Frühlingslted.) . Wir jctzt die letzten Töne sind verklungen. Ist auck de» Frühlings Anmuth bald entfloh'», Und doch an Schönheit reich blieb die Natur. Der Sommer reift des Lenzes zarte Saat. Laßt Euer geistig Aug' die Flur durchschweifen Und ruhen laßt'» auf üppigen Gefilden, Die, Wellen gleich, bewegt ein sanfter Zephyr. Und in deS Waldes schattig-kühlen Gängen Horcht auf des dichten Laubes heimlich Flüstern. Dann wieder schaut im Geist, wie groß und furchtbar Und doch wie schön sich die Natur Euch zeigte. Wenn »on der Gluth, die ausgchaucht die Sonne» Verschmachtet Ihr die dürre Erde glaubtet Da plötzlich zieht vom Horizont herüber. Gepeitscht vom Sturme, der sich jäh erhoben. Ein schwer Gewölk, in Nacht die Sonne hüllend. Uod eil'gen Schritts kehrt heim vom Feld der Land«««, Es fliehen ängitlich in ihr Nest die Vögel, Erschreckt sein Lager sucht das Wild des Walde». Jetzt zucken durch die Lüfte grelle Blitze, Weithin erdröhnt des Donners dumpfes Rollen, Erzittern läßt'« die Erd' in ihren Vesten. Da öffnen endlich sich der Wolken Schleusen, Des Himmels Segen fällt zur Erde nieder. Belebend wieder jede Kreatur. Ein Danklied stimmen an des Waldes Sänger, Und schmetternd steigt zum Acther auf die Lerche. — Nur eins der Bilder, die der Sommer zeichnet, Vor Euren Blicken sei es aufgerollt. (Der Vorhang geht aus.) IL*) i»8*MU> mnß dem Inhalt »er erste» « Zelle» gpfrWter Gelost, dessen Ixtk et» Engel «tt Des Kirschbaums Frucht hat roth gefärbt die Sonne, Geschäftig sammeln ein sie Maid und Jüngling, Der Säugling selbst dort auf der Mutter Schooß Der schönen Kirsche lächelt er entgegen. Zum Tanze laden ein die grünen Matten, Ja Aller Zügen spiegelt sich das Glück. — Und soll auch jenes Blld ich noch Euch deuten? Wie uns der Himmel gütig lieh eia Mittel De« Wetterstrahl'S Gefahren abzuweaden. Daß er nicht zünde unserer Zuflucht Stätten» Daß er nicht schäd'ge unserer Lieben Lebe«, So schützt uns vor deS Schickfa's Wetterfchlägea, •) Da» Bild K* Sommer» nach Untzabe der ersten sechs rechts «ofts mit de» «chchtastl».

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