Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1890
- Issue
- 50 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 196 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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strf&Mg «d » chwr Weise für sie nutzbar x> «ach«. Ich verweise dafür ans »ein»Kleines Gebet- und Religio«»- büchlrin" (Frankfurt a. M. I. Acmffman» cart. 7S Pfg.) dessen Lehrstoff und Darstellung-weise auch noch für da» mittlere Jngendalter ausreicht, aber znnächst auf da» erste Jngendalter berechnet ist, weil dafür besonder» praktische Anweisungen fehl«. Dr. Rothschild. Ei» jüdischer ««lemspiegel. Bon Ludwig Frank. (Schluß.) Löbele Fürth kam allmählich in ein Alter, wo er dem Grabe näher stand, als je, er wurde nämlich ein Grei». Al» Löbele dies merkte, legte er sich rasch entschlossen auf das Sterbebett. — Doch soll er den Malach-Hamowes (Todesengel) lange Wochen dadurch getäuscht haben, daß er sich verkehrt ins Bett legte, d. I), er legte die Füße auf das Kopfkissen, den Kopf aus die Fußseite des Bettes. Um die Täuschung vollständig zu machen, steckte er seine Schlafmütze über die oeiden Füße. Als der Malach-Hamowe» kam, hielt, er natürlich die Füße für den Kopf, konnte sich aber nicht genug wundern, welch sonderbaren Kopf dieser Löbele Fürth habe. Als sich der Schreckliche an die Arbeit machen wollte, fand er, daß er einem solchen Kops gegenüber machtlos sei; denn ftir solche Schädelformen war er nicht eingerichtet. Schließlich entfernte sich der Malach -Hamowes, doch kam er jeden Morgen, um nachzusehen, ob der Kopf immer noch diese sonderbare Eiestalt habe. Löbele Fürth hatte gehört, daß man auf dem Sterbebett sein Testament mache. Obgleich er nun keinen Schilling an Vermögen besaß, beschloß er doch das Testament-Machen nicht zu versäunien. Er ließ also den Parnes (Gemeindevorsteher), einige Zeugen und den Notar kommen, um in aller Form seine» letzten Willen ausnchmen zu kaffen. — Tiefe Stille herrschte in dem Kämmerchen, dann begann er: »Ich vermache dem isr. Jüngslingsverein 4300 Gulden, dem isr. Frauenverein 2300,55 Gulden, der isr. Gemeinde 18000 Gulden." Dann fragte Löbele den Parnes, ob er dies für genügend halte. Gerührt antwortete dieser: »Mehr als genug". Wieder war eine kleine Pause, dann fragte der Parnes: »Löbele, sag' mir, wo ist denn das Geld aufbewahrt, damit wir'S nach Deinem Tode finden?" — Da machte aber Löbele Fürch ein erstaunt entrüstetes Gesicht und rief: »Zu was habe ich Euch denn gerufen? Das Geld zu verschaffen, ist Eure Sache; ich habe nun das Testament gemacht." Al» alle fortgegangen waren, nahm Löbele Fürch die Zipfelmütze von seinen Füßen und setzte sie auf den Kopf. — Am folgenden Morgen fand man ihn tot. — Das war Löbele Fürth. Et« f4)iutt $Ng de» M«»s»r Gr»«t. Folgende» hübsche Geschichtchen über Mayor Grant, welchä in den amerikanischen Blättern circulirte, mag hier rin Plätzchen finden: »Es ist leider eine bekannte Thatsache, daß Leute mit Lorurtheilen gegen Andersgläubige und namentlich gegen Israeliten, hier in New-Uort nicht zu den Seltenheiten gehören. Man denke nur an Hilion vom Grand Union- Hotel in Saratoaa, Torbin vom bankrotten Manhatten- Beach-Hotel und Andere ähnlichen Gelichter», welche m den meisten Fällen für ihr unbegründetes Borurtheil exemplarisch an ihrem Geldbeutel gestraft wurden. Um so erfrischend«: muß auf jeden vorurtheilsfreien Menschen die folgende Geschichte, die einem geachteten Geschäftsmanne mosaischen Glauben» mit Mayor Grant passtrt Gewähr»! ist, wirken. Unser »mann erzählt: Vor eiiv, nach Lakewood mti flgarttfttt mich bafel ersten Hotel» ein. Wie Jede« i, in dar» . JÄernmnä, der «ich kenich mache ich kein Oeheimniß daran»; daß ich als Jude bi«. Nie in meinem Leben ist mir au» dieser T. ein Borwurf gemacht worden; ich habe stet» sowohl in schäftlicher wie in socialer Beziehung die gebührende Ack gefunden und mir dieselbe zu bewahren gewußt. Da e» dem Besitzer de» Hotel» in Lakrwood ei«, di« au» seinem Hause zu verbannen und mir Notiz zu geben, daß auch ich diesem Banne anheimjMM Natürlich ließ ich mir die» nicht zweimal -sag« quartierte mich in einem Hotel ein, dessen Besitzer keme solche Borurtheile besitzt. In demselben Hotel, welche» mir dW Aufnahme verweigerte, logirte zur Zeit auch Mayor Hngß.» I. Grant. Al» derselbe von der nnr zu Tyeil geworiÜMMz Behandlung erfuhr, verließ er demonstrativ da» Hotel ' nahm dort Logis, wo ich und mit mir andere GlanbchM? genoffen bereitwilligst Aufnahme gefunden hatten. Handlungsweise de» Mayor Grant stellt ihn in mcu Augen um so höher, al» dieselbe au» den reinsten Mo , hervorgegangen war, da ich ihm persönlich wenig beklovchA und weder polittsch noch in anderer Beziehung vmi ar " Nutzen sein konnte. Ich werde ihm dies n« vergessen! einer späteren Unterredung über diese Affaire äußerte Mayor Grant: »Ich achte jede Religion und mir ist ~ mehr zuwider, al» wenn Jemand in diesem freien seine» Glauben» wegen verfolgt wird!" Lnbater aus Zürich wollte von Joh. Jac. Engel ixj mich eher zum Juden machen, und dann wäre«» ja einer Seele zwei — nach ihrer Ansicht verloren!" EhanieLa-Aälhsel »ok C. in & I. Deutsche» Logozriph. Sin Held au» edle« Blut Im Wanzen uns erscheint. Er focht mit -rast und Muth Mi« Brüdern treu vereiM; Sobald von ihm den Fuß «an trennt. Der Rest uns einen ganivfplatz nenn», Wo ein Bruder mußt' erlichen Und nicht ferner konnte siegen. II. Hebräische» Kestrithsel. «afferkbiere Na« halbire Bon einem Da« «knde Nag ha! Und se»' der «ei, So stimmt« Dich .«beit Haupt vor'« Wanze, froh beim Lichterglanze. 1IL Gra««stt'che» Wort-Rithsel. (Hebräisch.) Männlich wird'» bei« woliath genannt; «eidlich ist'« -« «eiheseft bekannt. A«st-s»«g der KÜthsel i» »sr. I. Licht, ich, nicht. EL (Hy. «enge;^ - «.) Saug: Uchert f ti« Rrdartenr: De. M. R»h««r, Magdeburg. Drnck: D. L. «alss.