Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1890
- Issue
- 46 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 180 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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V\ welche Id« von drr Menschenwürde sind die Twen, welche 'in«»' der moderne Stanley in seinem walle» Afrika reim, und beide zeigen treu mü> wahr, wi« jede Nation, ebenso wie jedes mcnschliihe Individuum ihren Ans- und Niedergang hat. Betrachten wir z. B. die Grieche», eine Ration einstmal» im Lichte der Weisheit und Civilisation wandelnd, wie t'kf sind sie heute gefallen! So war e» auch mit de« Lindern de» Lukrl Ham in dem dunkeln Continent. Die einzige Ration,' welch« ein bessere» Schicksal beschirden war, ist Israel. Es hält noch heute ebenso wie vor 4VVV Jahren da» Bann« d« Freiheit und Civilisation hoch empor. «X Allerlei für de» FamMewtisch. Jüdische Dtploatate». Tie Diplomatie ist keine neue Erscheinung in d« jüdischen Berufsthätiglrit. Sie hat eine Geschichte von besonder« Wichtigkeit, wie Jeder »veiß, d« unsere Urkunde Herr vur< an Gründen durchaus nicht fehlt, die zu d« Annahme berechtigen, daß Antonio de Sonza, der portugiesische Gesandte in England während der Republik, ei» Marianne, eia heimlicher Jude war. Die Königin Elisabeth uuwrhieft eineu regen, nicht amtlichen diplomatischen Verkehr mit Hülst ihre» jüdischen Arztes Rodrigo Lopez und fein« auSwürttgcu jüdischen Bekanntschaft. In Folge diese» Verkehrs schicke der Sultan «ne» Spezial-Geschäftsträger, RamenS Judazer Fatim, welch« ei» Jude und Freund Salomo» Aschkenasi's «vor, nach England. Ein Jude, Namen» Diego da Silva, spielte eine hervorragende Rolle in den Unterhandlungen rvegen der Heiratb Carls II. mit Catharina von Braganza. Wilhelm UJ. sendete einen holländischen Juden Namens Jacob Abraham de Belmonte, bekannt« unt« dem Rainen Fra uz v. Schoneberg al» außerordentliche« Gesandten nach Madrid und dessen Berichte spielen eine große Rolle i» den englischen Staatsakten. Unt« den maurischen.Gesandten in England finden »vir drei Juden: Masayod Macnin, I. H. Sumbal und Samuel Au ly. Am Anfänge unseres Jahrhunderts verwendele die brrfische Regierung z» verschiedenen Malen Don Aron Cordozo in Gibraltar zu Gesandtschaftsreisen. Im Jahre 180£ negotiirte dies« mit Erfolg «neu Vertrag mit Sidi Mohamet, Bey vyn Oran, durch welchen Letzter« sich ver-, pflichtete, dir Garnison von Gibraltar und das britische Geschwader im Mittelländischen Meere zu verproviantier». Don Aaron begab sich nach Oran, an Bock 'des KrimSschiffes »Termagent' welches Räson ihm zur Verfügung stellte. Zur selbigen Zeit übertrug Napoleon I. einem englische» Juden Namen» Lewis Goldsmith geheime diplomatische Missionen. In neuer« Zeit sahen »vir Herrn EliaS Ney in Unterhandlungen mit d« intnschen Regierung, Herrn Arthur Coheu vom Dueen» College al» Mitglied be» Schiedsrichter-Collegiums in der Alabama-Angelegenheit und Herrn Baron H. de Worms al» Vorsitzenden bei den ««Handlungen üb« die Zuckrkonventio». (Au» dem .Jew. Chronicl«', deutsch von L. Cohen.) Bauer» fel» über bst Jnbe». T« jüngst verstorben« große vstrrrrichische Dicht« Bauernfeld wurde einst von Herrn Professor Wolfs «- sucht, zu desien »Geschichte d« Jude» in Wie»' einen Bericht üb« Juden und jüdisch« Sitte« in Wien vor ihr« Gleichstellung mit der« Christen vom christlichen Standpunkt au» zu schreibe». Bauernfeld «rwiederte, daß « nichts za LeraaoiwriUcher atrtocttw: Dr. M. Rahmer, Wstgstbürg. Druck: sage« habe/ fügte ab« hiuzu: »Ich knüpst gern Berbindungew mit Juden an, weil sie Geschmack und Verständniß. für Lunst und Wissenschaft haben. Die Jude« »oaren politisch unttrdrück und ich war «staunt, daß StaatSmänn« so dumm sein konnten, eme solche' Masst von Intelligenz. . brach liegen zu lassen.' " , - ' - - - Papier, Tstte. Slatzlftber — Erst»»»»» der Indem Thomas Wright, d« bekannte Archäologe, schrieb vor einig« Zeit im.Athenäum', daß « in ein« Colleniou . in Pari» ein Papier gesehen habe, da» mit dem im 10. Jabrhundert im Gebrauch gestandenen die meist« Aehnlichkeit hgtte. E» »varrn da» Schuldscheine üb« ei» Darlehen», »velche Ritt«, die Philipp August und Richard Lüwenherz auf dem Kreuzzuge im Jahre I lVS begleiteten, von dem Juden empfangen hatten. Wright berichtet ferner, daß da» Papisr in ein« so stützen Zeit zu beveiten, ausschließlichden Juden bekannt war. Die Gyldtinte scheint historisch betrachtet, auch eine Erfindung der Juden zu fem- Die von dem Hohenprstst« Eleasar dem Könige Ptolomäu» Philadelphus gesandten mosaischen Gesetze »varrn nach dem Zeugnisst de» Josephus Flaviu» mit' goldenen Buchstabew geschrstben. Die Stahlfeder wird gewöhnlich als eine- Erfindung dn neueren Zeit und den Engländer« zugeschriebem Dix, ein Holländ«, »velch« in den Jahren 1815 1828- Afrika bereiste» fand sie jedoch schon in Marokko und berichtet, daß sich die dortigen Inden schon stüh« der Stahlstd« bedient hätten und für die Erfind« derselben gehalten würde«. Meloßrit be» Nraßminr». Die Sittlichkeit allein ersetzt den Glauben nicht» Doch weh' dem Glauben,'dem die Sittlichkeit gebricht. E* I. Amtsche» Nluue«ra1-f«t. Bon C. in R. ' In de» Richterbnche Steht «in Fraueuname«; SScr Luft hat, geh' unk suche In diesem »och zwei Dam«. Sucht er tarn noch ntber •; Diesen den Begleiter, So zeigt sich ihm ein Kdnig — Man weih von ihm mit wenig. Mehr jedoch wir müsse» Bo» dem Priester wissen, So wie vom Prchchtten, De» in große» Röthen Bögel brachten Speise «ns der wetten Reis«, Und von dem sanfte» Lehrer, Der durch Geduld die HiNer So wie dnrch «untre Launen - - Oft setzte in Erstaune». Diese all« sehen *9b in dem 5J(rmtn stehe». II. KeSräisch« MrterrätyseL.' Bo» i. K. in Londa«. Ich zeig» zwei» und auch dreisilbig Tieselbr schiwe Blume Such. Und nenne —frrUtch nur zweisilbig, fc Stadt 's- Sine allbekannte zugleich. AnfiSstm, »er KSthsel in »er. Ur. I. vranch. «nrnch (anch?Bachnr, Urbach)?^ ' ® n. nmap m n$p c«i»ch»^.be»). D. L. lltojss, «agtzcvnrg. Vertagr Rodrrd S rie