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Jüdisches Familienblatt · 1890-01-01 · 33 (1890) · p. Seite 130

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1890
Issue
33 (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 130 (sequence 4)
Language
German
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Wer »« «Kch»»ck-. Tie Figur des Schnack i» Frektog's „J»»r»«listeuist vo» rfnan jüdische» Fi:e»»de desselben gruomiue».' Freitag schreibt üb« sh, (Lrinneruugru au» «eiun» Lebe» i« Gesawwelir Werke I. Btz. Leipzig 1887, S. 1)3 f.) . . . »Die österrtichischeu Torrrspondruze« «ad die Lieviskost (der .Grenzbolev-) besor,te Jacob Kaufmauu. Dies« «,r et» Jude«kivd au» Böhmen, de« sei« Schicksal »Och Deutsch« laud u»d «ui« die Herrschaft seine» Landsmann» Kmaada geführt hatte, einer der harmlosesten und lirbeiiswerthrsten Menschen, welche je mit de« Rothstist schlechte Aussätze leibar gemacht habea. 9t besaß eia ^«gewöhnliche» Sprachtalent rin »erlwürdig gesunde» Urteil auch in poltitsche« Dingen, gebranchte die Feder nicht reichlich, ab« fand«, fei» und mit Seist, war dabet ririe finnige» heiter« Natur mit einer Ld« »an schalkhafte» Homer. Seine Bescheidenheit und Selbstlosigkeit war so groß, daß st« fast zu« Fehl« wurden, « hatte di« denkbar geringsten Bedürfuifie. arbeitet« und sargte iamn für den.Nutzen Ladern, und dachte nicht a« den seinen. Natürlich winde er überall, wo « thätig war, Liebling «ad guter Knabe, de« ma» aafpackte» und dem »an auch für da» Behagen seine» eigen ca Leben» sorge» mußte bi» auf seine Cigarre», die «, wenn «an ihm frei« Hand ließ, mit unleidlich» Auspruchslofigkeit rauchte." * Leider wissen wir oaa Freitag üb« Lausmaua nur noch, daß dies« zur Flucht nach Laglaud gezwungen wurde, da wegen eine» «lßlirbigen Artikel» Oesterreich seine Lulltrf««»» forderte (ib. S. 168.). Lud« de» 60« Jahr kehrte « mit de« Todeskei» nach Deutschland zurück (ib. S. 227.)! K 9h Mt Mt»(|»«» «Le»1» l» HferNksti»« speise». Eia sehr gr»H« rmider Pritsentirteller an» verzinnte« Kupfer, ans einen rohe» hölzerne» Stuhl »»» 1 Fuß Höhe gestellt. die»tr «l» Tisch. Mitte» auf diese» stand rin -weiter großer Lell« ätt eine« ganze» Berge m» Reis« «n», bestehen» an« gekochtem und mit Butt« zugerichtete« «ei», in und auf welchem Nein« Fleischstücke fich befände». Diese» war da» Hauptgericht, «bscho» auch »och-geriugere Speise» aufgetragen »mdeu, sowohl Fletsch al» Gemüse. Zehn Perl»«» säße» »m de» Tisch »der hockte» nielmehr auf dem Teppich, indem st« die Lutte fest au »«» Lürper zog«». Jeder hatte einen verzinnten kupfern«, Teller »»» einru hölzernen Löffel, welch letztere» eiuige a»ch ohne Teller beuntzlru. Die meiste« aber zogen e» oar, z»m Erfafieu der Speise» di, Finger der linke» Hand zu gebrauchen; eiuige griffe» auch mit der ganze» Hand tu da» Gericht. Sobald einer fertig war, stau» er auf und begast sich t» ei» andere» Zimmer, um fich die Ht»de zu wasche»; »er frei geworben« Platz wurde bau» schon von einem «»deru Hinznkammende» i»-Anspruch geuamme». Da» Brot wurde» um e« bequem zur Hand zu haben, ans dir Matte unter de« Prösrulirtrver gelegt »nd et» Lr»g «tt Waster, (da» einzig« Gettäuk, welche» man während der Matzlzett gebraucht) stand ebenfall« tu der Nähe. Lußer dem «et» find auch gedämpfte Bohnen »der Weizrngrütz« mit rturr darüber gegoffeneu dicke» Sauce rin« delirbte Speise. Löffel, welche manchmal zur Verfügung stehen, fehle» auch cht na» bet trat man fich statt derselben gewöhultch dünner zusammen« gelegter Brodschuitlen. Mefler und Gabel» kennt man nicht. Da es auch keiue besondere» Eprisezimmer girbt, fchlt es »atürtich ,u unsere gewähulichea Möbel». Man steht daher ««der Tisch« »och Stühle. Da bälg Fleisch immer tu klein« Stücke zerschuitteu au'grttageu wirb, braucht man ktta Messer, und junge» Geflügel kann leicht mit de» Händen «mseinaudergeriffea werde». Die Orientale« halten es so wenig sür uuavstäudig, nnt den Fingern tu btt »all« Schüffel ttne Höfkchkeit batte» recht tief t, derselbe, hee«ch»u»üstla^ ' .»nd chm dt, s^ttche» Tbetle hermchmtizche»; nach Uöstmr Ehre «brr stabt« fie chm ja erweise», wenn ße.thm hin Speis« mit de» bloße. Kluger, i, de» Mmck stecke». (Aus „Th» Holy Land »ad tha Bibel.“)- Weife Vorsorge. Ja eche Gaststube, in welcher zwei jüdisch« Tourist«» bei« Glase Bier säße«, ttatcu zwei Jünger van der ehre», wert Heu Zunft der Lnttjemitr». die in jene» sofort die jüdische Neligivasaugehörigkeit erkennen zu müffe» glandte». .Heimich? so redete einer dieser Ehreumänuer den ander» au, »riechst Dü nicht drü herrlichen Lnoblaachdust? Woher mag er »och rühren?-"— ,Die Auiwort kau» ich R»c» gebe»,- »ah« einer von den Söhne» Israel« da» Wort. .Seit einiger Zeit finden wie »ämllch in manche, deutsche, Gasthöfe» — jedenfalls der hohe» Kleischpreis« »ege» — »st so handsgewetne, ordinäre und geschmacklose Ochse»köpfr^ daß wir. dt« Vorsorge sür »öthig erachttten, ein« Dosts diesestgtschmackvrrbefferudeu Gewürze» auf unser, «eise» stetstbei uns zu sührru. 8. L. geboren, L Deutsche» Hst-rt-ALtysek von <t>- Bett. Mt dem Sterbendstuszer »erd« Ich habe de» Lode Treue mtr: Sa« nützt bat Jammern, da« " rase fiet«: aus Nimmermied bin nicht im Himmel, wo die Wahrheit minkt di» nicht i» «radr, m> der Leichnam versinkt — bi» zwar «in Toter, doch nie unter Tote» bin auch in allen wlaubrndaebote». umsab' de« Atom im unendlichen -All bin in der Lust, im Schall' nnd im Fall' bi» in dem Schatte» und im strahlende» Licht, ur unter den Lebenden, da bin ich »ich«. Und doch bin ich in allen Schlltzsunwwebllden St deiner Familie und unter den Süden » je die Natur etwa» wirst und schafft Auch im »eich' der Bedanke», in Kunst und Siffenschast. Ueberall bi» ich »war sehr leicht zu finden Nur meine Ursach' ist schwer zu ergründen. Nu» glaubst Du wohl fast schon in Deinem Tin» Da« ich die« nur allein ganz autschlietztich bi» ' Weit gesüßt mein Freund — den» ich bin nie allein Auch nicht dort »o ich allein bi» unterm Leichenstein. Nicht bei den Toten such mich — ich bin im Parlament §bin e« am meisten, der die Mod« gut kennt, bi» bei de» Fische«, bei de» «darin »nd Bäumen bin ja anch in Deinem lützeften Träumenselbst bist e« m»r — weil Dein Herz warm schlägt. Rein! »ottlob Du bist '» nicht, so lang dein Pul» fich regt ' Li «a» — ihr wollt doch nicht aus die Ldsuug verzichten, Durch »ur« Einigkeit und «lrtchhest »erdet ihr mich vernichten. II. Msrlu«ß W«chßch»s»rät-sel. Mein Wort da« hat der Zeichen vier, Da« Gegrntheil «, ü sagt dir; Li« stet» begegne« sich un Leben Und wechseln manchmal mir einander. Weitzt du dl« Stellen auzugeben, Wo beide stehen bei einender? A«siSsn«g der Kitttzsstt i« wtt* Pv. L Katzenellendoae» (Stammname M Rabbi «oir i» Padua. . ll. *1% (Balsam; s. Jeremia» S/W, 4»,11.) «erantworrlicher lUHtktX: De. M. »ohwer, Magdednr» »rvck: von D. L. Solls, Magoedur^ Beria, W» ««0« Fries«, rrchzig.

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