Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1890
- Issue
- 29 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 113 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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tattift |b fich mfiMMrff nk S» WU^MNst» |B WH _ . «ta* Soft riim jmtim «mk ei,» krstien tirfok, ftap«k. CHctra Werst ftgt» Ucfc XBdfc pirLck. *W jeglich«. 9k ,<ap»«tk gtaim — ~*al«a * «f I«» 1 Zwischrtfall iahra, ohne Müdigkeit p verspüre». Bet» achten «erst figpes aber au, rj» wenig z» re,«»; st» ging« t» k» Ochste» «alk, m» ken Repa vorübeqietzen p last» und tct kieste Gelegenheit «in weuj, aspmcheu. Rachkem st« oi» wenig ansgeruht, war» fie ein »ent, ein,»nickt, und als ste erwacht», war «» schon Mittag Ohne «tt estmuder «tne Shlbe gesprach» l» Hab» — ktc Sache kttarfte »fft» k» keiner Urberstgnug — traten st« k» fikückweg an, btesmal sch«, ohne Psalm» nnd Gesäuge, dafür aber »lt Zah» nnd Kopfschmerpn nnk eine« stet» p eine» stiller» «tzenmatismu». »ns Umwepn kegp» sie fich tu ihre «äh»»,», kamst sie keine» Lekanul« begrpet», nn» ei» «mtiirlbare Folzr dieser stmnpape war r«. baß kst Genwink«, p weicher Rck Mast phörte, ihn, k» Held« der Kampape, mit de» Leina»» .Jervschalmt" bedachst — et» Leiname, ker ihm für das ganp Lebe» blieb, ahne sagar k» «itz Spottlnstipr deraulzuf ordern. -» schien, als sei Red Mast »it kiest« Titel pborru. (Foasetz-og folgt.) Die ftnurtfiKte* S«de»G«sie. »eschUdert Dm Luk»«, 81tnt. Zn ken ergreifendste» Theil» der soeben erschimenen »»« Schrift an» Bsrne's Nachlaß*) gehört nnstrriti, dst Gchilkernng ker grankfnrtrr Inkengasse in ihre« Zustand« p Sake des 18. Iahrhuatrtt«, bk wst hier nnter Beikehattnn^seiner Orthographie folg» lasten, «ist» schreibt: »tlnsere Leser möpu e« erlab«, baß wst ihnen rin Gemählde ker Inkengaffe grb», wie es vor 12 Jahre» passend war. Laßt nn» ein» Spaziergang «ach» dnrch k» lagen fiastr.» istrker, wohin da, hochppriesen« Licht des 18. Jahrhunderts nach nicht hat dring» können. Gnch lad» »st dap cta, Ihr «eis», die Ihr fie lsset dst Aäthsel ver West, nnd Dich , Herkules, gewaltiger Stallfort, »omwt »ch Ihr. Götzendiener, Ihr klngen Priester ker besten Wett, ko»wt und schwürt «rer Güttin ab. »der bleibt ja weg. bst Ihr erforschet bst Gesetze der «atnr, d»n hier ist ein Geh,inmiß, das Gurer «llwiffeuheit spaltet. Dst Stein« bewundert ihr, diese Abdrücke van Pflan-ea, dst nicht »ehr blüh» — Ihr staunet diese Knochen an. Reste alter grauer Zest von Thstreu, dst nicht »ehr athmeu — pfny der kleinlich» Bestacht»», l — Tretet hier her, eia Thier »all» »st »ch pigen, einzig seiner «rt. das da lebt und fich bewegt, und dst Zeit ist schau langst vermodert, dst es gebahre». Warn« s» ämfi, betrachtest Da dies» Obelisk, thsrichter Iiinglstch, nnd schwindelst ftch, him»? Rar Kar« nnd Waffe erblickst dach nur der Säule, ihr Inneres nicht. Das Wort »erstehst Dunicht, dst Bilder «trüthrlsrp D» nicht, den Geist erkennst Du nicht. O sin«« nicht, und kamwe «it uns. Gin« Siinl, sollst Dn seh», die bst Schake fich «baut, und fi, ist verständlich «*» spricht in tasenk Zungen. Bebst Du prück, blond» Mädchen, vor kst sei giusternitz? Dein« »ugen ««ch» hell, kn» fürchte nichts, «nch «eres ftst, ja leuchtend hinab in kst Unterwelt — nnd hier ist kein Gerberas der Dich prstckhelltl ■) Die Arbeit trägt de» Lstel: '.Artvoüchtat Bemerkung« üb« «« l* Komtfuner 6ttMati<» Mich *t. «wttted , >«*« 8“»«« Wm’, <k«f 8cu «tram-t (Schntzschst n. Lohn, «raäschwtigj » Gs war 11 Uhr als wst i» bst Iabengaßo traten, und »st hart« den Sebbath voemUag HrwÜft. als bst Zeit» »a fich wes darin in der grüßte, Herruchstit pigt. Lm «ngnnge der Sttaß« war ein Ubier hrnppffazt, sst» das Symbol der Freiheit nnd Hochherzigkeit, hier ein Zrich» der Knechtschaft nnd der Schwäche. Es ist et» kaiserlicher Adler, k« dst Inden als Denkaal ihrer Dankbarkeit für d» deutsch» Kaiser hingesetzt hatt», well er fie st «st »egm di« Wnth der Frankfurter Bürgerschaft in Schutz gen,«wen. vor »ns eine lange unabfthbar« Gaffe, »eb» uns grade so viel Ran» um den Traft zu behalt», daß wir »«kehr» könnt«. sobald »ns dt« Last dazu an« käme, lieber uns ist nicht mehr Him»:!, als bst Sanne bedarf, «« ihre Scheibe daran ansznbrett«; «» steht kein» Himmel, mau steht nichts als Sanne. Gin übler Geruch steigt überall herauf, und bas Lach, das uns oar verpest»», sichert, dstnt ach dazn eine Thrän« de« Mitleids anfjnfang», oder ein Lächeln der Schad»sr«d« p verberge» de» Blicke der lauernd» Ink». Mühsa» dnrch d» Koch »achmd dient de? verzögest Gang dazu, unsrer Beschauung kst »öthige Muße p verschaffe». Scheu nnd behutsam wird der Fuß anfpsetzt, damit ek keine Kinder zertrete. Dstse schwimm» tu der Soff« herum, ste kreuch» im Käthe umher, unzählig »i» ei« Gewürm, von der Sanne »rast de« Miste ansgebrütet, «er gönnte nicht den arm» Knab» chre kleine Lust? Hab» fie doch keine« Hofranur» kein Gärtchen im Innern des Hases, wo fie chre kindliche» Spiele ansüde» »unten. Wohl, wenn der Kiudhett Spiel ko» Vorbild ist von des 8eb»s Graft, dann muß die Wiege dieser Kinder da« Grab sehn alle» Mnthes. aller Hochherzig, feit, aller Freundschaft nnd jeder Lebensfreude. Aürch.et Ihr die thannhohen Häußer «üchteu eiastürpa über »ns? O fürchtet nichts. Sst find wohl befestigt die «ästge der beschnitten« Vögel, gestützt af de« Grundstein der ewig« vosheit, gut gemauert von den ä«stge» Hände» der Habsucht, geleimt mit de« Schweiß« der gefolterten Sklaeu. Zapt nicht, fie steh« fest nnd falle, «immer. — von oben »awrtt d« Ste««, schaate ei« schöne* Mädchen he«b: unsre Goustne ist'«, kommt wir «oll« ihr eia Stränsch« brtieg«. Aber, lieb« Leute, unser Onkel liebt dst strengste Gtiqnetst, Ihr müßt Guch bücken, noch ehe Ihr in« Haß tretet. Wir bückt« uns und traten hinein. La« war« wir etnche Scheitle fortgrgangen» so erlosch das Tageslicht hinter »ns; grause Finfterniß dreistst fich ans: wir bebten. O, Pharao, Pharao, «st koateft Du 10 (?) Tage lang solche Plag« ertragen, und doch dst Jud« nicht ziehen laff«l Wst »allst« umkchren, aber zu spät. Der Writgegend akundig, kaust» wir statt zmück immer »eistx vor. Der Gang war eng, »ad der Kopf wurde derb pzeichaet, »euu er seiner Pha»tafie folgend nach rechts oder links ausweich« wollt«. Gndlich plagst» «st « eine Treppe. Wst stieg« unzählige Stufen hinauf, bis endlich eiatge Ächtftrahl« uns dst Hoff»»»- gaben, baß dst Bifit«stude unsrer Ga fine nicht fern sein dürste. Wst macht« wstklich ei» Stüdche« ansstndig, das van einer Lamp: erhellt war, mit deff« Licht einig« kümmerlich« Sonnenstrahl« in einen lächerlich« Kampf begriffe» waren. Das Zimmer »ehmlich ward vom Schönste« des gepaüber ftcheudeu Hauses zugleich be» ränchert und verfinstert. -Ein altes Mütstrchea belehrte uns, daß »st falsch gegapu wäre«, und daß unsre Goustne gar nicht hier »ohust. Wst bechnerteu, dst Mamsell hätte hier ob« au» de« Fenster herauspsehru. Gs war auch wirklich so; aber dst Thüre, die unter diesem Fenfter lag führte in eia gaz anderes Ha«. So sehr find diese Hänßer «eg« Mangel an Raum in einander gefügt und geschod«, daß Fenster und Thüre b;t vertikal übereinander stehen, zu zwei verschstdeaeu Häußeeu gehbren» dst zwanzig Schritte west ausünader liefen —--— — Acht Tap daraus, und dst klaffe lag pr Hälfte in Schutt und Usche. Dst Vorsehung hatte sich in eine» guäkipu Anpuvlick herberptaff«, de» Jud« « eigener Persp eine