Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1890
- Issue
- 28 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 109 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Homer 2× ep/1025156
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wtffea : M* jemals Mt Selegmheit in ih» heratttrete, -Mim SttcdnM ciaca Dimft'z» erweist», die« au« Dauk- Mßkft' « MrtyvicaenCT trab völlig »»rtgmuütztger Weise jtt th»u. Km sei die Stunde k«, bal ftäe« oerstorbmm vatrr gAeistete Gelübde za erfüllen, mb Mit« er Se. Excellmz hGO» überzeugt ,, sei«, datz keiae Ehre md kei» Geld lh» mehr erfreu» Wuw al« d<e Erfülütng diese« Gelübde«. 8tl der Minister darauf erwiederte. verschwieg er dehrrrlich, Se»s» «lke Eiuzethettm de« räthstlhafteu Geschäfte«, die hatte, wo Ml» vetheiligtm todt fiub, doch vielleicht »och au« de» Mitttsterial-Akt» ui ersetze» rim. Ich »ill Dir »icht verhgtzft», daß ich vo» der aueigruuützigru Handlungsweise Wolf« ausaug« »icht kehr ertzmt war, aber später fteule ich mtch dach über dieselbe^ dm» von der «r»»d« m gewam da« Wese» Dei»e« Großvater» a» Seldstbewutztseir md chcheMfreud« md verlar jeue «ttterwürstge Demath. die za sei»», 8«bm»»erhält»tstm läugst »icht »ehr patzt, und »ich «ft schwer geärgert halte. Bi« zu« «»de sei»»« Lebe»« emßte itz»- die Erinnerung au die t» Krieg« anutsterium »erlebt» Svmd« et« «uerkwürdig« Befriedig»»« gewähreu, de» er starb «tt de« m» itz» tu de» letzte» Ledeuesahren «st wiebatzalte» Lttrlwart: .Mein Gelübde bezahl« ich de» r» «r alle» Volt!" Dein seliger Graßaater hat.Dich lieb getzadt. Dich al« Heute« Liud ^t auf de« Schooße gewiegt »»» Deinem Vater zur Pflicht gnuacht. Dich tu setue» St»« «d t» de» seine« gattseltze» Vater« Ttaten «tt« L... zu erzietze». Wie er da» geineiut hat, da» will ich Dir sage» al« Mahuuug für'« gauze Leb«»: .Alle« -für Gatt. All,« für deu «»ui, »lle« für da« »»« zur Heimafh gewardeue Vaterland!" SNz-e« avs der verga»-e«heit. Orei nach de« Ruspsche» de« L. Leivaud, den ». Lavto-Lilfit« D - c»«q»n>a winlnij üL 'JlwUt mm ftamcMc» Kchukpsllchtgesotze». __ l. Da« .war t» Jahre der Welt ...-Ich weiß »icht «ehr t» welch«», mr sa »iel ist «ir »,ch ertmerlich, daß Me Gchriftstücke, welch« »et, Vater al« Hau«befitzer fast '^allwbchnttlich »au de»; Viertelamt »der vo» der Einquartierung«, tzwmüssla» erhielt und bst ihu regelmäßig wüthend machte», 1a daß er au«rt«f: ,Si« laffe» ja Liuen fvrmltch nicht lebe» I* — daß diese Schriftstücke, sag» ich, da« Jahr de« -fictt» 1842 trüge». Et» fast achtjähriger Kaabe,'verbrachte ich «etue läge» wie üblich, t« Lheder md studirte, unter -der Leitmg stur« Lehrer«, dt« Gesetze über Ehescheidung. Zwar, ich besaß zu jeuer Zeit, ohne «eine Schul», noch dei« 8frbh, allei» ich hätte ja mü der Zeit eine solch« freien -md i« et« Lag« versetzt werdeu kSme», tu der eine Ehe. . scheid»», unvermeidlich wäre, salgltch »ar e« gar «icht so mgeheunlich, »atz mm «ich, «t»e» achtjährige» Weltbürger, 9tt Rlln» mit de» Eheschetdmg »ge setz» vertrmt zu mache» sucht«. Wäre ich veruüuftigrr, hh hätte damal« di« Umsicht «ettwr Glaudeu«ge»«ffe», welch« fcho» Medizi» i» Bereitschaft hielte», wa die Kratckhe^ «st i» Sicht war, bewundern »tüfle»; allein wie dekmeut tra.it der verstand erst mit den Lahre» rs» darum ist e« «icht »ei« Schuld, daß ich bet« «tttMn» der EhescheidmgAgesetz« et, ähnlich«» Gefühl rapfaud, wie etp Suade, dep in üae» uureifm, saure» Apfel htuetngediffe»: daß ich »ttch räusperte, die Stirn mugrltr u»d meine» Lehrer grollte, weil er mir keine schmackhaftere Kost barbiete« tupchte. Ich glaubte bemal«, daß er dir« mir zu» Paste» chu«, aber später überzeugte ich «ich, daß ich ihu »»sonst beschuldigt; denn er »ar — wie ich später erfuhr — selbst »nznfriede» mit der An«» wähl der geistige» Katzmug für sei« Zöglinge; er selbst . .Kragte tücht, »a« er thai» allei, er war da« »tleulose Werkzeug einer ZeUftrönimg, di« »icht er hermfbeschwareu, dir er chüßUcheraeise verwikfchkr. Wurm» sollte mm ihn JV’i.rÄ.'v «f*;/atamm beschuldigen? Sa« md wo immer hätte dt« lerumde Jugmd nicht z» leide« gehabt unter jenen idiotische» Kombi- Nationen, di« mm Programme neuat? Und anch bi« Ehedorim hatten, trotz ihre« scheinbar absolute» Unterricht«, iw« Programme, di« — »ritz der Fimmel wo uud »am abgefatzt — ein gleich degpotische» «egiment ««übten, wie rt»a di« Programm« der Staat«sch»le». Di« Programme waren eo ipso bindend, nur gegen etwa« vtudrude« läßt stch bekanntlich »icht aakämpfe». E« blieb meinem Lehrer daher »icht« andere« übrig, al« mit schwere« Herzen die seiner Obhut anoertrautea Sleinr» in dt« Geheimnisse der Eheschließung«. und Shzschridung«gesetze eiuzawrihm. äSma «an e« sich recht überlegt, darf eia solche« Programm nn« weder wmdern, noch unangenehm berühre». Sind doch in neuester Zeit hervorragende Pädagogen zu der Ueberzeuguag gelangt, daß ohne Homer und Licero kein Heil, warum sollten jüdische Gelehrte dat Heil für ihre Jugend nicht in den Thesen und Antithesen der Ehescheidung», gesetze suche»? Dieser talmudischr Traktat enthält doch wenigsten« Kasuistik, Stoff zu einer geistigen Gymnastik; wa« »der enthält der Homer? Mythen und Legende«; und der Eieero? Worte, Worte und nicht« al« Worte .. Doch zur Sache! 2. Mein Eheder befand stch in einer Seitrngaffe, di« de» riuztgen Vorzug hatte, daß fie auf der etueu Seite tu de» Marktplatz und auf der ander» Seite i» eine riefige Pfütze ein mündete, weiche selbst i» dm glühmdftm Sommertagm nicht «uezutrockur« pflegte. Die Holzhäu«chm, welche die > Gaste dtldetm, «arm derart symwk'risch geordnet, daß mm au« dem «tum Hause »icht nur da« «mutttelbar gegmüber liegmdr, sondem auch Alle« . Überschaum kouute, wo« stch in dm Ldrigm Häusem zutrug. Diese« Arrauqemmt hott« für dt« Bewohner der Gaste doppelte Annehmlichkeit«»'; erflUch blieb ihum dadurch di« Arbeit de» Sptsutrmch Lausche»«, Horche»« n»d Klatschen« erspart, da ja da« Leb«, uud Th«» eine« Ieglichm ostm vor dm A»«m Aller lag. sodann »ar ihum dadurch die Möglichkeit geböte«, einmkcr tu der wirthschast hilftetch zur Hand sein zu könne», wir »olle» die» an einem vestptel demoustrtrm. Gesetzt, et»« Fra» «ar t« vegrist. Fisch« zu schabm, Pftster,« stotz«, dt« Stube auszufegm, hatte aber dt« oöthigm Geräthschastm nicht zur Hand, da rief st« bloß über di« Gaffe htuweg: ,Baslie, Ehasfi«, Sosste, könnt ihr mir »icht et» Mester, eium Mörser» etue» vis« auf etum Moment leihm?" uud über die Gast« flog et» Mester, ei» Mörser, ei» Besm tu jme« Hau«, wo der Wunsch nach etue« der Gegmstäude laut gewordm, ohne jemal« einen etwaig« Paffautm zu treffe», dm» die Frauen dieser Gaff« »area über»»« kunstgeübt tu derlei Iouglmrstückchm und traf« stet« da« Ziel ttotz etue« Taschmspieler. Kar einmal pqfirte e«, datz etue von dem eine» Hause in da« ander« geschlenderte Sabb athmütze nicht da« Ziel erreicht«, sondem zwischm dt« Hörner de« Stadtbock« grrieth. Vieser erschrack i» setuer »atürlichm ll^uuwheit derart über die unverhoffte vereichmrig setue« Kopstchmucke«, daß er an« 8etbe«kräst» da« Wette suchte. Kur mit grdßer Mühe gelang e«, ihn in einer ratle gmm Straß« ei»z»f»ngm und ihm dm nicht ihm gehörige» Schmuck zu nüreiße«^ bei welchem vegtunm er verzweifluu,»»« ll meckert«, mit deu Hiuterbeium »»«schlug, mit dm Hörner» fttetz, und blaue Fleck« und Wunden »ach allen Seiten a»«. theilte. E» wurde brat»!« sogar behanptet, daß die Sach« »icht recht gehe»«.' sei und daß de« wüthige» Bock; di« ung,läuterte Seele «ine» Sünder« tnnewohne, die durch da« Trag« der htÄigen Sabbathmütze. ««er welcher der Jude im Lauf« de« «uhetage« hundert Se^nssprüch« verrichtet, die ihr vormtbalteue Seligkeit zu errtugm suche.. Kan ja, e» könne» edm «eicht All« Alle« »tstm... I» Mittelpunkt der Gaffe schillert« dt« i« vorher« »hendm Kapitel schon erwährä riesige Pfütze, welcher die