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Jüdisches Familienblatt · 1890-01-01 · 28 (1890) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1890
Issue
28 (1890)
Date
1890-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Mi». «Sc: Südische» 18». $httf J)trau«g<gfbai Mn »r. WL Natzmer ta WogMntg. z« DMtzttlns«. -elchM str die isrirvttlcht Jlchalt: g.6ggyfc=g«a stt&«BSfcä3S£^ A1o«»lieder. Bon Ben gehn»«. 1. Pii» ptsf «t Ai««. «kein Lied ist an Zion gerichtet» Ein Graß an da« httllg» Land; Und wn« ich als Jnde gedichtet, Sei Zion znm Amte gesandt! Die DrSpstein in» Bache fie lanschen Ganz anfinnfsan, diesem Lied, Und «untere«, rieselnde« «auschiu Da« Idar in die Sorte mir mit. Da» Bdchlein,' da« trägt dann »n» Fknff» Der 8In» )> dem Strome die Diär'» Daranf »tt de« Strome» Erguß» ' Fliest»'« Liedchen hinan» in da« Meer! Und nie die Wellen sie tragen & andere» weiter da« Wort. dorthin, K» donnernd fie schlagen «n Cotnul» heiligen Ort Die brandende Woge em Strand,! Küßt'» User mit aliidende« Saß Und befielet »enr heiligen Lande Ben Aida'« herzlichen »rast. r. Psalm 125. Stnfenlted. Wie er stinnäberg nicht schtoankt. Steig oleidet, nimmer wankt, Sdenso, die Sott ver! innen Und ans feine Hilst danen. Wie Iernsale« ringln« Felstn schließen um nnd n«, Um sein Volk filr alle Zeiten Gott, der Herr, in SwiAeiten. Daß nicht rnh' de«-Frevler« Schoß . Sieden de« Gere Lira Hat Dast der «hrte nicht die Hände SdensaM znm Unrecht »ende. Snten thne Sn'es, Herr! «edlichen, n Ewiger, Lhn' nach ihrer Hände Werken, - Dast ste deine Hilfe merken. Doch die krümmen ihren Pfad, Deren fbge nicht gerast', Astdre die» o Herr, van hinnen, Dast Dein Voll «ag Fried' gewinnen. $U Sr-Lhl««s meiner GkWtzMHtter. Ban Rlphans« Levtz (Ochinst) 8. üaptttl: An In «me« Artmatß. Nach dm flagern Panse erzMe Me i» <*i ih« erwiesene Wohlthat zu danke«, die sich nicht ans die Gewährung einer nrnm Heimat» beschränkte. Zunächst van den Mitgliedern der DresMwr Gemeinde als ein Ätnstrtngling betrachtet, sah fich Simon au« T... doch i» Handel nnd Wandel nnbeichränkt, al« man gewahr wurde, daß e» die vornehmen Herren von Sersdorf und von Hetzgeustorff nicht untre ihrer Wirde dielte», ihn in seiner Wohanng tu der engen Kriesengaffe in Dre«de« «fznsuch« und daß ihn mehrere Hafherr« «tt einträglich« Aufträgen aller Art betraute». Da« As schmolz ober vollständig, als sich zwischen dem kleine» Wolf und de« Sohne de« angesehenst« Semdndemilgltede» Bere» Lehman», -leasar, ei» Freundschafttbaud knüpfte. Trotzdem blieb Simon stet» ta sich gekehrt; selbst sei» steigender Wohlstand «achte ihn nicht geselliger oder heiterer, »eil er weder den Verlust der Gattin noch de» der Heimath verschmerz« konnte. Jede Anffordernna, sich wieder zu »erheirat»«. wie« er schroff zurück. Set» Herz hing nur au drei Dingen, au dem Gottesdienst in der Schal' de« Red Joseph Sräditz, an de» Bilde de« Kur» fürste» Friedrich Angnst nnd an der Siebe zu« klein« Wolf. Der Letztere wnch« allmählich her« und wurste, «l« er die Zwanzig überschritt« hatte, als eine gute Partie betrachtet nnd viel umworben. Sei» Vater hatte aber ganz andere Pläne mit ihm: Wolf sollte ei» Mädchen an« demselb« Städtchen heimführen, an« de» seine »erstorbme Mutter Lea stammte, au« Ltbochawttz in Bähmen. Mit eine« Brief an d« einzig« »ach lebend» verwandt« feiner verewigt« Mutter ««gerüstet, kam eine« Tage« Wolf Leon in Ltdochowttz an. Al« der Postwagen über da« holprige Pflaster fuhr,, trieb 8rode ei» jüdische« Mädchen eine Heerde Gänse ein," der« eschuatter die Postpserde so irritirte, daß fie «tt de« Wag» « ein« Prellstein «rannten, wobei da« Gefährt nmge« warfrn nnd beschädigt würbe. Der Postillon hatte,ffnach ste» er sich anfgerafst, genug damit z» thnu, die »nrnhigm Thiere losznmach» und ließ den dluteadea Jnsaff« de« Sagen« rnhtg nnter de« Trümmern de« Geschirr« liege». Da sprang da« väasemädch« entschloss» Hinz«, half de« jung« Manu empor, wusch seine Wund« « de» nah» Brnnu» aus und führte ihn daun in da« nahe Händchen ihre« Vater«, wo sich Wolf »ach und «uh van dem erütten« Schreck« erholte, «tntge Stnno« später suchte Wolf sein» »tt zwei Tächie« gesellet« Verwandt« «ns, den« der bildhübsche, aber schüchterne nnd wortkarge jnuge Mann ebensowenig gefiel, wie dieser « de« vorl«t« LSesm seiner etwa« dreisten ««find, Gefall« stmd. Beoor Wolf « demselb» Ade« in'« Posthae«» znrückkrhet«, klapste er nochmal« « Me T^r de« H«»«che»ch in dom.« früh Beistand gesund« hatte, «« dort her Julie Jndtttz «dermal« für ihre Hilfe z» demkm, was er in »er Erugüng vergeff« Pt Hab« »einte. Dort wnrde er fetze herzlich e«pf«gen» »atz« zwifch« Julie nnd ihre» Bend« Tmanil Pütz «d erzählte w, »ffentzer^g ftt»» vrmtsch«. Julie

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