Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1890
- Issue
- 27 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Vjtf'W. fifitifi'l/f// . Hrnmsgrgibe» > »ou Br. Wt. >«tz»er in Magdeburg. |xr Kttkrhrldm-1, Keithr»»s fiir dir israelitische jmilie._ triS|inna j«eis« Grvbamltn.h»»s» 8«V> — L wri M»k«l Tagen an* fj»r i D^G,Landau in Kttlch. **'*tI*tl*iJirfc*«B»niimntn^. — AlrhfelmttgadÜ» dUMntter Aachdrn« ul Mcfta wkttt <H nxir(f««t) »«dich«: Die LraneHoeida. Di» * arebtfchen Liveralur. Bim Rabbiner ’ und Rtchsellbsuageu. Die Dra«erw«tve.*) In der Tranerweik Blätter «»» »hlet dar »ind. - «ir neigt sich »Ir i» Leide •in Mr»s«tzrnklK». «» grilft I» «rrr« Esjmerre Das »eich» Haar, «» tztnßen nieder di« Zweie e. De» Gch»ns«s baar. f Gin ernste« d»i«llches GUstern Dringt »ir in'« Her, — G« ist eine rranertnnd« Bo» alten «chnerrz. «ir ist, al« hdrt« ich «>» «n« sene« Land. «atzt» Jndäa« »«storcht« Einst Gatt verbannt. ..Gtnst^abrn^di« Sänger Inda'« ff3* sfw pcf>nm f >L» »ein »dst'rr« schwanile« Gezwri,« »Die Harfen getziingt.- „LängU find die Dön» derklnuOen, "«ach^ nfchttnen »Der st» »erstdrt. - - Die SrzShl««g mei»er Grsß«mtter. «an Ulphons» Ledy- I. »apllel. Ins dar .stnaöenzeil. Znwell« hast» »ir beftenndeie Glanknsgenoff« »ffeu ihre Verwunderung über »rin« Stellung t» palttifch« Leb«, kundgeGeb« nud ist e« »tr »st recht schwer gcamkn, denselben klar in «ach«, warn« ich »ich ntemat« Denen zu- Gesellt, die sich um lln denwkraüsche» Banner schaarten. Ich unterlasse e«, hier all« »eine Beweggründe »ufznzähl« nnd »Acht« nnr dnrch ein harmlase« Blatt an« der Geschichte »einer Ka»tlte d« Beweis liefern, daß «eine «ntidenw. kratische Gesinnnng nicht nnr Bach« der. Urderzengnng, sandern anch da« Ergebniß »einer ik^ehnng ist. Unter kn freundlichsten Erinreraug« meiner Stndhett Sle ich di, Gtnnkn, di, ich ki »ein« Srvßeltern m» e, welch« ein ritnici Han« in der Namptsch« Straße in Dresden besaß«, dessen schöne hohe Zttum« «st kn theil« tnallrothen, iheil« groß Geblümt« Möbeln «ir wett besser khagt«, als di« eng« Stübchen der elterlich« Wohnung «it kr »ehr als einfach« Einrichtung. De« klein« zierlich« Grdßvattr« entsinn« ich »ich nnr schwach, da ich nach Jrhr klein war, »l« er «nr ewigen istnhr nn s» stster Icht in »einer -rinnernng da« Bll» «einer Sraßmntter, di« i« 70. Lrdensjahr starb, knr> var «einer Barnritzw», bi, sie sa G«n nach erlebt Hütte. Juli« Judith Levh war *) *n»'t«n Ged ich« ^eaurqlcken" dan gahanna. aber anch eine Erscheinung, die w»hl Niemand oergeff« hat, der semol« mit ihr in Berüh«u, kam, eine Frau, der« innige« Demüth unter einer rauhen «ußenseite schlummerte, di« wegen ihrer fast männlichen Energie selbst von ihr« ftinkrn und Enkeln mehr gefürchtet, als geliebt wurde, die mit Pfennig« - geigte, um dann mit ansehnlichen Summ« Gute« in thun, streng gegm jede Unart, willen«» stark bt« zur Halsstarrigkeit und doch Unglücklich« gegenüber «eich wie Wach« und für vertrauensvolle Liebe ungemein empfänglich. Wenn die hohe hagere Gestalt in km nn» gewöhnlich rag« schwarzen oder grauen S«id«klrid, da« sie am Sonnabend oder an Festtagen trag, zur Lhür bereinkam. halte die Erscheinung fast etwa« Unheimliche«, da« dnrch ein Paar wunderbare große grünliche Aug«, die au« de« von einer bünkrreicheu Schabkshaube umrahmten, tief» gefurcht« »ntlitz Hervorleuchtei«, noch «--höht wurk, Aber die groß« zuweil« so Hort dlickradrn 8ug« konnten anch in selten« Fäll« in milderem Feuer glänzen, wie die scharfe, meist «Uitärisch'befehlrad kltugenk Stimme dam» ern« weich« und tiefgreifend« Slang gewann. Bon all« ihr« «ngehvrig« hat sie in ihr« letzt« 8ebm«jahr« wohl keiner so häufig in dieser «iikn Stimmung gesehen wie ich, kn sie unter allen ihr« Enkeln am meist« bevorzugte, kr zu ihr «kr auch weit zuttaulicher war, al« die Uebrig«, welche var der strengen Großmutter ein« Helligen Respekt hatten. Ich rede mir nicht ein, daß ich als Sind lieknswerther war, als meine Geschwister, »eine Lonfin« und Lau sin«; die Zärtlichkeit meiner vornehm» stolz« Großmutter für «ich hatte wohl nur kn Grand, daß sie an «ir j«e ängstlich« Scheu nicht wahrnah«, wie an kn Unk«. >l« fie an «einem acht« Geburtstage dnrch Sranlheil verhindert workn, ein Geschenk für «ich zu kauf« und ich die mir dafür angebat«« zwei blank« Thaler «it größter «ntschiebraheit zurückwies, well ich nur von »eine» «ater Geld »eh«« tön«, da schatt fie »ich erst ärgerlich an«, streichelte «ich aber bann lächelnd und küßte «ich zärtlich. Der kindliche Stolz hattt ihr gefall«, wie sie später zu «eine« Bater sagte, de» sie dann drei Lhaler gab, n» «tr die.illustrtrte Naturgeschichte von Stein" zu kauf«, die ich mir längst gewünscht hatte. Die »eist« Sinder Hab« ein« «nsgeprägt« Schön» heit«sim» und so bewunderte ich denn immer die hohetlsvolle Großmutter, dt« noch im Alter Spur« ehemaliger großer Schönheit zeigt«. Stundenlang konnte ich anf dem Labnret vor ihre» Stuhle fitz-», ihr« Erzählung« an« der Zett der französisch« Okkupation lauschen und ihr dann über »ein« klettern Erlebnisse.tn der Schill« bericht«. Nun wurk t» Jahre 1847 eine Pestalozzi.Feier in Dre«kn in , der Weise begangen, daß all« Schul« ihre best« Sänger an etter« groß« Gesang«!» nzert theilneh«« ließen, da« i» Palatsgart« in Dreskn-Ncnstobt unter Leitung k« Orpheus- Dirigent« Müller «bgrhalten wurde. Der Lhor, tu de« ich damals als Sopranist «itwttlte, stand nnter "kr. spreiell« Leitung des jetzig« Santors an der Dresdner Annrnkirch«, Bott«« Schprtg. Anf »ein« dr'