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Jüdisches Familienblatt · 1890-01-01 · 23 (1890) · p. Seite 90

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1890
Issue
23 (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 90 (sequence 4)
Language
German
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TT' I' Nittel« fccf&fljtigni? Unk diese Ibficht wmde in der Brnst nvseres Melamed« vo» Nie««»» «»der« awtdt, «U m Kino selber, welch« pan Glück s» »e»ig wählnisch wnr, daß fie sich einzig und allri» von de» graudiösrn Paies desselbr» bezauber» ließ; de»« außer diese« besaß der Ino« nichts a» Erbeugüter». Da« wußte »«ser Melamed, wußt» »Ir, Mfiu alle« Inschein« «ach a»ch Ri»«. Wer »allte »ach allekcm unseren Melamed oerdämme«, daß er sei»« Pate» wie «ine» kostbaren Schatz behütete! . . (Fortsetzung folgt.) »eite» Erdenrnndr, atz i« Gewände der Iruntth «der tar '£ schi»»en!de» Prunk de« Reichlh»»« fich befind««. dtase»> -» Gebet Dir «achsenbe»; — z» wisse», D» »e»»ft sei»» trfisKH Fleck i» diese» Laube Dein, Du liißt ih«e» kci» >a»«, keine» Hof «n» Icker »«rück, daß fie Dei» >e»«»I«» müßte»; dennoch de»ahre» sie Dei» Ingedotte» als ihr theuerste« Erde . . . nnbebenteUk» verachtet, ei»e Sch«»»- . blase, »i« D» i» Lebe» warst, erheb«, fie Dich, »am D» , längst »icht «ehr bist, zur Bedeutendheit; sie raffe» Dich aas de» Stand« kr Vergangenheit auf... ." Allerlei für de» FamUie«tifch. r»r. N«ke»1uug ke» -akktsch schildert Leopold So»pert mit tief.rrligiSsrr Empfindung i» dichterischer BerNärnng wie folgt:") „Hi ist dies jenes seltsame, von Geschlecht z« Geschlecht, von Jahrtausend zu Jahrtausenk überkommene Bebet, das, t» der Sprach« des alle» Zion lauteud, eine« wesentlich«» Bestaudtheil des tätliche» Gottesdieustrs bildet. Gei» Ursprung ist geheinmtßvoll; ikngel solle» es vom Himmel heradgebracht «ud die Mensche» gelehrt habe». Um dieses Bebet schlinge» fich die »eichpeu Fäden kindlichen Empfindens und menschlichen Sr» inner»«; tan» ist es das Gebet der Waiseu! Wenn Bater und Mutter stirbt, sollen es die nachgelassene» Sähue täglich, am Morgen und am Ibend, im Gotteshaus« durch da« ganz« Traurrjahr und kan» am jedesmalige» Todestage, oder, wie es in der Sprache der Baffe heißt, „zur Jahrzeit" spreche», deun es »ohut ihm ein« gar »underbare Kraft inne. Aus dem Munde der Waise« lliugeud, sprengt es die Gräber »nd sogt de» tobte» Eltern, daß ihr Ki«d ihrer gebcnkr; davu tritt es «vmitteldor vor Bottes Thro» »nd bittet dort um de» e»igen Friede» der Dahiugrschftdenrn, um Schannng und Barmherzigkeit! Fürwahr, aeu» eS ei» Baud gibt, stark und unaufläslich genug, um Himmel und Erde eu einander zu kette«, so ist es dieses Gebet! Es hält die Lebendkn ««einander und bildet die Brücke in da» geheinmißvolle Reich des Todes. Fast könnt« man sagen, dieses Bebet sei der Hüter »nd Wächter des Lölkes» von dem allein es gebetet wird; t» ihm allein liegt die Bürgschaft seiner eigenen Fortdauer. — Caan rin Volk »ut er gehen und tu das Nicht« zerstäuben — so lange ein Sind seiner Elter» gebeult? welche Stürme, Fänlniß und Lrrderbniß müßte» vorangegangeu sei», »elch« Mächte müßte» a» dem Bannt eines Lottes genagt »nd gerüttett habe», «elcher auf de« Felseugrunde der Familie ruht? Es mag seltsam klinge». Mitte» aus de« Taumel der wüstest,« Zerstreuung hat dftses Bebet der Erftmeruug manches vrrwtldrrle Brmüth anfgeschrrckt, daß es fich besau» und »evigstrns für kurz« Zeit ei» Indenken an die tobte» Elter» sich heiligte. Solch ei» GemÜth überkommt es da»» mit Schauern, wenn es die Wege überschatt, di« es bisher ^gangen, »nd fie mit bene« vergleich», die es gegangen wäre, wen» das Ange von Bater und Mutter »och über ihm leuchtete! Eben »eil dieses Bebet eine Wiedergeburt de« am Mensche« vergänglichen im Geiste ist, wett es ei» bloßes Sterbe» »icht zugidt, weil es die Blüte, die vom Baume der Menschhett welk abgesalle» ist, im Brmüth« wieder ansersteh«» und fich entsaltt» läßt — kanun ist es von solch heiligender Gewalt! Zu wiffen: D» stirbst. Du trittst ans dieser ewig ruhelose», hinfällige» Hülle t» ei» grhetmnißvolles Jenseits, aber die Erdscholle, die über Deinem Haupte ronscht und fällt, deckt Dich nicht ganz; es bleibe» solche zurück» dt« «iffen, daß Du ^storbe» bist, die, wo immer fie auf de« «Ms. Schriften, 6. «and, 6- 4 ff. GeMiffimafdMO«. Ein Berllner Kaufmann, wurde von seinen Verwandtem in Posen eingeladen, einem Beschmeidungsfest beiznwohnen. Der Causma«» welcher wußte, daß seine Berwaudte» streng, nach jüdische« Ritus lebten und sich gleichzeitig erinnerte, daß man bei solchen Feslm die Deener des Hauses zu beschenken pflege, war im Zweifel darüber, ob er am Sabbach Brld geben dürfe, oder nicht. Diesem Dilemma gegenüber wandte er stch an einen alte« ehrwürdigen Burraudiener, da» Faktotum des Hausherrn, mit der Frage: „Ist es hier zu Lande ttotz der Sabbathvorschrist erlaubt, den Dienern des Hause- Trinkgelder zu geben?" — Der alte Jfaac. grübelte lau« über die Frage »ach, daun erklärt« er mit männlicher Entschlossenheit: .Was «ainer Person betrefft. — ich nämusS." _ V. Z. Eine H?«ralkele Sin berühmter Dichter hielt jüngst eine» Lortrag über „Das Geld." .Ich »«»der« mich," s^te et» Spaßvogel, „wie gewisse Leute mtt solcher Wärme über cinar Begrustaud sprechen können, der »nr so selten ihr eigen ist." »Betrachte manche» Prediger der Religion," erwidertihm ei« Zuhörer, »der »st mit Begeisterung über eine» morae ltschen Gegenstand sprich», de« er vielleicht »och nie deseffr» hat." ._L. 0. — Heinrich Heine wohnte im Jahr« 1820 bet de» Schuster Müller in Böttingen. I» eine Glasscheibe graotrt« er damals seine» Name» ein. Der Schuhmacher übergab diese Scheibe de« Musen» t« Böttingen als. Beschenk. _ Kitthsel-Auf-skr«. I. Kmtsch« Hllenderät-fet «»d </ogogryP^ ‘6m 0. te Ä. stellt «r» Gesäß mi «>f de» Kopf Und taugt et» .** ihm «» als Zopf . Da»» wird» Dir eia« Mau» künden. Du kannst fie In der Sidra finden» Di« uufr» Väter tu Sgytztrn atze», ' lle» «trage». O Unk jetzt tß hake, ist aus äsen II. NreisPrachige» «FnirLtßfek. Von A. X. in London. Setzt hebräisch mau ein h, Sichst «tuen Kiinig da: lätt de» 1 nun deutlich nennt «ine Frucht, die Jeder kennt, »och chaldäisch zeigt sich dir ttit km - ein gr-ge« Thier; lisch Ml U» dir s^or «inen grogea Siaatsmann dar. der Kitttzssl i» «*s» Pi. I Machv, H. jW(HosM,mlliMr»ftptun " (äoä—Hand) lJofna). Oviefe. ■ ». 8. «allss. Oering orte

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