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Jüdisches Familienblatt · 1890-01-01 · 13 (1890) · p. Seite 52

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1890
Issue
13 (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 52 (sequence 4)
Language
German
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steht »er Herr.VBei he« Jade, barte VbtMaab Xtkb schlag nnr dmde» Tod de« Verbrecher« gesüh»t »erde». Dieselbe Strafe traf denjenige«, der sich gegeu Baker »der Mutter thatsächlich auflehnt«, oder sonst i» schwerer Weis« sich gegen seine Elter» »erging; gerade darin liegt eben heute nach die erstaunlich zähe Lebeirttkraft diese« Bolle«, daß bet ih« rin wnstergültige« pietätvolle« Fa»iltenlebe» existtrt. Die Leibeigenschaft kannte da« jüdisch« Gesetz auch, doch ehrte der Jude in seinem Tklaoe» da« Ebenbild Gotte«, und wenn er auch einen Unterschied zwisch'u heidnischen stuechteu und denen seine« Glauben« machte, so war doch derrn 8»»« ela wohl erträgliche«. Wer einen Sklave» körperlich so mißhandelte, daß er an irgeud einem Glied« Schaden litt, der mußte demselben sofort die Freiheit schenken; war ei» Sklave seine» Herrn wegen Mißhandlungen entlaufe», so durfte er unter keinen Umstände» zu diesem zurückgebracht werde». Herrn uud Diener verband di« religiöse Gemeinschaft, beide feierten streng die Sabbatbrnhe; mental« dauerte die Knechtschaft lebenslänglich, und da« Strafrecht machte ketue« Unterschied zwischen Einheimischen und Fremde«. Di« 8er* theilnug bez». Vererbung de« Grundbefitze« geschah »ach dem Erpgeburt«rechte, doch war die« eigentlich «nr eine Ber- «altuug, denn .das Laub ist mein", so spricht der Herr; die vergehe» am Eigruthum wurden de«halb weit gelinder bestraft al« heute. Die Fürsorge für Arme, Wittweu uud Waisen war glänzend; dem Armen durste in keiner Weise sei» Recht umerdrückt werden, er kouute seine «omeMaaeu Lebensmiitelbedürfniffe auf de» Acker »der tu de» Wriudergeu »hue Einsprache de« Besitzer« bestiedige»; letzterer dmfte auch keine Nachlese halten, diese und die Erzeugnisse de« Walde« au Früchten, Streue rc. gehörte» de» Armen. Eine ferner« große Reihe oo» Satzungen, z. V. da« Zin«,erbot, waren vou hohe» sozialpolitischem Wert he. Würde» diese human«, Gedanke» de« alttestamentischea Gesetze« bei der in unsereu Tage» brruneudeu sozialen Frag« maßgebend werden, dann köuMe unserer Zeit geholfe« »erden; mit den kaiserliche« Erlassen ist ein hochbedeutsamer Aufuug gewacht «orde», de» gähnenden Abgrund zu über brücken. — Der Bortrag war recht gut besucht, und e« wurde de» Redner für seine eigenartigen An«sührn»gen lebhafter Dauk gezollt. Die 3»«es «ttfclfctf The«ter. - ‘3 Herr J«rael >brahm« in Laudon hielt vor einer "S anseh»üche» Zahl vo» Mitgliedern de« jüdischen Arbeiter* d»M am 24. Februar eine« interessanten und lehrreichen Bor« \ trag über da« vorstehende The»» Der Redner sktz ziele mittelst historischer Nachweise di« Stellung, »elche dt« Mischen »»toritäte» in der Theaterfrag« einuahmru n»d wie« - nach, wie dies« die theatralische» Asffühnmge» streng ver* Vfoten und zwar hauptsächlich an« folgende« Grü»d«»r 1. wegen der Sitteulostgkrit uud der Abgötterei, welche^nttt de» Aufführuugea verbunden waren; 2. »ege» de« Spottee uud der Beracht««g, «it welchen »an di« Juden bei den Anfführnugen behandelte «ud 3. wegen der Grausamkeit und Schauers«»«», welch« bei den gladiatorische» Spiele» z» Tage träte«. Selbstverständlich habe«, wie Redner ««führte, einige dies« Eiowäade bet unser« moderurn Theaterwes«» keine Berechtigung «ehr «ud »r»a früher die J»de» eine lauge Zeit hi»d»rch de» Schauspieldichter» al« Zielscheibe de« Spotte« »ud der Verachtung diemn mußten, find auchsFällr zu verzeichne», i» welch«, man den Jude» in de» iBüh«endichtuage» Gerechtigkett widerfahren ließ. Nachdem Herr Abraham« »och über die mittelalterliche» Purtmanfführunge» jüdischer Dilettanten gesproche« »ud an« zwei drrgleiche» Spiele» einige Stelle» witgetheilt hatte, schloß er seine» mit große» Beifall aafgeuommeneu Vortrag «td der AuUeinandersetznug der Ursache de« den Jude» angeborene» Talent« für die Bühneudms». Epigramm«. »u» dem Hebräische» «etrisch übersetzt von L. Lahe». Alle» t» feiner Zeit. »Die Predigt, di« ich hal'e Margen früh. Du liest vielleicht scho» grr» st« heut?- — — »Gar «folg. Fr«»ad, «ach dir dach Kia« Mih'; Genug de« Leid«, man'« fomnt z,r Zettl* Kitthfel-Ai»fs«1»r«. vorzügliche Ea-fehl»»g. Ein Mischer Gelehrter, der stet« «it de« Religio»«- gesetze in Eonflict lebte, legte einem streng conservativeu Rabbiner eine» neue« Lammeotar zu» Buche Est he r vor uud bat uw eine Empfehlung, die er demselbe» vordrncke» wollte. »Recht gern*, sagte der Rabbis, »will ich Ihre» Wunsche willfahren; ich will sogar de» Eommeutator »och über den Verfasser de« Buche« Esther erhebe».' »Solcher Ehre scheim meine Leistung aber »icht würdig zu sei»", eu1geguete der Bittsteller. »O, doch", meiMe dagegen der Robdiuer, »denn der Berfasser de« Estherbuche« hat «ur «ährend de» Niederschrribeu« deffelbe» Gott nicht g«Ia»M, (in der Efiherrolle kommt bekanntlich der Raum Sötte« nicht vo>) Sie aber haben ih« in ihrem ganzen Lebe» noch nicht g'kanit*. Sicheres Ikrunzciche». Eine Dame, welche ei, e Wohnung mirtheu wollte, w»rd« turch ein am Fenster derselbe» liegend« Anzeigetafel bedeutet, fich au den Eigenthümer Nr. 15 in der Lstraße zu w«»d«». Sie begab fich dorthin uud klopfte an di« Thür. Nachdem diese durch eine Dame mit auffallend jüdischen Zügen geöffnet worden war, ei tspan» fich unter Beiden folgende« Gespräch: Eigrnthümerin: »Sie find wohl eine Jüdt», nicht wahr?" Fremde: »Ja wohl; Sie vielleicht nicht?' Eigenthümerm (zögernd): »O doch, Rein Man« ist einer von ihre» Leuten.' Fr »de: .Wirklich? — Wie merkwiirdig l Dar»» kouute ich auch gleich sehe», daß St« Jüdi» fiud.'_ I. AeAtsches ^«A-gryP-. Boa G. T« B. ,ot llaterweisaag mancher fauler Knabe» » Salomo'« Sprüchen eia Jasekt wir Habens '«ißt diese« »a, de» Kops herunter, Erscheint ei, Böalei» zart »ad «unter. Nimmst Kops und Faß auch d a vo» ab Findet» i» Frühling meist sei» Grab. II. Mt«« oU«ftd<iref. Boa A. K in Loado». Mt i aennf« eine» weise u «aaa; Der auch beim Veder wird geuaaat; Mtt a stimmt maa'» am Festtag a», Sie jedem Jtraelit betauut. Uff. Z>reispra^i^K«mo»,«. Weaa« trägt lateiaischeä'Gewaad, So ist «l» Thier e« »»« bekaaat; Trägt e« ei» fraaztzsisch Kleid Bertaadei'» Freude, oft auch Leid; Jedoch al» Kö,<g»r«sid«az Der Pentateuch hebräisch aeaat'«. A»ßSs»«O der Kitttzfel r» »e». Pe* L Roth, Rmth. XL 1. Sproh, Trieb, Leideaschast. 9. ^ster», «typ Seaa«. CdMiEKili«« ».»artrar: wr. «. »ahmer, Dmck »» ». L. «olss, »

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