Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1890
- Issue
- 13 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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3efytaa!" sprmh sie «sf deutsch gm ©tarn, — Jttm M( Sach«»be« gcflaUta* di« giT|hiiiwfr.« Joham «ahm M afaitic Aelleis« vom Wage». .Oder a»ch. . . ' vielleicht bester, St»; find wahrfchetalich v« der Nets« er- ■tabe*, wir ««che» «mg« liiere BÄfamtschast, mb jetzt tfMtet Sie Johann tnf ihr Zjnuner. Nm, find Sie sehr angestrengt?" »Nicht befraberb." — »Iber dich ... r« ist schon Ibe»d . . bitte. Johann wirb Ihne« bas Zinuner zeige», me bitte «it ihm deutsch zu sprechen, da er pokntsch «<bt »ersieht. Alle» Üedrige »»rg«. «bien . . ja, aber Sie . kennen »ich noch nicht . . ich bin Jeanette Marmor, die Han»fron .. »bien, gute Nacht I* Sie sprach schnell, in eine« fort stecken bleibend, mb »it fremden Accent«. Man führte Klara ins Eckzimmer, mit eine» separaten Eingänge. Die Lampe »ar bereit» ««gezündet. Sie schaute ring« u« sich; dnrch zwei ans eine» üppige» Obstgarten gehende Fenster warfen die Strahl« der untergehenden Sonne eine« goldene« Schein «ns die ans der entgegengesetzte« Wand hängenden Landschaft«. ans bas weiße, rein gedeckte Bett, ans die i« Zimmer befindlichen, nicht zablretcheu, bescheidene» Gegenstäube. Sie schaut« fich um — konnte de» durch Johann rasch herbeigebrachte» Lhee nicht trinken, dankte th« in gebrochenem Deutsch für die angeboteneu Dienste «ad die Fensterläden öffnend, betrachtete fie lange da« Herrenhaus, die am Fir«»«entc schwarmweise funkelnde« Sterne, und 8! M» blaffe« Mondlichte schattirtra Nebengebäude; bas Lnseln der Bäume und et« nubefiininUe« menschliche« Geräusch schlug an ihr Ohr. Bald entschlief bas ganze Dorf lammt de« Gehöfte, eine durch nicht« getrübte Stille und Ruhe trat ei« »nd fie stand bei» Fenster . . stand lange -mb träm,te. _ (8»rtse*m, folgt.) 'ffemrat stleistt de» Ara«e» l«l HeUi-th»« der M«r»reret verschlosie«?*) Dem in süßen Töne« der gefeiertste der deutschen Singer der ganze,« Männerwelt gebietet, die Frauen zu obren, die hi»»lische »ose tu's irdische heben flechte»; wem bwser »«sterbliche Singer die lieblichste» mb höchsten Lugende» in de« Fra«,« oeranschaulicht, den Helden» notth in einer Johann«; die fich aufopfernde Liebe in einer Thekla; die fr»««e Ergebung in des Schicksals Willen in einer Mart« barstellt: so muß es »« so auffallender erscheinen, daß non »vserrr königliche» Krnst gerade die Königinnen der Schöpfung ausgeschloff« find mb den Verehrten Schwester» «nr Von Zeit zu Zeit die Pforte» des Hetligtsmms sich öffnen als Ausnahme. von der Megel. — Sollen «atr wirklich in de» Wah« stehen, baß edle nnd gebildete Frauen an Seift und Gemüch »it Minner» sich nicht Vergleiche, dürfe», daß sie. weil fie zu schöne» Geschlecht gehöre», nicht auch erfchben sät > könne»? — Warn» dem aber soll ihnen das Licht nicht .»erbe», bas uns so hoch beglückt? Warn» soll dem aber ihm» der Altar tat Oste» gleich de» Bilde z» S»ts »nr oerhüllt gezeigt ««de»? Das wahrlich tarn doch der «rnnd tacht sei», weil Ferne» (Hse Geheimnisse bewahre» können? sie, die die Natnr selbst z» shysiologische» mb pshchoiogtsche» Se> hetmntffe» gtaildetl US wisse, wir es »ich» ^lefammt, bas Frane» Mysterien besitz« nnd verflhwetge», die Mirner mit »tchte» z, bewalne» wiffe»? Und so w»ß der Srrnb »ohl tiefer liege», ». BBr. glaube ih» gefweta» M habe, mb will qm, »it Ihrer »dntß, in dieser Schwesierloge ««»zuspreche» «vage». Ille die erhabe»» T»ge»taa, die wir ta rnd d»ch den «amerbrnb uns «ch «eigne, suchen — ale die große» »ud heiüge. Zweckt, die wir t» rnd d«ch «qer» Brno ,» beta einer Schwesterloge gehalwa iwn wr, G, gz. atliebende Baumeister bar als eine «eiche ftttgift »nd MorgetWcke verliehe» «ch zngethettt; einer jede» «nferar verehrten Schwester» ist die Aufgabe gesielt: eine Belt i» Kleine» aufznbane». Und es lösen die eble» Schwester, diese Aufgabe «neisterhaft: sie b«»e« »,s da» Hans, gründen es a»f Ordnung »ab Harmonie: Wt»kelmaaß »nd Zirkel, gel. BBr., Ihr vermißt fie »immer, sonst würdet »nd könntet Ihr Such tu Sure» stille» Helltgthn« nicht froh «nd glücklich fühle»; sonst würbe bas Herz «rtcht an so tiefen Wau den bluten, wem die geliebte Bauherrtu, die fromme Meisterin, abgernfe» und der häusliche Ittar Thrinen weint uud verwaist dasteht. Gewiß. Zirkel «ud Wtnkelmaaß trag« die Frau« in ihrer Seele, rnd der fromme Sinn, der aber ihr Schaff« and Wirk« durchdriugt, — diese heilige Schrift in ihre« Inner». — ist ihre Bibel! luf diese Bibel schwör« fie, bane« fie, trau« fie. leben fie, mb sie titascht fie nimmer. — Und vo» diese» fromm« Stau geleitet uud begleitet, fehlt e» ihnen nie a» Umsicht, nie an Einsicht, »ie o« Weisheit; au Weisheit, die wir mühsam hier erlern« wollen, erlern« soll« mb ach! nicht intmmer erlern«, denn was der verstand der Männer oft nicht steht, das übt in Uns chuld ei» weibliches Gemüth. Und diese Unschuld bet dem edle» Weide ist ihre Macht, chre — Stärke, fie krönt fie zu Stege« und macht sie unüberwindlich; der Genius der Unschuld ist der Gmins der Stärke, der Frauen Wehr uud Waffe. Wollen Mäuuer fich etwa deshalb stärker dänchte», dem die Frauen, »eil sie i» d« Kampf zieh« und Schlacht« schlag« «nd Wund« empfang«? Der Fraueu ganzes Leb« ist «st St» Kampf Pt nenne», und die Siegerin»« ziehen fie aus de» Kampf, ta« sie still «ad geräuschlos gekämpft bis an b« letzt« Athenezag, ohne daß fie bekränzt «nd desuvg« wurde». Si» Hans bauen und erhalt« rnd des Mannes öann« erdulden, rnd an dem Krankenlager geliebter Kinder wache», mb den Schmerz verberge», um thenre Seel« nicht noch »ehr zu betrüb« und »Heb« rnd Trag« «nd Bereit« mb Schafft» für Andere — zwmztg Männer verbunden ertrüge» das nicht," sagt ein längft verklärter Maurer, sagt Meister Goethe. Uud »och Eins bitte ich zu bedenk«: Wo bleibt der tapferst« Heide« Math und Stärke, wem Frauen ihr« Untergang beschloss«? Ohne Widerstreb« nah»« unbeugsame Männer die Feffelu aus der Frau« Hand, küßt« die Seit« »nd — lächelt«, als hättt» sie Welt« erobert. So besitz« die Schwefle« die S tärke, die die Brüder hier im Heiligthnme fich anznetgn« trachte», fich anzneign« belehrt, eramatert und ermnthtgt werde« — von ihr« — — starken Meiste«. — («chinh folgt.) Kllerlet ßt Ge« gftnwiliewtisch.!dte saziale Frage ta» mosaisch« Gesetz. Ins Stuttgart wird berichtet: Ille Länder und alle Partei« find gegetuoörttg damit beschäftigt, der brennendste« mim Tagesfragen, nämlich der sozial«, a»f irgend eine Weise eine Lösung zu gebe». Dieser Gedrnke hatte auch Profeffor Oettli ans Bern veranlaßt, Mitte vor. Monats im Saal da» der t moj. Geftllschast über »Die soziale Frage im Gesetze Israels' ein« zu e«ster Betrachtnng anreg«d« Vortrag z» halt«. Nach d« Wort« des Soangelift«. so führte Aebner »agefshe a»tz ist bd Gesetz durch Moses geschifft»: »nier dm, ötastaack »Gesetz" wird vielfach die Bedentrng Strenge iwrftanb«, dies ist jedoch irrig, das Gesetz ist vielmehr dazu da. de« l«te« z» setaem Rechte z» verhelft». Der KmggMScke dos isralitisch« Glandern besieht darin, daß Gatt mit th» eta» rnverbrüchltch« Vnnd geschloffen bat: ImnM über be» freien Männe« als über ta» «mäih