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Jüdisches Familienblatt · 1890-01-01 · 5 (1890) · p. Seite 20

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1890
Issue
5 (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 20 (sequence 4)
Language
German
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Kcläct ih« bk Hatt btfcftf, all a Mt 4t Jahre» bat »-lisch» betrat, >»b Melcher vk frnc krtya** Reise, z» Wststt» der uMerdrückt«, Vetter «trat, ahme über Hannmkr z» reise« mtb Fra» Nebrcka Adler« Lege» ut ewpstnge». Die fro»»r vknlkr de» Obrrrabb. lebt« beinahe bi« zu» 70. Sebettjah« ihre« Soh»e« «G fast alle Glüder der Familie Sdstr, Welche i» dirrctrr Sink von be« Hohenpriefkr Lara« abznstamma» voegieöt, habe» durch Mehrere Eeverat>o»e» ein hohe« Alter erreicht. Ihre Devise ist drr Bibelver« (Deut. 32.11): «r TT ms .(Bk der Adler sei, -lest bemacht". Dr. Adler» thealo-tsche Ltttie» mache, die fortwährende kenntzung zahlreicher Rachschlageweck »öthi«: ,Tbi 8pa*- kin Lommentmy" «ad ,18. H. Lome'« Mtschnah" befinde« fich immer i« seiner Rühe und er betrachtet diese mit der» selbe« verehr««-, welch« er für die umfangreichere« Werke der robbinischeu Litteratur stet« an de. Tag legt. Er führt de» Besucher a» sei,« Bücherschrank, lha die Wllnaer Talmudaulgabe zu zeige«, welch« ihm sei« Stader -eschrukt habe», so wie Sir Most« Moat,störe'« Siddur und ruft bau» seinen treue« holländische« Diener Joseph van Gelder, welcher -Kichzeitig al« Sommerdtenrr, Bibliothekar, und Privatroplau fungirt, Sir Anthony von Rothschild'« silberne Terrine herrmznbringe», so wie dar Becher au« de« asten ia Bietorta entdeckte» Golde, welche« ch« seine dortige« Gla»brn«grnosse» 1853 al« .Zeichen der Hochacht»»- und al« Bewei« ihrer »«rschütterlichm AuhüoglichKit a» der Sache der Religion und der religiösen Erziehung" verchrtrn; auch de« .Talltth" (Gebetmaatel), welcher unter besonderer Aufsicht sriue« Schvkgersahne« Jacob J»rael, Lommazienrach i» Berlin, für ihn gewebt wmde und endlich die 300 jährige ^aggadah" für de» Gebranch an de« Sedaabenden brfiuumt. Der freundliche Haulwtrth empfängt eine« Besuch seine« Sohne« und Assistenten Herr« Dr. Herrman» Adler, welcher während der letzte» 10 Jahre in Fittbnry Sana« sriue« Amtr« waltet. Obschon der Eoadjutor de« Oberradbin er« bereit« al« Sämp« aus de« Gebiete der Polemik gram Dr. Ealeuso, Godwiu Smith und Profeflor Max Müller in di« Schranken getreten ist, hast er dennoch immer de« Rach seine« Later« ein, wo e« sich um wichtige Angelegenheiten handelt. Dr. Adler versteht c» hierbei immer, den vielseitigen Charakter diese« wichtige, Amte«, welche« abgesehen von der religitzsen Seite anch von hoher politischer «ad rcchtlicher Bedeuümg ist, eingehend zu beleucht««. Inzwischen ist der Sammerbteuer Joseph augewirsen wache«, sriue» Besuche Herr« B. S. Mart'« wohlgetrosstne» Porträt de» Oberrabbiuer« «nd dk schäu eingerahmte Portrütgruppe stiuer Sinder, Enkel und Urenkel zu zeigen, welche von seiurr Tochter, Misst! Stern, Wittwe de» sel. Oberrabbiner« zu Hamburg, zusawmeiiMstrüt wmde. Sehrt man alldann in de« vetsaal im erste» Stockwerk znrück, so bat der Oberrabiuer unterdesim sei» Lliannskript in Raschischrist, welche« so deutlich geschrieben tfi:, all hätte bk« ei» 20 jähriger Student getha«, bei Sette gckgt. lLchluß stlK.) Alterlei fiir de« FmUt-lremLifch. Der Gaa» van Wilna »»« die Tanbe. Der Ga an von Wilna war einst mit seine» Schüler» tief in da« Sind in« de« Talmud versinke». Auf einmal kam eine Taube heranarslogen und lieb fich trotz de« Getäusche«, welche« bk Lametta» «acht»», ans dk Fensterschwelle nieder, um anlznrnhen. Der Gao», welcher iw Rust eine« groste» Sadbaliste» stand, Härte sofort «s, weiter zu lerne» und alle Schüler solgten resxavoü seinem Beispiele, obgleich sie über birst ptdtzliche Unkrbrechnng sehr »rsta»« waren, denn der Lkw» hmt et mit dem nnunterbrochenrn, nnermttrte« Lerne», it mußte also ein geheim« und «echaaewlhaltcher Grund dkst Panst veranlaßt Hab». Dk Ruhe wnrde nicht «Glich der Vogel seine Flügck auäbrettete und Rach der Lehrsätte trat einer der Schüler ans dr» in «ab fragte ihn, welche «Mfchaft au« de» Himmel bk Daube ihm de«» gebracht hatte. »va«l' ries der Rabbi, ist r« den» möglich, daß 'ich einen solche» Ran» »ntrr »einen Schüler» habe?" »Ich bin «» nicht allein," antwartete der Angerrdete, .all« übrige« frage« dafielbr." .Weißt d» den» nicht, daß dk Taube ei» sehr schüchtern« Vogel ist," aatwortet« der Rabbi» »und sich vor de« Mensche, fürchtet? Bedenke also, wie müde dieselbe von ihre« Mag« -«west» sei» mnß. da sie trotz de« großen Garidchhe« in »nstmr Räh« blieb.. De«HÄ wollt» ich an« Mitleid z» de« Thtrrche» sein« Ruhe nicht schien ntt eS vielleicht verjagen, sonder» hält« zu lerne» auf, dt« e« sich au«gernht hatte." _ (Jlw. Statt.) Roch et« Jtttn auf de» Kürstenthrone. Bekanntlich ward« in jüngster Zeit «tue geborne Jüdin durch verheirathnng aus den Fürüevthron von Monaco erhoben. Rach Herrn Dr. L. «. Frankl, be« bekannte» Wiener Gelehrten und Dichter soll (wir ^ewish Throntest" schreibt) t« Laust unsett Jahrhaadett« auch zu Athen ein« Jüdin zn so hoher Würde gelaugt sein »nd zwar dk Herzogin von Piazenza, Gemahlin de« damaligea Eonsuch Napoleon Bonopartr. Dk Herzogi» war ia der griechische» Hauptstadt «eg» ihrer blendende» Schönheit berühmt. Sie hott« «ine grob« Anzahl Häuser bannt lassen, wodurch 'fie «äst tu einen Prozeß mit ihrem Baumeister verwksttt wurde. Al« st« zu eimm Eid« aufgesordert wmde, erklärk st« vor Gericht, sie sei Jwi», weshalb ihr gestattet werden wäge, de« Eid »ach jüdische« Rau« zu leist«. Der ,Pentelikou" (ver, tu Attika), au« welchem der Marmor für dk Akropolch gewonnen wurde, war ihr Lieblingsaustnthalt. Dort errichtrl« fie de« einzige» und u^ichtbme» Sotst auch eine» Altar. Einst entbot sie dk Jude» von Athen utt versprach denselben, ihnen ein« Synagoge baue» zn lasst, und ein Grundstück zu eine» Begräbnißplatzr zu schenke». Ach Sir Mose« Montesior« und bat «remtenp ans ihrer Rückreise von Syrien die Stadt Athen passirteu, ersucht« dk Herzogiu dar stanzöstsche» Advocate» ach ihre» Land«»«» »nd Glaubensgenosse», ihr Testament ausznsttz«. Sk starb 1854 und wnrde ans de« .PentrlNmi" «gruben. Leibe marr» stark Männer, Dk vor lei»«« Feinba wiche», Und fttr ich«» Libelle»»er vis ans .1» Mfl «mi sich'glich«. II; Keßrittsch« M«tr«h stc. 9m Jl K. (■ Laataa. ft Mgjl Du dr» Stau z»«t »lieber an, DÖmst Du ch» kleiner »or. I». Zritß«ettM« ^e§r. Au4ßa»e»rätHseQ Des MMjfcU a*ct »eigt basbotnol «Mktai1 «uch bchstlw Maat; Uub liest auuijk ni mn-nurn»^, Deusübeu Verth bchmt dir Zahl. tor Kstttzsut in m* Ar. I Vnua, Kni. IL La» (irr). KS .batat". lll. rrWLCBj^). T» cvmLhkr). , ' Mi«. ... tj»l»»i»»nUch»r OtMonii: Dr. M. «ahmer.

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