Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 21 (1890)
- Issue
- 49 (4.12.1890)
- Date
- 1890-12-04
- Page
- Seite 375 (sequence 7)
- Language
- German
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.«efa4T|f(cH<t< ksTOdMtm am 28/Km. |Uaai uf de» »» ch« •■gefegte« Arstbhof. a«s km er »•4 Ja|rt» ד(•»!(» ftoma Leiden n der Sette friatr ch» •ortaf* He>«»>r»e» LrbrnSgesähriin friac litte Mchestälte fand. 801 fcra aal »ah •r-ca fie tzerßeigeettl, aai Metzer Jsrgdy feit letzt, Uhr« za ermeif«. and e» are ein •U«tnuiact Schmer» de» der Rabdtner De. Sta,er aas CaMca! ta feinen AßschichSmvrte» aa de» •afUrte*, etzewürdigenHeennd AnckbrnK gal. bet deara tan» rta Ange thrtlaealeer blieb. Urhebead »trkte es, a»S die Gchützengftde ia Untier» »tt »alle»der Fahne aad XraumaMcatta, e» Trompeterrarps an der Spitze den ffoabaft erbffaet«, and bi* Mitbürger ohne Unterschied des Slaabea« nab des Staades aollzithlig erschienen mären a״b bea »eiten Weg nicht schenke», der an dea Stätten seine» Wirken» vorüber, «un GotteSncker führte — karg Vflt» legte Zeagniß dafür ab, daß mir etaen edle« "Mensch n za Grab« getragen hoben, der schmer zn ersetzen sein Wird l TrU'ZN'N A. L. Zlrestea, 30. Ronember. (Lr.-Corr) Die für den 30. d. MtS anbcronmten Ersatzwahl" zum Gemeinde» rach (diesmal 1 Borsteher und 5 Depntirte) bringen, wie da» bei solchem, alle zwei Jahr wiederkehrenden Anlaß immer der Fall, etwa» Aufregung in das sonst sehr stille -Gemeindeleben. Die Gemeinde zählt zur Zeit 468 Wahlberechtigte, unter denen 1V auswärts resp. in Vororten wohnen - 22 haben den Doktortitel, unter ihnen sind 11 Aerzte. — Ferner befinden sich auf der Wählerliste . 1 LandgerichtSrath, 3 Eonsuln, 1 Bankdirektor, 1 Fabrik» direttor, 1 Premierlieutrnant der Dich׳'. Armee, 7 Rechtsanwälte, 3 Eivilingenieure, 3 Mühlenbesitzer, 2 Gutsbesitzer, S Redakteure bezw. ZeitangSbesitzer und Journalisten, 7 Lehrer, 2 Chemiker, 11 Beamte (außer denen der Gemeinde) u. s. w. — In einer am 24, Abends, stattgehabten, sehr aut besuchten Borversammlung wurde mst Einstimmig- ׳ knt d»e Wiederwahl d«S aüSschcidenden Vorstehers, des ver- .dienstvollen Rechtsanwalts Emu Lehmann, der ebenfalls aasscheidenden Depntirte» Fabrikant Moritz Zobel und *ü Laufmann Adolph Salzburg beschlossen. An Stelle des Ausscheiden den Depntirte» Kaufmann Felix Meyer, sowie y:: deS verstorbenen Kaufmann Emanuel Levy und des Dresden verlaffendm LivilingenieurS Max E l b, gingen in einer Probeanchl als gewählt die Herren Oelmühlenbesitzer SwarzenSki, ^.Banquier Lesse r und Kaufmann Ad. Biram, dem mst -wenigen Stimmen Privatier Albert Wolf, als nächster 1■ stand, hervor. An der soeben beendeten Wahl bctheiligten sich nur!^222 Wähler, von denen 220 giltige Sttmmen znr Abgabe k r gelangten. Dst Obengenannten wurden gewählt. Kermifchte Rsk iitilb W«chrich1»». - ־ SoeMÖm. A» k« teaantc» Anklagesache ftaat bcn Rabbinatsf׳־•* -Ganbtdake» Mar Vttaftcin mm vor einiätn Staaalm von der? 1 etnÄnrnuc des hiesigem Landamtcht» «tt «stacht aus die ruif -Oegengnchst» Ansichten des Professor Dr. Stier and des «Wirtmal- «ach» Professor De. Wern Ute ans Antrag des Bertheibtgev», Rrchtsau- , »aus Dr. Sternberg, «it Zustimmnng der Ttaatsanmattschast St bchhioffen »erde», bei mr mtssemchastücht» Deputation in Berlin rin m . Ovmgntachten einznholcu. Das sehr »mstngreiche Gutachten ist nun- »ehr rimartressi n und geht dahin, daß Bewtstein, welcher hier und in > Berlin (w der Chart») ans seinen Geisteszustand hin beobachtet * ׳ morden ist, an Paiaooi* ehroaiea raUgioaa leidet. Die Depntatia» , Hat sich der Meinung de« Pros. vr. 2mt, der t» Gegensatz zu Pros. Wernicke das Borhamensri» religiöse» Wahnsinns bet Bernstein constatirt bat, in sehr entschiedener Meist angrschlrssen. Letzterer ist in s, Fotae des GntachtrnI vorgestern ans der Untersuchungshaft entlassen N morden. Ob überhaupt noch eine Hanptverhandlung vor de« Gerichte ET״ stattsinden mied, ist noch nicht sicher. Beecklnn« I. De««b«r. Da» «egen de« Todes de« Herr Dr. Josl '■ verschobene Jubiläutässtst des homUetttchen Verein« ist endgilUg ans Dienstag, den 9. d. Mt»., (Abends I Uhr t« Eaneesthanft) festgesetzt. ' Bootta. Auf die dämmt» in voriger Session vom Herrenhaus -angenommen« Aesolntio« betreffs der lieberzahl siid. Schüler an ' Höheren Lehranstalten «vb Erwägung venMaßregelnzur Beseitigung der hieraus erwachsenden Uebelstande ertheUte di« Staatsregierung de» Herrenhaus« folgende» Bescheid; .Di« Stärk« de» ^Wische» Gchülerestmenles in den höheren Lehranstalten wird, in den di.lMrige» sdaMschch Grhebnnge» sortgesetz, »ni^a chtet nnb bilde« auch in den Verwalt» ngsberichten »er Hrovinzialbahsrden einen Gegenstand der Brsprecknaz. Spekielt« Maßnahme» in der Aich trug des nebvchrhenden veschluffr» hat die Staatsreoiernng bisher nicht für angqetgt gehalten." Hanna» 1- Drermber. (Or^Corr.) Gester« sanb di« feierliche Einweihung des kür unsere Aeligions-Ähnle neu erworbenen Hauses in der Nürnbergerstmße Ar. 8 Mit, in dessen Rsuawn »an heute ab die Religionsstund«» ertheUt werden. Dasstenanntr Haus, rin schöne» Gebliude, enthält i« Parterre geräumig« Wohnungen, hinreichend für den Lehrer in der Brl>Gtag« herrliche Schulräume, drei Rlaffenzimmer, ein Sitzungszimmer, in dem dritten StoLe weite hell« Mansarden für de» Pedell und noch eine» Rau« für eine Privat-Wohnung; endlich »ach der Südseite ein hübsche» anmnthiae» Gärtchen, mit zierlichen Sträuchern. Vbftbänmchen und Weinst»«« bepflanz«. Da» Innere »er Schulsäle ist nach de« Anforderungen der Schnl-Hvgietn« zwei»- gemäß eingerichtet. Die Eintoeihungsfeier ging in üblicher «eis« vor sich: Rinchagebet, Gesang der Schuljugend. Einwrthungsrrde und Gegen für Alle. Welche durch ihre Beiträge das schön« Wert gefördert haben. Di« Mittel zu« Ankauf be» Hause« wurden theilwets« durch Privatwohlthätigkeit beschafft, —bi« Sammlungen ergaben 15000 M.— aus eine« Legat einer rm 1s. Januar 1887 verstorbenen reiche» Wtttwe erhielt di« Gemeinde zu« genannten gmrcke rbenfaä« ldlXll) Mark, wovon in diesen Blättern zur Zeit berichtet wurde. Die Restsumm« von 10000 Marl wurde durch Begebung von Gemeindeob» ligotiouen aufgebracht. varmstndt. 87. Aammber. Herr Laadiagsabgeordneter Ott» »alsätehl, Mitglied uusere« Gemeiade-Vorstandes, ist ioiederum znm zwoltep Präfidenwn der ll.Hessischen Stäadekammer gewählt worden. Giweobor». 93. Rovemder. Selche Blüthe» »och in» «nazehnten Jahrhundert der Rassenhaß zeitigt, zeigt 'folgender Vorfall: Zu einem hier wronstalieten Tanzkursu« hatte« sich nnter Andere« euch zwei unbeschotten«, tunge »aufleuw jüdischer stansesston. Sähae achtbarer Elter», unterzeichnet. Gleich nach der ersten Unterrichtsstunde erhielt der betreffe«« Tanzlehrer von eine« hiesige» Rechtsanwalt M.. deffe» Tschwr an dem Lnrsn» mit theUnahm, die schrift- Ilche MlttheUung. daß sein« Tächter nur in dem Fast« an de» Rnrsn« weiter thettnehmen tituu, daß die betroffenst» beide» junge» Leute au» de« Unterricht entsernt würden. Dstser Fall zeigt jedenfalls, wie Mt noch Kreise, bet denen «an AufgeNärthett erwarten dürste, in BoruNhellen befangen sind. " Htltzesdei«. Der bekannte antisemitisch« Agitator Litbermann v. Sonnenberg ha» auch unser« Stadt, in der bisher Einigkeit unter der BedöUerung herrscht«, mit einem seiner Hetzvorträg« beglückt. Herr StadtsynÄtu» Göttin g hat - eine Erklärung mit Ramrnsnnrrrschrift veröffentlicht in der es n. A. heißt: .veisaffer diese» lebt seit 72 Jahren in. Hildesheim und hat also »ährend mindestens einem halben Jahrhundert voäaus Geleg»» heit gehabt, da« hiesige Lebe« und di« Persimen kenne« zu lerne» und selbst zn beobacht«». In dieser ganz» langen Zeft hat aber" auch nicht et» Abschnitt gelegen, mo sich bie leisest« Mißstimmung der Bewohnerschaft gegen ihre jübllche» Mtrbe» »ohner gezeigt hätte. Uaddaz» har auch nteBernnlafinnavargriege».- Rastä/91. Rov Etna wnw vor de« hiesigen Schöffengerich» verhandelt« Preßbeleldigunassache ssrberw «ine tnterqsaate Thatsach« zu Tage. Der wegen Beleidigung be« israetirischen Lehen» H. von Rieder-Weisel bei Butzbach angmaatc Redakteur des hier er» scheinende» «sangeltsch-ort-odaze» und »nttsemitischen .Sana« aasblatte»- gestand ans Ansdmen »es ttägertschen Anmalta, ReckstO-- anwalt« Vrünewald-Gteßen z», daß der beleidigende Artikel von 'zwei oberhesstsche« .evangelische« Geistlichenversaß» n»d ihm, »uäesandi sei.— Der Arttöel hatte in hämischer Kor« ein Inbtülumsseft barstelt, das dem PrtvwSäaer von sei er» Gemeind« bereitet worden war, and — indem er de« Kläger vorwars. er Hab« vorzeitig sei» Jubiläum gestiert, n» Geschenke z» erhalte» — ,Geld und Ehreals Mc Mmst des Semitenthnms bezeichnet. Der Anwalt be« angrftagten Redakteurs Dr. I ouvenal-Kaffel, sprach sttnerstits . sich mißbilligend darüber ans, daß di« «tgenüiche« Beleidiger den Schleier ihrer Anönnmitäi nicht lüste» und den Redakteur stecken laffe« wollten. Der Beleidigte wird nun dst beide» Urheber belangen. Basal, SO. Rovbr. Herr Prostffor Georg Dr. Jell inek hat einen Rnf als PrakHor^ d^ Staats- und Völkerrechts nach der Universttät in Hei» elberg erhalte». Es ist die« dst zweit« Berufung im Laust rknes Jahre«, nachdem derselbe sein« Demission als a. o. Prostffor an der Wiener Universität gegeben hatte. Boüsset, 2. Deermder. Die Stud«ten»nruhea »lederholtrn sich des Lehrsbals unter Pstistn und Zische« zurief: .Rieder «tt dem Lüauer l Entlaffung s- Philippsv» hat fein« Entlassung au« dem Rrvoral beantragt. Seim Vorlesungen find vertagt. tzdatorcksmrg. Rach se» vericht de« statistischen Eentralbetvagr« Me Zwillings- und Drilltngsgeburwn in Rußland I, 192 Prozent säarmtlicher Geburten. Hiervon entfallen Qfi&i Prozent ans bst jüdische Oevskstrnng. Bon ,.-J Zwillings- Drillings- und mehrzählige Geburten.^ 128,9 mämUichö» 10,000 jüdisch«« sind etwa lS8.k Aebnrst» sichen 1Ö0 weibliche gMctAkt. Dst Sterblichkeit bet be» Kinder» unter 1 Jahr ietrsat in Rußland im Allgemeine» 9K,34 Pro» zent, hei de» Inden jedoch nur 14,98.