Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 21 (1890)
- Issue
- 35 (28.8.1890)
- Date
- 1890-08-28
- Page
- Seite 265 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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eine aUttemrlnc Zeitung des Judenthums. ___ I« ck« N»M -rr >׳t «*aMU«•■’ itt •** a. M Jllt*••• I «• k I att«•*. IM ttt tl< mpiflH M >lm RriUatm «nMHartl■■ ■fcmcttl*!(. klf«t< < Mtakaat: tstzrit« U ■Uri. ,»» Im Kattkatr: M »t <■«., »DtM.. MC. < ttfcrt). pk JBf+nj+rin• alt ^aatUUaMari' •Urk M Pf•. ririlrtlMriM. < $«Ta«*gtgtbc■ mr Rabbiner Dr. M. Kahmer in Magdeburg. fir Pil't'it. B»*t 11k /titln! )*fiialt tut l,t.3,r»,llt't«» «,Ntas-ttttri mt <ar Ia«.3lkl<«ea1ttc ttiat.BUt t* »k flctnqriMltcM tfctti!ritt mr khi km■ M Itf. hl •ROKtR tan tk ffaaracrt. IMItliHi Hl 9. Zj. OtulM dlOa., lludalf Mom»,lf«a1»ari»lnp voflari,! •tRkticit cta!a nt» aa: PU •fiatHtM InJwuUt. HM «chm rMritt•' «m WaakMar, Antznltr > trihll» CrtiTtl: Dir Inden in England und der Antisemitismus im Deutschland. Bon Dr. I. Loewenderg. — lieber die Lage der Juden in Rußland. PlllAll ■nl <VRrr«fk»nk«NtrtM Deutschland: Magdeburg. Magdeburg. Berlin. Berlin. Berlin. Jena. Aus der Provinz Posen. Bad Ems. Dresden. Oesterreich-Ungarn: Wien. — Frankreich: Paris. Rußland: Petersburg. — Großbritanniens London. Deraifditc ■■■ neueste MachrUhlen t Magdeburg. Berlin. Gtraßdurg i. <k. Posen. Tilsit. Gollub. Pasewalk. Paris. Pari». Rom. Warschau. Niet». Sown». Odessa. Odessa. Washington. I nferat«_ flV Rachdrnck ohne dollsitRiigr Q«tütn«n,aw uutrrsagt. -WU Machen» [ 1!«gut 1M0 U1L 1 M60. Kaltnder. Donnerst«, . . 28 12 j Srttt«, . . . £9 18 : CMMtcnl . . 80 14 7,82) כי תצא) P. i. u. 2. eraxta, . . . 81 , 15; Mont«, . . . Stpi. 1 I« ' Dienst«, . . . 2 17 Mittwoch . . 8 18 1 Donnerst«, . . 4 19 Die J«de« in Sn-land «id der rlntise«ittt«»A in Le»tschl««d. Bon Dr. I. Loewenderg. Das ist, wenn auch nicht der Titkl,*) so doch der s Inhalt einer sthr verdirt. glichen Schrift, die Prof. Dr. Karl ' Schaible in Heidelberg kürzlich veröffentlicht hat. Der < Lerfafsrr, der sich nicht ohne Absicht in der Vorrede .einen Deutschen allcniannischrn Stammesnennt, hat viele Jahre r, hindurch in hochangeschnrr Stellung in England gelebt, «r- So rrNürt es sich auch theilwttst, wie sein Buch zwei scheinbar so ganz unzusammenhüngende Gegenstände umfaßt. Scheinbar, denn c» liegt auch noch eine tiefere Berbindung u zwischen ihnen. Di« innerste Wurzel des Antisemitismus ^-iftßlnwisscnheit. Wer di«Geschichte der Juten kennt, wer da weiß, wie sie Jahrhunderte, Jahrtausende hindurch ge- - he tzt, verfolgt, verbannt, gemordet wurden, und wie sic dennoch mit beispielloser Kraft und Aufopferung sich in ihiem Glauben, r Fühlen und Streben rein erhalte« haben, der kann, wenn er sonst kein vrrrohteS Gemüth besitzt, kein Antisemit sein, V^׳, der weiß auch, daß stlbst dir Fehler und Eigenthümlichkeiten, di« «an ihnen zum Borwurf macht, ihnen nicht durch eigene sondern durch snmd« Schuld anhaste». Aber die Geschichte '. der Juden, anch nur in ihre» äußern groben Umrissen, ist;׳■" den «eisten so strmd wie di« deutsche—Cult Urgeschichte. Was St nicht in Schlachte« und Kriegen sich geäußert, was nicht in Kriegsbeute und Ländern werb sich alß Erfolg dargethau, ist nach landläufiger ÄeschichtSauffafluug kau« werth, ge- -) Die Inden in England »om 8. Jaßrßni dert bis zur Gegenwart. Gin kminr«jchichtliche» Bild von Sari Heinrich Schoidkr. Sarisk, ratz«. Drbck und Berlag der G. vaum'sthen Hosbrchhandlnng 1890. M Reernffm, in «r.!6 fc* .Jüd. Äteramtbl.- Red.) lehrt zu werden. So konnte e» denn kommen, daß auch unsere sogenanl:tr höher gebildete Jugend in Antisemitismus macht, daß dies« Giftpflanze auch an deutschen Universitäten, dir ein Hort jedes edlen Streben» sein sollten, fromm und fröhlich in« Kraut schießt. E« ist darum ein höchst loben,tverthes Beginnen, lveu» der Bcrsasser der erwähntenSchrist das Uebel bei der Wurzel zu fasse» und die Borurtheile gegen die Juden durch die Kenntniß ihrer Geschichte zu zerstrcuen sucht. Er erzählt in populärer Form, iu klarer, schlichter Sprache, und wenn er auch selbst sein Buch uur eine bescheidene für Christen bestimmte Skizze ucnnt, so entbehrt eS doch auch sär Juden nicht des anregenden, belehrenden Inhalts und zeigt an mehr als einer Stelle, daß eS auch ans den Quellen ge» schöpft ist. Wie fast überall, so ist auch der änßere Verlauf der Geschichte der Juden in England: Aufnahme, Abspcrrung, Beschränkungen, Unterdrückung, Verfolgung und Verbannung, — ein« lange trübe Nacht, um so trüber, als sie nicht wie in andern Ländern von den Strahlen der Dichtkunst und Wissenschaft durchleuchtet wurde. Sechshundert Jahre sind eS her, seitdem sic vertrieben wurden, und als man sie dann (um di« Mitte de« siebzehnten Jahr- Hunderts) wieder ausnahm, begann r« auch für sie zu tage»«, und heute leuchtet dr» englische» Juden die Helle Sonne -der Freiheit, und nicht bloS dem Buchstaben auch dem Geiste und der Ausführung der Gesetze nach sind sie ihren christlichen Mitbürgern völlig gleichgestellt. Zu,n Beweise hierfür läßt der Verfasser der geschichtlichen Skizze noch einige Kapitel über hervorragende englische Juden, über ihr BerhältuiS zur christlichen Bevölkerung, über ihre Schulen und Presse folgen : Mittheilnngcn, die streng gcnommcir.