Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 21 (1890)
- Issue
- 33 (14.8.1890)
- Date
- 1890-08-14
- Page
- Seite 255 (sequence 7)
- Language
- German
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jk Vntai, k k/W* cter. fa ^Ha Wchßikschaft fcfMfid««, sehr fraaf barafcbafkf<ab<a Da» »eftchrlich BKibca Baak. Da« voll atttrto, he» Eaaaatffar Maar flKanbca!1 schenk», ba bcr •aaaaaear M» faj aabBsikl bk Crfaabai« «IHM hatte, kr! Nicht »eiche» p »alle», bi» her Gsuyeraear siasSalich »ap a»ffasiaa »ürbe. Die Mrage!ab ber Met»»»« l»«br»<t ba ttaaariffar kiata bn Jatea ,rschiSl nfcrbea »ab btese müffea י. aa# bn» Saab« pcirkbai aber ia bk jüdische Saaamah סן schtckt »erbea. Dabei schriee» die Make, bah sie jetzt bk ' Herrn, aritta anb aach »»iß«» aeürbea. baß dies ber Kall sei. «ea» bk 'Iabea sich »ich» fartaache» mürbe», s» mürbe am» ihre Häuser aazitadea; ber jetzige Zastaab Hab« laag» psag gebaaert. Darch bk Iabea sei ba» voll a>il Siearr» hrlaüet »erbe» »ab b« Goaaerarur. beffen »aasch es sei, ba» Lall ao» be» Gkeaaa p «atlaftea, malle selbst, baß bk Iabea aai ba» Saabe gärtrbea »erbea. Da bte aastzoegi« «eage ihre «arte aach i» bk Lhat -»»setze» aealltr, Lbastel ei» aeütheaber Haafe amhrere voa Iabea bemehak Hllasa »ab zerstreute sich nicht «her, hi« b« Gaaveraeur barch sei» persballches Lrscheiae» bem Lramell «ia Elch« »achte. — Der Lorrespaabrat be« 1» Haag er. schetaeabea .vaberlanb* HLlt ba« Lreizat» sür bk Kalge eia« shstemattsch geschürte» lasmiegelaag ber aerschiebeae» Beablke^aas«Nasse» gege» eiaaaber. Ls ist aaffalleab, baß, - »ach be» Har Saaarta-Lshmaa» bei sei»«» Uatt«. aatritte gstratlich erNürt hat, gege» bk Iabea »tcht fetablich gestaat p sei», da« Volk, mekche« setaer vetmößtgkit aattrstrht, iha für eiae» Uatifeachse» hält. -י Vermischte «»> »e«este N«chrichte». . L. Brest«». Der Borstand ber diesigen Gemeind« veranstaltet nach in diese» Jahre «inen Gottesdienst an de« hohe« Ariertagen, »»bei et» Hörer des hiesige» Rabbiners»Seminar», Herr S. SUberstein, di« Funktionen de» Predtger» versehe» »vtrd. — Auch ander« Gemeinde» Deutschland» und Oesterreich» habe» sich sür Hörer des' Breslauer-Seminar» bei de« Predigt»«» an de» hohen Fetrrtagm entschieden. . Broslan. Herr Professor Rosau«» ist »n« Dekan der hiesigen IliriwriiMt flCSoffbit mtrben. ßdvtsda«. Hier hatte et« Vater (Arzt) beim Vorstandder Btgogen-Gemeinde dagegen remonstirt, daß sei» Geh» sein« ütrab» »eben eine« in der Reihe bearabenea Selbst»u>der erhalte». Vorstand ervarte — wohl mit Recht — eins de artige Remonsiration unberücksichtigt lasten 1» müffea. I»sterb»rg. Infolge der Jnbenausweiiungen aus Rußland sind die Bahnhöfe in Königsberg und JnfterSnra der Echan, »la« ergreifender Teeneu. da di« armen Vertriebenen tsaNch in-große» ' »baffen «intreffe», um weiter tvestrvärts zu ziehe». Anscheinend ist dieses Mal «tcht nur die ärmste Klaff« der russischen Zwte» von der »»dorm herzt gen Maßregel betrosse«; inan sieht vielfach Leute, dt« de« «ttsitnirten Klassen aazugehörr» scheine». Das Reiseziel der Reisten ist zunächst Berlin.? Rstnißsberg, 7. August. . Einer der bedeutendste» Mediziner £5 ««stier SMdt,. der StadttzMkU« Geh. Medizinalrath Prosrffer Dr. M Pincn», ist im Alter von 71 Jahren aestorben. Dr. Piruu» war früher M Arzi in Insterburg und wurde 1868 Gtadtphysikus m»d Redtziual- W- ^stffor t» Ksnigsberg; tm ber Universität las er als «nßerordentlichn ife־ Professor «bet Gesundhrttslehrr und gerichtliche Medizin. R Mttiltaikl 10. August. Heute Nachmittag hatte sich bi« ' hiesige jttttche Gemeind«, sowie Freund« k* mrstorbenen Lehrers ii׳ Behänd ans dem jüdische» Friedhof« versammelt, um der Stnweihnng«. & stier des dort vv. den ehemaligen Schüler» gestifteten Denkmal« bei- U .pwvhne». Dir Feier wnrde mit «ine« Gebet von!Herrn Rabbiner ££־ «rann ringe leitet, woraus ei» Männe rchorgesang folgte. Danach Nr hielt Herr Rabb. vrann die Etnweihungsrede, in welcher er der 8er- U , birnstr und Lugenden des verstorbenen «och einmal gedachte. Ein Destng de« Mäüaachors beschloß die erhebende Feier. Da» Denkmal trsat auf der Rückseite in deutscher Schrift die Widmung: .Grab- JhauBtat gesetzt tu Dankbarkeit und Verehr«», von Schülern und Frandy» dem t» Gott buhenden biederen Lehrer der jüdischen Schule Moses Wolfs Bohrend, gestorben Im Alter von 7« Jahre» am 88. Rovember 1888. Friede stin« Asche ." Die Vorderseite .enthült in hebräischer Sprache dieselbe Widmung t» Goldbnchstaten. Darunter siche« in. deutscher Schrift dt« «orte: »Die Lehrer werde« leuchten wie ^dö»-Ht»»«ls Lt-mz.' sDautel IS, S.) Zur Bestreitung der sind über süst «. znstmmengebracht. Der veebletbend« Meder, soll als Grnndfond» zu einer »Lehrer Behren d-Ltist»ng' ver- ' werden. — Sek* 1!w «Deßae OberraMaerstr,- ftchA« Vewerdmtgr» eingelanstn. Die Probchrchtgien werden nächstens, begin«». Ba» DböNMissb. »Eine große antisemitische Volks» Versammlung' hatte Abg Höckel in G«chbach angrkitndigt. Zn bkst» versa>»«l«t1g sau den sich ober in große« Tchaarrn die Gegner bn Unnstmitr» et», was Herr» Böckel vrrrmlaßw, ba« Loft»! der Valksversaimnstntg lange vor Vepm der Versa»»«!«»- zu sperre» und «k etwa IVO Parteigruosien, darunter die Hälfte Fniue», junge Leute «Üb Kinder etnzulaffen. Dir Ansgeschloffen» vera«st»ltete« alsdann «in« Protestversaminluug. in welcher sie durch Resolution«« »das feige Ver» sichre« kr Antistunten, die eine Diskussion fürchtete»', kemlzeuhneirn und Protest erhoben dagegen, daß di« antisemitische Versaunalnng die Meinung bei doctiaen Gegend zu« Ausdruck bring«. Gtaagst^» August. Die israelitischen Lehrer Würt> tembrrg» hielte« gestern hier ihre dtesjshria« Konserenz ah. Vor Vegln« derselben bensilligte ber Ausschuß Uuterftützurlgen ist» Sesammt. betrage von 1600 Rk. Dir Konserrnz beschloß eine Vttte an die Oderktechenbrhörde um Förderung der TchuLehrbücherfrag« und bertrch über di« Stellung, der tsraelittsche« Lehrer und Lorsänger. Verschied«»« Klage» wurden laut. Der Bereinsausschuß wurde mit der Eiureichmtg betreffender Petitioue» an die Oberkirchenbehörde beauftragt. Kentva» St. Juli. Die hiesige jüdische Gemetnde hat die Errtchiung eine» »terklasslgeu jüdischen«ymuastum»beschlossen^ tzlmilrrdam. linst re Gemeind« hat darch de» Tod des Herrn Marens GerrttLaback einender edelsten Menschenfreund« verloren. Er hatte es b^onve.s geliebt,' Wohlthate» lm Geheimen z» üben und mancher Insasse des!üdischen Knabenwaistnhausts verdankt« sttsie Aufnahme in daflelbe der Großherztgkeft de» Verstorbene«. Auch ander« Wohlthätigaitsanstalten unstrer Stadt hat er durch großartiae Schenkungen bedocht Sein Lob wird von Christ«» und Juden allgemein betrauert. Rmsieeda«. Da« hststge Rabbiner-Seminar wurde seit dem letzten Jahresberichte von 6K Zöglingen and Schülern besucht: von diese« waren öS aus Amsterdam und 38 ans andern holländische»' Gemeinden. Der Lehrkörper besteht außer de« Direetor, Dr. H. Dünner und de« Snbdirecwr aus 18 Lehrkräften. Der Staat leistet zur Unterhaltung' des Seminars einen Jahresbeitrag von 7000 nnd und di« jüdische tzstmeinde «ine» solche« von <600 Bulden. Cftule. Der Ttavtrath «nehmigte »um Vau einer Synagoge eine« Vaudlatz nebst 18 taustnd Frank«». Vis jetzt wlrb der Gottesdienst ia einem Betsaale abgchalten, deff«« Kosten gleichfalls zu« Lheil von der Stadt grtragen werden. Güb-Rntziaa». Im Bezirk Ananjeff beginnen di« Bauer» die Juden au« de» Dörfer« zu treiben und ihre Häustr ustderzubremk». Hab und Gut der Inden wirb total vernichtet. Die Juden, welchr sich *ut Wehr setzen, werden niedergeschlagen. («Wie furchtbar — fügt das sthadrnftohe Berliner Aittisenutenblatt »Volk' Hinz« r— müssen die Juden gewüstet hoben, daß derartige Wuthausbrüche des Volkes «tög» lich sind!' — Dt« autlstmttischen Hetzereien haben dt« Bauern i« Bestien verwandelt — «einen wir. Red.) Obess«. Der Odeshrer »Rorworosstjsky Telnras' meldet, die Petersburger Regierung Hab« verfügt, daß auf Me Wochen- und Jahr, Märkte in.de» einzelnrn Städten Süd» und Vestrnßlanos nur ein gewisse« Prozent jüdischer Handelsleute »«gelassen werde, damit die chrlstlichen HonMlSlente bessere Geschäfte machen können. Odessa. Man lieft in de« .Odesskt Listok' Folgendes: .Mit de» Elreular des JustiMististerü vom 8. Rovember 1888 wurde de» jüdischen AdvokatnvgehiG» und Juden überhaupt verboten, gerichtliche Privatvertretungen zu übernebmen, ohne vorher «ine diesbezügliche Bewilligung des Minister« erhalten z« haben. Vor einigen Monaten wandte sich das Gremium der Odessa« Friedensrichter an den Justiz» minister mit de« Ersnchen, derlei Bewilligungen drei Odeffaer Advokatengehtlsr» mosaische» Glauben« zu erthetien. Dieser Lage wurde nun da» Gremium vom Jusiizminlsstr in Kenatniß gesetzt, da! derstlbe dem diesbezügliche» Ansuchen nicht entbrechen könne. Mnoeris». An« Sale«, in Rew-Ierstv, berichtet Me .New- Yorker Handelszettnng: Di« .Allianee', so h«»ßt bk von au» Rußland eutsiohene» Jnven vor acht Jahren gegründete Kolonie, ist heute eine blüh««« Ortschaft mit 8!S Einwohner». Das zu der Kolonie gehsrmtd« welche» vor acht Jahren Mur IS Doll, per Acre werth war, ist heute kaum für 100 Doll, zu kaufen. Die Kolonisten kommen gut vorwärts und sind zufrieden. sl* kb. A» N. Re»>B»rk. Durch den Rücktritt.de« Bruder« M. Dölmesstnger Welcher während eine« Zeitraum» von über SO Jahren eine« de» thätigsikt Mitglieder des Orden« war und de« Bruders Isidor . Busch an« ibt. Loni« vom Erecativ-Comitb »erlierl da« Orden zwei tüchtige Kvik tr. Drotz de» vorgerückten Alterde« Bruders Busch, welches er «tt Grund für seinen Rücktritt angiebt, glauben Viele, dsß ' eine fernere Beschäftigung mir den Lrdenssngelegenhelten dazu beitragen würde, ihm di« für Männer feines Alters nöthige Kraft und Geistesfrische zu erhalten. Der aus dem Amte Scheidende hat de» Orden als Schatzmeister des - Ezeeutlv-Comtis vortreffliche Diensir geleistet. Br. Lhalmttsinger war während der letzten 10 Iah« Schriftführer de« 8.ML nnb hat selten bet einer Logensitzung gefthlt: «nch bei den versammlnnge» der GrokSsge wal er stet» einer der erste» und letzte», welche durch ihr« VnhMpng an den Geschäften des Orden» sich »erdien« genW-bt baten. Hebe, kt.)