Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 21 (1890)
- Issue
- 32 (7.8.1890)
- Date
- 1890-08-07
- Page
- Seite 245 (sequence 5)
- Language
- German
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*w.y*׳*. - *4• j Och (im «tf« Fmcht ihmrhütigstst ין wfnftwi Zugleich «xOchl fhton, bkfc CMhdäm«■ kt IM Neichsftchstchule, kr» Resultate all» Cm« feist»««. «Ach kr ÜrarfkiM«. wie die heutige «nsegnnng zchge, z» Onte kawm«. «Aglichst ין Unterstütz». Zn dieser Feier wärm fttte»« de» NeichswatseNhaose« Herr HnWvat« Lehrer Betzrrsdarff» seit«« de« Be» bank« Magdeburg Herr Schriftführer Seifert יי» sei««« kr Oberschule kr Herr Fetktvat« Nabern»«» selbst erschi««. Die Führung k» Snnku hatte cim kr II teste« Fr«Rk kr Fechtschnle Herr V. Michel über»»»««. U»ser Fechttath Adrahamawski überreichte de« Cnakn!nr Feier de« I«!«« ei» Sparkassenbuch über van ihm dei sein» Armndm gesammelte ISO Mk., »eiche« de» Waismhan«v»rst»»de!wr Aufbewahrung di« |»r Cnttaffang DEA. PWI IMIQlPfi l»l. Da kt d« Jöraetitm die <ti«f<|tt■»• mit kn 18. Jahre crfkgt, verbleibt kr ftnak »ache I« Waise«- tza»se bi« zur B»llmd«lg de« 1«. Jahre«. S. Hier«! sollt t«!«. Blatte nach folgender Erziehung«, bericht de« Her« B. Michel: I« S. Jahre stand der Klein«, als ich ihn de« Reich»»atsenhaus« anvertrautr. Durch nicht reaelrrchtr Nahrung und Erziehung zurückgebtieden an Körper und Geist, «achte e» mir da» Her» schwer, al« ich Leopold de« Baisenvater übergab. Dazu ka« da» viele Gerede in der ersten Zeit, et» einzige« jüdische» Kind zwischen bv andersgläubigen Waisen, »üßte doch nach Vieler Meinung NelioionShaß schüren, oder ihn seiner Religion ganz entfremden. Doch wie sehr glücklich ist da» Kind geworden unter so bewahrter Leitung! Mehr wie eintg leben bi« Kistder unter einander, und sehr bald hatten meine «lauben»genoffen dir GrwißhrU, welchen unendlichen Segen die Anstalt für jede» Kind, welcher Eomftssion auch immer, astetet. Leopold hat nun vor vielen Zeugen sei» üstaubensbekrnntniß . tadellos abgelegt, ein Beweis, daß in der er Religion seiner Lehren erhalten, in der er geboren*), und ist ein kräftiger Mensch geworden, in der Schule fleißig, durch sein« außerordentlich gute Ausbildung de« Waisenvater«, im fUmgang« ein sehr geselliger Jung«, der 1 besseren Kreist» durch viele» Anstand, gepaart mit Bescheiden- »d sauberem Aussehen, viele Freund« erworben hat, da» ist rin vom Himmel. Herr Rabbiner Dr. Rahmer besprach an dem Doge seiner Konfirmation da« große Verdienst, daß sich Hr. Nädermann durch die Gründung der Retch«stchtschule erworben hat, in stbr schönen Worten, dankte für die Berwirklichung der edstn Sache, daß die erhaben« Idee dadurch in ihrem vollsten Glan,ze strahle, daß man armer verlassenen Waise», welche« Bekenirtniffe« sie auch sei» mögen, sich Lnnchme und sst zu Mensche« erziehe. Alle, di« an solchem edlen Wert« helstnd sich betheUige«, seien, nach eine» Anöipruche unstrrr Weise», gleichsam Mitarbeiter Gotte« an seinem Schöpf»ugSwerke, an de« großen Werke der Menschenerziehung. Seien wir doch all« Kinder ein«»Gott«s und Vater»; nur di« Lieb« zu Gott undLieoe zu de« Menschen ohne Unterschied de» Glauben« hat« da» große Werk Vollenden helfen. — Ich glaube wohl, daß bei diestm noch nie dagewestne» Kal jeder Anwesende mit einer ganz besonder« glückstltgeu «rmüth»- ststnmung den Tempel verlaffen hat. Bo» der Anstalt war Leopold vom Kopf bi» zu Fuß sehr gut gekleidet und erhielt von verschiedenen Famllien außer ander» nützlichen Geschenken auch «in Sparkassenbuch mit einer sehr hübschen Summe: derselbe verläßt zu Ostern dankbaren Herzen» die Anstalt, um sich dann eine« praktischen Beruft zu widmen. Merkt», v. August. Urber dm »Akt moderver Tortur', dm dir »Krruzztitiuig* aa die große Stack« gehängt hat, «ld dm >»ir i» atrigcc Kr. (30) bespreche», schwebt «ich inner ein gewisse« Dunkel, da« durch die dmrigm Mit» theilungm der ,BoikSZettnug" «i» nmig Gelüftet wir». Diese« Blatt schreibt n tätlich: .So «nig synpathisch auch da« a»gedlich« Opfer dieser angeblich» Tartu r, der ««tttse» nittsch« Senit*. inner sei» nachte; sa schim »»« ei« Aufklünmg der Sach« allerdiug« »othwmdig, »achden äffmtüch etve so schwer« Anklage oichtunr gegm die FanUte k Jmge, svttdern auch gegm mehr al« dara Beantm erhnku norkn war. Wir «stärk» e« k«hald al« uvlhweichig, daß die. Angegriffenen |rnenhia.Lmn1geitt«,*-»atzb^ »argi«|a». Da«- ist bisher ,ich( g^ch»h«.,,Dte^Seüuk dieser Hnrü<khtlt»ng find mts kstttz van ktheitigiee Bett, .dar,«, »egt Md»: «träfe« iMMjentttch» daraus^. Hab dir -F»ntüe k Jangs pichL .nst eineuz, »ach ihrer fest». Order, -^KrKefnchft ,» denjübischen-Yeit geladen^rstn: «ie-Fest» fti leuuuug m Inch Bpni Hmgmst» «nmmnRm mtu• göch, «iMM «ffrmüch» stUMN fichr« will. Die NRA'üNg«. botme «»ficht i» diese Zrngniffe ist »a» »»« auch Ge- »»»»» ward». >G find ihrer drei, alle vau bernfm» Jrmuürzt» mWgeftrttg». Da» erst ist an«ghstellt von Ptaf. Mendel, kr auf Snoch kr ihn vargelegtr». »o» Herr» Marri» de Jange »iimhikdiU verfasst» Schriftstücke, )»weit ei» UrtheÜ vH« persduliche Unttrsnchnng de« Patient», kr Micht var ihn hatte «rschrtvm wall«, zulässig ist, Jrrfimt יי»!war gemetugefährltch» Irrst« al» vorhmk» feststrllt. Da«!weit« rührt vm Dr. Auerbach i» Köln a. Nh. her, früher l«,jährigen »sststmzarzt aa der märkischen Pr«. vinzial-Jrrmaaftalt zu Sberswalk, der »ach Gmauer Be- »bachtvnG de« Patient» t» eiuen ausführlich» Sutachtm Sr«-»- und Berf»lgnng«»ahn bezmgi. Da« dritte endlich bestcht t» brieflich« Aeußenrng» de« Dr. Jastrowitz, dirigirmd» Arzte» der Mai80n de santd in Echdoekrg, der nutz a ch t n»«a1ltch«n Aafmchalte de« Her« Moni« de Jmge i» dieser Anstalt dmselbea nach nicht für geheitt erklärt. Ned» dies« ärMchea Zmgniffm find un« Briefe de« nehrGmavntm Herr» vargelegt ward«, welche auch für Lat» die Geistig« Lrkranknllg kffelbm außer Frage stelle». Selbst wem» alles da« wahr wäre, wa« Herr Marri» k Jovge feiner Aanüi^ vorwirft, so würden diese Briefe dennoch moralisch« Schmßlichkeitm kr nuglanbltchsten Art enthalte», sodaß fle di« Annahme einer Geistige» Srkralüaug za einer Wohlthat für ihr« Berfaffer mach«, freilich diese Annahme auch zu einer «naoftchtdar« Sewifsheit erheben. An« diese« Schrtstftückm bricht «overkmnbar namentlich anch ein hochgradiger religigsn Sah» Hervar.* Leipzig, 3. Angast. Der Schriftsteller Karl Wiesenthal van hin veröffentlicht t» kr Prager ״i*r. SemeiadezettnnG״ rinm Brief Kapaleon«, kr noch heute uns» Jntereffe tu Anspruch nimmt. Al« Kapolevn im Mat 1812 in Sowno lagerte, befahl ' n. daß man mit Danziger Jndm Liefernngm abschließe, um dm Prmßm nicht in die Hände za fallen, «r selbst hatte sich Adreffm »cn Juden verschafft. Sennal Sraf von Segne erzühu nun in fein« Geschichte: .Napoleon und dt« groß« Arm«*, daß kr Danziger Jade .Lnblvschn* •oa den kküsrr einen Brief empfing, kr in deutscher Uebet« sctzung nie folgt lautet: ,Mein Herr! Wie mir mitgethetlt wurde, liefern Sie gut und billig. Da» hat mein Hnz erfreut I -Wenn Satt mir zum Sieg« verhllst, s» will ich Snropa beweisen, wie dankbar fich ein Kaiser gegm die Juden, ihn Stamme«» ' gmaffen, zeigt. Ich werk Sarapa Borschristm nachm und di« Sefichr aushekn, in um« Barbarei zurückzufinkrn. Hat Ihr Volk di« Finstnniß k« Mittelalter« überstandm, s» fall dieser Krieg dazu dienen, all« bardartschm Böller t» Ltvilifieruag zu oerfttzen! Wer kbnnte wvhl glaub», baß es möglich ist. »ornn »an im Jahn de« Heil« 1812 nach «bnetgang gegm die Juden hat. Wal soll kr große Kamps kr Mmschen^ kt Krieg de» Stauben«, welch« in Inner» dt« Staat» zerrüttetI Ich hak Mich längst üb« dt« Lridenschaftm kr christlich» Welt durch eigen« An« schannng» empvrgehobm. Noch viel Blut muß vergoss» . werden, ehe auch die Jude» allnLänkr Snropa'« die Sonn« kr Freiheit schaueK« In, Mein« Lage muß Ich viele Juterrssm »«gleichet» nnd'Pflicht» erfüllt». Hätte Ich ke Out tegierh dann wilrm die Jaden weit«! -« ist wahr, mein Herr, Ich liebe Ihre Natton: Seü zwanzig Iahet» «blicke Ich Sure Sanflmte an Mein« Seite, auf. kn Schkachtselk» Jtali»^1»n« in kn Sefilktt Spanien« hat nkmchn Juvefür Frdnireich» Größe s«i< Leka gelassen.- Hch villrge tt,: wepwJ-r «ch in Prenß» nach NechttK Mebtt Preaßm hat gkaßt' OfaffeLmacht, dg« ist filhltnmL״ Ich gtb« nechte LnsttnMnna zu d» AllstemgLugm, «e Jh^kgtnnm wM. «Ult«, was t« gtcht« «acht liegt. ftstck. Skr Befchmfft z» Anttrfwtzea. Stab