Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 21 (1890)
- Issue
- 21 (22.5.1890)
- Date
- 1890-05-22
- Page
- Seite 153 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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XXI, M 21. ÜRagktlnRg, SS. Mai 1890. eine allgemeine Zeitung des Judenthums. Herausgegeben von Rabbiner Dr. M. Wahmer in Magdeburg. )4r Mehrheit, -echt >,» irirkti! ) « r» r ■ * Wt bIt.I,tattl:t!«e «,chtas-btlft« mir Xir »a« .I » d Isch t L Ultra lut-Blatt», btt netn4*fealte1<c Btütjttlt »atr Dttns ftaam 95 Mr. ftnd tmrorbtt durch die Annoncen. Etptbllionta »a» O. I.- Daub• .ScOo-, Rudolt Mo■»»,H»«»»n»f lnd» Vo!l»r0.». »btt bittet etnM tnden »»: |U G»n»kM»tt bn ,,!»»aatlt. Mach»»- tchetn״ l» -» a »Btatllch ttlchel»! ie eine ttvmnter bt M»«cha» schal,f. be« ״!••lllta. flat »•“ a. MJIII1,»I ■ r k I Uretl fit alt fcralMUKt** btt •StB MUatttta ». Bt^baablatteea dr»l Muk McttdlibtL >tt blttdtt Aattabaag: )!tritt 14 Katt. 1«4 bmK■««■bt: 18 •kt. (8 8-, »IJtt»., 8 ML, 4 Selatt). Die.W»ch»»,ch»lN' ari:.ftratUI«1bUtt- (•bat .811 tttttvtbitto tobte 9 •Mark 9A Pt,. rtfitrllibttl«. |8||8lti Machen- II41. I 81«». ן Aalender. Leitend» Artikel: Da» Loinrtheil gegen die Jaden, sein« Natur, Ursache und Heilmittel. Meinungküußcrupgen von Richtjuden. — 1880. i 5650. 47. Universelle Weltreligion. — LebenSgesShrlich« Kuren für eine wenig Donnerstag . . 22 3 gefShrliche Ilrankheit. Berichte und a»rr«sponde«,en: Deutschland: Magdeburg. Freitag . . . 23 4 48. Berlin. Berlin. Au» Janowih- Sonnabend. . 21 5 8,52) בפדבר) p. «. 49 Oesterreich-Ungarn: Wien. Prag. Au» Ungarn. Broßbritannien: L׳ndon. Rußland: Petersburg. Warschau. Sonntag. . . 25 6 j Scbownaus. vernetscht« und neueste Nachrichten: Berlin. Berlin. Hall«a.S. Montag . . . 26 7 Hamburg.Pieschen. Franlfurta.M. Schweinsurt.At!»Ungarn. Pari». Dienstag. . . 27 tz Kopenhagen. Riga. Petersburg. Konstantinopel. Algier. Amer ka. Inserate. Briefkasten. Mittwoch . . 28 9 MT Nachdruck ohne vollständige Oarlleuangabe untersagt. *VI Donnerstag. . 28 10 LaS BorurtheU gegen die Jude«, seine Ratnr, Ursache «nd Heilmittel. Mrinunglänhernngen von Rtchtjuden. ~L~ Wenn diese Blätter unfern Lesern zu Händen kommen, nahet sich da» lieblichste, wonnigste Fest nicht nur der Natur, sondern auch der jüdischen Geschicht e, da« Fest der Offenbarung, an welchem dem Volke Israel nicht nur sein Besetz, sondern auch sein Beruf und seine weltgeschichtliche Aufgäbe offenbart wurde, »zu sein ein Reich von Priestern, ein heilige» Volk", zu werden zum,Bundr«volke, zum Licht der Völker' (Jesaja» 42,2). 3» liegt nahe, besonder» am Offenbaruogöfeste, dem Bedanken nachzugehen, inwieweit J«rael diesem feinen! hohen Beruf nachgekommen, seiner geschichtlichen Aufgabe gerecht geworden, und welche große Hinder» niffe und Hemmniffe sich ihm in der Erfüllung derselben entt gegengestelll haben. — Bon diesem oder ähnlichem Bedanken» : gange ist wohl die Redaction de» zu Rew-Aork erscheinenden , »American Hebrew' auSgegangen, wenn sie, um den wahren | Brund der hier und da auch ,drüben* sich geltend machenden : Antipathien gegen die Bekenner de» jüdischen Blauben«! zu erfahren, und die richtigen Mittel zur verscheu.hang | derselben angeben zu können, an eine Anzahl hervor-! ragender einflußreicher Nichtjuden verschiedenen Stande» die I nachfolgenden Fragen gerichtet hat, mit der Bitte um frei«! müthige rückhaltlose Aeußerung, selbst wenn diese für Juden! unangenehm sein könnte, denn »wir räumen ein — h rißt e» I tu dem Begleitschreiben — daß e» unter den Juden wie unter : allen menschlichen Wesen, ebensowohl unedle al» edle Charaktere! giebt. Dieser Unterschied besteht aber unter ihnen al« Mit-! gliedern der menschlichen Gesellschaft und hat durchao« nicht»! mit ihrer Religion zu thun, einer Religion, der, wie bekannt, alle herrschenden Religionen der cioilistrten Staaten ihren Ursprung verdanken.* Die Fragen lauteten: I.!können Sie au» Ihrer eigenen persönlichen Ueber» zeugung irgend einen Rechtfertigungsgrund für die Pflege eine» vorurtheil« gegen Personen finden, bloß weil diese Juden find? II. Ist diese» vorurtheil nicht grüßtentheil« dem in der Kirche und GonntagSschule ertheiltrn Religion-unter׳ richt zuzuschreiben, welcher z. B. lehrt: Die Juden hoben den Heiland gekreuzigt; fie haben ihn verworfen und können nur im Glauben an ihn Erlösung finde» und andere dergleichen Dinge mehr, welche darauf derechnet sind, in dem empfänglichen Gemüthe de» Kinde« «ine Abneigung gegen die »verschmähte Raffe* zu errege»? III. Haben Sie, so weit Ihre persönliche Erfahrung reicht, in dem gesellschaftlichen oder geschäftlichen Verkehr mit den Juden irgend ein Verfahren bemerkt, welche» von dem der in derselben sozialen Stellung sich befindenden Christen verschieden ist? IV. Können Sie angeben, was grthan werden müßte, da» bestehende vorurtheil zu verscheuchen? Liese Fragen wurden an einen Erzbischof, 4 Bischöfe, 22 andere Geistliche, 2 Profefforeu und eine größere Anzahl Präfideuten. Gelehrte und Schriftsteller gesandt. E» gingen im Ganzen 60 Antwortschreiben ein, welche zu reproduzire» den Raum eine» Buche» in Anspruch nehmen würden. Wir wollen nur einige darau« unfern Lesern mittheilen und beginnen heute mit dem