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Israelitische Wochenschrift · 1890-03-20 · 12 (20.3.1890) · p. Seite 89

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
21 (1890)
Issue
12 (20.3.1890)
Date
1890-03-20
Page
Seite 89 (sequence 1)
Language
German
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M 12.?dm. xxl PtlMny, »0. Wirz 1890. eine allgemeine Zeitung des Jndenthnms. »IchnttN« ttschtiai ,, «tat M»«tt Wt ■litt•“ a.kri «•klatt•**. ■wie ftt •IckvafWMtaM ■IraMMbatna 1. ■achk-aklaa^A araiMark rttttttilktL Mit kittet« t g«|ntn1: jlHtNch U ltnt, rtettt Mtakaat: IIHtNch U •Urt. t ■ aeUakt: 16 KL (8 (L, 60Bit■., 6 ML. 4 »tfaitV t* »k .WeachotychaiN- ■tt .jfaarillmMatt- Mit •Sltlttatatklatr) Mit: a M•»* a* Kr«, bittttfiektiich. Herausgegebea von Rabbiner Br. M. Maymer in Magdeburg. |ir M»tzrtzeit, Aecht ■11 {tieltel »*raaata IA1 bli.I »tatlt tisch t B04ta|4tllt* mc (Ar bat.IÜbikchtSitttta tat-Blatt", tte nc(n«rto<Itntt Matlzeil« ton kttnt ■an» M Mf. sind rttratb« kurch blc XRUltctK. talbltltnnt 00a Ob. I». D>ub* iScOo., Rudolf Mo—t-HtMtaittln y . ob« bittet ttn1u׳«abtn «n : Vadttt.( IltfttabHIn kw ulttaittL W-ch-a- “■־־■ tat PMbtkM|. Vk0BRe«t(nt4><fiHlikaaa. Satte■»* Vrtif(1: Die Blulanklog: und kie Eingabe an den Papst. Bon Robb. De. Rothlchild. — Die Stellung der Rabbiner in Oesterrett. Bon Earo-Pilsen. — Lonioral und Rationalität. Loa lkantor S. Dubewsktz-Samier. — Geeichte ■ad flterrefi»»nfeea1e(tt Deutschland: Magdeburg. Berlin. Leipzig. Au» dem Sroßherzogthum Hegen. Darmstadt. Larmftcdt. Leobschütz. Ree». Oesterretch-Ungara: Irestburg. Frankreich: Pari». Srostbritannten: London. Amerika: Rew-Por». veeatischfe ■ad neueste vkachriedtea r Magdeburg. Berlin. Berlin. West. London. Peter»burg. Kjatschou. Warschau. Odeffa. Zaser ate. _ ■P“ Rachdrntk •|ae vollständige Quellenangabe untersagt. *VI I ' Machen- | M"1 ־ Katender. I 1890. KM. Vameeeataa . ‘JO 28 frette« . . . 21 29 K»aandead 22 1 ויקרא r. »»e»eä«,«b. (166.) Bosch Chodeach Nima. famiUe - 23 9 *•«*•• . . 24 3 IHmUm . . 26 4 »tttawch . . 2Ü 6 ymnulgl . 27 6 lk ZW VEWeii AMlMM brivaen wir unfern geschätzten Abonnenten die recht» Heitt-e vrnenernng des Abonnements in gefl. Eninnerung. Ueber manche Krweiler«»- unseres Blattes, besonders im Interesse der jüdischen Lehrerwelt (durch pädagogische u. homiletische Beilage») behalten wir »ns nähere Mittheilungen für die nächste Rr. vor. _ Nedaetio« und Verlag. WW^ Um Irrungen zu vermeiden, »olle man bei Bestellungen auf der Post ausdrücklich auf die Nr. 3018 (mit .Litteraturbl.") der Zeitungsliste Hinweisen. Die vlataattage nnd die Singabe an de« Papst.*) Die Frage über eine Eingabe an den Papst in Betreff der Blutanklage gegen die Juden ist freilich von großer Lragweite; sie mag darum bi» zur vollständigen Klärung einer weitern Besprechung unterworfen werden. Eine Reihe von Blättern spricht sich zustimmend darüber au«, nur ,die jüd. Presse* (Rr. S) ist entschieden Gegnerin; wir wollen ihre Bedenken prüfen. Diese« Blatt bezeichnet e« al« Ent- Würdigung für Rabbiner und Judenthum, sich von dem Oberhaupt der christliche« Kirche bescheinigen zu lassen, daß Juden und Judenthum von dem berüchtigten BlutcituS nichts wissen. Papst Tlemen» XIV. (Sanganelli) habe zwar 1769 den Juden Polen» auf Verlangen bezeugt, daß die Blutanklage, wegen welcher sie unschuldig verfolgt wurden, auf *) Dieser für die vor. Rr. bestimmte Artikel traf für dieselbe »11 spät ein, »nd ist durch die Lorrefp. .Magdeburg" in vor. Rr. (in welcher S. 84 d. Z. 2V v. u. ,vergossen" st. vergessen, u. Z. 11 d. u. ,verschränkten" »u lesen ist) nicht überflüssig geworden. (Red.) Lügen beruhe; aber dawal» feien die Juden noch nicht vam Staatsgesetz beschützt gewesen. Die Juden konnten den Staat» schütz noch nicht anrufen, sie nahmen daher chr« Zuflucht zum Papst, der mit seiner kirchlichen Macht au» Humanität, nicht um der Wissenschaft zu dienen, ihnen beistand. Heute aber könne die Anfrage beim Papst nur eine wiffenschaftliche Bedeutung haben, und dafür den Papst anzugehen, sei eine Entehrung für Rabbiner und Judenthum Für den Papst habe die Beantwortung der Blutstage keinen Werth, obwohl die ,Presse" zugirbt, daß die Bekennung und Beflättgung der Wahrheit eine Pflicht sei, und nicht minder auch eine Ehre, die verfslgten Juden zu retten. Die ,Presse* rrnot offene Thüren eia. Wir sind darüber einig, daß die Juden für sich eine wissenschaftliche Bestätigung der Blutlüge al» solche nicht bedürfen und eine Belehrung darüber am wenigsten für sich beim Papst suchen wollen oder suchen müßten. Die Ehristen fahren nur in ihrer Unwissenheit und Barbarei fort, trotz Ehristenthum und Päpste, ttotz religiöser Belehrung und päpstlicher Erlaffe die Juden fälschlich und steventlich wegen dieser Blutlüg« zu verfolgen» und die Juden ttotz Staat und Gesetze finden bei diesen auch heute — nicht wie 1769, d. i. 30 Jahre vor der Proelamirung der Menschenrechte, sondern 190 Jahre nach derselben — immer noch nicht ausreichenden und erfolgreichen Schutz. Sie rufen den Staat für ihr Recht auch heute noch oft vergeblich an, sie wollen e» daher beim Papst mit der Bitte versuchen. Nicht die Juden wollen, sondern die Christen sollen durch den Papst über chre Verblendung belehrt und von ihrem Frevel zurückgehalten werden. Wer könnte die» ander» und besser thun, al« der Papst. Das Wort und die Belehrung der Jude« den verblendeten und frevelhaften Ehristen gegenüber würde ungehürt und unbe-

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