Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 21 (1890)
- Issue
- 11 (13.3.1890)
- Date
- 1890-03-13
- Page
- Seite 81 (sequence 1)
- Language
- German
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M 11. 1«. Miir, 1890. eine nllnemeine Zeitung des Judenthnms. ~ : . . . _-:-9 %- BMentU4 rd4>lu je eine ftiaaet Vt ״»•■eilt•«. «. MJIItH«! ■•t UH«•. Vtdl ftr «■( knlMaH»• M *Sra Mtattni v. BUUaaM1m*en dnlMuk »lettellMtt. MU Mtfct( t ßMtenktn«: tlhrltch U Rar(, >ach Im!■lllllc 1• ML (8|L. *OReel., 8 ML. 4 ®•(UH). »k rtfr ■u jhwriUmMaie (•%■ t »fi11 tevtturllctr) Mkt: » •kmrfc M» PTf, We1te(|4Wi4. $crau8g<gc6cn von Rabbiner Br. M. Aayrner in Magdeburg. Für Witzetzelt, Kicht Fel,»ei! Mi »It.Stracfm'itt ■ « e nf <t t IM* me für kal .3SIH$e8lttete1a t.Blatr, die netnytbaUene PetUzeile •Mt Mtcn Rana M6 Pf. nnl entweder doech Ile Rwuace«• toeMtlwe« »1 Ol. L. Daub« dlOa., HudoHM0M»,HaM«n>t»lnd> •gierU.R. •der dttertet»M enden an : fle teyeltH« >»• WschOMc BstteNd« Brrikel: Da« Echo der Blutbeschuldiguug in Amerika. — tut tem Ssterreichischc» Nelchsralh. — Ein Kamps um einen Friedhof. Vexichte und «»rrespoudeRzeu! Deutschland: Magdeburg. Magdeburg, verlt». Berlin. Lrcsla». Breslau. Hamburg. Liga. Großbritannien: London. Dmaifditt m b neuest« Nachrichten t Berlin. Breslau. Kreiburg. Darmstad!. München. London. Pari». Reim». Petersburg. 3afcr«tt. ■V stechbruik,hur v»llst«l»digr Quelleuaugab« untrrsagt. 'MW Wochen- ■In. ]890. ״“ .5650 Kalender. V»W»»v«t»g . 18 21 Freitag. . . 14 92 f*R««fcn1* 15 23 ויקהל פקודי (Mt.) r.rtt*. 9«a»t«a . . 16 24 WO»ta«. . . 17 25 XnN . . 18 26 DNtttamch . . 19 27 20 98 Las Echo der Bl«tbefch»ldig»«g i» Amerika. Der in New-Kork erscheinende, sehr verbreitete ״Sunday Demokrat" vom 2. Februar, veröffentlicht folgenden Brief, der da« beste Zeugniß für unseren im Leitartikel Nr. 8 (mit der Modification in Nr. 9) angelegten Vorschlag zur Be- Umpfung der ,Blutlüge-, der sich auch vielseitiger Zustimmung erfreut (s. unter ,Magdeburg") ablrgt, und den wir drShalb hier zum Abdruck bringen. Ec lautet: ,Ln den Redakteur de« ״Sunday Demokrat!' Mein Schreiben bezieht sich auf Ihren Leitartikel ,Vergießen di« Juden Menschrnblut?" in Ihrer Nummer vom 1b. Januar. Hütte Ihr Blatt nicht die weiteste Bnbreitung in America, so würde ich den Artikel keiner Beachtung werth halten. Da aber zu den Lesern desselben so viele unwissende und par- .teiisch Gesinnte gehören, muß ich Sie um der Gerechtigfeit und Wahrheit willen bitten, meiner Entgegnung die Aufnahme in Ihrem Blatte nicht zu versagen. Ich fürchte »ich», daß die aufgeklärten Leser der adsmden Beschuldigung trg««d»elchen Glauben schenken werben! Rein, da« wnden ste nicht, deuu fie wissen, wie gottlos falsch diese Berleumdung ist! Eie sage» in Ihrem Artikel: ,Da» neu« Jahr fand Europa sehr interesiirt bei der Besprechung de» berühmten (?) Buche» von 9«portt*: ,Var Geheimniß de» Btutgebrauch» unter den Juden aller Zeiten' und fügen hinzu: ,L» ist «in« beachten»u»«rth« Erscheinung', und ferner: ,Der Brief de» Larbinal» Rampolla, in webhem dem Verfasser für sein Werk «der di« abscheulichen Gebräuche der rabbinischen Juden »er Dank de» Papste» gezollt mir-, macht di« Anklage Verport»»' mehr alt »Io, senstNionell.' Warn« hi >rn S׳e sich nicht vergewissert, ob der Cardinal Nawpolla te «neu solchen Bries gejch,ieb>n dal? Wenn er Cardinal so nuü er hinlänglich au« der Sircke«deschichte »iss«», daß die Beschuldigung erlogen ist, wie ich tn Fol« gendem au« Schriften, welchen jeder Gelehrte und Kirchenvater seinen Respekt nicht versagen wird, beweisen werde. Dann wiederholen Sie De«portr«' Beschuldigung, daß der Talmud einen unversöhnlichen Haß gegen Alle« lehre» wa« nicht jüdisch ist, besonder» gegen da» Ehristenthum. Dieser Haß zeige sich in verschiedenen Gestalten, in Raub, Wucher und vor Allem in rituellem Mord. Vielleicht kenne ich den Talinud besser, al« Herr DeSporte«? Soll ich Ihnen beispielsweise eine einzige Stelle au» demselben anführen? »Di« Armen der Heiden unterstütz« man «bruso wie di« Armen der Hebräer; heidnisch« Kranke besuch« man wie die Hebräer; heinisch« Leichen begrab« man, wenn (? Red.) di« hebräischen begraben worden find' (Talmud Gittin «1») lvo steckt hier der Haß? Unser Gesetz lehrt un»: ,Du sollst Deinen Bruder nicht haßen in deinem Herzen!' (Da« Wort Bruder bezieht sich aber auf alle Menschen ohne Unterschied, wie au« »Könige I, Kap. 20, Ber» 33zu ersehen ist, wo «in Assyrer ״Brudergenannt wird.) Dir Ration, welche ln ihren Gesetzen, dir auch von allen Christen befolgt werden, der Welt die Lehre gegeben hat ״Du sollst nicht stehlen!" de« Raube« beschuldigen »ollen, wäre eben so albern. Die Beschuldigung de» Wucher« paßt auf die Lombarden, welche Christen waren. Un» ist der Wucher streng verboten. E« ist ober die Beschuldigung de« rituellen Morde«, über welche« ich mit Ihnen zu sprechen wünsche. Sie führen diese au« DeSporte«' Buch an und ziehen au« seinen Worte« folgenden Schluß: ״Da« Vergießen de« Lbristenblute« scheint nach dem Verfasser da« Havpterforderniß bei den Ceremonien zu sein, dir er bespricht, wie e« sich auch bestätigt, daß, nachdem die Sinder abgeschlachtet worden sind, die jüdischen Priester deren Blut für vorlommende Fälle aufbewahre«. Ohne ein« Ansicht über diese gegen die Juden vorgebrachten Anklagen auSsprechea »u wollen, werden wir doch von der Weisheit der Behörden uvseer« Lande« erwarten dürfen, daß sie «in wachsame« Auge auf die rabbinischen Juden eicht,« werden." All« Jude», rabbiuisch oder nicht, müsse» »« «it mir schmerzlich bedauern, daß Sie Ihre Feder