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Israelitische Wochenschrift · 1890-02-06 · 6 (6.2.1890) · p. Seite 47

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
21 (1890)
Issue
6 (6.2.1890)
Date
1890-02-06
Page
Seite 47 (sequence 7)
Language
German
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47 *tsch« k. i russische — «l«r «cht «»»läsbisch« J»ke» — «ck «ttrlich «r reich«.) At. SD« »fsiziell« Zeit»»,: .Gonuo Umdowy* veröffentlicht, daß der «ff. Kaiser a»tz Anlaß de» Notjahr« viele u« da« ß!f«tliche wohl verdievte Mlaaer «1er denen sich »ehrere Jude« kefiade», — besonder» <m»relchnete. — Daffelb« Blatt führt an, daß der warschauer Mische Lehrer der Marbaratik: Karl Herz zu« „Staat#- rath" erhoben wurde. — In den russisch» griechisch-katholisch«» Seminartm werden — nach dem neueinaeführtm Programm — die Bartrige über dm Inhalt und Geschichte de« Jadmthum« dedmtmd erweitert. — Bei der vor Kurzem hier stattgehabttu LuDstelluug für Handwerkerarbeiten habm 7 jüdische Hand» werkerschul» au« Rußlaud Lhrtl gmomm», von den» die arüßtt und bestgeleitttt dtt Schule„Trud" au« Odeffa fft. — 'Der» Prvttrtor wargulie« beauttagtt im Jurhromit«, daß «on dm Echülem dr« Recht erthole, außer dem Programme uiuf Besttlluug arl'eitm zu dürfen, wa« angenommen -wurde. ' Klmerika. AHicago. Der Artikel dr« Her« Dr. H. Behrrud i« .Rioeleeuth tkeutury" über »die durch dm Genuß de« Fleische« Mbermlisrr Lhiere erzrugkm Lrankhriteu" hat überall rin ungewühultche« Jutereffe erregt. Da« Joumal „Amerika" bringt bet der Besprechung diese« Artikel« einen statistisch» Nachweis über tuberkulöse Kraukhettea in unserer Stadt, au« welche« heroorgeht, daß mehr al« aller Todesfälle in Folge der Tubrrculose sich «trugen und schließt seinen Bericht mit f,lg»l»eu Wort»; »Da« mosaische Gesetz, die Praxi« der glaubentreum Israelit», «nt die Lebendfähig' kett dttse« merkwürdigen Bolle«, alle« diese« weist ua« auf Hie Mittel hin, welche vor den christlichen Autoritäten unserer Zeit in »nwmdun, gebrecht werden müssen, wenn sie unsere Sesnndheit und unser Leb» gegen eine der verhängnißvollstea Kraukhettm, welche die Dkmschheit heimsucht, schütze» wollen. Wen» wir die Schwindsucht beseitig» voll», so muß in dm Schlachthänsem eine sorgfältige Untersuchung de« zum Smnsie bestimmt» Fletsche« aller Lhiere sowohl vor al« »ach der Lödtung »org»»mmru werde». Jede« Stück Bieh, au welchem Zeichen der ltuberculose, wenn auch localifirt, wahrgmommm werd», müßte sofort al« zum Genüsse un- ««glich verbot» werden. Diese« verbot müßte sich ferner aus d» ganzen Thtrrttichuam erstreck» und nicht bloß ans die affiicirt» Organe. Geschieht diese« nicht, so ist Absolut keine Hülfe möglich." Ittdie«. Au« Itomßa» wird dem »Jewtsh Chronicle" geschrieben »Alt indisch« Mohamidau« und Eiawohr« dieser Stadt laich »tt vielem vergnüg« thv» vertcht über Sir Slbert Lasso on in da Nr. vom 10. dt-se» Monat». Ge« hätte ich gesehen, daß Sie au»führllch« über dl« verschiede»» öffeitllchen u,d Sohltiflitigleitsmistalt a, «eich« ganz oder theil- «vets« von dm verschiedenen Slledern dieser edlen und berühmt» Famllk, dam gegmwänige« Haupt Sir Albert ist, i» Bombay und Paona gegründet «ourdm, »da doch unterhalt« waden, berichtet. U«t» viele» ander« wichtig in Anstaltm, dt« ich vermiff«, war «1 eine, welch« besondere Erwähnung vadimt Hütte. Sie tha'm »ümlich de« Gassoo»-Hospital« in Paona, de» größt« seiner Art, »ich» nur in 'btesa Stad», sonta» auch in da ganz« Prüsidenlschast Bombay «ach de« Sawsetje-Hospiml, durchaus keine Erwähnung. Ich würde St« nun nicht ersucht habm, diesem Briese die Spalt« Are» geschätzlm Blatte« ,u »ffam, geschähe die» »icht au» dem Grunde, daß Danseod« mein« Landsleute ihr Lebe» da Fürsorge und Aus» mätsamkeit verdank«, welll,e diese» segensreiche Institut lham ge» währte und Hunderte reiner Slaudm«gmossm ihre «edielatsch«» und .chirurgisch« Kenntnisse in der mit dem Jnstitttt vabundmen großen «edtriaisch« Lehranstalt erworbm hätte». I» Allgemein« glaub,! ich auch, daß Sie in dem Lob« de« «gmwärligm Haupte« da erst« jüdisch« FamUie de» Orimt» übayeätdt zu descheid« gewesen sind. Ich übertreibe i» keina Weise, w«n ach sag«, daß Sir Albert woiflverdieut«rmaßen bei dm MitaUede« all« Knstt» und Eoasessioue» Boiubay'« in hoher Achtung steht, besonder» «da bei d» Juden und Modamedane«, und daß a zu dm weuig« SiMlugen gehört, welch« die Nachwelt stet» al» «ohl! Hüter der «mfch. heit daukdar verehr» wird, «ährend ich in Bomb« stet» ei» Bewoadaa da Familie Safsoea gewesen, steigert sich diese «ei« Be- »mbauug tu dem Maa>, al« ich Mn dem'elben Hx. Jg bmutzu dich« Gelegenheit, «ir Albat t» Rum« mein« hiesige» «laude»«, geuchse» Pt gratnü«, »»d de» herzliche» «msch m»«gusprechm. d»b -r sich »ach l«a der Auäzeichuu», afrmen mäg». dur» welche tu .üazfter Zeit Ihre »chestä« die Sättigt» ihn «echa bat. «rgcheast ^»kiuäät» chdmaäu Nouint Bier-Präsidmt da viuuimau lalratullolaua (Mahamrdauisch>r Berel») »»d Hon. Sraetär l7osamun-IvUrna (»wlamtscha EeMral-Bereias zu L«»d»». Kermifchte >md «e»rste P«chrich1r». Berlin. Bet de« Graveur L. Stachau, der von Behärdeu »!el bchchästtgt wird, echchim vorig« Woche eia etwa üb jährig« Mensch, um i« angeblich« Aufträge de» »Oberrabbtner« Dr. Hilde»- hetwer" «mm Stempel mit da Inschrift »Rabbiner-Seminar. Isrnel Hildesheimer, Bali»" zu bestellen Da Dr. tztldetheima « dm Sund« da viachau'schm Firma zählt, zog Har Stacha» bet Dr. Hilde»- heim« Erkundigung« üb« d« Auftrag «in. E« stellte sich heran», daß da Unbekannte sich unbefugt in dm Besitz eine» Stempel« hatte setz« wollen, da e« th» «leichtat hätte, gefälschte Zeugnisse u»d Empsthlunzea avzufatig«, «tt deaea « seine «xtsknz »esmtlich hätte nusteffern kSnam. Die fofort benachrichtigte Polizei verhaftet« b« Patron, al« « dm Stempel abholm wollte. ,Au» Posru wird geschrieben, dah von allen am 1. Ottoba bet de« Milttär eiugetreteaen Einjährig-Freiwillige» kein einzig« zu »«» Ofpzi«iastruttto»»stuud«u zugelallen worden ist. Damit stad dich« Haren van vornherein von de« Avancement zu Offiziere» der Reserve autgeschioffea. Gurts. Die Letche»verbrennuaa«öfen auf Pöre-LaoluÜM stad in voller Lhätigkest, da viel« der durch die Influenza HIngaafftea Leichen durch fl« in Asch« verwandelt «erden. Die Rabdtaer und katholisch« Geistlichen verweigern selbstverständlich bei Leich«, «elche für de» Os» befttmmt find» «n fnnetianire«. Gurts. Herr Michel Ephrusft hat bei der letzt« Ziehung der Pauama-Lotteri« in höchst« Gewinn «tt 690,000 Krane» gezogen. Er hatte sein Loo» «ft a« Barmtttag« de« Ziehnngltage» für 89 Fr gekanf». — Pari« Di« Stadt der Merkwürdi,leiten besitzt jetzt auch «ln Mnsmm .»er Religion", chagerichtet von dem athclftlschm Gemeinde» rath« da Stadt Pari». Daffelb« soll bildllch die Entwicklung der religiösen Idee durch Btlder.Statuen, Sircheasymbol« u. dal. darftellen. Du da» Judenthu« jede bildliche Darstellung t» sein« Lultu» au»schlleht, so wird daffelb« fast gar nicht in de« Museum »ertretea sein; uns« gavmtar könnt« höchste»« da« »aolvene »alb" mtdalten, da» jedoch «gyptlschm Ursprünge« ist. Da» Eigenthümlich« diese« Museum», da» übrigen» Präsident Earaot settrltchst ciagewetht hat, ist, daß daffelde i« Jataeffe de» ,Alh«i»mu»" «richtet wurde, um dm extravagant« Dheoremtn da Parts« Stadtvät« zum Pi-deftal zu dienen. kvnrscha». Dr. I. M. Ravinowtrz au» Pari» der lieber, setz« de« Talmud in» Französisch«, der schon al« junger Philologe di« Anerkmnung Humboldt» für seine Schriften erlangt« und der nicht weniger al» eia« lateinische, hebräisch«, polnische, englische und fraaz». stich« Grammatik schrieb, die al« sehr jut gelten, liegt feit einigen Monaten krank im Warschau« tsrael. Spital, wohin der jetzig« Ober» rabbin« Frankreich» Z. Sahen einige hnndert Frank» jor besonder» Pfleg« R.'» sandte. Warschau. Am 26. Januar a. c. feiert« der Warschauer Predig« Dr. Jsaae Eylkow sein 25jährige« AmtSjubiläu«, wozu ihm allseittge Glückwünsche und Geschenk« vereh« wurden. Dr. Eylkow hat sich durch Uebersetzung der Psalmen und anderer hebr. W«k« in« Poluffch«, sowie durch sein religtS» moralische» Wirken viel« «erdienste um unser« Slaub«n»genoff« r «schafft. Stzllua. Bor Kurzem st«b hter der jüdisch« Arzt im russich« Militär D. I. von Tracht«^«-. Jvhidrr mehrerer Ordea und Ehreuftellea i« 92. Lebeilijahr«. Er hat sich sowohl beim Militär, ,l» bei den vürg«n »ad hauptsächlich in d« ttrael. Gemeind«, der« Borstehrr « war, bedeutend« Berdleaft« erworben. Odessa. D« »Ried. Sr. Wjchodbeii ytet. daß in Odessa «in B«ei» znr ««brettung der.hebräischia. Sprach« u,t«r den intelligente, Jud« gegründ« »Kd, dem auch Damen angehörea. Loustautluvper. Rach eiaer Lorrespoadeaz in .Daily Graphic" ist d« Grohvezi« St,m!l Pascha Mischer Gebart. Sein Bat« war eia Jud« au» Lypera, dessen Sohn (»« Pasch i) zum J«l,m üverttat. Simyrma. Hm Mose» Fre»ea, Direttac der »Sether-rhom. Schule", ist vom Sultan mit dem Medjldje^Ordrn decorirt worden. Elurtuuati. Ein 14jährig« Jüagltng, Isidor« Pavter», hat es bcreil» verstaube», di« Aus««ks»mkeit der Masikkeaa« aus sich ,u Kaken. Derselbe scheint dazu au »«sehe, zu sein, d« Welt zu zeig«, laß d« Gmiu» der Mufik auch noch in J»racl Hütten weilt. Anseinem L»a«rt I« Sriftallpaiaste brachK « eia« Schumann'sch« Eomvvfitt« mtt Orch«sink^lettun», sowie Ehopin's .Berceuse" uad EtadrsO». 19.) zu Gehör. Die Wirkung de» gllnzeaden, gefühlvoll« uad packende» BorKage» »«reine auh«gew»hnltche. Nachdem da« mhlreicheAadtioriu« ihm durch reichm Applau« fein« Anerkeauuag gezollt, bezeugt« auch »« Dtrigmt, HerrAuaaft Magno« dem jaegca Süastl« durch warme» Händedruck sei,« Dank sür »K vorzüalide Letstuag. H«r Pavler« het auch in »« Eompofitton sich Krett» mit Glück versucht. t

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