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Israelitische Wochenschrift · 1890-01-23 · 4 (23.1.1890) · p. Seite 27

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
21 (1890)
Issue
4 (23.1.1890)
Date
1890-01-23
Page
Seite 27 (sequence 1)
Language
German
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M 4. 3dm. XXL ♦ Ä P«ffcdnvf, 9S. |«nw4n; 1890• eine allgemeine Zeitung des Judenthums. Herau»gtgebeu von Rabbiner vr. M. Aa-mer in Magdeburg. lii dililtli, »echt ״» jti'k'1! t >artrat• lut ble.31 ra c (t tM4 e S*4 c« 111II** mi für da« .3» bll4e8ttterat»c.eu1t״, bte NeingelbtUcnc Uerlizelle •mt oeren Siuua M Vf. Kitb cNNtcdcr brach Mc Nnaoreer. itncbltlaacn so■ Gt- X.- Daub. dcOo-, Rudolf M0M.,K«M.a»ttlaV Voglar v. 8. aber bUectetnjBenbes an:, ft• •r**em»a »••,,yaraattt. Wachta-1 fchrtff ta (Haabata•• tWIchenNtch eetchitri tc eine Ru»c; brr dVochra lchrttf, bet ,^aaclltta. •Tat tat* tu bet Jfltttratarfelatt«1*. lull Nt *i< InlalMn bet ■len VatUaucu j. 0u4tanbtm*cn actl Muk alert etllbrt. MN bteeelei ftulrabu■*: Ithrttch U Wart. 1*4 bea *ullanbe: 16 V1I. (8 6.. 10 Btt*., 8 Ml.. 4 »o«ar«>. »1• Mtachraßchrttf MN .faarfUraMatt* (•bat .81 ttetaturblatn tattet: t Wart IW VT«. ateCet|4WI4. S8it(N0r Vrtiftl: fältelt: Nochmal» »Die Juden und die R׳ich«tac«- Juur. Itkwnt Aalender. Offene Antwort an Herrn Conrad Alberti von O. I. in vr«»lau. Berichte und Korrespondentenr Deutschlans: Magdeburg. VmaitaU• . 93 2 Au« Oberschleslen. König»berg. Schaeidewühl. Gnesen. Leipzig, wefterburg. Oesterreich.Ungarn: Prag. Prag. Prag. Podgürze. Krankreich:',Pari». Rußland:Peter»bura.Peter«burg. Cherson. Börnetschte und neueste Nachrtchtent Berlin. Wien. Pari». gnUmt . . . 24 8 Ksmtnbrnv 25 4 ttS (64»•) Swtmt«« 26 6 Kaiser« «rdurtstag. Nußland. vu,k. Lodz. Piotrkow. Warschau. London. Palästina. Wlantaa. . . 27 6 New-Porl. vrlgthon. «rueftr« vom v. 0. B. B. New-Sort. PtonstnG , . 28 7 Inserat» MMtnech . . 29 8 ■V* Nachdruck ohue vollftiudlge Ouelleuaugabe untersagt. -W> 80 9 Nochmals ^Die Inden nnd die Neich-tagAwahlen". Im Anschluß an den Leitartikel de» Unterzeichneten in der ietzten Nummer der ,Wochenschiift" fanden wir die mit da Epitzmarke: ,Aaäiatur et alter» pan" versehene Au»- laffung eine» auf ,dem rechten Flügel der Nation al-liberalea Partei" stehmden Israeliten, die für da» Kartell Stimmung zu machen sucht. Da r» sich in diesm Besprechungen nicht um akademische Erörterungen handelt, sondern wnl e» viel» »ehr eine Frage von eminent praktischer Bedeutung ist, für wen die deutschen Jude« bei den nüchlteu Wahlen rinzu» treten haben, sei e» un» gestattet, nochmals auf da» wichtige Thema zurückzukommen. £».<£» handüt sich, wie der Uaterzeichnete in dem vor. Artikel Musgeführt ist, um eine Existenzfrage für die deutschen Juden. Die antisemitische Agitatton,in Deutschland hat, »te sehr man die» auch auf Grund wichtig» Erwägungen ableugnra möchte, Dimensionen angenommen, dir geradezu beunruhigmd genannt w»den müssen. Alle Parteien hab.'n zu dies» Bewegung Stellung genommen, sei «», daß sie, wie die XechtSpartcim den Aatisemititmu» prolegiren, sei «», daß sie wie die nttional»libnrle Partei sich indifferent »erhalten, sei e», daß sie wie Freistna und Sozialdemokratie sich entschieden gegen diese Sttümuug und ihre Berechtigung «kläre«. Wir Juden aber haben in erster Linie da» Lerhältuiß der Parteien zum Antisemiti»mu» zu berücksichtigen, weil bei ei»« eventuell antisemitisch »seit« vorgeschlagenen Brrfaffuag«änd«uag — daß dieser Fall leicht rintretm kann, glauben wir genügend Aargelegt zu Hube» — die Sympathie resp. Antipathie da politisch« Körperschaften gegen üb» dem Anttsemitt»mu» für un» von vnhängnißvsllst» Bedeutung wirten muß. ,Ader, so wendet der Herr Einsender de» ,Audiatur“, aaticipirend «in. ,d» Jude hat nicht bloS Pflichten gegen seine Religion (fügen wir hinzu ,seinen Stamm"), sondern auch gegen da» Vater* land". Wie, mein Herr Natinnal.ltbnal», versäumt etwa d» Jude diese Pflichten, wenn erfür den Freisinn eiatritt? Glauben auch Sie da« Märchen von d» Baterland-lofigkeit de» deutschen Freisinn»? Die freisinnige Partei wünscht ebenso eifrig und ungeheuchelt de» Baterlande« Größe, wie die Kartellparteien —, allein da» Batalaad ist jener nicht identisch mit d» jedesmaligen Strömung in RegieruogSkreisen, mit den Anschmungeu d» kommenden und gehenden Minister» da» Wohl de» Lat», lande» steht ihr höher, al« die augenblickliche Stimmung eine» Kanzler», vor dessen Wink die Haren Goa8erae nrntalea willenlos zu Kreuze kriechen. .. Auch die Fceifianigen sehe» in d» monarchischen Institution «ine segmlreiche, nicht zu »schüttemde Einrichtung, sie wollen die Verfassung» mäßige« Rechte be» Fürsten gewahrt wissen — aber auch die de« Bolle» und sein» Vertretung, de« Parlament». »Aber «» ist nicht ,opportun" für di« Gegner der Regierung «inzutretea; je mehr Juden auf Seit.׳ d» Link»» partrim treten, desto größer w»dm die Beschränkungen w»dm, dmen die Staatsä mt» bekleidmden Israeliten au»» gesetzt ««den" — meint die ,altera pan". E» ist die» «in Einwaad, dm man hier und da von ängstlichen jüd. Grmüthera zu hören bekommt, ob« auch »o« sogenanntm Strebern ln «ns»» {Ritte. Wir antworten darauf r Nicht weil die Juden in ihr« Mehrzahl Anhang» der Oppositionspartei« sind, wnden sie «ntndrückt, wird ihnm da» Avaneemmt erschwert, sind ihn« bestimmte Postw ganz ««zugänglich — sondaa g»ade umgekehrt, well noch so viele, die Juden ttef Ixmüthigmde Beschränkung« be»

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