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Israelitische Wochenschrift · 1890-01-09 · 2 (9.1.1890) · p. Seite 15

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
21 (1890)
Issue
2 (9.1.1890)
Date
1890-01-09
Page
Seite 15 (sequence 7)
Language
German
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? «tt» ihr» Mgntthü»flchktit»n OAtzetzrückt." — k» .TrlfcKte Gelchrte, W# pt§t» tfc D«»ncheit n»k d» Neid . Mnpft selbst die Wissenschaft nevtzetzru«. De. Dnvttz. Hfveßönrg, S. Isnpar. YOr.'Eor.) Seit dew 1. d. tagt hier tint Vers unntaag bacharihotzaxrr Rabbiner ul Ungern. Dt« verhantzlnngen »erde» -«heim gehalten: deck verüttomt »an, tzsß der Gegenstanb der Bcrathnng sei: die vallfiändige Lostreunnng vvu de» Gemeinden fortschrittlicher Richtung, d. h. di« Festsetzung de« Beschlnsses. daß rt in Ungarn zweierlei jük. Loufesfianeu giebt, die keine Gemeinschaft haben können. Dieses Prinzip soll promnlgirt und auch gegenüber der Regierung vertreten und dnrchgesührt werden, »nch der Führer der Orthodoxen. Herr Jngnaz Reich, befindet fich hier. Er meint ficher, nach der gänzlichen Spaltung und Theilnng ungehinderter herrschen zu können, darum giebt er die Parole aus: dinde «t impera und die große Menge seiner Partei folgt ihm bUndlings. , Nie Erhörtes steht nns bevor. Italien. Akorenz. In der ersten Hälfte des vor. Mts. fanden in Italien d«e Munteipalwahlen statt. Hier suchte ein Mitglied der klerikalen Partei, Marfili, durch Straßenplacate gegen jüdische Lavdtdaten aufzuhetzen. Baron Georges Levy ließ Gegenplaeate anheften und schickte dem Berlilumder seine Zeugen. Dieser lehnte tu feiger Weis« Genugthuung ab und entschuldigte sich, daß er nicht die Inden, sondern nur diejrnigen habe angrrifen «ollen, die ihr» persönlichen Interessen denjenigen des öffentlichen Wohles voransetzen. Di« Florenzer Bevölkerung wollte aber, wie mau fich hier ansdrückte, nichts von russischem Import wissen und wählte die Israeliten mit Einstimmigkeit in den Municipalrath; in Livorno wurden neun, in Pisa zwei und ss» Rom der Gohn Samuel Alatrt's in den Rath gewählt. Vem-lgorfi. Der jüdische Bazar, für dessen Zustandekommen auch jüdssch« Frauen uud Jungfrauen sich rifripst bemüht hatten, har bereits glänzende Erfolge aufzuweisrn. Er dient verschiedenen Wohlthättgkeitszweckcn. Der Bcrci» „Th« Toong Men’a Hebrew Aaaooiation*, welcher sich dm Unienicht und die Erziehung armer, besonders au« Rußland eingewanderter Glaubensgenossen zur Aufgabe gestellt, bedarf einer festen Stätte (Schule) für seine Wirksamkeit. Ebenso war die »hebräische Freischul?' gezwungen, Tausend« von Kindern in engen und ungesund« Räumen zu unterrichten. Auch die »Aguilar»Bibliothek", welche Bücher an Jedermann ohne Unterschied des Bekenntnisse« verleiht» und im Jahr« 1888 über 100,000 Bänd« cirkuliren ließ, mußte aus Mangel an Rau» ihrer Thätigkeit Schranken setzm. Diese drei Vereine habm nun rinm Bazar errichtet, durch dessen Erlös diesem Mangel abgebolfm werden soll und an dessen Beschickung sich olle jüdisch« Bereinigungen Rew-Nork» belheiliztm. Alle hervorragenden Gemeinden waren ans demselben vertreten. Die verschied«« Gewerkschaft« hott« durch eigene Comits» Subskriptionen zur Unterstützung des Unternehm«« veranstaltet. Die Orden »Vn«Brich" mit sein« über20,000Mitgliedern.die »FreSons of Israel", »Sons of Bmjan in" uud andere Brüderschaften ergriffen di« Gelegenhnt, das Projekt durch finanzielle Mittel zu unterstützen. Alle schenkten Geld, kostbare Werthsachm, Antiquität«, alnlti Waaren, Pianuros, Möbel, Juwelen, Diamant«, Gemälde, Pferde, Männer »c. Junge Dam« bedreuten in b« verschieden« Buden und Berkaufsftänden das kauflustige Publikum und betraf der materielle Erfolg: eine Einnahme von ungefähr 125,000 Dollars, welche dm . Unterrichts- und Srzichungszweckeu zugute komm«, alle Erwartungen. Die Errichtung einer Crutralpelle für alle Wohlthätigkeitsanstalt« ist hierdurch wohl gesichert. ml Wfutftt gtatyrtyt*«* kNatzvadne» Km jüngst« Mbatf Mett Herr SbMUer Rahm er bnAvschlNh u Mt Erklärung M »«kuabschutttes : km verstocheuen Dr. Ludwig Hhiklpdlo» «tue« »urm« Rachens.! «r Mw« antuLftu» u hl drestnada, »71 das tu der Bibel Mt Abraham Genes. 18M. Juda^dal. 4-l.tS) uk «ltiah (t. iksutae 18FS) vattoame, seiaeu »laubeNsmuth. situ Eiutreteu für Mac Vrüber, Mb Mueu Feinereifer. des wahre» Gatte« Altar wieberherzo stellen (LSuioe L, 18,»)). .«Ir im heutige« WacheaabichaiU der Name Juda (tu dem Eege« Jakobs) nach alter Vorschrift au der Spitze einer Seit» der Gesmolle stehe» müsse, so steh» auch auf Heu Blätter» der Beschichte des Jndeuthnms der Gegenwart der Ranw Juda (Ludwig) Philipps«»'» obeua». heivorragend au «ürde uud hervorragend an Einstust." .Ms Zerrütt»»« war i» Israel«, erhob «r kühn die Fahne, Juda zog uns vor«»: »Erführte mit Festigkeit seinen Logen, geleuk blieb sei »er Arme »rast — vo» hi er (Magdeburg) kam der Hiri, «in Fels Israelsl Darum gebührt dir, Juda, der Daul deiner Brüder, dein» Hand war stets i« Amt« der Feinde, er beuge» verehruuaövoll fich dir die Söhne deines Vaters, unseres Allvater», der nicht welche» liest den Füh erstab von Juda — schloß der Redner sein« ergreifen»« Ansprache. Berlin Hier find in der letzte» Boche verschiedene Ausweisungen russischer Staatsangehörige vorgekommen. Di« Betroffenen stad durch- Frankfurt a. Dt. 80. Dezember. Zum Rabbiner der Israelitischen Religiousaesellschaft an Stell« des verstorbenen Herrn Hirsch wurde in gestriger austerordentlicher Generalversammlung besten Schwiegersohn Herr Dr. v. Breuer, Rabbiner in Papa (Ungarn), mit 200 Stimmen aeivähl«: 85 St mmen fielen aus Herrn Dr. S. Auerbach in Halberstadt, für den besonder» di« Mitglieder > der Horowitz'sche» Gemeinde eingetreten ««reu. j — Am 27. verschied der in w-ilen streifen durch sein« schöne Stimm« i und seine sta'ttiche Eischeinung bekannte Santor der ikraelitischeu I Gemeind« Herr Popper. Die Gemeind« verliert i» dem Dahinge» schieden er eine ausgezeichnete straft, die Armen einen stets bereiten Bohlthä.er. Eotenrg. Unser Herzog har die aeh. Commerzienräthe, Jakob Meyer hier und dessen Bruder Adolf Meyer in Frankfurt a. M.. in den erblichen Freiherrn-Stand erhoben. Snefare. (Or-Äor.) Herr Rabbiner Dr. Ehre nfeld ha» hier die Erklärung abgegeben, bist er nach Prag nicht gehen werde, wenn man daselbst nicht aus alle feine Bedingungen eingehen würde. Di« Verhandlungen mit Prag sind dadurch in» Stocken aerathen Man sieht daselbst jetzt auch «in, hast man die Saht etwas überstürzt Hab«. Btargard, i. Pommern, 6. Januar (Or.-Eor ) Am verflossene« Sabbath wurde für den dahingeschiedenen Rabbiner Dr.LndwigPhilippson in hiesiger Synagoge eine erhebeade Irauerftirr abgehalien. Sidra und Haftara boie» unsere« Rabbiner den Stoff zur Gedächtnisrede, welch« in dem Gedanke» giPsSite: Der Tod zweier Greise, des Patriarchen; Jacob und desKönigsDavid,in uralter Vergangenheit,und derTod eine» greisen Lehrers in Israel in her Gegenwart, welcher gleich jenen ' sein ganzes Leben hindurch gekämpft für Wahrheit und R-cht, für Ber-! befferung des Gottesdienstes und für Emaucipation seiner Glaubensgenossen. Fried« und Ehre seinem Anhenken! Rout-, 27. Dezember. Qfcftern Nachmittag um 2 Uhr fand auf dem hiesigen jüdischen gstiedhrf unter zahlreicher Betheiiigung der jüdische» Gemeind« und zahlreich erschienener Gönner und Freund« de» hier im Januar d. Js verstorbenen Rabbiners Dr. Roth, nach aoraugegangeaer Feier in der Synagoge, die feierliche Enthüllung des au» s<twarten Marmor hecg'st:ll'«n Denkmal» für den Berporvene» statt, wobei Herr Rabbiner Braun aus Schneidemühl und der Reliaionslehrer Herr Max Wielinski aus Berlin, et» Schüler des Verstorbenen, Reden hielte». Wien. Di« »Wiener Zeitung" vom 21. », M. brachte mitten uuter ihren osficiellet Mittbeiluugen eine gröbere List« von beförderten Richtern für de» Sprengel des Wiener ObmlandeSgerichtes. Uuter de» nenernannten sind vierJudeu. DreiBezirtsrichter wurden zum Gericht», adjuncten bet de« Wiener Landesarrirhte, rin Gerichtsadjnnet birfe* Landgerichte» zu« Rathssreretäe desselben ernannt. E» ist der erste jüdiftyeRothsftcrelär tu Oefterreiih. .Selbstverständiich ist da» Avancement nur aus Grund ausg«z«>chueter Onaltfication erfolgt, deren fich alle Beförderte» erfreuen" — fügt das amtlich« Blatt Hinz». sttzpOG, 8. Januar. (Dt>Ior.) Am 93. Depmber 1889 hat hier Ua neuen tsrael. Lempel di« Lrauung des Friurlei» Erna Jnwald, Lochter des Laudtagsabgeordueien Joses Jnwald, mit Herrn vr. zur. Lrt etfch, Advokat in Wieu, stattgrsundea. Anwesend waren der Oberstlandmarschall S« Durchlaucht sZurst Georg Lobkvwitz, an der Spitze vieler Landtagsabaeordueteu,!«r erste Bürgermeister Dr. Scholz, viele Grmeinderäthe, Grotzindustrielle rr. Die Trauung vollzog Rabbiner Dr. Geldbon». Snk*«, Anfang» Januar. (Dt^ttot.) Unser« stönigtn hat soeben Sir Albert Saslo ou deuBaroutttel verliehen. Der neu» Baron, Sohn de» Herr» David vaston, wurde tm Jahre 1817 in Bombay geboren, wo er von 1868 bis 1.872 als Mitglied de» dortige» gesetzaebenden SonncU» thälig war, und nachher nach London übrrfiSelte. Die Firma Saffoa» Hai überall tm Orient eine» höchst guten stlaua. »ud die großen Verdienste, welch« pe stch in der eommerciellen Wett, und namentlich um di« Erweiterung und Ausdehnung des indischen Handel» «UEngland erworben. >>abe» demEhef derselbe» di« MsagteAns» pkd^nung versGr^n Baron Albe« Saffoa» ist Mitglied der hies Port«-

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