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Jüdisches Familienblatt · 1889-01-01 · 51 (1889) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1889
Issue
51 (1889)
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jüdisches 1889« Mtnili tU’fhtfi HerauSgtgebe» von Dr. 91. Rahmer in Wagbtburq. Werhslüm- *. Ketetznmg fir die wraelitifdjr Familie. Jnhalt: DaS Bauiur der Mokka dürr. Bo» Moritz Scherbel-Snmbinnca. — #tn Saal Teachubah. Bon T. Hör o w itz. — Er» inn-iunge» von «. Bett. — «llerlet für den Familiealis«. — RStdselaiisaaben und R»'Ks«llSsun«rn. tll»drf»«ter Rachdruck an« diesem Blatte ist uutersagt. Da» Kannrr der Makkabäer. Hoch »ad stolz doa starker Haad getragen, Klitterte d«0 Banner vor der kleine» Schaar, Die e« tzegrtftert kühnlich »nrstr wage». Kür »a« «» kämpfe». w,S ihr Höchstes war. Anttochn« statt' freventlich stefohlrn. Daß i« Reich kein Inst« feine» Sott verehr' — fl«» de»»och thatr» « alle vnverstohlr». Die tre, Nch fchaatten um die «akkabä'r. Zmingen wollt' er »e. der Väter Litt' z» lasten. Da verlock»», st« z»m «bf>ll nicht geführt; Doch da« Hä »stein trotzt de» 2»l»»er»,stea. %ttrt feine» Droh'«, wird »lcht von Kurcht »erüstrt. reitet ste znsa»«'«!' — fchallt es vom Tyra»»e», I« Stnrme rafe» dir ikolonnen her; Immer mehr »»» mehr die Feind' a» Raum gewannen S» vlnt'grr «rsteit dlitze» Schwert »nd Speer. Fest steht die Schaar, nichts stri«get ste zu« «eichen. Des Ba»nrrs Inschrift strebt dem Himmel zu: * .Btr M» alle» «ächt'ge» »an«, o «ott. dir gleiche»» »er ist mit Heiligkeit den» so geschmückt. wie D«f"*) Ha. wir ste jetzt die Fei»be »iederfchmettero, Die kühne, Heide», ob «» Zahl auch Nein. .Rie werde» wir »NS beugen rnrea chötter». Die eitel «icht« fi»d, Dr», »ad blotzer Schri».' , Der Feind ergrimmt, entwickelt feine Menge, Daß Hä»stei» wird »,, feiner Macht erdrückt. Dir Maste» rücken in dar Schlacht,edrä»,,. Leiche» häufe, sich, »«»in da« »uge blickt. Wird «t«>t eriirgra er der Küstrrr mit de, «ri»r», Matt Sj-h'S Lost», drst' kl »ge Ft,«me» sprüht f «trd »icht von oben baldläst Hüls' erscheine«» Der Fei »de Oüitel schon sich enger zieht. Horch, »a schallt'«: .«icht« »leicht dt, »ott dort oben, lltttrr alle» Mächte» ragt dei» Rahm emporI» — Schollt so »etter fort im «ampieS-Tobe», Lähmt »r« Feindes «rm. er bricht wie schwaches Rohr. Rotz »»d Reitir stürze», wie vom Blitz getroste», U»b s»r wilde» Flacht »an »endrt stch der Fei»d. — Sott ist »aste de»r». die raf ist» stets stoffen, Rotze, wo sich Mntst mit Sla»be»«trene eint. Welch' ei» »ltck, datz dieser Sieg errnngeu Bo» »er Heidenfchaar, die schützt» »nfre Lehr'. - Die später hat da« Heidr»tstn» bezw»»gr» — 'von »er Dstorakam da» Heil »er Menschheit her. . Sir, ste brachte ihr de» rrine» SotteSglonbe», Sie sie schuf de» «eist »er orstre« Sittlichkeit; . De» tstrnre, Schatz lietz Inda sich «icht ran de», '.»»» »»s'rrm Volke da«kt'S dir brff're Welt »mst stntt'. Unter oll,» Mächte» wolle» wir verrhre» > De» ewige» Sott allei», ist > »»fern Hon, 'Dem Staate zolle» wir, wa« Recht ,,» Pslicht »egestre». Doch: .J»de» bleibe» wir!'ist »nser letzt« «ort. *. Rach einer Traditio» soll betanittlich der Name Makkabäer TO2&) von den »üjaagSb-chstaben der hebe. Inschrift «ns de« ^Baut t Inda'» Herkommen: " V"?R2 "fivS D (.Wer gletcht Dir ' .»»-er de» Mächtig.», Ewigerl') «ir stehe» fest, gleich «akstathia'S Söhne», wir halte» stoch die Faha de« Judeattzams. Wir laste» Jene» gleich de» frommen Ruf ertönen: .wer gleicht dem Mächtige«, dem rw'gen «ott de« Ruhms!" «aste weiter Du o Banner, hochget ragen Som glaubensstarken Seift »er alte» «akkabä'r. Unser Herz soll stet« dem allen Glaube» schlagen wir Räwpsr» henr' »t«t «ehr mit Schwert »nd Sperr. Rimmrr wollen wir die Kastue d'ru« verlasse«. Die i» schwerer Zeit »n« treulich hat geführt. Und »lmmermehr soll uns die ttefe Schmach erfassen, Die jede« Rrirger trifft, »er fastueuflüchtig wird. Du Jugend Israel«! O schau' ans deine Ahnen. Die In de« SlanbenSkampf nie eine Macht bezwang, Halt' im Sedächtattz fest ihr ernstes Mahnen Mög' e< Dich leite» stets auf Deinem Lebe»Sga»g. I» SbicksalS-Rämpfr» auf dem Pfad der Ehre, «eich' nicht vom Jude»itzum u°d gern ihm augehör', — Und wo Du Dich bewegst, wo Deine« wirken« Sphäre. Z« Jnda'S SlandenSbauner stets treuen HerzeaS schwör'. S»bt»nen. Aorlte Seberdel. Ei» BaalTeHchabah. Bo» 6. Horowitz. (Schluß.) i Nach mehrstündiger Fabrt halte ich vorderhand mei» > Reiseziel, eine größere deutsche Stadt, erreicht und von da > datirt sich der eigentliche Wendepunkt in meinem Lebe».; Obwohl ich damals gar keine Eignung für einen gejchäft»! liche« Posten besaß, gelang ti mir doch, in einem bedeutenden Geschäftshaus« eine Unterkunft zu finden.! Wohl nahm ich nur die unterste Sproffe auf der Stufenleiter de» Lomptoirpersoual» ein. dafür aber hatte ich > ei« weite» Feld vor mir und Gelegenheit, mich geschäftlich au»znbild«n. Ich kann «ir selbst da« Zeugniß au«stellen, daß ich mir die günstig« Gelegenheit nicht entgehen ließ, mit eiserne« Fletße arbeitete, so daß ich nach zwei Jahren zur Corre» spondrnz und Buchführung benutzt werden konnte. Dem entsprechend wurde ich natürlich auch befördert, ich ward der Günftlig meine» Prinzipal» und nach »eitere» drei Jahre» ertheilte «ir derselbe seine Procura. Jetzt bekleidete ich als» einen guten Posten, verfügte über ein schöne» Mo»at»gehalt und mit einer inner« Selslgenugthuuag sagte ich «ir: alt» wa» ich bin, habe ich nur mir zu verdanken. Die Erinne» rnugrn an meine Hermath erblaßten, denn welche» Band konnte mich noch au dieselbe knüpfen? Meine Elter« waren inzwischen gestorben, Geschwister hatte ich nicht, La» religiöse Moment war bei »ir ganz eingeschlummert, mein neue» Vaterland blendete mich, ist» schämte «ich meine» Beburt»- la»de», meiner Glaubensgenossen au» de« Ghetto, gab wir Müh«, daran z» vergesse» »ud übrigen» hatte ich wenig Zeit und Luft, Reflexionen anznstellrn. Gemüth und Gefühl wnrdeu bet mir zum Sthweigr« gebracht, ich hatte nur einen Wunsch: »ich emporzuschwingeu, und wa» dem im Wege

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