Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1889
- Issue
- 48 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 190 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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El mol neh’alm,*) Bo» vsttor Somultckt, . au» de« Polutsche» von E. Bett. Brrloreu i» G«d«iikrnd2mmcr»ugr» Fährt' kürst der Wea »ich wo epheunmschlunge». Der «Itr» Hills« halhvkrsall'»e Trümmer Sespeostig gläni'en ü» fahlen Moudeäschimmer; Met» düst'rr» Stnneu stSrt «in fdtfam Lünne». St schwirrt», summte, wie der Bienen Schwärme» Uid alt ich onfbltit’ au« dr» Raume« Buge, Sah ich ein «ildverworrrne» Gedränge Bo» bürtigr» Männern, die mit den »Spfeu nickten, llud sich «m «iura bleiche» -naben drückte». I« galt de» junge« Jtzig Hochreit»fei«- Der Tanzlalou war eine dumpfige Scheuer Ein Mtfuastea dient« zum Traualtore, Dort stand im gelben fleckigen Lalare Der vorbei« — sang Trau« melodie'n Und ohrzerreißead Etvia« nit ihm schrie'». »u» der -üch« drang ei» -lopseu. Zanke», Zischen Und auch ei» Dunst von angebrann'en Fisch» — Trocknend« Wische lag aus den Gelädern Und veib«, Mägde i« schmutzige» Gewändern Die Braut umringten, die ihr Gesicht bedeckte. Eine riesige Eich« tü«e Aeste streckte Und alte« veizeug ächzend trug zu lüsten. Ring« flimmerten — wie Jrlichter au« Grüfte» — tawdolo--«rzch«», von -iad«n getragen. m Bock, aus eine« »«gedreht«» Sage». Ei» bliad« Aeig« sah und ihm zur Seite Fidelst, -naben im kecksten Widersti« st Od« schluara heilig lo« auf ein« Lei« — Entweiht sah ich de« Leben» aold'»« Feier. — ' * Da plötzlich wird e« rinoäum toteastille, Ei» Gc»i« sich zeigt iu lrnggewuud'n« Hülle D« Eild«b«rt, die weißeu Locken wehen. Er scheint d« vergreist von ntebetrrr'ne» Höhe». Bor ihm die Braut steht ausgeläst in Thrlnen, D« Grei« härt ihr untrrdrückte« Stöhnen. «u» seinem «ug' sprüh'» »etterschwüle K'ammen. Al» wollt' « jetzt die ganze Welt «dämmen: .Wehe dem" rast « .ja dreimal schrecklich wehr, D« einst sich an dem Waisenkind' v«geb», Den» jede Thräue w«d' »um blut'g » Strom« Und j de -lag' zu« Blitz' vom Htmmelödome». Bei dem Schimm« d« buntfarbigen Licht« Gaich erbleichen die bärtigen Gesicht«, Dan» wie rin fnne« Meererfl - teugrollen D« Grei» de» Sang begann, de» fchwermuthgvoll«: „El mole rachmim!“-Heilste Schmerzen«»»!': Gewaltig mahnend a» de» Grabe« Psorte, A» Erinnerungen, die »oll vehmuth dringen. In jede S«le-be» Todeöengel« Schwinge» Fühlt Jed« ob dem Haupte rauschend schweben; Der Grei» verkündtte die letzte Stuad' i» Leben — Und wie « dann mit wehmutsvolle» Rust» Dst Ahnen all« fordert hin vor Gotte« Stufen, An Zion mahnt, den schu'tbearab'ue» Halle» — Um Juda »eint, da» längst in Stand zerfallen. „El mol« rachmim“ schreit er den Arm «hoben, Al» wallt' « fasse» dst Himmeläsäust» droben — — Erbarmen fleht für dst Waisen und Betrübte» Lrbarme» für dst todstn Heißgeliebten- Da tausend W nden in jedem Herzen blute» Au» all« Auge» dringen Thräuenflutheu, Selbst Urnroßmutter, die stumm in Leid «graute, -retschr hmrdeitngend, wirr« verzweiflungslaust Und überall schollt Schluchze». Jam»«. Stöhnen, Dst -ind«, auch sie weine» bitt're Thränr» — Ich stand bettoffev. — Tief fühlst ich im Herze» De» Nachhall dies« allgewak'ge» Schmerze a Mrr war'«, al« hörte ich au» Inda'« Terapelhalle» Dst Harfe» David'« und di« Posaunen schalle» — — Al« wärd' d« Habepriest« lam verkünde»: Inniger soll der Glaub' dst Mensch«» bindeul Und dst Eich' «K schsta im Krühllagitblüchenp rangen Dst Zelte Jakob« schattig zu umfangen-. Dst« arme Volk, da» ich fuft schon verdammte Mich jetzt zur hehren Begeisterung entflammst, Und iu di« Seel', wo düstrer Zweifel wähnte, Da» Mitleid jetzt in hehr« Weihe thronst. Die GraKschrist mf de« Leichevftei» de» feL SMUturf;br. Sch»«b«cher te vteßs. (An» dem Hekrätsch«» übersetzt v»n De. R.) rau« d«n Schuh, dst Stätst «st gwotlht, heilige» Grüb«rn hier sich ongeremt. Grleite» hat d« treu« Hirt dst groß, Heerde Da« nach d« Arbeit ihm dst ew'ae Ruh« werde. Gotte» Seist «rf sein« Zunge st bst Et» -ähre» Ideal ihm «ns de» Lippe« schwebte. Und wa« so rein uud klar da» Her, «mpfindet. Hat der Gemeind« glänbig « verkündet. Wag « gewirkt, war wunderbar — Dst Zierde d« Gemeind' « war. Doch sprach d« He« von seine» Höhe» Ich will im Jammerthal dich uimwrr sehe». Du sollst d« Erd« sau'« eatschweb,» — Du sollst in meine» Himmel st beul Sin koscherer Schstlet. Der verstorbene Raphael -irchheim iu Frankfurt a. M. war eia grober Talmudist, aber ei« frridenkendrr Jude. Eimoal bäam er Lust zu einem guten Sabbath«Schalet nach echt altjüdischer Zubereitung. Seine Nachbar« wollte« jedoch nicht zugrbeu, daß sein Topf ueben den ihrige» te dem (Skmrfnbwftn ausgenommen werde, wenn er nicht vorher ei» Zeugniß des orthodoxen Metzger« beibrächte, woraus zu ersehen fei, daß da» Fleisch von diesem entuouuue« sei. «rchheim begab sich in Folge besten zu dem Metzger und veranlaßte ihn, folgende Bescheinigung ausznstellen: NM neoo "tarn DM mc OStn .Dieses Mal sind dst «noch» von meine« Knochen und da« Fleisch von «einem Fleisch-.- (Jewish Standard.) KiithjelAufgabe«. L Darlfche» «^avträthfet. Bon A. «Peier-Heinebach. Draußen i» Feld und Flur Bia ich »« finden nur. D»ch tauschest Du den ersten Laut, Man Adamesah» dann schaut. H. Amtsch-KeSräisch« -LmrträtHseü van Demsilbe» Mit o kenn» e» der -rämer gut. Mit « ist'« unser höchste» G»t. AWei-stMge^eö^Lif^-devtfche Khsrads. Ob mit ab «st .T, In jedem Fall« sei'» gerecht; Eombintrt Ihr sehe» sollet Ein Thier von weiblichem Geschlecht. IV. KeörLlsche» K»«»«?«. von Demselben. Ei« Sekretär aeht oft voran, Senn ich zu Gotl «ich betend »end«; Der Fromme nennt sogar ib» dann. Wen» er zu« Esten «äsitz die Hände; «er ihn nun kennt, den Ehrrnmann, Der nenn' ihn, btttt, doch behendel A«fi-s»»S drr Kitthfrl in »«. Pr. L Saftet, Incest. H. Oeldamm, AUdam, ^tBQ (Sintstny. *) Da» ergni'endc Seeiingebet, da» auch am Hochz«it»t»ge verwaist er »orgetragrn ustd jM. N1NN (Schwalbe). (««schlecht; .»in Skschstcht geh«. d»s ander« kommt'; hired. l,<). -> verantwonlicher R.dackur: Dr. M. Rahmer, Marburg. Druck von D. L «olss. Magdeburg, «erlag »an «adert Friese,