Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1889
- Issue
- 44 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 174 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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— 17# — d . ta llalli» Nk abuehwm bätfen, so mißte» fU, sich ko» Milch sprnch« kci ttakti fftfcsk, kk 6QM|»ge Krfcffra ...*) Ich knrtc mir mu», »ie die Shuagegm i« Petersburg mik Mo«! i« «m Berföhauugsabeuk fich leere» würkeu, wenn ei» freweier Rabki plötzlich ke» Befehl ertheile» würde, kaß alle Zlmaaiw, kaß alle kstjmig«, milch« für ka» Jukenth»m tokt fink, »elch« durch ke» Taufzwaug au« dem Leben »d»che Israel» an»»«striche» fink, da» GaUe«ha»» oerlaf« sollte». Ja, die alte» frommen MLHrche» au» ke» d«»N,u Zeiten ke» Mittelalter» treten t» neuer Gestalt a»f, in beivolle» Beleuchtung kr» IS. Jahrhundert». Daß es diesen Zwaugschristm mit ihrer neuen Religio« nicht ernst gemeint ist, daß fie e» sogar jetzt mit t rm jüdische» Lere» «nialgesrtz viel ftreuger nehmen, dafür hake» mir hier viele Beispiele. Eine jüdische Dame, deren Satte »ach alle» vergeblich« versuch« ein Patent L Bilde zu erla»gen, fich zur ll aufe entschloß um nicht ausgewieseu zu »erd«», hat seit te» Tage der Behrung ihre» Manne« eiue koschere Küche riugeführt, da fie vorher keine solche führte. Eine ander,! Familie deutscher Juden, welche in Polen groß« Fabriken befitzen sah fich infolge de» Susweisungbesehle» gezwuv„eo. ein« der Seschüftsthril Haber zum Opfer zu bring«, um durch dessen Taufe die Fabrik« weiter behalt« zu können Sl» ober die Frau diese» Judeuchrift« kurz darauf einen Sohn gebar, wurde dieser beschnitten und in d« alt« Bund in all n: Form ringeführt. Der Vater de« Kinde», von der Orlsl ehörde darüber zur Rede gestellt, erwiderte, daß er fich nur getauft hätte, »eil er Vertreter de» Seschäfte» sei, für sein« Sohn aber, der noch rrinoreuu sei und kein Geschäft in HiiUdrn habe, «in solcher Zwang nidt vorliege. So zwingt die Regierung ehrliche Mensch« mit dem Heiligsten ein leere# Spiel zu treiben; aber wer will auf diese eia« Stein werfen, wenn fie zu allerhand Kunstgriffen ihre Zuflucht uehmeu, da mau ihn« in dem Kampf um die Existenz diese furcht rare Lüge al« einzig« Ausweg läßt?! Rur Frau Emden, die 86 jährige Schwester Heinrich Heine'»- irr Hamborg, und Fra» Furtado.Heine in Pari», die den ^-7 Ertrag von 70 Milloncn Fre». zu wohlthütigrn Zweck« verwandte und mit de« Kr«z der Ehrenlegion ausgezeichnet wurde, sind Jüdinnm geblieben. Et»e I«« Ktb-ur-LsiDide. Bor mrhrer« hundert Jahr« füllt« sich die große Synagoge zu Posrn, wührrnd da» Gebet für da» Seelenheil der Birstorbeaen vorgerrag« wurde, plötzlich mit «ne«. Häuf« grheimaißoollnc Fremdlrnoe, der« Antlitz hinter ihm» Gebetmäntrlu verborg« war. Der Rabbiner hielt sie für die Geister der Hingeschiedenen «ad faserte, um sie los zu werd«, die Lebenden auf, sich durch da» Heruotemehnren der Gebetmäntel vom Haupte von ihr« überirdisch« Mit» andächtig« zu unterscheiden. Kaum war diese» gescheh« und die Geisterschaar war verschwundeu. Zur Erinnerung au diese furchtbare Erscheinung vermeid« e» die Jud« in Pos« bi» auf d« heutig« Tag, am Lersöouugötaae da» Z Haupt mit dem Gebeimaätel zu b d ckea, um nicht aus diese r s Weise d« Tod darzust ll«. *, (<U soll«, snmuanle Mörder gemfen fei«. Heb.) - Maua u»d Man»«. — Eia berühmter Rabbi kehrte eiult am Sabbach ta-1 eine Familie ein, deren Reichthum und Frömmigkeit bekannt war«. Durch eine finanzielle Krifi» plötzlich vou der Höhe 'J de» Wohlstandes herabgestürzt, war mit dem Reichthum - auch - die Frömmigkeit au» de« Hause weggezog«. Die Dame de» Hause» kommt dem Rabbi mit einer Handarbeit am Sabbath entgegen. Der erstaunte Rabbi hat aber gleich folgeud« Bemerkaug zur Hand: „Madame I Di« Jud« i» der Wüste wußt« dadurch, daß Sabbath war, weil der „Mau- (da» Manna) am Sabbath nicht gtfalcs war. Seitdem Ihr Manu aber gefall« ist, Hab« Sie uu» de# heilig« Sabbath» vergeffrn.- 17. Allerlei für de« Jstmrilie»tisch. Die Fürstin vou Mouaeo. Der Sohn de» jüngst vetftorb. Fürst« von Monaco. Erbprinz Albert von Monaco, hat sich vor einig« Woch« «1schloff«, die Herzogin-Wittwe von Richelieu zu heiratheu. Diese ist eine geborene Heine und stammt von der wohl» bekamt« Bannerfamilie diese» Namen» au« Hamburg. Der Later ve»A r mau d und Michel Hein« stammte au»Hamburg, nahm aber in seiner Jngmd sein« Wohnsitz in Vordeaux. Die 8 vhne legt« de» Grundstein zu chrem großen Bermögeu in Rew-Orl«r». Der Bruder ihre» Later» war Salomo» Hei r e» der große Bankier, deffen Andenken in Hamburg, wofellst er in höchst munffic<nter W ist dm Bau de» jüdischen Krankmhause» unterstützt hat. ewig fortleb n, wird. Sein ältester ihn überlebmder Sohn, Karl Heine» heirathete Eäcilie Furtado (verwandte der Familie Fould und unter dem Ramm der Philanthropi» Madame Fourtado» Hei re bekannt) und lebt« größtentheü» in Pari», obschou er »«ich seine» Later» Tode deffen Geschäft zu Hamburg sortsührte. Karl Heine starb zu Pari» im Jahre 1868. Der iSater von Armand und Michel Heiue hatte außer sein«. Bruder Salomon noch 3 Brüder; einer dersübm war der Vater de» Dichter« Heinrich Heiue. Dst Tochbr Michel Heine'« ist es nun, welche fich «st de« rmiereud« Fürst« von Monaco vermählt. Dst einzig e Tochter de» verstarb«« Armand Heiue wird Her« Ach,lies Fould, «iu«Reff« de» früher« französisch« Finar Minister» Fould, heirath«. Fust alle Hein?» sind übrig,»» schon lange zum Ehristenthu« übergetretm; dst ein« find Katholiken, dst andern Protestant« geworden. •) Siehe bk folanb« .Lo« kivpar-Leaenbe". (Heb.) -pigramme. An» dem Hebräische» «eirlsch übersetzt von L Cohen. 1. Der Faule i» der Todeöftuude. »Varn« sürchiist Du b:n Db benn gar so sehrV .»userftehen — ach! da« fäll, «lr gar so 2. Ter Genesene. .Ich hä t', Da feieft trank gewes n; Bift f*en wieder Du gmiftn?* JRU Gotte« Hülfe »ab ch rasb sehellr, Seitdem mein Aji l« Brite selber »Mit.* I. Ke-räifch-d«tsche# ^logogr-ph. 8mi 0. in B. Fromm« Männer sind'« mit ge«'en Deren Kamen wir im Matsor les n; Doch sobald ln „e" man e* »erwandelt. Sprachen srämmer sie, al» sie gehandelt. M. Keöräisches ZVorträthseL Bon 6. in B. El,»n Barer zeiat ba» Wort, Der verließ den Heimalh»ort: Ja Id« w.r eine Matter sehen », Seiten eine» Sohne» sieh«. A«ßSftmder Kitthsel i» »er. K»» I. Lea. mUk. (Michael.) IL MeuieUk lagvsaaa), (Sott.) HL HBC lStnrmwtnd) rP» (H«k.) ') stach «. I. Polak'» VNp M2-7N. Brrattworittcher tzt.oaa.ur: Dr. «. »ahmer, «^tzebur» Drml van D. U. «olss, «»Mbur^ Berla, *m «tioea Friese, «eip^g n ■ i