Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1889
- Issue
- 25 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 98 (sequence 4)
- Language
- German
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fff*** vr »u WZj^WMV Seschäst betreib« mfifftn; auch sagt eine der Person« de» Stück» zu Llomire: »Ich sehe wohl. Du stammst au» jmem reicht» Laub, .2 Wo ehemals mau viele Judm fand.' Und Llomire (Moliöre) antwortet ihm: ist wahr, der Trödelei verdank ich mein Leben, Der hat Pari» den Ramm Judeuheit gegeben." Trotz dieser Zumuthuog jene» Loolnngsr ä« I» Challosssye sehen wir un» genöthigt, zu gesteh«, daß Moliöre unser Glaubensgenosse nicht war. und, grad heran» gesagt, wir können e» nur bedauern. Die drei Religionen. Gustav Freptog hat einmal (vor 46 Jahren) die Frag« nach vcr besten der Religionen ganz ähnlich zu beantwort« zewußt wie der Lessingsche Weis«. E» war beim 50 jährigen Smtsjubiläum seine» von ihm geliebt« Lehrer» und Onkel», de» testor prim. Neugebauer in Lr«zburg, am 18. April 1843. ustav Frcytag war von BreSlau, wo er damal» al» Prvatwz«t lhälig war, herübergekommen, um au dem Ehrmtage ihetlzunrbmen. Au der Festtafel, an welcher brüderlich vereint der evangelische Geistliche, der katholische Seelsorger uud der jüdische KaltuSbeamte saß«, inspirirte ihn die iu Äreuzburg herrsch«de konfessionelle Einigkeit zu dnn nach, stehenden gedoukmreicken Toast, deu da» .Magaz. f. d. Litt, d. In- und Auslände»' in seiner n«esteo Rümmer mittheist: »Ich erzähle Auch etue ernste Parabel, Wahl ha» ste etu« Stau, erscheint st« auch »te Kabel: Siu Mau» lag halb verschmachtet tu be» Wafteusaude, Da trat et» «uade »ar th» »na »e« Ht«melsl«dr, «elrhui aus setu» Stab, Sa»dal« n kl Mkra, U»S schwarze Lockenhaar das Durbautuch geschu»»«. »r ueigte sich, de» schwach« Wandersmauu zu grüß«, llu» etue Schale ha« er tu de- Hau» gesthwuug«. Dir Schale selbst war et» «ubtu »am Rorgeulaud» Uralter Schwu« uud Zierrat war « ihre» Kaub«, Uu» aus »e« Thal« tzrbrau «ar ber Dräut »er Arb«. Der stuabe sprach: Mau», armer, trtuk. Du wirft leb«i — Sr «raut uud lebte. Uu» «tedrr lag et» Mau» Uerschei»«» tu dem Sau»e, llu» wieder kam et» stuabe »»< de» Himmelslanb«, St» goldarr U-utgsmaukl schwaug stch um dt« Glieder, Uud druuier floß et» lauge« Purpurllrid hmiteder. Such er trug etu« Lecher tu der weißen Hau», Au« setuem Golvmriall ganz Uftltch ausgeschlag«. Geschmückt mit «tue« Hetlgeu'schei» au serue« Mau». Uud duutel s«rtg rallie »rtu »er Satteslrauk. Lacrj**« Ckriitl hieß »er stark Gast »er Arb»; Der «»ab« sprach: Rau», armer, trtuk» Du wirft leb«! — Sr trau' uud lebte. Uu» wte»er lag uu» dürstete rtu kranker Man», Da trat »er zwettt Sugel »ech eiumal herau; Dach Purpur uud d« goldu« «a«el trug er «tcht, Pur eiufach »ar sei» stl t» uud prüf«» sei» Gesicht; La» reine« Silber ohne Schmuck der Lecher war. Iu eine» duutte» Schacht« Thüringen« gegosseu; Durchsichtig war dir Kluth des Trank« hell und klar. Sir war aus deutsche« «r„» und Dr»»v«saft geflesteu Der stuabe sagt«: Herb und rein stad »etue Arte», Sir k»aueu reit«, »im» und »rtuk, Du wirst kb«! — Sr traut uud lebte. Uud so. Ihr KreuLu kam« drei «Ne« von Wein Zu unser Srd«l»Wr hiuNu. steuut Ihr den hell' eu weint Uud jedes Menscheutiud kannte die drei, Doch wer den einen traut Drug vor de» andereu düstere Scheu. Ihr wißt, das war Nur bös« Zeit auf Srde», Doch bester und glücklicher sollte» wir werde». Heul seht Ihr etue Tafel stch srftltch erhöh» Und alle drei weine in friedlicher Mischung droben steh'». Picht wahr, Ihr Herren, die Mischung dünkt Such gut 1 Da fragt Ihr, was die «eb« fo zufammeugebracht 1 Da« hat dir ehrliche, brüderliche Liebe »macht. Dt« Lieb», »K hach über »«Well« schweb«, DK Liebe, »k iujrbem Herz« schlicht. Darum, stt auch »eck so verschieb« »user «etu. Alk tüuu« wir etuig tu dem Stur» sei», Drum reicht Such die Hau» uud hebt »« Pokal: Hoch lebe dir Bruderliebe »et« heutig« Mahl,!' Allerlei für de« Familientisch. Siue Rnbinfteiu-Astekdote. Lei einem der letzttn Recital» in Saint JameS-Hall wurde der Meister im Vestibüle von einer «Kgantm Dame iu de« Aug« blick augehalkn, alb er sich anschickte, de» Konzertsaal zu betreten. ,O, Meister Rubinstein, wie glücklich bin ich, Sie zu »«ff«. Denken Sie nur, ich war nicht im Stande auch nur ein einziges Billet zu erhalten, künaka Sie mir nicht ein« verschaff«?" .Madame", entgegnete der große Pianist, .ich kann nur über rin« einzig« Platz ver» ftfgcn. ctllein, wenn Sie auf diesen reflektier« wolkn, blu ich gern bereit. Ihnen denselben abzutretm." — .Ich nehme Ihr Anerbieten dankbarst an, Meister, und — wo ist ihr Platz?" — .Am Klavier, meine Gnädige." Aus de« Spr»chschah des Tal«»-. Poetisch Übertrag-» von Max veluberg. (IU4kaut *feu •«utaiifnia« M »ataiser» NttoML) Die «oQu, di« zur Zet nicht hiß», Dir schwe llch nach der gell noch nützt. « » » » wen voll Hilst sorgen, Ist wohl geborgen. Ist dein Sieb verstopft, Flug» nur darauf gellops'. « ver fünf Jahr lernte un? noch nichts gelerni hat, «lag' nicht den Me per an, der lha entsernt hat. Kitthsel-AnfgAÜrrr. I. Attisches «L-S-gr-p-. Boa 6. in B. wenn Sorgen kommen, Sagst und Qual, Srbftten wir e» und vom Herrn; Sollt' Sr jedoch sich hatten fern, Srschelnr'» als Stadt i« vupperihal. n. Kevräischts sL-go-ryph. (Rach einem talmudischen Svrüchwort.) Boa 8p. in 8»inntoe«in. Entlockt da- Ganz« manchmal Dir auch Dhränen, So 11t eh kopflodoch Win heut'ge- Sehnen; Lüiftchest da- Zweite Du jetzt bei der Hitze Qual, <7e- Talmud- Sprüchlein läßt Dir keine Wahl) So sollst da» Erste öfter Du genießen Ob auch dabei Dir Zähren sollten fließen Ansiösnng der Uäthjel in vor. ft*. L Philister. II. TstKpk (Krau). (Feuer). Belaniwonitcher Idcdacuur Dt. Siahmer, M-gbrduig. Druck von D. L. Wolfs, Magdeburg. 8-rlag von Stöbert Kries«, Leipzig.