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Jüdisches Familienblatt · 1889-01-01 · 22 (1889) · p. Seite 86

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1889
Issue
22 (1889)
Date
1889-01-01
Page
Seite 86 (sequence 4)
Language
German
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.Sie vergleich« sehr richtig hie BalettautOltebe »it her Liebe zur Mutter uad zur Religion. Herr Graf. Die Pole» stehe» noch auf he» thenrra BÄ«, au« de« die Mutte» stimme ficht, sie zu räch«. Unser Vaterland ist uns fremd gewordm in der Fremd«; aber jene Mutterstimme hör« mir »och, die auf d« Trümmern Jerusalem« ihr« Sühn« und Töchtern gebot«, da« zerstörte Vaterland da« nicht «ehr zu retten «or, zu verlass« und hinau«zuzich« in dir weite Welt, der Menschheit und un« selbst zu di««. Unsre Gegner meint« uu« zu vernichten, aber Scheiterhaufen, Hohn und Verfolgung war« nur Länlernugömitttt, uu« de« reinen Ideale der Zeitbestrebung«« und d« allgemeinen welterhaltead« Bürgettugenbm zu widmen." »Also Sie sind zufrieden mit der Stellung, die Sie und ihre Glaubmögrnossea eiauehmeu?" fragte Arthur bekoffen von dem Srlbstbewußtsei» de« Doctor«. .Die Gewißheit, daß mit dem Fortschritt« der allgemeinen Aufklärung in Religion und Politik auch die Feind« feligknte» gegm un» «d« werden, feuert no« au, da« Bürg rrrcht in dem Lande zu verdi««, wo wir aufgmomm« sind; seine Interest« sind die unkrigm. Gut und Blut setzen wir für dasselbe eia. Wir trrff« dennoch einst mit unfern Mitbürgern zusammen auf derselben Bahn, ttotzdem sie die« bi« heute zu verhindern suchen.- .Bergest« Sie nicht, Herr Doctor, daß Ihre Nation wie rrir um jed« Fuß Erde gekämpft, al« sie da« Baterland zu rettm gehofft. Mir dm Schwertern an der Seite, baute» di« Braven Schutzmauern während Rom Jerusalem belagerte. — Wir sind Freuütlinae in der Heimath, wa« ist da da« Leben wer'h?■ sagte Atthur düster. .Um ein wükdigr» Dasein zu gewinn«, muß «an vaa« und kämpfen," erwiderte Dr. Rembraud. .Die Idee lenkt die Thal; leider war j«e bisher nur durch Blut zu verwirklich«. Gott smde un« bald die Erlösung von solchem Fluche! Gnädige Frau," sagte er, da« Gespräch gewandt beendigend, „$m Arthur berieth sich schriftlich mit mir wegm Ihrer Wallfahrt. E» ist meine Pflicht, Ihn« zu erklär«, daß ich e« für Ihre Gesundheit durchaus gefährlich halte, stch diesen Anstrmgung«, Unregelmäßigkeit« und Aufri'gnng« auSzusetzm. Schon« Sie sich, bedmken Sie; wa« Sie hur noch zu überwind« haben," sagte er auf Arthur» Fortgehm anspielend. .Aityur," sagte sie schmerzlich bewegt, .bist Du so kleimaüthig, daß Du Dich für mich fürchtest P Leuust Du den «schütz unserer Heilig« nicht, denen wir von ganzer Seel«' unsre Opfer dring«? Seim Sie unbesorgt, Herr Doctor, die heilige Jungstau wird mich behütenl" »Verspreche» St« mir, gnädige Frau, mindestm« dm weiter Weg nicht z« Fuß zurückzulegeu, gönnen Sie sich Pflege und Ruhe." .Unterweg» sind die Kapellen der Leid««ftatioam Ehttstt. Dort wird geruht und gespeist, so gut e» Jeder vermag. Eiinnern Sie wich nicht an irische Schwäche, die wir ja zum Lobe Jesu Ehristi überwind« soll«!" Der Angeredete blickte sie mit sorgmder Theilnahwr au: .Möge Ihr Körper so stark, wie Ihr Wille sein, gnädige Frar 1" .Wir sehm un« jedmfall« noch vor der Wallfahrt, lieber Freund?" .Zum Erntefest kommen Sie «it Ihrer lieb« Familie, ich zeige Ihn« den Tag an," sagt« Arthur. .W«n e» un« möglich ist, komm« wir gerne." sagte er eilend. E» war für ihn hohe Zett zur Abreise, er wuKe, daß seine Kranken ihn erwartet«. Anhur begleitete den Doctor an dm Wag«. .Grüß« Sir Ihre lieb« Frau uad Gerson«," rief er dem Davonfahrend« nach. (Fortsetzung folgt.) PMerlei fi» de» Hohe» Alter. Am 1L Mäq:starb zu Galatz (Rumänim) Heer Solomon Melammed im Alter von 118 Jahr«. Er war Lehrer vieler Tausmd« von Schäle« gewesm und di« zu seiner T»de«stunde körperlich »ad geistig rüstig. Bi« 14 Tage vor seine« Tode «achte er noch sein« Spaziergänge durch die Stadt und hatte währmd keiner laug« LebeuÄauer weder Kopfuoch Zahnschmerzen. Urbettroff« wurde der» selb« aber noch von einem Muhammedaner in Ehpru«, welcher »»längst im Alter von 13V Jahr« verstarb, nachdem er 7 mal verheirathtt war und 6V Söhne und 9 .Töchter hintettieß. _ Die Heime. Li« »ln-kbenne brütet« (Bkc an», Stolz sühtt fi« bi« Linder in« Frek hinan». La »eid«» i» Hofe «t, Länsepaar Uod Moste bcRmibcrib bk munter« Schaar, (Bit hurtig sie lief» der Akutter »ach. Der »etdet der Sänfrlch und schnatternd er spracht .Du brauchst fürwahr nicht so stolz zu fei», Lena flehe, nicht all« die Junge» find dein, «it dreiterr» Schnabel dt« Latche» dott Die jagt' ich ,a deiner Stell' allsoglelch fett, Den» eigentlich stid fi« dt« deine» nicht Und wa» sie »«»ehre« den Andern gebricht." — JO," sprach drauf di« Henne, ,d» redest nicht wahr; »letch lieb' ich fi« all' in der «untere« Schaar, Und find fie auch all' nicht «ei» eigen Blut, Sie fi,d mir doch alle wie Ltuderche» gut. Ler Gluckhenne gleichet da» Laterlaud; Der boShast« »üns'rch ist — allbekanui. Sie fi,d mir doch alle wie Ltuderche» gut. uq hav' ft« georm«; »« im» «ua me>n Und müsse» «tr lieb wie bk Andern sein." S. «»»dl. MSthsei-Aufgsben. I. A«m Mocheufest. von A_ K. in London, (tz.brütfch, «t» neue« Räthsel siehst du hier, Für dich Hab' ich« erdacht; Al» «in« »ab« sei «» dir Zu« Fest hterwtt gebracht. A« Schlug de« Feste» bracht« «a, U» «tust t« Dempel dar; Mein Rächsei giebt dir dentllch an, «a» diese» Op er war. n. Mit X di« Sonne beginnt chre» Lauf, «st V hört'» «it Beginn de« Feste« auf. II. Deutsch« ^autrStyfel. Bo, A. Speter in Hetaebach. «et» kurze» Wort n«»»t «ine» Fluß, Den man in Siuhland fache» muß. Loch nimmt «an weg de» erste» LaM, Sin beave» Sech »an alsdann schau». III. Kst-rättche, ^ogogrypy. Bon A. X. bi London. Seht kopslo» Ihr et» Städtchen an, Li, großer Strom erscheint Luch dann. Arrfösrmg der Kitthsrl i» »or. Mr. I. Magd. »rube: «agdebur». ll. Jouil«, Joa». »klantwonlichrr «edaekur Dr. Rahmer» Ma^ebur^ Drack oo» D. L Solff, Magdeburg. Bertog oo» Robert Frlef«, Ltipgig

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