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Jüdisches Familienblatt · 1889-01-01 · 15-16 (1889) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1889
Issue
15-16 (1889)
Article
Beilage zu Nᵒ 15-16.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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« Neikage zu Nr. 15-16 des „Itädiftfieti Famikienbü itts“. Verttvdev-e «mete . js sechs Ostpesheds'sches Bitters ul tas Msches gssrilitsleks, •nfalt ftra J. viertanseud Jahr' fast stad dahtngeschwnndeu Sett icson Lag. da aus Egypten zog Ei» kleine« Volk, der Sklavrnfeffelu ttdig; Usd ach! wie oft feit jenem Freiheit«-»-« Sind Feinde aller Orten ihm erstanden, Lat «an in neue Band« e« geschlagen, versuchte van der Erde es zn tilgen! Doch «ettnn, ist ihm alle Zeit gekommen — Zum Zeuge« ruf' ich auf die Weltgeschichte — Sind sein« Widersacher htugeschmolzeu, Und ihm sproßt neue« Leben an« Ruinen, wenn ei» Gedenktag wäre eingesetzt Für den Beginn von jeder Zeit de« Druck«, Sen» einen Festtag e« begehen »ollte. Für jede« iHgeh'n einer besser» Zeit, De« Jahre« Lage »ürde» otmmer reichen. Und Fest und Lraner stet« einander »eichen. Doch diesen Lag, den heut« «tr begehen,*) Da« Fest der schöne» PersU'Kvnigin, wir »olle» fest für all« Zeit ihn halten. E« sei ein Lag, da dankerfüllte» Herzen« wir unsrer opfersrend'ge» Ahne» denke», E« sei ei» Lag, der in un« stärkt dt« Hoffnung, Daß nimmermehr die ob un« trinmphiren. Die ated'rer Sin» zu «nseru Feinde» «acht. Bi« einst al« Brüder Ille sich erkennen. Denselben Gott sie Ille Vater nennen. — wie Gute« aber oft an« Bösem quillt, So »nrde» durch der Zetten Druck zwei Güttr Zu eigen ganz de« virlgeqnälteu Volk, Der Glaube iss« und der Familiensinn, Dt« srttst der Feind« Schaar ihm zuerkenut. Und ihnen ist geweiht di« Sabbathrnh', Die »iederkehrt an jeder Woche Schlnß. — Läßt auch btf wogen «ns'rer heutigen Zeit Sie nicht zu ihre« Rechte immer komme», Und läßt nu« auch de« werkrltage« Hast Die Muß« noch zu idealer«, Sueben, wir wende» »nsern Bück doch gern zurück Zu jener Zett, da tu der Väter Hau« Der Sabbach der Familie war geweiht. Sa möge» unsre Bilder auch Esch zeigen, wie Tranlichkeit der Sadbach-Fetu eigen. — <t» neigt die Sonne sich de« Uuttrgange, Becudet ist de« Lage« Müh' und Arbeit, Da« Feierlagsgewaud ist angelegt. Und festlich find di« Lichter schon entzündet. Geweiht vom Seuttspruch der fromme« Han«ftau. De« Gotttddieust'« Beginn nicht zu versäumen Schickt fich du Gatte an und seärem Linde Zeigt u schon ftüh, wie seine« Gttt e« find«. — (Wtofttalifär Vegleltvug; lebende» Bild:) .Krettsg-ßttend dor de« Gottesdienst.' n. An Lempel ist versammelt die Gemeinde, Mtt Hellem Lied de» Sabbath zu begrüße« Und hofft, daß ihr de» Himmel« Hnld grwähre. Des Feiertag in Fritten zu begehen. 1 Die »arstelln», dlrfer lebe»de» Btt»« fand a» tüngbru Purim i> Veanafchawi, stau ntt«tt«m»stch »roß» Vttftt». (Ptt.) Und Rnh« ziehet rin in Iller Herzen, Vergefle» find du Irbeitsttage Aämpfr. verbau nt find an« du Brnst di« bangen Sargen, S« eilt et» Jeder hettu zu de» Seisen, Die fich zur frohe» Fein als vereine». Da darf du Fumd« anch allein nicht stehen» Inch u soll theile» du Familie Glück, Da« ntmmu kam» in ettm» Hans« »eile», Da« gastlich offen nicht de« Fremdling ist. Und wie tt immu schvnu Branch gewesen — Bant Elttrn-Seg» doch du Ltndu Hau« — Legt auf ihr Haupt du vatu seine Hände Und fleht zu Gott, daß u auch Segen spende, ««ustkalisch. vegltituug; lrbeude« «Ud:) .Freitag-Abend nach de« Gottesdienst." m. Wohl um znr Zett dtt Mahl« steht «an vueiut In werkeltageu du Familie Glied«; Da ist nicht Zeit an Geifsgem fich zu laben. Und Zett auch nicht zu traulich«» Geplauder; Da muß geschafft, da muß erworde» »udeu. wu hätte nicht den Vorwurf schon gehört, E« sei z» sehr nur diestt Volke« Sin» Darauf gerichtet, Gütu zn erwerbe». Und hat t» nicht dem Zwange um gehorcht? war ihm vnschloffe» nicht so «auch« Thür, Die »eit geöffnet war für Jedermann, wenn Goldttzaubu nicht bot Riegel hobst Doch an de« Sabbach ruht du Hände Werk, Da pflegt so gern «an du ersehuteu Rnh', Da soll dem Geist auch sei« Rahrung »erden, von seinem Knaben will du vatu höre», wa« ihm gelehrt ist in du Woche Tagen, vt« Müdigkeit die alte» Ingen schließt. Und gern horcht mau auch da de« Herzen« Stimm« — Li» Herz, empfänglich jedu gute» Regung. Hat fich bewahrt die« Volk dmch all« Stürme, Die in dem Lauft du Jahrtausend« Gezogen üdu sein grbeugttt Haupt — Ein Herz, empfänglich auch de« Hochgefühl«, Da« zu du Jungfrau hin den Jüngling zieht. Geknüpft dtt Baude hat du Sabbach »ft, von denen all' sei» Glück ein Pa« «hofft.— («afitalische Begletumg; lebende« Bild:) .Sabbath-Nachmittag.* IV. In du vugangenheit unendlich Me« Sinkt Stnnd' um Stund' «nd Tag um Tag hinab; Ob du zurück dtt flieh'nd« hatten möchtest. Ob Schwingen ihrem fiücht'ge» Fuß« leih», In ewig gleichem Schritt enteilt dtt Zeit.' So mußte anch dtt Festtt Tag entschwinde». Du Abend seutt fich auf die Erd« nieder, E« schmückt der Sterne Heu da» Firmament. Dtt weihe, dtt dtt Sabbath« Fetu brachtt. Sie darf du Woche nicht vulore» sein; So wird auch fie mtt ftommem Spruch begrüßt. Und fchlen dürfen nicht du Weih' Symbott, Dtt Licht, du wein und du Gewürze Dust, du unvugängttch all« Zett, Tag und Nacht, du Erd' und Himmel schuf, ihm steigt ans du frommen vetu Fleh'», aß Segen auch dtt «sc Woche bringe, Daß offen ihnen seine Hand sm bleibe, Er immu führe fein« Ktndu Sache, Und üdu fie ftts vatuasg« wach«. (SNU«U{*t Sigbttnt; MoM Bttt:) »Sabtech-Atasd.''

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