Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1889
- Issue
- 15-16 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 60 (sequence 4)
- Language
- German
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welcher 3« mb 4cd!gc Figuren verbunden vorkomme». Lue seltsame Zeichnung verdient noch besonderer Erwähnung, da sie nur et »mal in alle» handschriftlichen und gedruckten Ausgaben zu Oxford und NN „Brftffh Mnseu«- vorkommt. (Sie findet sich in «tue« italienischen Mauuscnvt des 14. sZahrbunderts und zeigt rin» M«zo mit einem Blumen» rand geschmückt. 3n der Mitte erscheint ein vierfüßiger egyptisther Euer «ft eine« Menschenkopfe. Poesie und Phantasie zeige» sich in mehreren solcher Zeichnungen, aber nur in einer oder zwei entwickelten di« Zeichner eia besonderes lünsilerisches Talent. Die angemessen ist nicht z. B. da« Keltenmuster in einem Manuskript der Micharl'schen Sammlung zn Oxford. Man darf non nicht glauben, daß diese Idee niemals in die Wirklichkeit übertragen worden ist, denn noch im vorigen Jahre zeigte «au mir eine Mazzo »ft einer ähnlichen Zeichnung, die aber wahrscheinlich nicht i,um Gebrauche für die Sederodend« bestimmt war. Das Brod des Glends erinnert uns ja an di« Sklavenkettea, die unser« Bäter in Egypten trugen und es ist «ine geistreich« Idee, wenn wir Veranlassung nehmen, die alte» Ketten nützlich zu verwenhe». nämlich — sie zu verzehren. Diese Idee ist aber in einem andern Manuskript des 14. Jahrhunderts noch treffender zum Ausdruck gebracht. Eine Mazzo in demselben hat in der Mitte eine sehr eigenthümliche, sinnbildlich« Zeichnung, nämlich ein mit Kunst grzeicharte« Gefäugnitzthor; ich glaub« aber nicht, daß je Mozzoth in solcher Fayon sür den Petzachgrbrauch gemacht wurden.- Soweit Herr Israel Abraham-, — Rach «einem unmaßgebliche» Dafürhalten sind alle hier - »geführten und von den gewöhnlichen abweichende» Formen und Verzierungen nur Spielereien gewesen. I» früher» Zetten nämlich, als die Mazzoth noch als ein Product der Haudarbeft einzela mft dem Rollholzr auSgerollt «ad dann «ft einem gezähnten Instrumente in Form eines Kammes oder eines beweglichen Rädchen« durchlöchert wurden, mochte einer oder der andere zum Zettvertreib sich solche Spielereien nckaubt haben. Für den Gebrauch am Peßach waren dieselben als fiTTB d. h. p"«D „bemalt“, religion-gesetzlich verboten, weil die längere Zeit, welche diese Arbeit erforderte, eine „Gährungbefürcht»» ließ. Heute, wo di« Mazzoth maschinenmäßig hergestrllt werdrn und wo mau den Werth der Zeit besser zu würdigen versteht, wttd der Mazzothfabrikant es gewiß nicht mehr gestatten, daß das thnrer besoldet« Arbetterpersonal sich mft solchen ledigen Dingen abgebe. Die Zeichnungen in den Handschriften und gedruckten Haggadahausgaben entsprechen daher keinesfalls einer vorgeschriebmen Regel oder einem momentanen Gebrauch, nach welchcm »au die Mazzoth für den Hausgebrauch herstellte, sonder» find ohne Zweifel ilusaahmen. Dabei dürste auch mancher Illustrator seiner Phantasie nur zu frei di« Zügel haben schieße» lasien, gerade wie bei der Zeichnung der SCn mit de» langen Säbel und des D3TI tn naoe mft dem langen Barte. ReeS a. Rhein. _ L. Lohen. ^Q»j| KÄhjrl-Aufgade». I«m Prtzach-Frste. Bo» 6. in B. I. Deutsches eLogsgryph. An« de« wa» unsre Bitter »arru, Braucht »ur ein Zeichen mau M hole», Um au« dem Retz daun zu erfahre». Gaheut noch Ruff» fi»d »ad Polen. II Kefirtischer ^ogr-kHPy. Ms Phar'ah'8 tr« rtcht mIm mMIo, Schick»' »ott »tt de» «^e» ht»; »ach dieser kaum« MSN« «r-rtche«, (I blieb »erflackt de» KbMg» Sinn. La sprach der Herr: .Labt nu« probire». Ob nicht «tt .2' - desser pDt i Loch schwer war Phar'o zu eurire», Der setz auf seiue» Krps besteh». Da reich» ib» «ott die »eh»»« Pi»« vtit allerh-chfter eign-r Hand: Li« half; gebeupt >w:r War'oh'« «ille — Uud »ott-« Bolk verlieb da« Laub. Drum lasse ttetuer sich'« »erdrtebev, In heilt«er vegeitzerua. Roch hem' «Ü.P" es za aeaiebm, U dienet zur Erinnerung I HI. KeSräisches Komposttiousräthfek. Mein RLihsel »raut ei» alte- Land, «erschtede» wttd'« jedoch genauul. Da- Zeiche» streiche ruhig sorl, La« «lttea steht i» jede« Wort; Die Retz' nimm je zur Hilft« bau» Uud säg' dir Hilst' dri auderu drau; Zwei neu« virter drau« enttzeh'n, Dt« gauz genau Dich lasse» seh'u Der Btür Leide» erste» Grund So wie, wag »och zur hem'gen Stund Erinaert an die starte Mach», Li« Rettung unser» Bolk gebracht. IV. Keörätsches Komouym. Essr^dars ei» gab« nie lassen ' Za seine» tRnab «< lassen kommen; Znm Lrtuke» bletbt's th« «ubrnononr». Wett Freiheit uu» der Lerr »erlich. V. KeSräisches cLpgogryph. Sa» «tt 1 wir einst empfingen, Jeyt bei 2 wir noch besingen. VI. KeSräische Scherzftage. von welchem amerikanischen Romauhelden fiudet «an i, de» «eiste» Haggaboh'g da« Portrait» VH. Deutsches Artthmogryph. Bo» G. Sttedel tn Strahburg. 1 7 8 9 10 jüdische» »ch. t 10 11 8 9 grosser Bolk-stanr« In Kaaaa». 8 7 2 12 Stadt tu Ägypten, 8 4 1V 18 4 8 Richter in Israel. 4 8 8 4 lkiaig von Inda. 8 8 2 14 8 S 7 18 18 1 17 2 14 6 2 Leibwache Lapid«. 8 4 1V S»,» Roah«. Li« AnsangDbuchstabeu ergebe» — von obeu «ach ante» gelrse» — ei» Fest, die Endbuchstabe« — m derselbe» Reihe» folge — «in Lanb^ a» welches diese» Fest «rinuert. A«siSs«rder Kitthsel i» vor. Me?) L »o, (f. Ezechiel 38,8), O, (s. 4 B. «. 21M. II. Jab (-- Haud), 3nd (— 1, Jod m. -ijpy (Lüge), -refe («„»). (vreui. 13» »m. Rr. muß t» uuier Auflösung L heiheu: Midis» (statt: Mrdtrn). - Beramwortticher Redarteur Vr. Rahmer, Magdeburg. Druck Von D. L. Wolfs, Magdeburg Verlag ooa Robert Friese, Leipzig.