Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1889
- Issue
- 14 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 56 (sequence 4)
- Language
- German
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israelitisch«» Sklave« zu esse» zwangen. Rund ist a»ch »fseudar dt« einfachste symmetrische Kor»; aber «Herde» halte ich »ach dafür, obschaa ich diese Bemerk»»» »tt aller Reserve wache, daß die runde Farm der Mazzath z»w Theil der doppelten Bedeutung vou NMV NM ihre» Ursprung verdankt.*) Kehre» »ir uuuwehr zu de» Hostien zurück. Lin fernerer verglrichuug«p»»kt. obschon von geringerer Wichttgkett, kann iu dem Gebrauche gesunde« werden, daß die Hostien, welche der Priester vertheilt, im S. Jahrhundert größer waren, al< die Brode, welche zum Hauggedrauche gebacken wurden. So auch die Mozzoth, »elch« der Hangherr beim Eeder an dir Tiswgeooffen vertheilt, besonder» aber di« mittlere der 3 Mizwoü-Mazzo», welche größer war, al« die gewöhnlichen. Picart macht i« Gegentbeil iu seine» Jll«. stratione» die gewöhnlichen Mazzath größer und dicker, als die der „Lei Sohimorim*. Jene stellt er als dicke ovale Kuchen dar, welche mit großen Löchern, di« vom Mittelpunkt« nach dem Rande zu ihre Richtung nehmen, versehe» find. Kr spricht auch vo» ander» gestalteten Maloch, giebt aber keine genauere Auskunft über dieselben. Im Mittelalter und auch schon zur Zeit de» Khrtzsoft omu» (4. Jahrh.) waren die Hostien mit einem kreuze versehen und trugen verschiedene Inschriften. In der koptischen Kirche z. B. lautete die Inschrift: „Heilig, heilig, heUig ist der Herr der Heerschaaren." In eioem lateinischen Werke „Low» Subterr*ne«“ gegen 1650 wird eine Behauptung aufgestellt, an» welcher hervorzugeheu scheint, daß auch die Mazzoth der Jude» mit Kreuzen versehen gewesen sei» sollen. Wa« kann diese Bemerkung veranlaßt haben? Ihr Ursprung ist höchst einfach. Die alten Römer, wie Aringht selbst, schreibt, und wie Virgil, Horaz und Martial öfter erwähnen, versahen ihre Brode mit kreuzförmigen Siuzahuuugen, um sie desto leichter i» vier Theile brechen zu können, gerade wie heule di« schottischen Brötchen je 4 und 4 zusammeogrbackeu werde», wobei die ceutraleu Theilungsliuien da» vierfälttge Brod al» mit einem Kreuze bezeichnet erscheinen lasten. L« ist nun möglich, daß die Juden ihre Mazzoth, welche dicker al» die unsrtgeu und deöhalb schwerer zu brechen waren, iu derselben Weise an» geferttgt haben. Außerdem können aber auch die kleinen Löcher und Kinzahunngen, welche auf den heutigen Mazzoth erscheinen, sobald diese in eine gewiffe Lage gebracht werden, irrthümlich für Kreuze gehalten worden sein. Diese Kinzahuuug oder Durchlöcherung ist sehr alt und wird schon im Talmnd erwähnt; ja, ich wage sogar zu behaupten« io der Bibel. In Könige I. K. 14 B. 3 und au andern Stellen bedeutet *llp3 „poröse oder mit Pnnkteo durchlöcherte Kuchen-. Wir können aber diese Erklärung noch etwa« weiter ««»führen. Die drei sogenannten Mizwoth-Mazzoth für die Srderabende wurden mit besonderer Sorgfalt gearbeittt und im Mittelalter (auch heute noch) Lohen, Lrvi, Jißroel benannt. Picart spricht iu Folge eine» komischen Mißgriff« vou einem „Küche» der Leviten-, womit er natürlich die mittelste Mazzoth meint. Bon verschiedenen Autontäten erfahren wir e» ganz bestimmt, daß diese drei Mazzoth jene drei Wörttr oder auch die Buchstaben 3. 2, K al» Aufschrift trugen, um fie auf diese Weise vou einander uuterschetden zu können. Non ist aber ein oberflächlich gezeichnete» K einem Kreuze nicht unähnlich. Später wurden die drei Mazzoth dadurch kenntlich gemacht, daß man fie «tt den römischen Ziffern I, II, III bezeichnet«, und auch heute noch wird Vorsorge getroffen, eine Verwechslung dieser drei Mazzoth zu verhüten. (In vielen Gegenden macht mau fie gewöhnlich durch 1—6 Punkte resp. Löcher am Rande kenntlich.) Ich weiß nicht, ob nicht da» nachdrückliche Ber- Da» Wort NM bedemet: in Sand oder heißer »sch« gebacken« Sache»; anßerde» de beulet nJTJ auch eine» iktrkel. (vgl. 21319 39 Taaaith 3.8. «.) bot de» „Schnlchnn Arnch io «etreff der pro» „gefärbte «der bemalte Kuchen" znm Peffachgebrench ans den/'H Umstand plrückptführe» ist, daß die Lhristm ihr, Hostt« m mit Buchstaben und Symbolen geziert habe». So viel aber *1 ist gewiß, daß da» verbot der „bemalten Kuchen" von de» .\3 Xotanb nicht so nachdrücklich betont wnrde, al» vou de» spätere» G«setze»lehrer». welche bi» zu einer gewiffe» Zeit nicht müde wurden, diesen Gebrauch zu »ernrth eilen oder Ji weRgften» zu beschränken. Der Gebrauch, sich solcher Knche» jj zu bedienen, muß. wie au» der häufigen Wiederkehr de»- Verbote» zu schließen ist. «in weitverbreiteter gewesen sei» * und ganz gewiß war er noch im Anfänge de» 16. Jadr» * hundert» in Anwendung; denn von dieser Zeit an schenkt '1 die Sitte fich verbreitet zn haben, die Mazzoth ganz dünn \ z« machen, obschon die dicken Mazzoth sogar bi» in unser« Zeit nicht ganz verpönt waren. Im Orient sind uoch hattedie Mazzoth sehr dick nnd unapprlitttch. Sie könne» in ihre« gewöhnlichen Zustande nicht gegessen werde»; «an muß fie vielmehr in einer Flüssigkeit weiche» oder sie wieder - zn Mehl mahlen, und diese» wird dann zur Herstellung- - kleinerer nnd genießbarer Kuchen verarbeitet. _ lSchluß folgt.) JU» dem Spntchschatz des 'Kawud. Poetisch übertrag'» vou Max Weinberg. Eta Baum, der sich zu« Dorustrauch hält, Boa desien.Zweig kein Apfel fällt I » » Ein Richter darf wohl schlichten, Doch nach dem Recht aur richten. » » Vegiebft Du Dich In Andrer Sold. Euch' Einen, dem di« Stund« hold. ' . * Eilt auch bei Mensche» arm nach reich, vor Sott«» Thron find Alle gleich. Kitthsel-Aufgadr». L. Deutsches «^sgsgrppy und MmderätyfeL Bon C. tat B. Dreh' ihn, wie Du willst, er bleibet stet» eia Kürst, Kürst auch noch dann, wenn Du ihn lSpfen wirst. II. Zweisprachiges Hkörterrät-fek. Bon I. Kaufmann iu Essen. Mit a ein« Hand, Mit u ein Konsonant, Mit » eine Tinktur, Wie heißt fie doch nur? i ' -s i i ni III. Aeöraisches MSrterrat-set. Bon D. Schapiro-Memel. 12 3, mein Kreuad, Sei stet» gemieden; 2 l 3 vereint, Ba» einst geschieden, 2 3 1 wird Dir beschieden Roch al» letz e« hier hieateden, Senn Du hin zum «w'gen Frieden Ziehest, von der Welt geschieden; Dean man zimmert drau» die still« Wohnung für die ird'sch» Hülle. A»fiSstmder KSthsel in vor. Kr» L Meridian» nach Seglaffung von er: Medien. Q. merl — sterben, Zatz (-— 21^ der Ewige), zusammen: Morijah. (Siehe di« vorletzte Zeile der vor. Rr. S. öst.) III. Ranfch im 0*1 (Kopf). «er-utwortlicher Rcdoclcur vr. Rahmer, Magdeburg. Druck vo» D. L Solff, Magdeburg, Berlag von Robert Aries«, Leipzig.