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Jüdisches Familienblatt · 1889-01-01 · 7 (1889) · p. Seite 28

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1889
Issue
7 (1889)
Date
1889-01-01
Page
Seite 28 (sequence 4)
Language
German
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die J«ra:lite» diese» Land iu Besitz gmommm halte«, von I einer «miß» Raffe bewohnt war. «nb ebenso lehren naf ferner die Denkmäler und Aufzeichnung» Altegypt»«, daß diese von der semitische» Bevölkerung sich wesentlich unterscheidende Raffe indogermanischen Ursprung« auch nach der Eroberung Kanaan'« durch die Stämme Israel« im Laude noch weiter existirte. Jene Krieger, die der Pharao Stsak zur Zeit Rehobeam'« iu seinem Kriege mit de» Städten Juda« zu Gefangenen gemacht hat, weiseu amoritische und nicht jüd sche Sefichtszüge auf. Sie haben durch»»« Nicht« gemein mit jenen auf dem schwarze» Obeli«k von Nimrud mit deutlich ausgesprochener jüdischer Physiognomie dargestellten Männern, welche de» Tribut Jehu's übrrbriugen. E« muß also noch im 10. Jahrhundert der vorchristlichen Sera die große Maffe der Beoälkerun, im südliche» Judäa von auwritischer, d. i. indogermanischer Abkunft gewesen sein und hat e« unter solche» Umstände» nicht« Auffällige«, wen», wie schon bemerkt, unter den Bewohner» de« heutigen Palästina Personen, die schon durch ihre äußere Erscheinung die indog muanische Abkunft verratheu, zahlreich vertrete« find. Ehe wir nun weiter gehen und die zwischen der weißen Bevölkerung de« alte» Palästtua und de« Judeuthume bestehenden Beziehungen iu's Auge fass», möchte» wir uoch darauf aufmerksam machen, daß der Nachweis von dem ehemaligen Vorhandensein eine« Zweige« der indogermanischen Raffe iw heiligen Lande für die anthropologisch-urgeschichtliche Forschung insofern von höchstem Interesse ist, als durch dieselbe für gewisse Thatsachen, die «au sich bisher nicht recht zu erklär» wußte, eine Erklärung geliefert wird. Jene weiße Raffe de« alten Palästina steht, wie A. H. Sayce hnevorhebt, i» engsten Zusammenhang mit jener ehedem in Nordafrika weit verbreiteten weißen Bevölkerung, al« deren Ueberreste zufolge den Mittheiluugeu von namhaften französisch» Gelehrten die Kabylmftämwe Algerien« zu betrachte» find. Während man vor einigen Jahre» die durch hohe Statur und Hellen Teint, sowie durch ihren persdulicheu Math und ihre BorUrbe für Freiheit uud staatliche Ordnung sich auszeichuendeu. im Tiefland« weniger gut als in den Gebirgsgegenden gedetheoden Kabylen noch als Nachkommen der über die iberische Halbinsel nach Nordafrika »iugewauderteu Vandalen betrachtete, haben »euere Uutersuehuugrn es wahrscheinlich gemacht, daß jene weiße Bevölkeruug Nordafrika'«, deren letz« Reste uns iu de» Kabhlenstämme» eutgegeutreteu, bereit« seit den späteren Abschnitten der ueolitisch» Periode (jüngere Steinzeit) die südlichen Küstenländer de« Mittelmeere« brwohueu. Sayce hält die besagte Bevölkeruug für identisch mit den Libyern de« Alterthuw«, die ebenso wie die Amoriter Palästina'« auf de» egyptische» Denkmäler» mit weißer Haut, blauen Augen uud langgestreckten (dolichokephaleu) Schädeln zur Darstellung gebracht find uud vou den Schriftstellern de« Alterchum» io entsprechender Weise geschildert werde». Allerlei fiir de« F«milie«trsch. war, reichte er de» Boge» de« Rabbiner zur Uutersertiguug. Nachdem derselbe da« Schriftstück durchflageu. schrieb er seine» Namen ganz am äußersten Raadeud«, weitab va» dem «igeutltcheu Schriftsatz. .Warum so eutferut vom Geschriebenen?" fragte der Empfohleuseinwoklende. »Ganz t» Sion« der heilige» Thora da heißt e« (Ex. 23. 7): 'IPV N2NV pmn .Bon lügenhaften Dorten hal« dich fern!" gab der Rabbi geistreich zur Autwort. 2. Ein Mimagged (Opposition««»»»). — so nannte »a» iu der gute« Zeit eine» Gelehrten, welcher uubefangen da« Getriebe der Obaooidiw al« unjüdisch brandmarkte» — et» Misnagged also kam einst tu eine Stadt, i» der ei* Wuuderrabbi oder chasfidischr« Oberhaupt sei» Nest aufgeschlage» hatte. Er «ußte dort auch «ährend de« Sabbath verweilen. Rabbi uud 6t»aooidina unterließen nicht«, um de» Maun in ihre Faugarme zu bekomme». .Komme» Sie mindestens zu 8ostolau»ost-3aüdotst (zum dritte» Sabbathmahl) uud Sie solle» sich von der hohe» Einsicht und groß» Gelehrtheit uuser«« Rrbben überzeuge»" baten ihn die ih» bestürmenden Liumoidiw. Der stlraonnggod gab »ach. Das 8ostoIanool»-8»üdotl»-Mahl wurde eiugeleitet, der blionaggod jedoch wollte von den Speis» de« Rebbeu nicht« gmirß» uud ließ sich sei» Mahl vou der Restauration hol». Al« der Rrbbe seine sogeuauute Thora (luouo a non laoendo), ein Gemisch vou Bibel, Talmud, Kabbala, HomUi« und Singsang zum Best» gab, sprach der Gast d» Speis« g». .Warum hör» Sie nicht auf die MVnKI fHl (Geheimnisse der Thora), di« der Redde soll lebe» »twickelt?“ fragte» ih» seine Tischuachbacu. .Wir beten doch: 521V? (»** Sättigung uud nicht zum Mangel)" antwortete der Mia» nagged, die Doppelbedeutuug des Worte« (Saoin, Geheimnisse; Laaon, Mangel) benutzeud. I. Deutsches M-rträt-ftL. Bon A. Speier in Heinebach. Wer mich nimmt, der ist schlecht, Sei es Herr, sei es Knecht. Doch hängst Du an mir einen Lant Bar «inst ich ein« schön« Braut. II. Keöräisches Mörterräthsel. Bon David Schapir».*) Drei Lettern hat mein Wort Und ist eia Mineral, Du siest's an jede« Ort Du findest'« überall. Die erst« und die zweit« Stehn Dir mit Kraft zur Seite Und wollen nimmer scheiden x Bon den letzte» beiden. ZchlKDfertrOe Anmendunhrbr. Mer ft. 1. Zu einem Rabbiner kam ein Schnorrer und bat um eine Empfehlung. .Womit kann ich Sie denn empfehlen?" fragte der Rabbiner. »Ich bi» guter Elte» Kind, vou vornehmer Herkunft, talmudisch geschult, besitze diese uud j»e gute Ei zenschaft, habe eine zahlreiche Familie zu «»ähren u. s. ®." Der Rabbiner, der von alldem nicht überzeugt war, bot dem Manne ein» groß» Bog« Papier und sprach: .Sie »erden am best» Ihre Vorzüge selbst zu Papier bnngeu können, thuu Sie das und ich werde daun meine Rameusumerschrift daruuter setzen." Der Manu that. wie der Rabbiner vou ihm verlangt und unterließ es nicht, sich iu dm schönst» Farben darzustelleu. Al« er damit zu Ende IIL Keör. Krarnmatisches Aätyftt. Bon A. K. in London. Di« erst« einen Casus nennt; Die zweit« «in« Silbe schließt; Ein Imperativ dt« dritte ist, Da« «S anz e ein Accent. der Kitthfrl i» vor. Kr. I. Deffa», Esten. H- 1. nnh (Dürre), rflh (««Ute); HjaS («eihrauch) rCOS (Mond). *) Ja, auch deutsch« find willkommen, wenn sie in irgend einer Beziehung zum Judenthum stehen. (Sied.) Berantwortlicher «edacteur vr. «ahmer, Magdeburg. Druck Mt.!. Mols s, Magdeburg. Verlag von Stöbert 8 r i «se, Leipzig-

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