Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1889
- Issue
- 2 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 4)
- Language
- German
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welcher in war» empfundene», von edler Begeisterung durch, glühten Worte« deu WohlthStigkeitSstan der Nakeler Kraue» prir«. eröffnet. Hiera» schloffen sich vmfikalische und deklamotorische Bortrüge, sowie die Ausführung riues Theaterstück«, sümmtlich in wohlgelun >ener Weise von Mitgliederu und Freunden de« Bereiu« auSgeführt. <Si folgte die Ziehung der mit obrigkeitlicher Genehmigung veranstaltete» Lotterie. Ein fröhliche« Mahl vereinigte sodanu die F-stgenoffeu au der Tafel. Nachdem Herr Rabbiner Dr. Perlitz ei» begertert aufgenommenes Hoch auf den Ikaiser auSgebracht, wurde in ernster und scherzhafter Rede da« Lob der Frauen ia mannigfachster Weise verkündet. Erst nach zwei Uhr erreichte die Tafel ihr Ende und nunmehr trat die Jugend in chre Rechte ein. Ein fröhlicher Tauz hielt Alt und Jung bi« mm frühe» Morgen beis immen. Da« schöne Fest wird lange in der Erinnerung der Theilnehmer fortledeu und gewiß für Biele eia neuer Ansporn zur Bewährung Menschenfreundlicke» und wohlthätigen Sinne« sein. Der kaufet Loose au zum Beste» te« Vereine«, * Der »idmet ihm manch schützbare» Gewinn, Der führt un» auf den Brettern vor die Welt de« Scheine», Der reiht durch'« Spiel, und der mich'« Lied un» hin. E« beut da» Somit«« Such heute minche Gaben, Bei frohem Mahl sollt Ihr die Herzen laben. So nehmt denn willig hia, wa» Such da» Fest bescheeret, S» wünscht das Somit«, daß Ihr zufrieden seid, Nicht der allein, dem blind da« Glück gewähret, 'nen größer« Treffer zu gewinnea istur. Wer mehr un», al» er empfängt, gegeben, Mag am Bewußtsein sich der guten Thal erheben. Und mir vergönnt zum Schluß, Euch segnend zu begrüßen, Nr Festgenoffen alle lieb und werth: De» Himmels Segen möge sich ergieße» Aufs f-omm« Wert, da» Eure Herzen ehrt. Bott schütze den Berein, zu allen fttittn Mög' er mit seiner Liebe ihn begleite«! Prolog z»i: Arier de» 25 jährige» Aestehens de» Irr. Ara»e»- »erei»» i» Aalek, am 2. Januar 1889. Riithlrl-A«fk,a1»en. JjcQ»» Sin frohes Fest gilt's heut' zu feiern Durch Sang und Spiel und heitres Mahl Zum Festsaal sieht man fröhlich steuern Der hochgestimmten Büste nute Zahl. Es weihet Alt und Jung ia schönem Bund« De« Frohsinn harmlo» eine flücht'ge Stunde. Doch, was veranlaßt diese» froh« Fest? Was ist'», daß heute Mann und Frau De» Hause» traulich stillen Herd verläßt Und hierher strömt, trotzdem der Frost so rauh? Es ist nicht schwer, das Räthsel zu ergründen. Doch «öcht ich'» dem, der'» noch nicht wejß, verkünden! I. Deutsches -L-zogryph. Bon L. in N. In Israel ist's nicht zu finden. So kündet e» der Thora Wort; Doch jeder Böttcher kann e» binden. Sobald er nur ein a läßt fort II. Keväifches Meuderät-set. Bon S. in R. Verschieden sind vertheilt des Glücke» Baben, Dem Einen bietet'» wenig nur, dem Andern viel, Der mag sich an der Fülle reichen Bute» laben. Der Andre darbt, sein Sorgen kennt kein Ziel. Nicht Jedem ist der Wohlstand und der Frieden, Bar Bielen ist der ftamps und schweres Leid beschiede». Es seufzt der Arm« in der öden Hütte, Bequület von de« Hungers harter Pein, Zum Himmel schickt der ftrante seine Bitte. Sr möge ihn von seinem Schmerz befrei'». Und dort umschwebt an einem düster» Tage Der Tod da» Haus mit schwarzem Flügelschlage. Der Edle sieht den Nebenmenschen leiden. Des Nächsten Weh, ihm schneidet» lies in'» Herz, kr möchte ftranke trösten, Nackte kleiden, Armen helfen, und lindern jeden Schmerz. Als Rettungsengel walten gern hinieden ' Und spenden Hilfe, Trost und Frieden. Mein Räthsel zeiget den Propheten, In drm ein Sternbild :ft vertreten' Hiervon nach vorn verrück' da» Ende Und dann geschickt de« Banz« wende Willst du nun wissen, ob's auch richtig. Mach' dies« Prob«, da« ist wichtig: Zu dem P oducj der äußern Zeichen Laß da» der innern dir erst reiche«; Wirst beide du alsdann vergleichen, Darf kein'« an Werth dem andern weichende« Preisräthjel« in gtv. SÄ. O — der ftreis (engl); SK — Holz (chaldäisch); o! Ausrufung», laut (deutsch); o» — ftnochen, Miene, Mund. Wt damals, dann, TS --- stark, hart; c»t — Malzdarre (engl.) und ftriegshecr (altsranz.); So dachten denn auch RakelS wackre Frauen, De» edlen Mann'«, dem sie entsproffeu, werth, Nicht müßig mochten sie di« Leiden schauen: Den ftummer, der an manchem Herzen -ehrt: Der armen Schwestern Weh' beschlossen sie zu lindern, Durch Trost und Beistand deren Roth zu mindern. De» Bohlthun« Banner haben sie entfaltet. Zu einem frommen Werke sich vereint. An Lieb« reich, die nimmermehr erkaltet. Die eine hehre Himmelstochter un» erscheint, — So sah man sie vor 2b Jahren Zu mildem Zwecke sich zusammeaschaaren. E» ward der «Frau'nverein" gegründet, Er stiftet segensreich so manche» Heil, Drum sei auch heut sein Lob verkündet Und Anerkennung werd« ihm zu theil. Da» ist sei« Ehrentag I — Um ihn zu feiern Müht Jeder sich, da« Sein'ge beizustrueru. Oft (Morgen); Oste schiffbarer Nebenfluß der Elbe; Oste» (Himmelsgegend); Ostend (östliche» Stadtviertel; Ostead« (Badeort); Leuedo« (Insel im ägäischen Uieere). f5* Richtige Auflösungen sandten rin: 1. I. Eckmann-Nieubürg. 2. B. Lehmann-Pasewalk. 3- L- Stern^ßlingen. 4. M. Happ. Pieschen, b. O. Philipp-Lüneburg. 6. Eichst rten-Epvingen. 7. O. Francken-Aachen. 8. H. Bolde-Posen. 9. Feibelmann-Dahn. A«siosrrrrg der Kiithsel in vor. fl?. L 1. 2 3 4. 6. 6 (Sattou. l. 2 8. 6 6 4. Sauet. 1. 2. 6. 4. 5. 3. Eautor IL DSK ftönig, «damit. Stamme». fürst, auch: die Siche. n»6 Leah. biTK ZeU, Hütte. «rrantwoulicher «edarteur Or. Rahme,, «^dedurg. Druck von D. L..Wolfs, Magdeburg. vermz von Rodert Friese, Leipzig